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Im Schatten einer Generation von Wundern

von lenne87
MitmachgeschichteAllgemein / P12 / Gen
17.11.2014
11.08.2015
27
146.536
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09.02.2015 8.058
 
Montag (3 Wochen vor der Inter High):
Es ist Montag morgen und es sind noch 3 Wochen bis zur Inter High und ich langweile mich hier im Bett zu Tode. Auf einmal klopfte es an der Tür.
„Herein!“ sagte ich.
Die Tür öffnete sich und ein blonder hyperaktiver Junge kam in mein Zimmer mit einem breiten grinsen im Gesicht.
„Hi Sayuri-chan“ kam es von dem blonden lächelnd. „Wie geht es dir?“
„Ich habe es dir doch schon vor Tagen gesagt, dass es mit gut geht und den Ärzten habe ich das auch schon tausende male gesagt. Der einzige Grund warum es mir momentan vielleicht nicht gut geht ist der, dass ich in diesem Krankenhaus gefangen bin und nicht nach Hause kann und nicht einmal aus diesem Bett komme!!!!“ antwortete ich ihm, während meine Stimme immer lauter wurde.
„Haha daran bist du doch selbst Schuld das dein Bruder dich mit Seilen an diesem Bett festbinden musste, du wolltest sofort abhauen nachdem du bemerkt hast wo du warst und das lies sich nicht mit deiner Gesundheit vereinbaren.“ lachte Kise.
„Ich hasse nun mal Krankenhäuser und du weißt ganz genau das ich nicht daran Schuld bin. Warum musste der Sensei in Sport auch von uns verlangen das wir eine Prüfung im klettern ablegen müssen und das in einem Hochseilgarten. Ich habe ihm von Anfang an gesagt das ich das nicht kann.

                        Flashback

Es war Freitag und die letzten beiden Stunden Sport bevor endlich das wohlverdiente Wochenende anfangen würde oder so habe ich gehofft. Woher sollte ich wissen das es so enden würde.
Wir gingen in den Hochseilgarten, der nicht weit von der Schule entfernt war und schon als ich ihn vom weitem sah wurde mir schlecht. Egal wie sehr ich Sport liebte sobald es hieß wir klettern war es vorbei mit mir. Ich habe richtig schöne Höhenangst, aber selbst die ist etwas merkwürdig an mir. Schließlich liebe ich das fliegen und ich habe auch keine Angst im 20.Stock auf den Balkon zu gehen und runter zu schauen, allerdings habe ich da wenigstens das Gefühl sicheren Boden unter den Füßen zu haben, was hier aber nicht der Fall ist.
Wir zogen uns die Kletterausrüstung an und ich versuchte immer noch unseren Lehrer Takana-sensei davon zu überzeugen das ich da nicht hoch muss, weil ich Höhenangst habe, aber das interessierte ihn herzlich wenig.
„Takana-sensei ich habe wirklich extreme Höhenangst und ich kann ihnen sagen, wenn sie mich da hoch schicken können sie einen Krankenwagen holen, weil ich definitiv bewusstlos werde.“ meinte ich mit einem sehr ernsten Gesichtsausdruck.
„Wie oft soll ich ihnen das noch sagen Laelius-san, sie werden da hoch gehen egal was sie für Ängste haben.“
Enttäuscht drehte ich mich um, nur um Juliet's und Izanami's mitleidiges Gesicht zu sehen. Von der Seite merkte ich, wie Kise mir ebenfalls besorgte Blicke zu warf. Aber ich hatte nicht lange Zeit um Trübsal zu blasen, da kam nämlich schon die Anweisung, dass wir uns bereiten machen sollten und uns an den Sicherheitsseilen einhängen sollen. Mein Gesicht wurde mit einmal ziemlich weiß und ich bekam eine sehr ungesunde Hautfarbe.

Ich hatte erstaunlicherweise schon ¼ der Strecke geschafft ohne das irgendwas passiert ist, was wohl eher daran lag das ich bisher nicht runter geschaut habe und mich an meinen Seilen festhielt, als ob mein Leben davon abhing. Zudem behielt ich immer den Blick auf Juliet's Rücken, welche vor mir war.
„Ist alles in Ordnung mit dir Sayuri-chan?“ fragte Kise hinter mir.
Ja da war ein weiterer Grund warum ich es mir nicht leisten konnte jetzt Ohnmächtig zu werden. Das nervige Geplapper hinter mir vor dem ich so schnell wie möglich fliehen wollte, also war der einzige Ausweg schneller zu klettern. Zudem nimmt mein Herz einen gefährlich schnellen Rhythmus an, wenn ich ihn anschaue. Das muss ich auch noch irgendwie unter Kontrolle bekommen, dachte ich mir, so kann das schließlich nicht weiter gehen. Und das ich mich in den Idioten verliebe steht außer Frage, dass würde meinen ehemaligen Teamkollegen nur recht sein. Schließlich war ich diejenige, die behauptete, dass ich mich niemals in den Verlieben würde.
Wir mussten immer in Gruppen gehen, so dass die restlichen Gruppen von unten zuschauen konnten. Was mir total peinlich war.
„Hey Laelius-san stimmt es das du Kasamatsu-senpai geküsst hast?“ kam es von unten von einem Mädchen aus meiner Klasse. Zur Info sie war im Kise- Fanclub.
„Was redest du für einen Scheiß!“  schrie ich zurück und schaute runter.
„NEIN!!!“ schrien Kise, Juliet und Izanami gleichzeitig.
Dann ging es eigentlich ziemlich schnell, ich merkte wie sich mein Magen drehte und mir schwindlig wurde. Ich ließ das Sicherheitsseil los, verlor den halt und kippte einfach um, weil ich gerade auf einem Hindernis war flog ich ein wenig bevor die Sicherheitsseile anfingen zu arbeiten. Das würde sicherlich schöne blaue Flecke in der Hüftgegend geben. Dann war aber auch schon alles schwarz.

Als ich wieder aufwachte, war ich in einem Krankenbett. Vom Flur aus hörte ich laute Stimmen. Darunter befanden sich die meiner Familie, die von Juliet und Izanami und auch die von unserem Schulleiter und Takeuchi-sensei. Ich vernahm immer wieder ein leises „tut uns Leid“. Das war die Stimme von dem Mädchen was mich gerufen hatte und die Stimme des Lehrers. Geschieht ihnen recht, dachte ich mir.
„Oh! Du bist endlich wach. Da bin ich aber froh, wir haben uns solche Sorgen gemacht.“ kam es von meiner linken Seite und ich bemerkte zum ersten mal, dass Kise direkt neben mir saß.
„Wie spät ist es?“ fragte ich mit schwacher Stimme.
„21 Uhr, wir haben alle darauf gewartet das du endlich aufwachst. Deine Familie macht da draußen mit der Schülerin und dem Lehrer einen Spieß ruhten lauf.“ antwortete mir der Blonde mit einem sanften lächeln.
Mein Herz machte einen leichten Sprung und ich musste mir schnell an die Brust fassen um mein Herz wieder unter Kontrolle zu bekommen. Was für einen Scheiß machst du da Herz du darfst dich nicht in jemanden wie ihn verlieben das geht definitiv nicht gut aus. Aus vielerlei Gründen.
„Ähm Sayuri-chan ich muss dir da noch etwas sagen.“ kam es ziemlich vorsichtig von der Seite und ich schaute ihn mit ziemlichen Argwohn an, wenn der Angst hat, dann hat er definitiv wieder etwas ausgefressen.
„Und was?“ kam es ebenso vorsichtig von meiner Seite, nur mit einem gewissen Unterton. Kise zuckte kurz zusammen, weil er diesen Unterton gehört hatte.
„Also vorhin auf dem Weg ins Krankenhaus, da hat dein Handy geklingelt und ich bin rangegangen.“
„Ist das alles?“ wollte ich wissen.
„Es war dein ehemaliger Käptin und nun ja ich habe ihr erzählt was passiert ist.“ meinte er, während er sich am Hinterkopf kratzte. Mein Gesicht wurde mit jedem Moment blasser.
„DU HAST WAS!!!“ schrie ich ihn an und wollte ihn zu mir ran ziehen, als ein stechender Schmerz durch meinen Körper fuhr. Ich verkrampfte mich, während ich mich an seinem Arm festkrallte, um mich zu stützen.
„Du musst dich schonen. Du kannst von Glück reden, dass deine Knochen noch ganz sind, aber du hast trotzdem viele Prellungen und dein Rücken hat auch was abbekommen. Von den blauen Flecken mal ganz abgesehen. Wir wollen doch deinen ehemaligen Käptin nicht noch panischer machen.“ versuchte er auf mich einzureden.

In der Zeit sind die anderen ins Zimmer gekommen, die wohl mitbekommen haben, dass ich wach geworden bin.
Ich griff nach meinem Handy und wäre am liebsten wieder Ohnmächtig geworden. Ich hatte 25 verpasste Anrufe, von meinem ehemaligen Team und mindestens 50 Nachrichten bekommen. Oh Gott die werden mich umbringen, dachte ich mir. Ich fing schon an mein Leben an mir vorbei laufen zu sehen.

Tja danach bekam ich erst mal Erklärungen was alles passiert ist, wie leid es gewissen Personen tut und wie froh sie sind das ich endlich wach bin. Anschließend folgten ein paar Untersuchungen, bevor mein Albtraum verkündet wurde.
Ich solle bis Dienstag im Krankenhaus bleiben, damit ich meinen Rücken schonen kann. Meine erste Reaktion war es aufzuspringen und wegzurennen. Ich ignorierte jedes bisschen Schmerz, trotzdem kam ich nicht weit bevor mein Bruder mich einfing und wieder zurück schleppte. Er kannte mich zu gut und wusste das ich es wieder versuchen würde, deshalb hat er Vorsichtsmaßnahmen getroffen und Seile mitgebracht. Alle schauten ihn etwas perplext an, während mein Vater mich festhielt. Keine 3 Minuten später war ich am Bett festgebunden. Obwohl ich mich lauthals beschwerte wurde das einfach ignoriert, vor allem vom Arzt, da der mich seit meinen Kindheitstagen kennt und ganz genau weiß warum mein Bruder das gemacht hat. Vielmehr amüsierte er sich darüber, weil es nicht das erste mal war, dass mein Bruder das machte.

                             Flashback Ende

„Also was hast du mir heute mitgebracht?“ ging meine Frage an Kise.
„Ein großes Paket an Hausaufgaben und Sushi, weil du hier ja nichts richtiges zu Essen bekommst.“ sagte er, während er eine Plastiktüte vor meiner Nase schwenkte.
„Du bist der Beste.“ meinte ich und umarmte ihn, nur damit ich ihm schnell die Sushi aus der Hand greifen konnte.
Wir unterhielten uns noch ein wenig, bevor er ging und kurz darauf mein „neues“ Team in der Tür stand. Sie erzählten mir was sie so alles gemacht haben und das ich mich ruhig entspannen könnte. Zudem das es noch ein kleines Trainingscamp geben würde, bevor wir mit der Inter High anfangen.
Nachdem diese gegangen waren, war ich mit Izanami und Juliet allein.
„Und was hast du so alles gemacht, als du mit Kise allein warst? Ist er wirklich jeden Tag gekommen?“ wollten beide sofort wissen.
„Ich habe keine Ahnung was ihr von mir hören wollt.“ meinte ich nur.
„Oh man Sayuri. Wir sind nicht doof. Es ist so was von klar das du was für ihn empfindest.“ meinte Juliet.
„Ich tu was? Davon wüsste ich nichts.“ sagte ich wirklich erstaunt. War ich wirklich in ihn verliebt.
„Wenn er so oft kommt, empfindet er bestimmt auch mehr als Freundschaft.“ gab Juliet lächelnd hinzu.
„Glaubst du das wirklich. Nein ich glaube nicht. Wir sind und empfinden auch nicht mehr als Freundschaft.“ meinte ich verlegen.
Wir sind nur Freunde, stimmt's? Hoffentlich habe ich recht.

In dieser Nacht träumte ich öfter von Kise und mir war wohl klar, dass ich mich in ihn verliebt hatte. Irgendwie war das wirklich ein befremdendes Gefühl. Oh Gott, nein das wird alles noch böse enden. Ich darf das mein Team niemals erfahren lassen, weder das neue noch das alte. Soweit kommt es noch, dass ich mich hier zum Affen mache, nachdem ich gesagt habe, dass ich niemals in ihn verlieben werde.

Dienstag(3 Wochen vor der Inter High):
Endlich ist es Dienstag. Als ich losgebunden worden bin, war ich schneller weg als das man mich wirklich sehen konnte. Mein Bruder hatte meine Sachen genommen, weil ich diese einfach stehen lies.
Trotzdem hatte ich die Anweisung mich noch etwas zu schonen und von Sport für den Rest der Woche abzusehen, was mir ein 'wenig' gegen den Strich ging.
Also verbrachte ich den Rest des Tages damit zu Hause zu sitzen und Pläne zu schmieden um meine potenziellen Ehepartner außergefecht zu setzten. Meine Laune passte sowieso sehr gut.
Ich schaltete meinen Laptop an und rief meine Playlist auf. Ich legte meinen Lieblingssong zum Pläneschmieden auf Dauerschleife. Jetzt spielte Devil Trill rauf und runter.(https://www.youtube.com/watch?v=7UI1EE21PsA&list=FLVd3mLdMZa8Yh4SJiYjA52A&index=59)
Ich öffnete das Internet auf meinen Lieblingsseiten um mich nach den neusten Errungenschaften zu erkundigen, die ich bestellen könnte. Meine Laune besserte sich schnell.

                   PoV Jayden(Sayuri's Bruder)

Ich lief gerade auf dem Flur zur Treppe um in die Küche zu gehen, als ich ein fieses Lachen aus dem Zimmer meiner Schwester hörte. Ich neige eigentlich nicht dazu das kleine Monster auszuspionieren, aber ich war doch neugierig vor allem über diese Musik, die sie eigentlich sonst nicht hört.
„Diese Tabletten scheinen einen Versuch wert zu sein. Mal sehen, die sollen für Brechreize sorgen und die anderen können bei zu großer Einnahme zu starken Kopf- und Bauchschmerzen führen. Ok gleich in den Bestellkorb und dazu nehmen wir auch noch diese falschen Fingerkuppen, mit kleinen Stromsensoren. Oja der nächste ist so was von dran. Muahaha!!!!“ hörte ich meine Schwester erneut lachen.
Mir lief es kalt den Rücken runter, ich frage mich manchmal von wem die diese Gene geerbt hat. Da merkte ich, dass jemand hinter mir war.
„Sie ist wieder voll in ihrem Element, was?“ meinte mein Vater.
„Scheint so, der nächste tut mir wirklich leid. Der bekommt auch noch den Hass der letzten paar Tage zu spüren.“ gab ich zurück.
„Das werden wir ja sehen.“ kam es amüsiert zurück, während mein Vater mit einem Lächeln weiterging. Ich schaute ihm hinterher, mit einem großen Fragezeichen im Gesicht. Er scheint mehr zu wissen, als er uns sagen will. Ich schaute nochmal schnell zu meiner Schwester, die schon wieder die nächsten Seiten durchforstete und ging dann endlich in die Küche um mir was zu trinken zu holen.
„Er....gut. ….gut aus. Blond un.... Sie...nichts einzuwenden.“ hörte ich die Wortfetzen von meiner Mutter und Großmutter. Oh Gott sie haben wohl wieder einen neuen Kandidaten gefunden, aber da ich momentan keinen Nerv auf meine Großmutter hatte, machte ich auf dem Absatz kehrt und ging wieder in mein Zimmer. Aber vorher machte ich noch halt bei meiner Schwester.

                        PoV Sayuri

Es klopfte an meiner Tür, ich öffnete schnell einen neuen Tab und drehte mich etwas genervt um, nur um meinen Bruder zu sehen.
„Was gibt es?“ wollte ich erstaunt wissen. Zur Anmerkung, wir unterhielten uns auf italienische, weil Großmutter uns dann nie verstand. Es war sonst nicht seine Art in mein Zimmer zu kommen, wenn er weiß das ich schlecht gelaunt bin.
„Die beiden Hexen scheinen wieder einen neuen gefunden zu haben.“ meinte mein Bruder mit einem wissenden Lächeln im Gesicht.
„Oh wirklich? Hast du noch mehr Informationen für mich?“ hackte ich etwas nach und merkte wie sich meine Mundwinkel immer mehr hoben.
„Nur das er Blond ist und du wohl nichts einzuwenden haben müsstest.“
„Das ist nicht viel, da bleibt mir dann wohl nichts mehr übrig, als abzuwarten und zu planen.“ stellte ich etwas nüchtern fest.
Aber da ich morgen wieder zur Schule musste hatte ich leider noch zu viele Hausaufgaben und konnte nicht weiter planen. Zum Glück hatte ich einen liebenswerten großen Bruder, der mir gerne half. Also verbrachte ich den Rest des Tages damit, zusammen mit meinem Bruder die Hausaufgaben zu machen.
Am Abend wollte ich eigentlich nichts essen, was nicht daran lag, dass ich keinen Hunger hatte, sondern vielmehr das Großmutter da war.
„Sayuri ich möchte dich einem neuen Kandidaten vorstellen, aber erst nächste Woche und nur damit du es weißt, er weiß noch nicht mal wozu wir uns treffen werden, also zügel dich.“ hörte ich die Drohung.
„Sicher Großmutter, du kennst mich doch.“ meinte ich trocken, während ich im Essen herum stocherte.
„Genau darum sag ich das ja, gerade weil ich dich kenne.“ meinte Großmutter, als sie einen Schluck Wein nahm.
Danach ging ich gleich ins Bett, weil ich morgen wieder in die Schule muss.

Mittwoch(3 Wochen vor der Inter High)
Mein Wecker klingelte und ich war sofort wach. Machte mich schnell fertig und wollte schnell zur Schule. Das morgen Training stand an.
Auf dem Weg traf ich Juliet, welche mich mit einem skeptischen Blick musterte.
„Ich hoffe du hast nicht vor am Training teilzunehmen.“ kam es von der Seite von Izanami, welche ich bisher nicht bemerkt hatte.
„Als ob ihr mich lassen würdet. Nein, ich will nur zuschauen und vielleicht neue Trainingspläne zusammen mit unseren Coach erstellen. “
„Na dann haben wir wohl eher die schlechten Karten. Mach bloß nicht wieder so einen Plan der uns halb umbringt.“ gab Juliet mir zu verstehen.
In der Schule angekommen, werde ich sofort von meinem Team skeptisch beobachtet und auch vom Jungenteam mit denen wir heute zusammen Training hatten. Ich hob die Hände und meinte das ich nur zuschauen werde und alle atmen erleichtert auf. Ganz besonders mein Team, welches ganz genau weiß wie rücksichtslos ich werden kann.
Nach dem Training ging ich zusammen mit Juliet, Izanami und Kise zum Klassenzimmer. Auf dem Weg dahin bekam ich wieder viele Blicke zugeworfen. Einige die töten könnten, andere waren voller Mitleid, aber keiner sagte ein Wort oder näherte sich uns, was wohl daran lag, dass Kise eine ziemlich böse Aura ausstrahlte zu allen die mir tötende Blicke zuwarf. Mein Herz machte wieder ein Sprung. Nein Herz das geht nicht, beruhige dich sofort wieder.

Der Rest des Tages verlief eigentlich ruhig und am Nachmittag saß ich in meinem Zimmer, mit meinen zwei Laptops. Auf dem einen mein Schlachtplan für mein bevorstehendes Date und auf dem anderen die neuen Trainingspläne für mein Team und einem Skype Telefonat mit Shiori-sensei um die neuen Pläne zu besprechen. Auch machten wir einen extra Plan für das bevorstehende Notfalltrainingscamp, obwohl wir noch nicht mal einen Platz dafür hatten. Was dann wohl darauf hinauslaufen würde, dass wir in der Schule trainieren würden.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich die Rechnung noch ohne mein Team gemacht.
Um 22 Uhr machte ich Feierabend.

Samstag (3 Wochen vor der Inter High)
Es war Samstag früh und unser Team traf sich vor der Schule. Unser Coach nannte es das Notfalltrainingscamp vor der Inter High und wo fand es satt. Natürlich in einem kleinen Hotel außerhalb der Stadt, welches selbstverständlich meiner Großmutter gehörte. Meine Großmutter hasste eigentlich meine Leidenschaft zum Basketball, aber wir trafen einen Deal, dass ich mich beim nächsten Date benehme und wir dafür in diesem Hotel 2 Tage trainieren dürften ohne irgendwelche Kosten. Das war ein Kompromiss den ich nicht ausschlagen konnte/ oder sollte, wenn ich an das Gesicht der Mannschaft dachte. Ich warf bei dem Gedanken Juliet einen vernichtenden Blick zu und diese zuckte zusammen, drehte sich aber nicht um.

Als wir im Hotel ankamen staunten die anderen nicht schlecht, denn es war eins der Hotels die extra auf Sportmannschaften ausgelegt war und sah auch dementsprechend aus. Mir lief es kalt den Rücken runter, weil ich genau wusste was mich erwarten würde, während die anderen sich voller Freude auf das Hotel stürzten. Es kam wie ich es erwartet hatte. Das Personal, welches mich selbstverständlich kannte fing gleich von Anfang an mich zu bedienen, obwohl ich das nicht wollte.
Aber ich war halt die Enkelin von der Frau die, diese Hotelkette leitete und damit die Prinzessin, die umsorgt werden musste. Wieso musste auch Juliet den Mund aufmachen und mich fragen, ob wir nicht in einem der Familienhotels unterkommen konnten. Und wie es kommen musste hatte mein Team das gehört und ihre Augen haben sofort angefangen zu funkeln und gegen den Hundeblick konnte ich nichts machen.
Eigentlich wollte ich nur, dass das Camp so schnell wie möglich vorbei war. Im großen und ganzen kann man ja noch nicht mal von einem Richtigen Trainingscamp sprechen, weil es nur darum ging nochmal unsere Basics durch zugehen und zu stärken, so wie unsere jeweiligen Spezialitäten.

Mittwoch(2 Wochen vor der Inter High)
Seit unserem Trainingscamp sind nun schon ein paar Tage vergangen und die Schule hat auch wieder angefangen. Was aber keiner wusste, ist das der Tag an dem ich mein Versprechen gegenüber meiner Großmutter einlösen musste immer näher kam. Um genau zu sein es war heute kurz nach der Schule.
Ich ging schon ziemlich schlecht gelaunt zur Schule und das blieb auch dem Rest des Teams nicht verborgen. Ich wusste das sie eigentlich fragen wollten was los ist, aber Juliet erklärte es ihnen schnell und seit dem habe ich keinen mehr von ihnen gesehen. Was mich ziemlich wunderte war, dass selbst Kise den ganzen Tag nicht da war, denn eigentlich sagte er uns immer Bescheid, wenn er nicht kommt, damit Izanami die Schulsachen für ihn mitnahm. Aber selbst sie hat nichts von ihm gehört.
Der Schultag verging für mich viel zu schnell. Auf dem Weg nach Hause lief ich extra langsam und obwohl Juliet und Izanami versuchten mich auf bessere Gedanken zu bringen half es nicht wirklich was.

Zu Hause angekommen wartete meine Großmutter schon auf mich. Was aber nicht meinen Schweißausbruch erklärte. Nein meine Großmutter und Mutter lächelten und wenn so was passiert war das nie ein gutes Zeichen. Ein weiteres Zeichen meines Untergangs war, dass weder mein großer Bruder noch mein Vater schlecht gelaunt waren.
„Was lächelt ihr so. Das jagt mir Angst ein.“ gab ich von mir.
„Ich wünsche dir viel Spaß Schwesterherz.“ und sofort lief es mir nochmal kalt den Rücken runter. Hatte der mich gerade Schwesterherz genannt. Das machte er nur, wenn mir irgendwas passieren sollte. Bei den Göttern ich bin so was von Tod.
Was alles den Rest gab war dann wohl der Katalog mit den Hochzeitskleidern auf dem Tisch. Ich ging an den beiden Lächelnden Dämonen der Hölle vorbei rauf auf mein Zimmer, wo ich schon eine Auswahl an Kleidern fand. Bevor ich mich für eines von beiden entschied, nahm ich mein Handy und schickte noch ein Nachricht an Juliet.

Hi,
die Dämonen lächeln und auch mein Vater und Bruder.
Ich werde wohl morgen nicht mehr Leben. Nur damit du Bescheid weißt.

Sayuri :'(

Anschließend entschied ich mich für das hellblaue Kleid, welches mir bis zur Mitte der Oberschenkel ging und kurze Ärmel hatte (http://ayumikurosawa.pise.sk/obrazky/ayumikurosawa.pise.sk/blue-dress-anime-girl.jpg).
Ich zog mich aus und hielt es mir im Spiegel vor den Körper um zu schauen wie es aussieht, was eigentlich lächerlich ist, weil ich mir sowieso schon sicher war das ich es nehmen werde, aber ich wollte Zeit schinden. Obwohl ich meiner Großmutter ein Versprechen gegeben habe, wäre ich nicht ich, wenn ich trotzdem was mitnehmen würde und so packte ich mir das in die Tasche, was ich für meinen neuen Plan brauchen würde.

Arme Sayu,
das schaffst du schon. Sag Bescheid, wenn die Hochzeitsglocken läuten :)

Juliet ;)

Meine Familie verabschiedete sich unten von meiner Großmutter und mir, bevor wir in die Limousine stiegen.

Diesmal stiegen wir vor einem Restaurant aus, dass ich kannte, aber sofort fragte ich mich wie in Gottes Namen hatte Großmutter hier einen Tisch bekommen. Wir gingen rein und erfuhren das unsere 'Begleitung' noch nicht da sei. Meine Großmutter nickte nur und wir gingen zum Tisch.
Wir brauchten nur 10 Minuten warten und schon kam unsere Begleitung, ich konnte sie nicht sofort sehen, weil sie hinter meinem Rücken kamen, aber ich hörte wie ein Mann meine Großmutter freundlich ansprach. Diese grüßte ihn und wollte das ich aufstand. Ich hatte natürlich einen Plan, ich wollte ihm das trinken über Oberteil zu schütten.
Ich war schon aufgestanden und hatte mich umgedreht und wollte gerade ausholen, als mir mein Glas aus der Hand fiel und zerbrach, genauso wie meine Pläne im Kopf. Nein das ist unmöglich, das kann nicht sein. Da stand doch tatsächlich der Junge den ich den ganzen Tag nicht gesehen hatte, in einem Anzug der ihm total stand und mich ebenso verwundert ansah, wie ich ihn.
„Was suchst du denn hier Kise?“ schrie ich schon beinahe.
„Vater was soll das, hast du nicht gesagt das wir zu einem Geschäftsessen gehen?“ wollte Kise von seinem Vater wissen.
„Das ist ein Geschäftsessen.“ meinten Kise's Vater und meine Großmutter aus einem Mund und das ging auch noch weiter, als ob die sich abgesprochen hätten. „Es geht um die Zukunft der Familie und darum, welche Frau du heiratest, so was betrifft immer das Geschäft. Aber mal was anderes woher kennst du sie/Sayuri.“
„Woher!!! Wir gehen auf die gleiche Schule. Außerdem ich übernehme doch noch nicht mal dein Geschäft, da kann ich mir doch meine Frau selbst aussuchen.“ gab Kise schlecht gelaunt zurück.
„Wirklich. Na das ist doch ein Zufall. Siehst du Sayuri jetzt kannst du noch nicht mal mehr sagen, dass du deinen zukünftigen Ehemann nicht kennen würdest.“ meinte Großmutter mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Und Kise's zweite Aussage wurde vollkommen ignoriert.
Ich starrte sie nur an setzte mich dann aber gleich, gefolgt von meiner Großmutter und Kise's Vater. Kise musste neben mir sitzen und die Stimmung zwischen uns war alles andere als gut. Was mich eigentlich ziemlich traurig stimmte, denn jetzt wo ich wusste und das ich in ihn verliebt war, war das irgendwie wie ein Schlag ins Gesicht.
Schlimmer war das der Abend irgendwie nicht verging. Kise's Vater fragte mich total aus und bestätigte seinem Sohn immer wieder, dass ich die Richtige für ihn bin. Mir wurde immer mulmiger zu mute.
„Vater, könntest du uns kurz Entschuldigen?“ wollte Kise wissen.
Sein Vater stimmte dem zu und wir gingen kurz an die frische Luft.

Dort lehnte er sich gegen das Geländer und stieß geräuschvoll die Luft aus. Er war genervt und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich daran Schuld war. Auf einmal fing er an zu reden.
„Was sollen wir machen. Die scheinen sich einig zu sein, dass die Hochzeitspapiere unterzeichnet werden.“
„Stimmt und ich glaube nicht, dass sie sich umstimmen lassen.“ meinte ich.
„Am besten halten wir es erst mal vor der Schule geheim und ich auch auf der Arbeit es sei denn du möchtest das ich was sage.“ stellte er fest.
Ich schüttelte schnell den Kopf.
„Hör mal. Wie wäre es wenn wir …..“ schlug Kise mir vor und stimmte zu indem ich nickte. Verbarg aber mein Gesicht damit er nicht merkte, wie mir die Tränen kamen. Aber egal wie sehr ich es verbergen wollte Kise bemerkte es und nahm mich in den Arm. Was mich erst ein wenig verwirrte, aber dann gab ich mich einfach seiner Umarmung hin und kuschelte mich weiter an ihn. Im Moment war es mir egal, ob uns jemand sah. Der Tag war einfach scheiße.

Wie wir vermutet haben, waren die beiden schon dabei Hochzeitspläne zu schmieden, als wir wieder kamen. Wir setzten uns und Kise's Vater lächelte uns an.
„Vater, wir haben dir was zu sagen.“ meinte Kise etwas kühl.
„Ja, was denn mein Sohn.“ wollte dieser mit einem breitem lächeln wissen.
Kise nahm meine Hand, welche irgendwann angefangen hat zu zittern und schaute mich kurz an und ich nickte ihm kurz zu. Meine Großmutter und auch sein Vater waren total aus dem Häuschen, weil sie nie gedachte haben, dass es so gut funktionieren würde. Darum waren sie wahrscheinlich um so geschockter darüber, was Kise als nächstes sagte.
„Wir haben uns entschieden.(Spannungspause) Nicht zu heiraten.“ als Kise das sagte, vielen sowohl meiner Großmutter, wie auch seinem Vater die Gläser aus der Hand und wieder lag die ganze Aufmerksamkeit auf unserem Tisch. Die Kellner räumten schnell die Scherben weg und floh von dem Tisch. Denn meine Großmutter hatte inzwischen eine ziemlich dunkle Aura angenommen und Kise's Vater war kurz vor einem Tränenanfall.
„Aber was machen wir mit dieser Heiratsurkunde, die wir schon für euch unterschrieben haben und die wir morgen einreichen wollten.“ meinte dieser und hielt die Urkunde hoch.
„Ihr wolltet was!!!“ schrien Kise und ich aus einem Mund.
„Wir wollen nicht nur wir werden auch. Eure Unterschriften sind bereits drauf und wir werden sogar noch heute einreichen mit euch zusammen.“ meinte meine Großmutter in ihrem Wutausbruch. Kise und ich verstummten sofort.
„Wir sind minderjährig und außerdem haben wir gar keine Zeremonie und was ist mit den Ringen.“ wollte ich wissen.
Meine Großmutter schob eine Schachtel zu mir rüber, wo 2 Ringe drin waren und meinte, dass solange ein Erziehungsberechtigter unterschreibt das ganze legal wäre und das man die Zeremonie nachholen würde, wenn wir unseren Abschluss an der Schule machen würden. Damit war das Thema auch für meine Großmutter gegessen und egal was Kise noch an diesem Abend sagte, wir standen pünktlich um 20 Uhr vor dem Amt um das Dokument einzureichen.

Das kuriose war, dass meine Familie da war und auch Kise seine. Alle trugen schöne Sachen und schon gingen wir rein. Der auf dem Amt hörte mir und Kise gar nicht zu, während wir andauernd protestierten, dass wir nicht heiraten wollen. Irgendwann gaben wir es aber auf. Wir tauschten diese scheiß Ringe aus und verließen das Amt schnell wieder.
Ich dachte wirklich heute morgen, dass es nicht schlimmer werden konnte. Zum Glück war der Tag jetzt zu Ende und wir konnten nach Hause gehen. Mein einziger Gedanke bevor ich einschlief war, das mein Leben gelaufen war.

Donnerstag(2 Wochen vor der Inter High):
Ich wurde vom Wecker geweckt und wollte nicht wirklich aufstehen, ich war noch ausgelauchter als zu vor und hoffte das alles einfach nur ein schlimmer Albtraum war. Der Ring an meinem Finger lächelte mich hämisch an, um mir zu sagen, dass mein Albtraum leider sehr real war.
Ich entschied mich den Ring an einer Kette fest zu machen, weil ich nicht wollte, dass jemand aus der Schule den Ring sah. Am Frühstückstisch herrschte stille, bis auf zwei gackernde Weiber, die glücklicher nicht sein konnten.

Schon völlig genervt ging ich zur Schule, wie immer traf ich Juliet und Izanami, welche sofort merkten, dass ich heute einen 'nicht ansprechbar' Tag hatte. Kise und ich gingen uns in der Schule aus dem Weg, weil auch wir nicht darüber sprechen wollten, was gestern passiert war.
Das Training war für meine Gesundheit wirklich gefährliche. Ich fing keinen Ball und das hatte zur Folge, dass ich sehr oft einen Pass mit einem meiner Körperteile fing anstatt mit den Händen. Unser Coach und mein Käptin sahen sich das 10 Minuten an, bevor sie mich vom Feld nahmen. Egal wie oft sie auf mich einredeten, ich reagierte nicht. Izanami und Juliet schauten mich nur mitleidig an, aber auch das bekam ich nicht mit.  
Auf einmal spürte ich einen stechenden Schmerz in meiner Wange und schaute auf.
„Ah, sie scheint wieder bei uns zu sein.“ meinte Hitomi-senpai.
„Also was ist los Sayuri?“ wollte der Käptin wissen.
„Es ist nichts.“ meinte ich, konnte ihnen aber nicht in die Augen schauen.
„Wenn du das allen ernstes behaupten willst, dann schlag ich dich gleich nochmal.“ meinte Hitomi.
„Hat es was mit der Ehemanngeschichte zu tun.“ wollte Juliet wissen und ich nickte nur.
„Wie schlimm ist es?“ wollte Izanami wissen. Ich zog einfach die Kette mit dem Ring raus, was ein allgemeines erstaunen zur Folge hatte, gefolgt von vielen fragen. Ich erklärte kurz was passiert war, lies aber aus wer mein Ehemann war.
„Und wer ist der glückliche/Pechvogel der dich heiraten musste?“ fragte der Käptin.
Ich schaute nur verlegen zur Seite und wollte eigentlich flüchten, aber mein Blick blieb an Kise hängen, der genau so wie ich auf der Bank saß, umringt von seinen Senpais, den Ring zeigend.
Dann trafen sich unsere Blicke und die Blicke des Jungenteams waren auf mir, die des Mädchenteams auf Kise.
„WAS!!!!!“ kam es von allen gleichzeitig.
„Sayuri das ist nicht dein ernst oder?“ wollte der Coach wissen.
„Ist so was überhaupt legal.“ wollte Kasamatsu wissen und Kise und ich nickten synchron.

Am Nachmittag ging ich mit Kise, entschuldige ich muss mich korrigieren Ryouta, nach Hause, weil seine Eltern mich zum Essen eingeladen hatten. Der Rest des Abends verlief eigentlich ruhig und Ryouta brachte mich dann später nach Hause.
Mein Herz klopfte zwar die ganze Zeit wie verrückt, aber ich wusste das Ryouta nicht mehr als Freundschaft für mich empfand und das machte es dann doch etwas schwer für mich normal zu bleiben.
„Ist ganz schön was los, oder? Wir sind noch nicht mal 1 ganzen Tag verheiratet und schon weiß es das gesamte Team, obwohl wir es geheim halten wollten.“ meinte Ryouta plötzlich und durchbrach damit die Stille.
„Stimmt. Aber wie hätten wir es auch mit unserem Verhalten geheim halten sollen.“ gab ich zurück.
Ryouta nickte zustimmend.
„Wir sollten bloß hoffen das der Rest der Schule keinen Wind davon bekommt.“ fügte ich noch hinzu.
Dann kamen wir auch schon bei meiner Haustür an. Bisher haben wir nie gewusst, dass wir so nah beieinander wohnten. Aber jetzt wurde er dazu verdonnert mich jeden Tag abzuholen, das hat zumindest sein Vater heute beschlossen.
„Gut da wären wir, also dann bis morgen. Ich bin so gegen kurz vor 7:30 Uhr hier.“ lächelt Ryouta mich an.
Ich nickte nur und wollte mich schon umdrehen, als er mich am Arm packte, sich runter beugte und mich küsste. Ich erstarrte und konnte mich nicht wirklich bewegen, als er den Kuss beendete meinte er nur das meine Großmutter im Fenster stand und damit verstand ich auch sein Verhalten. Auch wenn das ein ziemlich großer Stich ins Herz war.
Ich lächelte ihn gezwungen an, wünschte ihm noch eine gute Nacht und ging in die Wohnung und direkt auf mein Zimmer, damit niemand merkte, wie mir die Tränen die Wange runter liefen.
Auf einmal wurde ich in den Arm genommen.
„Lo ami giusto?“( Du liebst ihn, oder?) meinte mein Bruder.
Ich nickte und merkte wie mir immer mehr Tränen kamen. Liebe kann so unfair sein. Ich merkte nicht, wie mein Bewusstsein immer weiter abdriftete.

Freitag(2 Wochen vor der Inter  High):
Wie versprochen war Ryouta kurz vor 7:30 Uhr an der Haustür. Auf dem Weg zur Schule gab es viel Getuschel, vor allem von den alten Weibern. Wir gaben darauf aber nicht viel und gingen unseren Weg weiter. Heute waren Juliet und Izanami beide mit dem Klassendienst dran, weshalb wir alleine zur Schule gingen.

Dort angekommen war die Hölle los. Vor dem Tor waren viele Nachrichtenwagen und auch viele Schüler vor allem die weiblichen Schüler und mir wurde gerade irgendwie wirklich schlecht. Ryouta und ich wollten gerade aus dem Schutz der Bäume auf die Schule losgehen, als uns Kasamatsu und der Rest des Teams aufhielt.
„Wartet, ihr könnt da nicht lang, die warten nur auf euch.“ meinte Kasamatsu-senpai.
„Was ist hier los Senpai.“ gab Ryouta zurück.
„Ihr habt wohl noch keine Zeitung gelesen oder die Nachrichten geschaut was?“ antwortete er uns und wir schüttelten den Kopf. Danach holte er die heutige Zeitung raus. Ich dachte mir fallen die Augen aus, wie konnte das sein. Da war ein Bild von mir und Ryouta, vor dem Restaurant, als wir uns umarmten und noch eins von dem Kuss, den er mir gestern gab und darüber die Schlagzeile: Model Kise Ryouta(16) und  Tochter der Tachibana Group Tachibana Sayuri(16) haben geheiratet.
Ryouta neben mir fing an zu zittern, vor Wut wohl bemerkt. Die Senpais schleusten uns irgendwie in die Schule und direkt zum Direktor. Wir erklärten den Sachverhalt und warteten darauf, dass wir abgeholt wurden. Nebenbei versuchten mehrere Mädchen mich mit ihren Blicken zu töten. Ryouta und ich wurden beide von der Schule bis nächste Woche Mittwoch befreit und sollten zusehen, dass wir das geregelt bekamen.
Wir wussten beide, dass das heißen würde mit der Presse zu reden und das war eigentlich etwas, was wir vermeiden wollten.

Samstag – Mittwoch (1 Woche vor der Inter High):
Ryouta und ich verbrachten die Tage damit von einer Pressekonferenz zur nächsten zu laufen und ehrlich gesagt, wir hatten keine Lust mehr. Ich war die ganze Zeit gestresst und dann kam da noch der Druck wegen der Inter High. Dank meines Bruders und seiner Leute konnte ich wenigstens noch etwas trainieren. Meine Großmutter hatte sich frei genommen um 'für mich da zu sein'. Es war einfach nur lächerlich. Sie strahlte die ganze Zeit übers Gesicht und nichts konnte ihre Laune trüben, das war genau so, wie damals als sie es geschafft hatte meinen Bruder dazu zu bringen, die Firma zu übernehmen. Mein Handy lies ich die ganze Zeit aus. Ich wollte keine Anrufe bekommen, schon gar nicht von meinen ehemaligen Teamkameraden, manche machen sich sicher gerade lustig über mich. Kao würde mich wahrscheinlich, was weiß ich wie viele Runden laufen lassen, aber wohl eher weil sie merken würde, wie ich mein Training vernachlässige.
Aber als ich dachte schlimmer kann es nicht mehr werden, kam es natürlich schlimmer. Viel mehr ist mir der Kragen geplatzt, als ich das gehört habe und nicht nur mir. Meine Familie hatte mich wahrscheinlich noch nie so ausrasten sehen und ich glaube auch, dass es das erst mal war, dass sie wirklich Respekt vor mir hatten und keine Wiederworte von ihnen kamen.
Es geschah am Mittwochabend. Wir waren bei Ryouta zu Hause zum Essen eingeladen worden, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen, als sich jemand in der Familie verplapperte.

                             Flashback

Wir waren gerade beim Essen und alles war ruhig. Ich würde es als die Ruhe vor dem Sturm bezeichnen.
„Also gehen wir das nochmal durch.“ meinte Ryouta und ging den Ablauf durch der für morgen geplant war und an welche Regeln wir uns halten mussten. Als es passierte.
„Wir hatten nicht damit gerechnet, dass es so schlimm wird.“ meinte Ryouta's Vater.
Ryouta und ich waren sofort hellhörig.
„Was meinst du mit wir und nicht so schlimm.“ kam es von Ryouta.
Und ich wechselte einen Blick mit meiner Großmutter, rein aus Intuition. Diese senkte sofort den Blick.
„Oh nein das habt ihr nicht getan.“ gab ich drohend von mir und alles am Tisch zuckte zusammen.
„Es tut uns Leid wir wollten nur nicht, dass es nachher zu einem großen Skandal kommt, deshalb haben wir den Medien von eurer Hochzeit erzählt und ihnen gesagt wann sie euch wo zusammen finden.“ kam es kleinlaut von Ryoutas Vater.
Ryouta und mir fiel gleichzeitig das Besteck aus der Hand und die Stühle um, als wir aufsprangen.
„SOLL DAS ETWA HEIßEN DAS ALLES IST EURE SCHULD!!!!“ schrien wir die beiden an.
Sie gaben kein Ton von sich und auch der Rest des Raumes schwieg. Alle hatten große Augen und wir fingen gerade erst an. Ryouta und ich schrien mindestens 30 Minuten unsere Gefühle raus, was als Randbemerkung nicht gut für die Stimmenbänder war.
Danach gingen wir vom Tisch und verließen das Haus, auch als wir draußen waren, war drinnen alles noch versteinert. Wir gingen den Weg schweigend entlang ins nächste Hotel meiner Großmutter diese merkten sofort wie schlecht gelaunt wir waren, gaben uns einen Schlüssel und wir gingen weiter. Wir haben noch nicht mal bemerkt, dass es nur einer war.

                             Flashback Ende

Das bekamen wir aber im Zimmer mit und ich wollte kehrt machen um mir noch einen zu holen, als Ryouta mich am Arm festhielt und meinte das es in Ordnung ist.
„Wir sollten das Hotel nicht belasten, wir zahlen ja noch nicht mal was.“ er schien wieder etwas gefasster zu sein.

Donnerstag(5 Tage vor der Inter High):
Ich wachte in einem großen Bett auf, als alles vom Vortag nochmal vor meinem Inneren Auge passierte. Neben mir war Ryouta, welcher noch schlief. Ich weckte ihn, weil wir zur Schule mussten und unsere Schuluniformen lagen auch schon da. Anscheinend haben unsere Eltern die abgegeben. Wir gingen schnell duschen und danach Frühstücken, auch wenn alle Blicke auf uns gerichtet waren, aber das war uns egal.
Während des Essens sahen wir dann etwas, was uns die Sprache raubte. In den Nachrichten lief gerade die Schlagzeile, dass Ryouta und ich nie verheiratet waren und das meine Großmutter und sein Vater daran Schuld waren und dieses Gerücht in die Welt gesetzt wurde. Kurz darauf erhielten wir einen Anruf von eben genannten. Wir waren immer noch verheiratet, aber die Öffentlichkeit sollte denken, dass das nicht mehr der Fall ist. Ryouta und ich schauten uns nur an und mussten lächeln. Ein Grund dafür war, dass alle immer zwischen uns und dem Fernseher hin und her schauten.
Wenn ich sein lächeln sehe schlägt mein Herz schon wieder so verdammt schnell. Aber jetzt wo das Gerücht aus der Welt ist könnten wir uns wieder wie Freunde verhalten und vielleicht wird dann ja mehr draus. Halt! Kopf so was darfst du gar nicht erst denken.
„Sollen wir ihnen einen Grund liefern zu schauen.“ meinte Ryouta immer noch lächelnd. Ich nickte und beugte mich vor um nur ein paar Sekunden später seine Lippen zu spüren.
Ein Glück wusste er nicht wie sehr ich mich danach sehnte. Zudem war ich ziemlich traurig, weil ich wusste, dass da nicht mehr als Freundschaft für ihn war und weil jetzt das Gerücht aus der Welt ist, wir uns wieder wie normale Freunde verhalten mussten oder konnten, je nachdem wie man das sieht.
Man hörte Besteck fallen und wir mussten uns das lachen verkneifen bevor wir zur Schule gingen.
Auf dem Weg  machte ich mein Handy an und musste mir erneut das Lachen verkneifen.
Ich habe es ja gewusst. Nachrichten und Anrufe von Yin und Anzu ein Glück hatte ich das Handy aus.

In der Schule wurden wir immer noch komisch angeschaut, aber keiner sagte ein Wort und unsere Teams waren die ersten, die alles wissen wollten. Natürlich erklärten wir ihnen was Sache ist und auch was am Vorabend passiert war. Auch sie mussten sich das Lachen verkneifen als sie das hörten.
Allerdings hatte ich an diesem Tag ziemlich viel mit den Mädchen aus der Schule zu kämpfen, um nicht umgebracht zu werden. Zumindest am Vormittag, danach wurde ich von meinem Team geschützt, weil die mich am Montag bei der Inter High brauchten.
Als ich am Nachmittag nach Hause kam sagte keiner ein Wort. Was zur Abwechslung auch mal ganz gut war. Aber ich wusste, dass es spätestens morgen weiter ging.

Freitag(4 Tage vor der Inter High):
Heute bin ich früher aufgestanden als sonst. Denn heute war ein besonderer Tag. Heute war das Trainingsspiel zwischen Kaijo und Seirin, also Ryouta und Kuroko. Ich machte mich fertig und ging ausnahmsweise mal gut gelaunt zum Frühstück, aber von meiner Familie kam immer noch keine Reaktion auf das was am Mittwoch passiert war.

Ich war mit den Mädels in der Schule angekommen und wir unterhielten uns schon über das bevorstehende Match. Ryouta hatte mir gestern Abend noch davon erzählt, wie sehr er sich schon darauf freute gegen Kuroko zu spielen. Wir gingen in die Halle und trafen uns mit dem Rest der Mannschaft, wir gingen dann zu den Jungs rüber und unterhielten uns noch mit ihnen.
„Wo ist denn Ryouta? Der hat doch nicht wieder verschlafen.“ meinte ich dann nur.
„Nein, der ist die Mannschaft holen.“ meinte Kasamatsu-senpai gelangweilt.
Du solltest sie nicht unterschätzen Senpai, dachte ich mir, weil es sowieso nichts bringen würde ihm irgendwas zu sagen. Abschließend gingen wir nach oben um ums das Match von dort anzuschauen.
Wir kamen gerade oben an, als auch schon Seirin reinkam.
Ich dachte mir fallen die Augen aus, als ich das Mädchen sah, dass neben einem anderen mit kurzen braunen Haaren lief.
„Was macht Kao den hier?“ flüsterte ich vor mich hin und lies gesagte Person nicht aus den Augen.
„Kennst du jemanden davon Sayuri?“ wollte Hitomi wissen.
„Seht ihr die Person neben dem braunhaarigen Mädchen?“ alle nickten, „Das ist mein ehemaliger Coach, aber die sollte eigentlich gar nicht auf der Seirin sein.“ wieder nickten alle.
Ich versteckte mich hinter ihnen, ich wollte unter keinen Umstände, dass sie mich sieht. Nicht nachdem, was in den Nachrichten war. Das Gerede würde kein Ende nehmen. Mein Team schaute mich merkwürdig an, aber akzeptierte es einfach.

Als ich aus meinen Gedanken erwachte, hatte das Spiel bereits begonnen. Ryouta saß auf der Bank. 1.Fehler von Takeuchi-sensei, niemand hat eine Chance gegen Kuroko. Ich nahm mein Handy raus und schrieb Ryouta eine Nachricht.

Sei vorsichtig Ryouta, sonst verlierst du.

Kurz darauf nahm er sein Handy und las die Nachricht. Er schaute zu mir hoch und zog die Augenbrauen hoch, als ob er sagen ich wollte: Ich und verlieren? Niemals! Du wirst dich ganz schön um gucken dachte ich mir. Ich musste nicht lange warten, als so ein rothaariger Riese den Ring am Korb abbrach. Aber selbst mir stand der Mund offen. Ich habe Takeuchi-sensei noch nie so wütend gesehen. Dann kam Ryouta rein und die Mädchen schrien was das Zeug hielt und ich dachte mein Trommelfell würde platzen und kurz darauf auch meine Geduld als Ryouta denen auch noch zuwinkte. Nein Sayuri ganz ruhig du bist ein anständiges Mädchen, du schlägst niemanden, schon gar nicht die Bi..*. (Räusper)wie auch immer mal schauen, ob sich jetzt was ändert, auch wenn ich das nicht glaube. Aber meine eigenen Gedanken kreisten immer um Ryouta und das er den Mädchen zuwinkte. Verdammt warum werde ich so eifersüchtig, so bin ich doch sonst nicht so.

Nun ja das Spiel verlief wie ich es mir dachte und Kaijo verlor. Ich hatte ihn gewarnt meinte ich bloß zu meiner Inneren Stimme. Aber die ganze Zeit hatte ich immer ein Auge auf Kao. Kann es sein, dass da jemand verliebt ist? Das dürfte noch interessant werden.
Als ich dann merkte, wie Ryouta weinte war ich doch ein wenig stutzig, genauso wie es auch der Rest meines Teams war.
„Er hat halt noch nie verloren, das erste mal tut halt am meisten weh.“ sagte ich zu ihnen. Ich hatte dich gewarnt Ryouta schickte ich meine Gedanken zu ihm.

Allerdings fasst ich auch gleich eine weitere Entscheidung und die war Takeuchi-sensei heute nicht mehr über den Weg zu laufen, so wie der aussieht, dürfen die nachher noch extra Training machen. Als alle anderen rausgingen um sich zu verabschieden, lief ich Ryouta hinterher. Ich fand ihn bei den Wasserhähnen und er war nicht allein.
Was suchte den Midorima Shintaro hier? Fragte ich mich selbst. Obwohl ich mit Midorima zwar nie wirklich klar kam ging ich zu den beiden. Ich stellte mich schweigend neben Ryouta und nahm kurz seine Hand und sah ihn an.
„Hallo Tachibana-san. Ist lange her, dass wir uns das letzte mal sahen. Ich habe mich ja schon gefragt, ob das was die Nachrichten sagen stimmte, aber wie es scheint seit ihr ja wirklich zusammen. Wie viel eure Familien wohl dafür getan haben, damit das mit der Hochzeit wieder verschwindet? Aber irgendwie habe ich geahnt das ihr beide zusammen kommt, ihr passt gut zueinander.“ sagte er monoton.
„Ja es ist lange her Midorima-san. Ich hoffe dir geht es gut. Und was unsere Beziehung angeht, geht dich das gar nichts an, wenn da wirklich was mit einer Hochzeit wäre, hättest du schon eine Einladung gehabt. Wir freuen uns natürlich, dass wir deinen Segen haben.“ gab ich sarkastisch zurück.
Ich bin mit diesem Typen irgendwie nie klar gekommen und das obwohl wir nie wirklich was miteinander zu tun hatten.
Als ich hinter Midorima eine Bewegung wahrnahm schaute ich auf und sah einen schwarz haarigen Jungen auf einem Fahrrad mit Anhänger, der Midorima anschnauzte. Wer ist denn der Vogel? Dachte ich mir. Na ja mich soll es nicht stören.

Kurz danach sah ich Ryouta an und fragte ihn, ob alles in Ordnung ist. Er nickte nur. Hm was soll ich bloß mit dem machen, so kann der doch nicht Montag in die Inter High starten. Kurzer Hand holte ich mein Handy raus und fragte meinen Bruder, ob er Lust hätte wieder zu trainieren. Dieser stimmte zu und wir machten uns auf den Weg nach Hause.
An der Stelle wo wir uns trennten sagte ich, dass er morgen um 10 Uhr bei mir sein sollte, in Sportsachen und auch das er Sachen für Sonntag mitbringen sollte. Er war etwas verwirrt nickte aber.


Samstag und Sonntag(die letzten Tage vor der Inter High):
Am Samstag war Ryouta pünktlich um 10 vor der Tür und war ein wenig sprachlos, als er keine 10  Minuten später auf einem Basketballplatz stand. Aber seine Sachen hatten wir vorher auf mein Zimmer gebracht.
„Was machen wir hier?“ wollte er wissen.
„Na was macht man auf einem Basketballplatz.“ sagte ich nur, als auch schon mein Bruder, mit seinen Freunden um die Ecke kam.
Jeder von ihnen umarmte mich einmal und dann teilten wir uns in Teams. Ryouta war in meinem Team und wir spielten wiedermal gegen meinen Bruder. Eigentlich haben wir wieder das selbe Team verwendet, wie als ich mit Juliet hier war.
Die Jungs und ich schauten uns kurz an und dann ging das gemeine Gerede wieder los um meinen Bruder abzulenken.
Man konnte sehen, wie Ryouta immer verwirrter wurde, aber doch Spaß an der ganzen Sache hatte.
Wir spielten sowohl am Samstag und auch am Sonntag. Das Resultat war, dass wir am Sonntagabend alle Muskelkater hatten.
Am Sonntagabend waren wir dann bereit für die Inter High, die am nächsten Tag anfangen würde.
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