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Im Schatten einer Generation von Wundern

von lenne87
MitmachgeschichteAllgemein / P12 / Gen
17.11.2014
11.08.2015
27
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17.11.2014 15.274
 
Der 24. Dezember ein Tag den alle Mädchen lieben. So auch die Mädchen des ehemaligen Teiko-Mittelschulclubs. Kizuna ihr ehemaliger Cäpt’n bereitete alles für die Feier vor die ab 10 Uhr stattfinden sollte. Die Mädels kamen alle mit ihren festen Freund. Und ja die meisten waren aus der Generation der Wunder. Kizuna stellte gerade noch die letzte Kiste mit Deko Zeug raus als es an der Tür klingelte.
„Hä? Wer ist das denn jetzt es ist doch noch gar nicht 10 Uhr“ fragte sie sich. Denn es war erst 9 Uhr.
Es klingelte erneut. „Ja, ja! Ist ja gut ich komm ja schon“ maulte sie. Sie öffnete die Tür. Ein hübsches, weißhaariges Mädchen und ein rothaariger Junge standen vor der Tür. Kizuna sprang dem anderen Mädchen um den Hals. Diese verlor sofort das Gleichgewicht. „YIN-CHAN alles Gute zum Geburtstag.“ Schrie Kizuna ihre Freundin an.
„Au Kizu-chan das war mein Ohr.“ meinte Yin.
„Warum müssen Mädchen immer so kreischen“ meinte Akashi und sah Kizuna mit einem kalten und unberührten Blick an. „Kommt rein ihr beiden. Ihr seid die ersten.“ Meinte Kizuna. Die beiden traten ein. Wobei Akashi nicht wirklich begeistert aussah. Kizuna ging voran. „Setzt euch ruhig ich bereite nur noch ein paar Sachen vor.“
„Ich kann dir helfen“ meinte Yin sofort. „Ach lass mal das ist nicht mehr viel.

Es war nun kurz vor zehn als es erneut klingelte. Es kamen gemeinsam Kaoru mit Riko, Sasha die einen ziemlich angepissten Aomine am Ohrläppchen hinter sich her zog und Kira mit Atsushi und Himuro. Atsushi ging natürlich sofort auf seine Freundin zu und hob sie erst mal auf Augenhöhe hoch. „Ich habe dich vermisst Kizu-chin“ meinte der Riese. „Wir haben uns doch gestern erst gesehen“ meinte Kizuna seufzend. Und deutete ihm an das sie zurück auf dem Boden will. Dann wandte sie sich ihren Freundinnen zu. Sasha hatte auch Geburtstag und deshalb wurde auch sie von Kizuna angefallen. Anders als Yin fiel sie aber nicht hin. War auch nicht anders zu erwarten von Power Forward der Teiko Mädchen Mannschaft. „Sash alles Gute zum Geburtstag. Oh ich hab dich total vermisst.“ Quietschte Kizuna fröhlich.

„Is ja gut Cäpt‘n“ gab Sasha von sich und Aomine brummte etwas. Das war allerdings unverständlich. Außer für Sasha, denn diese stauchte ihn zusammen. Dann begrüßte sie Kaoru, Riko, Kira und Himuro. Welche nun ebenfalls ins Wohnzimmer gebracht wurden. Dort begrüßten sie dann Yin und Akashi. „Aka-chin du bist ja gekommen.“ Meinte Atsushi zu seinem ehemaligen Cäpt’n. Der deutete nur auf Yin. Dann klingelte es erneut an der Tür Kizuna ging aufmachen. Vor ihr türmte sich eine Kistenlandschaft auf.

„Hallo Kizuna ich bin da“ meinte Anzu super fröhlich. „Ah ha ist ja toll! Willst du hier einziehen?“ fragte Kizuna doch leicht geschockt. „Quatsch das ist nur Baumdeko“ In den Kisten war also nur Baumdeko? Ein großer rothaariger Hüne stand neben ihr ebenfalls mit Kisten bepackt. „Kommt rein ihr beiden langsam wir es kalt hier draußen.“ Meinte Kizuna und schüttelte den Kopf Wie hatte Anzu es nur geschafft die Kisten von Tokio bis hierher zu bekommen? Und wie sie ihre Freundin kannte waren das meiste bloß Aktion Figuren.

„Bringt das Zeug in das Zimmer dort“ meinte Kizuna seufzend als es auch schon wieder klingelte. Diesmal waren es Luca, Amaya und Miki die eintrafen, natürlich mit ihren Freunden.
Luca musste ebenfalls eine Kuschelattacke ertragen. Nun fehlte nur noch Sayuri. Die dann auch einige Zeit später kam.
„Mach hin Ryota es ist arschkalt und ich will endlich ins Warme.“ Schimpfte sie ihren Freund der etwas weiter hinten einen Schneemann baute.
„Aber Sayuricchi der Winter ist doch toll“ jammerte Kise. Sayuri verdrehte nur die Augen.
„Hast es wohl echt nicht leicht mit ihm was?“ meinte Kizuna nun.
„Was zum Teufel machst du denn hier“ kam es nun aus dem Wohnzimmer. Kizuna und Sayuri zuckten zusammen.
„Waren das nicht Aominecchi und Kagamicchi?“ fragte nun Kise, der auch reingekommen war.
„Ja und wenn die mein Wohnzimmer auseinander nehmen reiß ich ihnen den Kopf ab“ eine dunkle Aura umgab Kizuna plötzlich.
„Ha ha Kizu-chan du machst mir etwas Angst.“ Meinte Sayuri. Die drei gingen nun auch ins Wohnzimmer hinein. Sayuri und Kise trugen bereits die roten Weihnachtskostüme.
„Hey Leute“ rief Kise und wank allen zu.
„Was trägst du denn da?“ fragte Akashi kalt.
„In der Einladung stand passend kleiden, das haben wir getan nicht war Sayuricchi?“ Kise lächelte seine Freundin an. Diese wurde knallrot und nickte verlegen. Was die anderen Mädchen zum Kichern brachte. Teppei hatte ebenfalls ein Weihnachtskostüm an ebenso wie Midorima und Takao.
„Midorimacchi warum trägst du so ein Kostüm?“ fragte Kise neugierig.
„Lucky Item“ meinte der Grünhaarige nur.
„So da jetzt alle da sind kann die Feier ja beginnen.“ Meinte Kizuna fröhlich.

Jeder bekam erstmal ein Glas Punch.
„O.k. Leute alles erstes würde ich sagen wir schmücken und um uns besser zu orientieren habe ich einen Plan gezeichnet.“ Lächelte Kizuna stolz.
Die Mädchen sahen alle geschockt aus und als Kizuna den Plan auf den Tisch legte stürzte Yin sich sofort auf ihn. Akashi rollte mit Augen und zog sie zurück. Nun konnten alle die Zeichnung sehen oder eher Striche, Kreise und Zacken in einem krummen Raum. Alles sah ratlos auf den Plan. Yin sah von der Zeichnung zu Akashi, zu Kizuna und wieder zur Zeichnung.
„Gut durchdacht“ meinte Akashi plötzlich.
„Was er hat ihn verstanden!?!?!?“ schrie das ganze Wohnzimmer, außer Kizuna die freute sich.
„Wo warst du während unserer Spiele“ fragte meine Point Guards einstimmig.
„Na so schwer ist es ja nun nicht zu verstehen“ meinte Akashi abfällig.
„Tja mit der Meinung stehst du, aber ziemlich allein da“ meinte Sasha.
„Wenn ihr so dumm seid und den Plan nicht lesen könnt übersetz ich ihn euch halt. Also Daiki, Ryota und Atsushi der Baum kommt genau da unter das Fenster. Ihr Frauen besorgt den Schmuck für die Tanne. Macht euch nützlich.“ Meinte er schneidend.
Sasha war drauf und dran ihn an die Gurgel zu gehen, Befehlstöne mochte sie nicht. Aomine der seine Freundin mittlerweile gut genug kannte umfasste ihre Hüfte und hob sie so hoch. Was sie mit einem Tritt beantwortete. So bekam jeder seine Aufgabe.

Anzu war voll bei der Sache. Hier und da verteilte sie ihre Aktion Figuren die von Yin wieder abgehängt wurden. Aomine und Kagami kamen sich gerade wegen einer falschabgestellten Kiste in die Haare. „Du hast die da hingestellt also bring sie weg“ brüllte Kagami. „Suchst du Streit?“ meinte Aomine.
„Den kannst du haben“ meinte Kagami.
„Oh man Leute es ist Weihnachten Atsushi tu was dagegen“ rief Kizuna nun. Atsushi schnappte sich die Beiden und schmiss sie kurzer Hand, aus dem Wohnzimmerfenster mitten in einen Schneehaufen.
„Atsushi so doch nicht“ rief Kizuna und schlug vor Erschrockenheit die Hand vor dem Mund.
Akashi beobachte die ganze Situation und ein Grinsen lag auf seinen Lippen. Takao wickelte gerade Midorima und Luca in eine Weihnachtsgirlande ein. Luca und Midorima wünschte ihm die Pest an den Hals, während Miki versuchte beide wieder auszuwickeln. Amaya sah der ganzen Sache entspannt zu und lachte leicht geschockt vor sich hin. Kiyoshi versuchte die Situationen zu schlichten. Sasha und Atsushi hatten sich der Weile über das Lebkuchenhaus hergemacht und stritten sich um den letzten Lebkuchen.
„Kizu-chan ist meine Freundin, also gehören ihre Süßigkeiten mir“ meinte der Riese.
„Ich kenn sie viel länger als du. Mein Käpt’n hat schon für mich gebacken, da hast du noch nicht mal gewusst das es sie gibt.“ Konterte Sasha.
Böse Blitze schossen aus ihren Augen aufeinander zu. Irgendwie fühlte Kizuna sich voll verarscht. Nach einer Stunde war das Wohnzimmer dann fertig geschmückt. „So was machen wir jetzt?“ fragte Kizuna. „Schneeballschlacht“ riefen ein paar der Anwesenden. „Ich werde wohl Plätzchenbacken.“ Meinte Kizuna dann nachdenklich. „Oh Ja ich mach mit“ rief Sayuri. „Waaaaaaaas och ne Sayuricci bitte nicht. Komm mach doch bei uns mit?“ bettelte Kise. „Warum sollte ich Ryota ich hasse die Kälte.“ Maulte sie. „Bitte, bitte, bitte.“ Seufzend gab Sayuri dann doch auf. „Ich gehe auch erstmal raus, aber nicht lange dann komm ich dir helfen Kizu-Chan.“ Meinte Yin fröhlich.
„Ich helfe in der Küche.“ rief Riko sofort aus. Da Kizuna nicht wusste worauf sie sich ein ließ nickte sie. Kaoru wurde blass und gesellte sich direkt zu den beiden. Kizuna staunte nicht schlecht, dass Atsushi nicht die Küche belagerte, sondern mit den anderen nach draußen ging. Kizuna stellte alle Zutaten auf die Arbeitsplatte der Küche. Dann nahm sie das Rezept vor und begann den Teig kneten. Riko holte eine Packung Protein Pulver aus ihrer Tasche.
„Was zum Henker hast du mit dem Rattengift vor“ Kizuna klang leicht erbost.
„Proteine sind für Sportler wichtig.“ Meinte die Braunhaarige unschuldig.
„Ah ha und deshalb willst du uns alle umbringen? Wenn du das Zeug behalten willst packst du es weg, sonst hau ich es in die Tonne“ Riko tat es sofort. Yin kam rein ihre Wangen waren total gerötet, sie sah abgehetzt aus. Scheinbar hatte die Schneeballschlacht Spaß gemacht.
„Ach lass mich in Ruhe Ryota“ meckerte Sayuri aus dem Wohnzimmer. Kizuna sah um die Ecke.
„Was ist denn los Yuri?“ wollte sie wissen.
„Ach die hat nur einen Schneeball abbekommen und nun zickt unsere Yu-chan etwas rum.“ entgegnete Yin. Kizuna nickte wissend.
„Keine Sorge die kriegt sich wieder ein“ meinte Kaoru und verzierte mit Riko weiter die ersten fertigen Plätzchen.
Nun half auch Yin beim Backen. Das hatten Kizuna und sie schon früher oft gemacht. Damals hatten sie dann alles mit zur Schule genommen und in weniger als zwei Minuten hatte Sasha alles verputzt. Kizuna sah sich gequält in der Küche um. Zuckerguss und Streusel lagen gut verteilt um her.
„Vielleicht sollten wir den Leuten da draußen mal was Warmes zu trinken machen?“ Sayuri hatte nun doch wieder gute Laune, als sie die Küche betrat. Die anderen kamen wieder rein.
„Und wer hat gewonnen?“ fragte Kizuna neugierig alles deutete auf Akashi.
„Warum frag ich überhaupt“ murmelte Kizuna. Sie setzte sich auf das Sofa. Atsushi und Sasha folgten dem Geruch der fertigen Plätzchen und kamen schon bald mit ihnen beladen zurück ins Wohnzimmer.
„Wie war denn eure Schneeballschlacht?“ fragte Kizuna.
Kise begann zu erzählen was draußen geschah.

Flashback
Nachdem Kizuna in die Küche gegangen war begab sich der Rest nach draußen. „Wenn ich auch einen Schneeball abkriege breche ich diesen Mist sofort ab.“ Meinte Sayuri und stellte sich ein Stück von Kise weg. Die Regeln waren denkbar einfach es hieß jeder gegen jeden. Akashi stellte sich an eine Hauswand.
„Was denn machst du nicht mit Akashi?“ fragte Kagami.
„Warum sollte ich bei so einem Kinderkram mitmachen. Reicht doch wenn ihr meine Freundin ansteckt.“ Yin schüttelte nur den Kopf.
„Du bist doch einfach nur Feige. Hast wohl Angst das ich dich schlage was?“ meinte Kagami provozierend.
„Wie war das?“
„Hast mich schon verstanden“ antwortete er.
Akashi begann zu lächeln, die klugen Leute würden jetzt das Weite suchen. Yin sah ihn misstrauisch an.
„Atsushi komm mal her“ meinte er zu dem lilahaarigen Riesen. Er flüsterte ihm was ins Ohr.
Dieser richtete sich zu voller Größe auf und ging auf Kagami zu.
„Ich muss dich zerquetschen“ meinte er hob Kagami an und stopfte ihn Kopfüber in den nächstgelegen Schneehaufen.
Anzu kreischte hysterisch und begann Atsushi anzuschreien. Was angesichts des Größenunterschiedes skurril aussah. Yin schüttelte sich vor Lachen.
„Du wolltest dich doch beherrschen“ meinte sie, doch weil sie so lachen musste kam das nicht so rüber wie es sollte.
„Was ist ich habe ihn nur seinem Platz deutlich gemacht.“ Meinte Akashi Schulterzuckend.
Kise und Kiyoshi versuchten den zappelnden Kagami der Weile aus dem Backschnee zu ziehen, was allerdings nicht so leicht war. Aomine begann boshaft und schadenfroh zu lachen, während Midorima sich ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte und seine Brille zu Recht rückte. Takao lag vor Lachen schon auf dem Boden. Himuro schimpfte Murasakibara wegen der Aktion aus, immerhin war Kagami ja sowas wie ein Bruder für ihn.
Luca und Sasha standen mit vor der Brust verschränkten Armen nebeneinander.
„Glaubst du, die Idioten schaffen es ihn daraus zu ziehen?“, fragte Luca teilnahmslos.
„Errechne ihren Intelligenzquotienten, dann hast du die Antwort“, entgegnete Sasha ausdruckslos und hob eine Braue, als die Jungen es tatsächlich schafften Kagami aus dem Schnee zu befreien.
Die Schneeballschlacht war nun im vollen Gange. Kagami und Aomine bekriegten sich bis aufs Blut. Sayuri wich immer rechtzeitig aus, bis Kise sich vor sie stellte. Und dann geschah es. Atsushi formte einen riesigen Schneeball und warf ihn auf Kise. Doch der traf nicht ihn, sondern Sayuri und zwar mitten im Gesicht. Sayuri begann zu schwanken und fiel auf ihren Hintern. Nun lief ein Oskar reifer Film ab. Sayuris Gesicht wurde knallrot. Eine Wut Ader erschien auf ihrer Stirn. Sie sprang auf.
„So das war es, ich gehe jetzt rein.“ Meinte sie gereizt.
„Yuricchi warte doch. Hey Engelchen nun lauf doch nicht weg.“ Kise lief ihr hinterher. „Ich gehe auch rein. Ich habe Kizuna ja versprochen beim Backen zu helfen.“ Damit lief Yin wie Yuri Richtung Haus.
„Yuricchi das ist doch nur ein bisschen Schnee.“ Versuchte Kise sie zu beruhigen.
„Ach lass mich in Ruhe Ryota.“
Damit fiel die Tür ins Schloss. Die anderen sahen den Beiden nach.
„Der hat echt keine Kontrolle über seine Freundin.“ Murmelte Akashi. Dann ging die Schlacht weiter. Akashi traf immer genau sein Ziel, bekam selbst aber keinen Schneeball ab.
Flashback ende

Nun saßen alle im Wohnzimmer und machten sich über die frischgebackenen Plätzchen her. „So es ist Zeit das ich euch meine Geschenke gebe. Kannst du mir tragen helfen Atsushi.“ Meinte Kizuna nun. Murasakibara stand auf. Sie holten für jedes der Mädchen eine bunte Tüte. Drin waren Süßigkeiten und ein Bild vom unserem ersten gemeinsamen Auftritt in Basketball-Trikots. „Die Süßigkeiten müsst ihr euch, aber mit eurem Freund teilen.“ Aomine hob eine Augenbraue. "Also eh die Prinzessin etwas von dem Süßkram ab, gibt muss ich es mir wohl eher aus ihrem Mund holen" meinte er trocken. Man konnte sehen wie einige der Mädchen rot wurden. Doch Sasha blieb völlig gelassen. Sie zuckte nur mit den Schultern. "Tu's doch" sagte sie monoton, nahm sich etwas Süßes und stopfte es Aomine kurzer Hand in den Mund. Kizuna schüttelte nur den Kopf. Es war endlich mal etwas friedlich an diesem Tag. Kizuna nippte an einem Kakao.

Als Kizuna zu Miki sah, fiel ihr auf das sie heftig mit Takao diskutierte. „Hey lasst uns doch Karaoke singen.“ Meinte Takao dann plötzlich. Miki warf die Arme nach oben und ließ gleichzeitig den Kopf hängen. „Ich bin dafür“ meinte Himuro. „Ich auch“ Kise sprang auf. Kaum hatte er Kizunas DVD-Player in Gang gesetzt erklang auch schon das erste Weihnachtslied. „So da ich es vorgeschlagen habe schlage ich die Lieder vor und bestimme den Sänger.“ Meinte Takao.
„Ich mach nicht mit“ meinten Aomine, Sasha, Akashi, Luca und Midorima aus einem Mund.
„Ihr seid Spielverderber.“ Maulte der schwarzhaarige. „Du und Du ihr seid die ersten.“ Er deutete auf
Himuro und Kira. Sie mussten das Lied Do They Know It's Christmas singen. Da Himuro dank der Zeit in Amerika die englische Sprache sehr gut, daher klang es auch sehr gut. Als nächstes musste Yin singen. Ihr Lied war Wonderful dream. Ihre Stimme war richtig klar. Kaum war sie fertig musste auch Schon Kizuna auf die „Bühne“. Schon erklang das Lied Last Christmas. Takao pfiff. „Uh super das war ja klasse gesungen von euch. Nun ist Kiyoshi dran du singst Jingle bells.“ Meinte er. Das klang so schief das es an Weihnachtsliedmord grenzte. So arbeiteten sie sich durch die Menge. Amaya sah nicht so gut aus. „Maya was ist denn?“ Fragte Kizuna. „Kopfschmerzen“ murmelte sie. Kurze Zeit später verabschiedeten sie sich dann auch. Na ja es war bereits 17:15 Uhr und die Feier ging ja nur bis um 18 Uhr. Die Zeit war rasend schnell vergangen. Zum Schluss mussten noch Kagami und Murasakibara das Lied >Leise rieselt der Schnee singen.< Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend gewesen. Nun konnte der romantische Weihnachstabend zu zweit kommen.

1 Sayuri x Kise

PoV: Sayuri

Wir sind gerade von der Feier aufgebrochen, als mir auch schon wieder kalt wurde. Oh wie ich den Winter hasste. Schnell packte ich mich dicker in die schwarze Jacke ein. Vielleicht sollte ich auch auf Hosen umsteigen, diese mag ich aber nicht. Wie auch immer dieses Jahr war es irgendwie anders. Es war das erste Weihnachten das ich zusammen mit Ryota verbrachte. Er sah zu mir und merkte das mir kalt war, ohne etwas zu sagen nahm er meine Hand in seine packte sie in seine Tasche, sogleich wurde mir warm ums Herz.
„Was möchtest du noch machen bevor wir zu mir gehen?“ fragte er mich.
„Hm, ach ja ich hatte Juliet versprochen ein Bild von uns am Weihnachtsbaum auf dem Weihnachtsmarkt zu schicken. Da sie gerade in Amerika bei ihrer Familie ist.“ gab ich zurück.
„Dann lass uns einen kleinen Umweg dahin gehen, ich will dir noch was zeigen.“ meinte er mit einem Lächeln.
Ich nickte und lies mich mitziehen, wenn ich ihn auch mit Adleraugen musterte weil ich keine Ahnung hatte was er vorhat.

Wir kamen am Fluss an, der durch die Stadt floss. Meine Augen weiteten sich. Alle Bäume waren geschmückt und alles funkelte wie kleine Sterne, zusammen mit dem Schnee war es wie eine kleine Wunderwelt. Ich hasste zwar den Winter, aber ich liebte es wenn alles schön dekoriert war.
„Es ist wunderschön.“ hauchte ich.
„Ich freue mich das es dir gefällt.“ und dabei schaute er mir die ganze Zeit in die Augen.
Ich konnte nicht anders und gab ihm einen Kuss auf die Wange, rannte los und drehte mich ein paar Mal im Kreis. Ich wusste dass ich gerade wie ein kleines Kind wirken musste, aber es interessierte mich nicht. Ryota kannte mich so und mochte diese Art auch an mir. Ich war froh dass ich mich für ihn entschieden hatte. Ich drehte mich wieder um und streckte meine Hand nach ihm aus und er kam auf mich zu und nahm sie an.
Wenn ich denke wie schwer es war meine Familie zu überzeugen das ich Weihnachten bei ihm bleiben durfte. Diese waren jetzt nämlich in einem der Hotels meiner Großmutter und machten diese traditionelle Feier, wo nur die reichsten der Reichen kamen. Und genauso freute ich mich darüber dass seine Eltern und Schwestern ebenfalls da waren. So hatten wir das Haus nachher für uns.

Endlich kamen wir beim Weihnachtsmarkt an und es war einfach wunderbar. Die ganzen Gerüche von dem frischen Essen und die ganzen Leute die einfach lachten und fröhlich waren. Wir gingen auf den Weihnachtsbaum zu und machten ein Foto, vielmehr ließen ein Foto machten. Wir bedankten uns bei dem Pärchen und ich schickte Juliet das Foto. Keine Sekunde später kam die Antwort.
Ein Bild von ihr mit dem Weihnachtsbaum mit der Unterschrift „Frohe Weihnachten und hab viel Spaß nachher mit ihm ALLEIN.“ Sie benutzte das Wort allein mit Absicht groß, das wusste ich. Ich musste lachen und schüttelte den Kopf. Ryota warf mir einen fragenden Blick zu und ich zeigte ihm einfach was Juliet geschrieben hatte. Er lachte und meinte dass er nichts dagegen hat. Dafür bekam er von mir einen leichten Schlag in den Magen und ich ging weiter. An einem Stand blieben wir stehen, weil ich mir gebrannte Mandeln kaufen wollte. Er selbst holte sich eine 1m lange Bratwurst im Brötchen mit Ketchup.
Wir setzen uns an einen der Tische die aufgebaut waren und unterhielten uns, während wir unsere Umgebung musterten. Als ich merkte wie er mir einige Mandeln klaute, drehte ich mein Gesicht zu ihm und beschwerte mich indem ich ein beleidigtes Gesicht machte. Er lachte nur und gab mir einen leichten Kuss. Warum wusste er auch wie man mich rum kriegt.

Nachdem wir fertig waren standen wir auf und ging weiter. Aber schon kurze Zeit später blieb ich plötzlich stehen und schaute zur Seite. Ryota wunderte sich und folgte meinem Blick. Aus dem Augenwinkel nahm ich war wie seine Augen größer wurden, aber nicht vor Freude. Trefflicher wäre vor entsetzten.
„Sayu das machen wir nicht. Bitte!!“ flehte er mich an.
„Oh doch, das ist so ziemlich das einzige was du bisher in deinem Leben vermieden hast und will auch mal sehen wie du verzweifelst. Glaub mir Eislaufen kann man nicht einfach so kopieren.“ sagte ich entschlossen und mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
„Da kriegen mich keine 10 Pferde rauf.“ meinte er.
Trotzdem stand er keine 10 Minuten später auf der Eisbahn und klammerte sich an der Bande fest, während ich mich kurz einlief.
„Komm das ist nicht so schwer.“ meinte ich und streckte meine Hand nach ihm aus.
Nur widerwillig griff er nach dieser, aber langsam fing er an besser zu werden und mich lauste der Affe das er nach 45 Minuten besser war als ich und ich lernte eislaufen seit ich klein war.
„Haha, das macht ja wirklich Spaß. Lachte Ryota, während er mit mir auf dem Eis entlang glitt.
Nach ungefähr 1 Stunde hatten wir genug und gaben die ausgeliehenen Schlittschuhe wieder zurück.
Inzwischen war es 19:30 Uhr. Aber für mich war noch lange nicht Schluss mit den Fahrgeschäften. Ich kam nie oft auf einen Weihnachtsmarkt, weil es mir draußen einfach zu kalt war also musste ich so was ausnutzen. Als nächstes zog ich ihm zum Break Dancer(ein Glück hatte ich davor nur Mandeln gegessen und das Essen was wir bei Kizu hatten schon verdaut) und danach zum Glashaus, als ich rauskam hielt ich mir die Stirn fest da ich gegen eine Glasscheibe gerannt bin und Ryota kam hinter mir her raus und verkniff sich mir zu liebe das Lachen. Toll jetzt hatte ich einen roten Abdruck auf der Stirn. Zum Schluss gingen wir noch aufs Riesenrad. Es war einfach ein wunderbarer Ausblick von da oben, aber auch ziemlich kalt und ich kuschelte mich etwas näher an Ryota. So blieben wir bis wir wieder unten ankamen. Anschließend ging wir in die Richtung von Ryotas Haus. Aber kurz bevor wir beim Ende des Marktes ankamen sah Ryouta etwas und meinte nur ich solle kurz warten. Keine 5 Minuten später stand er mit einem Riesengroßen Teddy vor mir der ein Herz hielt mit der Aufschrift I love you. Meine Kinnlade klappte runter und ich nahm den Teddy den ich auch gleich erst mal richtig durch knuddelte. Ryouta erzählte das er ihn beim Schießstand gewonnen hatte.

Um 20:30 Uhr waren wir dann endlich bei ihm zu Hause. Die Weihnachtsdeko war noch an und so schienen in den Fenstern Sterne und kleine Weihnachtsbäume. Nur im Wohnzimmer war der große Baum und auch dieser war eingeschaltet und erhellte das Zimmer.
Da wir noch nicht ins Bett wollten schauten wir kurz in die Zeitung und entschieden uns dafür Santa Clause- Eine fröhliche Bescherung zu gucken. Ich ging mir schnell meinen Schlafanzug anziehen und holte die Kuscheldecken gleich mit. Als ich unten ankam saß Ryota im Wohnzimmer und schaute auf den Fernseher. Leise schlich ich mich von hinten an und umarmte ihn. Er lehnte sich zurück und hielt mir ein kleines Geschenk unter die Nase.
„Darf ich es öffnen?“ stellte ich die Rhetorische Frage.
„Dafür ist es doch gedacht.“ lachte er.
Als ich die Schachtel öffnete befand sich darin eine Kette mit einem Herzanhänger und in der Mitte des Herzens war ein kleiner blauer Stein.
„Danke das ist wirklich wunderschön.“ sagte ich während ich ihn nochmal umarmte.
„Soll ich sie dir um machen?“ ich nickte nur und setze mich neben ihn.
Als er fertig war drehte ich mich um und lächelte ihn an.
„Ich habe auch was für dich, aber es ist nicht so was wunderbares wie die Kette.“ sagte ich dann.
„Allein das du hier bist ist mehr als genug.“ gab er zurück.

Ich stand trotzdem auf und ging wieder hoch um sein Geschenk zu holen, welches ich schon ein paar Tage davor seiner einen großen Schwester mitgegeben habe. In der Zeit als ich wieder unten war roch es nach warmen Kakao. Eigentlich mochte ich ja nichts was nach Schokolade schmeckte, aber es ging nichts um eine Tasse warmen Kakao.
Ich setze mich wieder aufs Sofa als Ryota auch schon mit den zwei Tassen kam. Diese stellte er auf den Tisch ab und ich reichte ihm sein Geschenk.
Es war ein großer Bilderrahmen, den ich selbst dekoriert habe. Darin konnte man verschiedene Bilder sehen, auch welche die Juliet heimlich gemacht hat als sie uns auf unserem Date hinterher geschlichen ist. Aber auch unser erster Kuss war drauf und Bilder die wir beim Training gemacht haben, wofür auch unsere Quittung bekommen hatten und vieles mehr. Die Bilder hatten natürlich auch ihre Unterschrift zu welchem Ereignis sie gehörten. Zum Schluss hatte ich noch die Bilder zusätzlich mit Stickern in Form von Herzen, Palmen oder auch Basketbällen fest gemacht.
Er lachte und ich wurde rot, da es mir ziemlich peinlich war. Er stellte ihn erst mal beiseite, nachdem er sich alle Bilder angeschaut hatte und kuschelte sich zu mir unter die Decke, danach gab er mir die eine Tasse und wir tranken ein wenig bevor wir uns dem Film widmeten.
                       
PoV: Kise

Kurz vor Ende des Films spürte ich Sayuris Kopf auf meiner Schulter schwerer werden, als ich einen Blick zur Seite warf schlief sie friedlich. Ich schaute noch kurz den Film zu Ende, bevor ich sie vorsichtig hochnahm und auf mein Zimmer brachte. Ich legte sie sachte aufs Bett und deckte sie zu und fast sofort kuschelte sie sich in dieser ein. Ich musste mir ein lautes Lachen verkneifen, aber gleichzeitig hatte ich auch damit zu kämpfen meine Hände bei mir zu behalten. Sie ist auch einfach zu süß, wenn sie schläft.

Schnell ging ich nochmal runter und machte den Fernseher aus, dabei fiel mein Blick auf den Bilderrahmen den ich von Sayuri bekommen habe. Ich musste schmunzeln, da sie wirklich versucht nicht zu zeigen dass sie reich ist und lieber selbst Hand anlegt. Das ist auch einer der Dinge die ich so an ihr mag.
Unsere beiden leeren Tassen brachte ich noch in die Küche und dann ging ich wieder hoch. Ich zog mir noch schnell meine Schlafhose an, aufs Oberteil verzichtete ich immer, und schlüpfte zu Sayuri unter die Decke. Sie gab einen leises Gemurmel von sich drehte sich dann zu mir und kuschelte sich wie zuvor an mich ran. Ich drücke sie etwas näher an mich ran und wollte gerade die Augen schließen als mein Handy vibrierte.
Ich nahm es und sah dass meine Mannschaft über die sozial App-Gruppe miteinander schreibt. Ich öffnete den Chat und las ihn mir durch. Eigentlich nur die üblichen „Frohe Weihnachten“. Manche schickten auch Fotos, wie Moriyama. Ich nahm schnell die Fotooption und machte ein Foto von Sayu und mir. Ich brauchte nicht lange warten als auch schon die ersten Todeswünsche zurückkamen. Ich musste laut auflachen. Vor allem Kasamatsu drohte mir das er mich kalt macht, wenn ich sie angerührt habe. Sayu ist für ihn so was wie eine kleine Schwester geworden und ich bin der große böse Wolf der sie weg klauen will.
Bevor das alles weiterging machte ich mein Handy aus, hatte morgen zum Glück auch noch frei und ging auch schlafen.

2 ) Amaya x Kiyoshi

Teppei und ich gingen dann irgendwann von der Party, da ich Kopfschmerzen hatte. Wir wollten zu mir nach Hause und uns noch einen Film ansehen, da Takumi heute mit Otsubo und seinen anderen Freunden feiern wollte. Natürlich kamen wir auch an dem Park vorbei, in welchem wir immer zusammen Basketball spielten und uns bis auf den letzten Knochen auspowerten. Der Park war wie ausgestorben, da niemand zu dieser Zeit hierher kommen würde, geschweige denn überhaupt an Weihnachten. Zudem war es auch noch kalt, aber das störte uns weniger, da wir schon abgehärtet waren. Demnach war der Basketballplatz auch frei. Der Mond schimmerte sachte auf ihn hinab, sodass man einen Basketball darauf liegen sehen konnte. Grinsend sah ich zu Teppei, welcher mich wiederum angrinste. Scheinbar hatten wir Beide an das Gleiche gedacht, Basketball spielen. Lachend zog ich ihn an seiner Hand auf das Feld, wo wir uns gegenüber aufstellten, genau wie jeden Tag.

Nach einer Weile merkte ich jedoch, dass Teppei ganz anders spielte als sonst, irgendwie hielt er sich zurück und das ging mir auf die Nerven. „Warum hältst du dich zurück?“, guckte ich ihn an und hielt den Ball fest. „Du weißt das ich das nicht mag, ok?“, setzte ich noch hinterher. Ich fand es ja schon voll süß von ihm, dass er mich schonen wollte, doch das konnte ich nicht gebrauchen. Außerdem wusste ich, dass er wusste, wie weit er gehen konnte und wo die Grenze war. Beinahe flehend sah ich ihn an. Ich wollte nicht, dass er sich zurückhielt, da ich mich so nicht verbessern konnte. Über meinen Blick lachend, kam er zu mir und legte eine Hand auf meinen Kopf. Ganz nahe kam er mir mit seinem Gesicht und grinste mich einfach nur an. Er wusste, dass ich das mit der Hand sehr mochte, da es mich einfach beruhigte und mir das Gefühl gab, dass er bei mir war. „Klaro“, lachte er noch und ich konnte seinen heißen Atem auf meinem Gesicht spüren, ehe er mir den Ball abnahm und quer über den Platz rannte. Lachend rannte ich ihm hinterher.

Zwei Stunden hatten wir jetzt schon wieder gespielt. Keuchend lagen wir auf den kalten Steinen des Platzes. Wer war schon so verrückt und spielte an Weihnachten Basketball? Das konnten ja nur wir sein, denn das machte uns einfach am meisten Spaß und lachen taten wir auch sehr viel zusammen. Wir taten einfach nur das, was uns überhaupt zusammenbrachte, Basketball. Kano hatte mal gemeint, dass es nicht normal wäre, dass ein Mädchen und ein Junge so viel zusammen machten ohne dabei Gefühle füreinander zu entwickeln. Eigentlich hatte sie ja recht, wir hatten fast jeden Tag, nach dem Training Basketball gespielt und an Wochenenden meist auch, wenn nicht waren wir in die Stadt gegangen. Manchmal kam einem von uns zwar etwas dazwischen, doch er hatte mega viel Spaß gemacht.

„Ich denke, wir sollten uns vielleicht nicht weiter auf die Steine legen, sonst werden wir doch noch krank“, meinte Teppei dann ernst und stand auf. Über mich legte sich ein Schatten, welcher sich als Teppei herausstellte, welcher mit die Hand hinhielt, damit ich aufstehen konnte. Dankend nahm ich sie an. Gemeinsam gingen wir zu der Bank, welche gegenüber stand, als ich die Kirschblüten auf dem Boden liegen sah. Sie sahen einfach zu schön aus. Das zarte Rosa und auch ihre Form konnte mich wirklich beeindrucken. Sie wirkten beinahe zerbrechlich.

Langsam zog Teppei mich an der Hand auf die Bank, auf welche ich mich neben ihm setzte. Dieser Abend war einfach wunderschön. Wir sprachen zwar nicht viel und manche würden das als langweilig betrachten, doch ich freute mich einfach in seiner Nähe zu sein. Selbst, wenn er nur neben mir saß, war ich glücklich und war mir sicher, dass niemand diesen Moment kaputt machen konnte. Jeder ging seinen Gedanken nach, doch es war eine angenehme Stille. Kurz bückte sich Teppei und griff nach etwas auf dem Boden, ehe er sich wieder gerade hinsetzte, nur um sich dann gleich wieder zu mir zu beugen und mir etwas ins Haar machte. „Die Blüten passen zu dir“, flüsterte er in mein Ohr, was mir eine Gänsehaut über den ganzen Körper jagte. Wieso hatte ich mich nicht schon daran gewöhnt.

Noch eine Weile saßen wir so da. Keiner sagte ein Wort, starrten beide nur Löcher in die Luft, als ich meinen Kopf einfach an seine Schulter sinken ließ und die Augen zu machte. Ich konnte sie leicht vibrieren hören, da Teppei wahrscheinlich gerade lachte, doch das störte mich nicht. Seine eine Hand legte er mir auf den Kopf, die andere mit einer von meinen verschränkt. Still genoss ich diesen Moment, wollte ihn um nichts auf der Welt wieder hergeben. Teppei und ich, allein, ganz allein das kam sehr selten vor. Meist waren irgendwelche Personen in der Nähe, bei welchen wir so etwas gar nicht machen durften. Irgendwann hatte ich angefangen mich nach seiner Nähe zu sehnen und alle Leute zu verfluchen, welche uns immer störten, doch er bekam davon nichts mit, typisch für ihn. Aber das war es, was ich so an ihm liebte. Er war so liebevoll, aufopferungsbereit und immer dazu in der Lage einem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Ganz in meinen Gedanken versunken merkte ich nicht, wie ich eingeschlafen war. Ich wurde erst wach, als Teppei anfing leicht meinen Kopf zu streicheln. Verschlafen öffnete ich meine Augen und sah ihn an. Wahrscheinlich sah ich total verpeilt aus, denn Teppei fing auf einmal an zu lachen. „Lach nicht“, schlug ich ihm spielerisch gegen die Brust, ließ mich aber wieder gegen seine Schulter sinken. Dies entlockte ihm ein weiteres Lachen. „Wollen wir langsam gehen?“, fragte er, doch ich schüttelte den Kopf. Obwohl wir zuhause auch unsere Ruhe gehabt hätten, so war dieser Moment für mich zu schön um ihn jetzt zu zerstören.

Nicht lange saßen wir da, als mein Magen anfing zu knurren und wir somit aufstanden und uns doch auf den Weg machten. Den ganzen Weg über herrschte Schweigen, nur Teppei hielt meine Hand in seiner, was er sonst nie gemacht hatte. War er krank oder so? Ohne mir jedoch weiter Gedanken zu machen lächelte ich und ging neben ihm her. Es war ein schönen Gefühl, dass er so etwas mal machte.

Bei mir schloss ich die Tür auf und ließ Teppei zuerst rein. Seine Sachen hatte er schon heute Früh gebracht. Da ich aber jetzt nichts essen wollte, ging ich kurz in mein Zimmer und zog meine Schlafsachen an. Eine lockere, kurze, hellblaue Hose und ein dunkelblaues Top. Dann band ich das Haarband ab, ehe ich wieder runter ging. Teppei hatte sich in der Zwischenzeit auch umgezogen. Er trug jetzt nur noch seine Boxershorts, was einen leichten Rotschimmer auf meinen Wangen brachte. „Welchen Film wollen wir gucken?“, fragte ich und Teppei entschied, ohne dass ich gucken dufte. Schnell klappte ich die Couch aus und er machte den Film rein. Kurz verschwand ich dann doch in der Küche um uns Chips und Cola zu besorgen, als ich mich dann unter die Decke zu Teppei kuschelte und mich an seine Brust lehnte.

Irgendwie bekam ich den Film nicht mit, da mich Teppei's Nähe noch zu sehr ablenkte. Man, was war bloß los mit mir? Sonst war ich doch auch nicht so. Kurz schielte ich zu Teppei, welcher leicht lächelte, als wüsste er, was los war. Böser Hi-chan. Eine Hand hatte er wieder mit meiner verschränkt, weswegen ich wieder leicht die Augen schloss. Sanft spürte ich seinen Herzschlag und jede seiner Bewegungen merkte ich mit ganz genau. Oh Gott, bloß nicht emotional werden Amaya, ermahnte ich mich selbst in Gedanken. Leicht streichelte er meinen Kopf, bis ich gar nicht mehr anders konnte als einzuschlafen. Das letzte was ich spürte was, dass er mir einen Kuss auf den Scheitel hauchte und leise ein 'Gute Nacht' von sich hören ließ.

3 ) Kaoru x Riko
Riko und ich verließen den Ort der Feier und schlenderten noch eine Weile durch die Stadt, ehe wir zum Bahnhof gingen. . Da wir Heiligabend hatten sah es auf den Straßen verhältnismäßig ruhig aus. Bei jedem Schritt hörte man des Knacken des frischen Schnees und die Bund Leuchtenden Bäume verliehen der sonst so trostlosen Gegend etwas Romantisches. Riko trug eine Dunkelblaue enge Jeans, die ihren Hinter sehr gut betonte wie ich fand. Dazu Schwarze Stiefel, die sie extra wegen mir gekauft hatte, als ich mal erwähnte dass ich es mag. Ihr Oberteil bestand aus einer Roten Korsage die Ihren Busen sehr groß schien lies, wegen dem Durchsichtigen schwarzen Stoff der über halb der Brust und im Halsbereich verarbeitet war. Darüber hatte sie einen Roten Mantel mit einer weißen Fellkapuze an. Generell hat sich Riko in den letzten Monaten sehr verändert und das nur ins Positive, meinetwegen hätte sie so bleiben können, doch nun verwandelte sie sich in ein richtiges Mädchen. Der Blick der Jungs als sie Riko in diesem Outfit sahen war göttlich.

Neben ihr fiel ich nicht wirklich auf in meiner schwarzen Hose, dem Roten Hemd und der schwarzen Weste. Darüber hatte ich einen langen Brunnen Mantel und auf meinem Kopf trug ich die Mütze, die mein Team geschenkt hatte. Jedes Geräusch. Das wir hörten klang bezaubernd, wie wir den Mark Platz erreichten erhob sich vor uns ein Riesiger Weihnachtsbaum.
„Wunderschön“ schwärmte Riko „Nicht so schön wie du“ antwortete ich und sie drehte sich zu mir und sah mich verlegen an.
Im Hintergrund erklang ein Chor und die ersten Worte von “Leise rieselt der Schnee“ wurden gesungen. Ich legte eine Hand auf Rikos Taille und nahm eine Tanzhaltung ein, sie schaute etwas verunsichert, doch ich Lächelte sie an, um sie zu beruhigen. Gemeinsam Tanzten wir im Schein der Weihnachtsbeleuchtung, begleitet von dem Gesang. Es war ein Atemberaubender Moment, es gab nur Riko, Mich und der Schnee der langsam in großen Flocken vom Himmel fiel. Mit dem letzten Wort des Chors beendeten wir unseren Tanz und gemeinsam gingen wir noch durch einige Stände.
„Schau mal Kaoru ist das nicht toll“ rief sie vergnügt und hielt mir eine seltsam aussehen Katze vor die Nase.
„Ja sie ist Wirklich Süß“ lächelte ich, es war wunderbar Riko so strahlen zu sehen. „Onee-san, Wollt ihr eine Katze kaufen?“ fragte mich ein Junge und ich konnte sehen, dass es der Stand des Kinderheimes war. Sofort kam Riko auf mich zu und mal Ehrlich wie sollte ich diesem Hundeblick widerstehen.
„Ich nehme gleich 16“ antwortete ich lächelnd und Riko sah mich an. „Wirklich?“ fragten sie und der junge gleichzeitig. Ich bestätigte durch ein Nicken, das ich es ernst gemeint hatte. So schnell konnte ich nicht schauen da rannten unzählige Kinder um mich und sangen.
„Du bist beliebt Kaoru-chan“ lächelte Riko und lies sich die verschiedenen Katzen einpacken.
„Onee-san, die andere Onee-san sagt du spielst Violine würdest du etwas für uns Spielen?“ fragte ein kleines Mädchen. Entschuldigend schaute meine Liebste zu mir und ich Nickte. „Sehr gerne“ war meine Antwort.
Man brachte mir gleich eine Violine und ich spielte „Jingle Bells“. Während ich spielte ruhten meine Augen auf Riko die mit den Kindern am Tanzen war, also spielte ich etwas Länger.
„Vielen Dank, das ihr den Kindern solch ein schönes Fest gezaubert habt“ bedankte sich eine ältere Dame bei uns als ich die Violine zurück gab.
„Nicht dafür, es hat Spaß gemacht“ sagte ich und nun machten wir uns mit unseren Einkäufen auf den Weg nach Hause.
„Auf Wiedersehen Onee-sans“ riefen die Kinder hinterher „ Fröhliche Weihnachten“ antwortete Riko und winkte wie wild.
„Du bist so unglaublich lebhaft heute“ bemerkte ich und sie nickte „ Ich fühle mich heute einfach besonders gut“ antwortete sie.
Wir liefen zu dem Haus in dem Rikos Mutter lebte, doch sie war über die Weihnachtszeit mit ihrem Mann und ihren Kindern verreist, daher durften wir dort Übernachten. Die Schuhe stellten wir an den Dafür vorgesehen Platz sowie auch unsere Winterkleidung.
„Was hältst du davon, wenn ich uns einen Tee mache?“ fragte ich doch Riko sprang auf. „ nein Du bist doch mein Gast“ und rannte in die Küche. Schnell sprintete ich hinterher, denn ich befürchtete das selbst Tee etwas ist wobei Riko es einfach schafft Fehler zu machen.
„Liebes Lass mich den Tee machen und vielleicht machst du es uns drüben gemütlich?“ flüsterte ich ihr ins Ohr.
Die Gänsehaut in Ihrem Nacken konnte ich sehen und hören. „ Okay“ damit verschwand sie aus der Küche, um den Kamin anzufeuern.
Statt einem Tee machte ich uns beiden einen großen Becher Kakao mit Marschmellows, Sahne und einem Schokoladen Herz, dazu legte ich noch die Plätzchen die wir gekauft hatten auf einen Teller. Ich lies mich neben sie aufs Sofa sinken und wir schauten uns nur in die Augen und tranken unseren Kakao. Sanft strich ich ihr eine Strähne aus dem Gesicht die sich den Weg nach vorne suchte.
„Deine Haare sind ganz schön Lang geworden“ stellte ich fest und sie Nickte.
„Ja ein Wenig, ich dachte das gefällt dir“ sagte sie verlegen.
„Riko du gefällst mir wie du bist und nicht weil du ein Typisches Mädchen bist. Du musst dich nicht verändern für mich. Auch wenn es ein schwerer weg für uns war“ antworte ich.
Sie drückte mich ins Sofa und positionierte sich auf meinem Schoß. Meine Augenbraue Hob sich und ich sah das Lächeln auf ihren Lippen
„Genau das wollte ich hören“ sagte sie und Küsste mich.
Es war selten dass sie die Initiative ergriff, generell waren wir sehr Vorsichtig in der Beziehung.
„Riko“ hauchte ich gegen Ihre Lippen und brachte etwas Abstand zwischen uns.
„Hab ich etwas falsch gemacht?“ sie klang verunsichert, sofort verneinte ich das.
„Quatsch aber ich habe noch etwas für dich“ sagte ich schnell.
Mit etwas Mühe griff ich in meine Westentasche und hielt ihr eine Kleine Schachtel vor die Nase.
„Fröhliche Weihnachten Darling“ sagte ich.
Sie öffnete es, keine Sekunde lies ich sie aus den Augen, die anfingen zu strahlen, als sie die Kette raus holte. Es war ein Herz Medaillon mit dem Foto von unserem ersten Date als Paar, daneben war eine Violine und ein Basketball.
„Kaoru das ist Wunderschön“ und ihr lief eine Träne. Sanft zog ich sie zu mir und Küsste dir träne weg.
„Nicht weinen freu dich“ lächelte ich und strich ihr durch ihr Haar als sie mir auch eine kleine Schachtel vor die Nase hielt.
Ich öffnete sie und es war ebenfalls eine Kette mit einem Her, jedoch ohne Bilder sondern mit der Gravur. „R + K“, dazu noch ein Foto in einem schönen Rahmen von unserem ersten Kussbild.
„Danke“ sagte ich und zog sie zu mir runter, unsere Lippen suchten und fanden zueinander.
„Ich liebe Dich Kaoru“ sagte sie und schaute mir tief in die Augen, nachdem sie den Kuss gelöst hatte.
„Ich liebe dich auch Riko“ antwortete ich und den Rest des Abends verbrachten wir im Schein des Kamins, der uns Wärme spendete und den ruhigen Weihnachtsmelodien.
Es war unsere Perfekte Weihnacht!!!!!!!!!!!!!

4 )Yin x Akashi
Special! Point of View: Yin Snow

Akashi und ich verließen die Feier und gingen den verschneiten Weg entlang. Es war sehr romantisch, da die Lichter leuchteten und in manchen Fenstern konnte man ebenfalls wunderschöne Beleuchtung sehen. Akashi griff meine Hand und ich lächelte ihn an.
„Steigst du gleich freiwillig in den Jet oder muss ich dich wieder zwingen?“ Er lächelte amüsiert und ich verdrehte die Augen, als ich daran dachte wie er mich in seinen Privatjet getragen hatte.
„Wenn du mich noch einmal wie ein Sack Kartoffeln über die Schulter wirfst dann hast du aber ein ernsthaftes Problem.“ Akashi lachte daraufhin nur. Ich liebte es wenn ich ihn zum lachen bringen konnte.
Wir stiegen in den Jet und flogen Richtung Kyoto. Ich kuschelte mich an ihn und schloss die Augen.
Akashi strich mir sanft über den Rücken. Ich liebte, wenn er das tat und seufzte wohlig.
Erst als Akashi mich weckte, merkte ich, das wir bereits wieder in Kyoto waren.
„Und was machen wir jetzt?“, fragte ich meinen Freund neugierig.
„Deinen Geburtstag feiern.“ er gab mir einen Kuss auf die Hand, ehe er mir die Augen verband.
„Was wird das?“, fragte ich irritiert.
„Eine Überraschung. Das sollte als Erklärung reichen oder nicht?“ sagte er und ich schüttelte den Kopf. Manchmal war der Kerl unmöglich.
Dann zog er mich hinter sich her und ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen was er vorhatte. Wir bogen gefühlte 100 Mal ab ehe Akashi ohne Vorwarnung stehen blieb. Natürlich rannte ich sofort gegen ihn. „Sag doch was.“, maulte ich und er nahm mir die Augenbinde ab. „Seijuro, also wenn ich gewusst hätte, das wir einfach nur zu dir gehen dann hättest du dir das sparen können, mir die Augen zu verbinden.“ Ich hob die Brauen.
„Dann hättest du die Überraschung aber gesehen.“ sagte er nur und deutete in Richtung Tür. Da lag irgendetwas vor. Als ich näher ran ging, erkannte ich, das dort ein riesiges Geschenk lag. Fragend blickte ich ihn an. „Das ist für dich.“ sagte er und irgendwie kam mir an seinem Ton etwas ziemlich suspekt vor. Vorsichtig, dennoch zielstrebig ging ich auf die Tür zu und hockte mich vor das Geschenk. Ich streckte die Hand danach aus. Plötzlich bewegte sich das Geschenk und ich wich erschrocken zurück. Akashi stand neben mir und lachte „Na mach schon auf.“, sagte er.
An gegruselt hob ich den Deckel an. Ich traute meinen Augen nicht. „Oh mein Gott, bist du verrückt?“ sagte ich nur. „Ein bisschen.“ entgegnete er knapp und schob den Deckel komplett ab.
„Ich erinnere mich daran dass du hier in Japan zwar alles hast, bis auf eine Kleinigkeit, die aber viel ausmacht.“
Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Er hob zwei Huskywelpen aus dem Karton und setzte sie mir auf den Schoß. Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte. Ich entschloss mich einfach beides zu tun und drückte die Welpen an mich.
„Warum weinst du?“ Akashi hockte sich neben mich und blickte mich verwirrt an.
„Baka.“, sagte ich leise „Ich lache, weil du mir das schönste Geschenk gemacht hast und ich einfach nur glücklich bin.“
Ich setzte die Huskys in den Karton drehte mich zu Akashi um, küsste ihn und nahm ihn in den Arm. „Danke:“, flüsterte ich und er nickte.
„Lass uns reingehen, Yin.“ sagte er und nahm einen der Hunde auf den Arm. Ich schnappte mir den zweiten und wir gingen ins Haus. Das Haus war niedlich dekoriert „Da hat sich eure Haushälterin aber mühe gegeben.“ sagte ich.
„Danke, ich bin zwar nicht die Haushälterin, aber Mühe habe ich mir trotzdem gegeben.“ er verbeugte sich leicht und ich musste lachen. „Ich korrigiere mich, Akashi-sama. Das habt Ihr wundervoll gemacht.“ ich machte einen leichten Knicks und ließ mich von Akashi an den Tisch führen.
Er hatte sich wirklich viel Mühe gegeben. In diesem Haus sah es richtig gemütlich aus. Auf dem Tisch standen zwei Teller. Oh, der Herr zwang mich wieder zu essen. Grinsend setzte ich mich auf einen Stuhl und wartete neugierig. Akashi schob mir, zu meiner Überraschung, eine große Schüssel Mousse au Chocolat vor die Nase und ich musste lachen.
Er grinste mich amüsiert an.

„Yin, wie würdest du am liebsten Weihnachten feiern?“, fragte er mich und ich blickte ihn an. „Willst du das echt wissen?“ Er nickte.
„Weißt du, ich muss daraus kein großes Ding machen. Mir würde es auch reichen wenn ich mich mit einer riesen Schüssel Mousse au Chocolat auf mein Sofa kuschel und Filme gucke.“ Ich zuckte mit den Schultern „Klingt komisch, ich weiß.“


„Ich hätte nicht gedacht das du dir so einen Unsinn merkst.“ sagte ich. Akashi nahm die Schüssel und ging Richtung Wohnzimmer. Mein Herz machte einen Satz. Der Junge ist so verrückt.
Kopfschüttelnd ging ich hinter ihm her. Die Hunde rannten um unsere Füße herum und ich schnappte mir einen.
Akashi setzte sich auf das Sofa und reichte mir einen Löffel. „Danke.“ sagte ich und setzte mich neben ihn.
So kuschelten wir uns später auf das Sofa und verbrachten Weihnachten gemütlich und ohne großes drum herum. Aber dann sprang ich schnell auf. Vor lauter Freude hätte ich fast etwas vergessen.
„Hier.“, sagte ich verlegen und reichte Akashi sein Geschenk.
Er nahm es mir ab und öffnete es neugierig. Ich stutzte. Neugierig? Ich hob die Brauen. Mein Geschenk war nur eine Kleinigkeit zu dem, was er mir geschenkt hatte. Er lächelte als er den langen Schal in der Hand hielt. „Danke.“ sagte er und gab mir einen Kuss. „Das war's noch nicht.“
Ich reichte ihm noch ein kleineres Geschenk. Neugierig schüttelte er es. „He lass das.“ sagte ich schockiert und er hob die Brauen „Ist da etwa etwas zerbrechliches drin?“
„Nein, du brauchst es aber trotzdem nicht schütteln.“ Ich streckte ihm die Zunge raus und er öffnete das Geschenk. Es war eine Uhr, die wir vor einer Weile gesehen hatten. Sie war sündhaft teuer und hatte den Rest meiner Ersparnisse in Anspruch genommen.
„Yin, das wäre wirklich nicht nötig gewesen.“ sagte er und nahm die Uhr vorsichtig in die Hand.
Ich musste ein Lachen unterdrücken. „Ach komm, ich seh' doch das das doch nötig war. Vor allem weil deine alte Uhr kaputt ist.“
Er drückte mich an sich „Danke.“
„Akashi?“
„Hm?“
„Ähm.. Ich glaube wir haben etwas vergessen...“
„Haben wir das?“
Ich deutete mit meiner Hand in Richtung der Hunde und Akashi atmete hörbar aus.
„Nun, du hast etwas vergessen und nicht ich.“
„He.“ protestierte ich, als er mich vom Sofa schob.

Also schnappten wir uns die Hunde, welche ich Nala und Sheila genannt hatte, und gingen noch einmal raus. Es war sehr schön, da überall die Lichter leuchteten und es fing an zu schneien. Ich nahm die Hand meines Freundes und lächelte ihn an. „Das war mein schönstes Weihnachten.“ sagte ich.
„Meines auch.“ erwiderte er und küsste mich.


5)  Kizuna X Murasakibara
So nachdem nun auch die letzten gegangen sind war ich mit Atsushi allein.
„OH man die Generation der Wunder und die Teiko Mädels alle unter einem Dach zu haben ist echt anstrengend.“ Meinte ich.
Atsushi saß auf der Couch. Ich lehnte mich an die Armlehnen und ließ mich nach hinten fallen. Mein Kopf landete auf seinem Schoß. Er sah mich lächelnd an. Ich lächelte zurück. Ich streckte mich.
„Und was machen wir zwei Hübschen jetzt mit dem angebrochenem Abend?“ fragte ich ihn.
„Hm ich hab da eine Idee, aber dafür müssen wir rausgehen Kizu-chin“ Nun war ich verwirrt ich legte den Kopf schief.
„O.k. was machen wir draußen?“ wollte ich wissen.
„Sag ich nicht. Ist eine Überraschung.“ Meinte er geheimnisvoll.
Da ich immer neugierig war sprang ich auf.
„O.k. dann lass ich mich mal von dir entführen“ ich zog mir eine Jacke und Schuhe an. Ich holte noch schnell sein Geschenk. Er wartete bereits an der Tür auf mich. Wir verließen das Haus. Es war kalt draußen doch das war mir egal. Ich liebte es. Ich fragte mich wohin er mich entführte. Wir kamen am Park an. Überall glitzerten die bunten Weihnachtslichter. Auf der vorbereiteten Eisfläche waren hauptsächlich Pärchen zu sehen. Es lief romantische Musik und Weihnachtslieder.
„Das ist Wunderschön“ meinte ich und lehnte mich an Atsushi.
„Wir fahren jetzt gemeinsam Schlittschuh“ meinte er zu mir.
„Wow, das kannst du? Ich bin beeindruckt.“
„Na ja ich kann es seit drei Wochen. Aka-chin hat es mir beigebracht. Ich hab es gelernt, weil du es magst Kizu-chin.“ Ich wurde rot woher wusste er das. Das hatte ich ihm nie erzählt. „Woher weißt du dass ich Schlittschuh laufen mag?“
„Du hast das jeden Winter gemacht als wir in Teiko waren. Du kannst richtig auf dem Eis tanzen, genauso wie beim Basketball. Ich hab dich immer gesehen, wenn du das gemacht hast“ nuschelte er. Das wusste ich gar nicht. Ich hatte ihn nie bemerkt.
Ich lächelte er war total süß. Vor allem hatte er nur für mich Schlittschuh laufen gelernt. Wir liehen uns Schlittschuhe aus. Dann gingen wir aufs Eis. Im Hintergrund erklang das Lied Winterwonderland. Ich begann mich zudrehen. Er war noch etwas unsicher, man sah dass er es noch nicht lange tat. Dann streckte ich die Hände nach ihm aus, er nahm sie schüchtern an. Langsam begann ich mich im Takt der Musik zu bewegen. Er musste mir folgen ob er wollte oder nicht. Ein paar Minuten später tanzten wir gemeinsam. Es begann zu schneien. Die Leute um uns drum rum glotzten blöd doch für mich zählte nur Atsushi. Das Lied endete.
„Das war richtig schön, Atsushi. So nun muss ich dir, aber auch etwas schenken.“ Ich holte eine Tüte raus. Und reichte sie ihm. Neugierig sah er hinein. Doch er sah nur ein Päckchen das eingepackt war. Er holte es raus. Und wie ein Kind klapperte er erstmal. Notiz an mich nichts Zerbrechliches einpacken. Ich hatte mir für ihn etwas Besonderes einfallen lassen. Ich konnte sehr gut nähen, ich hatte früher unsere Teiko-Trikots genäht. Deshalb hatte ich ihm eine warme Jersey Jacke gemacht und eine richtig coole Jeanshose dazu.
Er packte sie aus. Da er so groß war, war es schwer im Laden passende und vor allem coole Sachen zu finden. Ich wollte ihm sowas nämlich Kaufen, doch es hat einfach nichts zu ihm gepasst. Er lächelte. Dann gab er mir ein Päckchen. Ich öffnete es. Silberfarbene Haarspangen mit Glitzersteinen die als Blume angeordnet waren, schimmerten mir entgegen. Sie waren traumhaft. Die hatte ich mir mal in einem Schaufenster angesehen. Doch da war er doch gar nicht bei. Mir kamen vor Rührung die Tränen.

„Danke schön“ meinte ich lächelnd. Ich zog ihm an Schal zu mir runter und küsste ihn. Mit geröteten Wangen richtete er sich wieder auf.
Wir machten uns auf den Rückweg. Ich hielt seine Hand. Wir wurden total dumm angestarrt, doch das war mir egal. Ich liebte diesen Jungen und zwar so wie er war und kein Stück anders. Als wir bei mir waren probierte er die Sachen an. Sie passten wie angegossen. Yeah!
„Sag mal Kizu-chin. Woher weißt du eigentlich meine Größe?“ Fragte er nach einer Weile. Ich wurde rot.
„Naja ich hatte die Maße ja oft genug hier. Ich glaube ich habe in diesem Jahr vier bis fünfmal deine Klamotten gewaschen.“ meinte ich verlegen. Er lachte. Das war so selten bei ihm und jedes Mal fand ich es aufs Neue Zuckersüß. Er lachte nur bei mir so. Auch wenn man es nicht sah er war total gefühlvoll. Ich kuschelte mich vor dem Kamin an ihn. Dann sah ich ihn tief in die Augen. Sie strahlten geheimnisvoll.
„Atsushi ich liebe dich“ meinte ich und gab ihn einen Kuss auf die Wange.
„Ich liebe dich auch. Sogar noch mehr als alle Süßigkeiten der Welt.“
Ich wurde rot und kuschelte mich an ihn. Weihnachten mit meinem Freund zu verbringen war ein Traum. Danke Mama dass du mir so einen Jungen geschickt hast.

6) Sasha X Aomine

„Laut“, ich vergrub die Hände in meinen Manteltaschen – nicht weil mir kalt war, denn ich empfand ja keine Kälte, sondern eher aus Gewohnheit - und atmete mehr oder minder erleichtert aus. So viele Menschen unter einem Dach waren unglaublich anstrengend und Daiki, der nun neben mir her stapfte sah in den Himmel. „Hah, versteh' gar nicht was du meinst“, entgegnete er sarkastisch und schnaubte danach verächtlich. Auch wenn ich es nicht laut aussprechen würde, es war trotzdem schön die Teiko – Bagage wieder gesehen zu haben.
Ich musste mir ein Schmunzeln verkneifen, als ich über meine Mädels und deren Freunde dachte. Einige Paare waren irgendwie ungleich, doch trotzdem passten sie allesamt wie Arsch auf Eimer, ergänzten sich und ich schnaubte amüsiert.
„Worüber denkst du nach, Kätzchen“, ich sah Daiki aus den Augenwinkeln aus an, als er einen Arm um meine Schultern legte.
„Darüber, wie ich dich am besten um die Ecke bringe“, log und er brummte etwas Unverständliches vor sich hin, ehe er sich wieder von mir abwandte und seine Hände in seinen Jackentaschen verschwinden ließ.
„Lügnerin“, der Hüne, der neben mir her schlenderte kickte einen kleinen Stein weg, den er unter dem Schnee erspäht hatte und ich folgte seinen Bewegungen mit den Augen.
„Du hast den Tag genossen, gib's zu“, ich zuckte mit den Schultern, hasste es, wenn er mich durchschaute und fragte mich, was ich getan hatte, dass er so gut darin war in mir und meinem Verhalten zu lesen.
Eigentlich liefen wir bloß planlos durch die Gegend, als wir uns plötzlich auf dem Weihnachtsmarkt wieder fanden. Sofort verzog ich das Gesicht.
Menschenmengen dieser Art wurden nicht sonderlich von mir bevorzugt und ich wollte auf der Stelle kehrt machen, doch das Wunderkind zog mich einfach hinter sich her, sodass ich nichts dagegen tun konnte.
„Lass mich los, Daiki“, brummte ich, doch der Blauhaarige grinste nur dümmlich vor sich hin.
„Du bist so unromantisch“, flötete er und ich hob eine Braue, nachdem ich zu ihm aufgeholt hatte. „Aber du bist es?“, ich winkte ab. „Als ob“, er zuckte mit den Schultern.

Stillschweigend schlenderten wir nebeneinander her, einer sah nach rechts, der andere nach links. Leute rempelten mich an, was meine Laune Stück für Stück in den Keller krabbeln ließ. Doch als Daiki damit begann den Menschen, die mir zu nahe kamen vernichtende Blicke zu zuwerfen, hatte ich relativ freie Bahn und auch freie Sicht.
„Oh“, machte ich und diesmal war ich diejenige, die ihn hinter sich her zog. Ich packte ihn am Ärmel und steuerte auf einen Stand zu. Daiki schüttelte schmunzelnd den Kopf über mich. „Was?“, murrte ich und beachtete ihn dann nicht weiter, da die süßen Crêpes mich so sehr anlachten, dass ich gleich zwei kaufen musste.
Stolz entfernte ich mich wieder von dem Stand, der Basketballer stopfte seine Hände in die Jackentaschen, während er neben mir her trottete. Ich widmete mich meinem Süßkram, welches so sehr mit Sahne vollgestopft war, dass ich Mühe hatte nicht zu kleckern.
Wir gingen schweigend einen Weg entlang, der in eine Treppe mündete. Würden wir diese Treppenstufen erklimmen, würden wir zu einer Aussichtsplattform gelangen. Da Daiki vor ging und damit die Richtung angab, ging ich essenderweise hinter ihm her.
„Kannst du nicht essen?“, der Power Forward verzog das Gesicht zu einem hämischen Grinsen, als wir auf der Plattform angekommen waren.
„Mach's mal besser“, sagte ich mit vollem Mund und stopfte ihm das letzte Stück Crêpe mit Sahne in den Mund. Nun sah er wohl nicht sehr viel besser aus als ich selbst.
Er grinste, während er kaute, nahm mein Kinn zwischen Daumen und Zeigefinger und zwang mich ihn anzusehen.
„Lass das“, murrte ich und hob meine Hand um mir über den Mund zu wischen. War ja schrecklich. „Ich mach' das weg“, raunte er und ehe ich etwas sagen konnte begann er die Sahne von meinen Mundwinkeln mit seiner Zunge zu entfernen.
Mein gesamter Körper kribbelte, doch ich zwang mich dazu keinen Laut von mir zu geben.
„Baka“, nachdem er von mir abgelassen hatte, verschränkte ich die Arme vor meiner Brust und drehte mich in Richtung Stadt. Gleich würde das Feuerwerk losgehen.
„Ich wurde neulich gefragt, ob ich dich liebe“, schnaubte Daiki neben mir nach einiger Zeit der Stille und ich nickte. „Ich auch, welch ein Zufall“, entgegnete ich ohne ihn anzusehen und er stützte sich mit seinen Händen am Geländer ab.
Wahrscheinlich war es auch bei ihm das Mädchen gewesen, welches ihn so verehrte. Akio, oder wie sie hieß. Ich konnte mich an ihren Namen nicht gut erinnern, da sie keine für mich wichtige Person war.
„Tust du es?“, fragte er, sah mich nicht an. „Tust du es denn?“, stellte ich ihm eine Gegenfrage und auch diese blieb unbeantwortet.
„Ist dir kalt?“, wich der Basketballer aus und ich hob die Brauen. „Ich habe kein Kälteempfinden“, entgegnete ich und er nickte. „Stimmt“, dann war wieder Stille.
Auch wenn ich Stille eigentlich bevorzugte, so war sie dennoch in diesem Moment aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen sehr unangenehm und ich zog meinen Mantel enger um mich.
Gut, dass just in diesem Moment die Raketen in die Luft stiegen und einen ohrenbetäubenden Lärm verursachten, der mir zwar unangenehm war, aber dennoch nicht so nervenaufreibend wie diese Stille von vorhin.

Wir sagten nichts weiter und nachdem das Feuerwerk zu Ende war, verließen wir die Plattform wieder. Ich ging die Treppen herunter, er lief hinter mir her, holte schlussendlich zu mir auf und zusammen schlenderten wir über den Weihnachtsmarkt zurück. Wieder wurde ich von allen Seiten angerempelt und ich fragte mich wieso, wo ich doch gar nicht so klein war.
Daiki und ich übernachteten in einem Hotel, unser Zug zurück nach Tokio würde relativ früh am morgigen Tage kommen. Auf dem Weg zu dem besagten Hotel begann es zu schneien und ich sah nach oben. „Ernsthaft“, brach Daiki die viel zu lang anhaltende Stille und aus irgendeinem Grund war ich froh darüber.
„Hör mal“, meinte er und er trat einen Schritt näher. „Wegen vorhin“, er kratzte ich am Kopf und ich schüttelte den Kopf. „Alles gut“, gab ich zurück und er nickte, kramte dann in seiner Jackentasche herum.
„Ich habe deinen Geburtstag auch nicht vergessen, Kätzchen“, ich hob eine Braue und beobachtete ihn. Schlussendlich zog er ein kleines Schächtelchen aus seiner Tasche und reichte es mir.
„Alles Gute zum Geburtstag, Sasha“, sagte er leise und feierlich und ich öffnete die kleine Kiste. Dort befand sich ein Ring und eine Kette. In dem Ring, beides war im Übrigen aus Silber, waren sogar unsere Namen eingraviert. Ich sah beides an, nahm den Ring und setzte ihn auf meinen Finger. Er passte so gut, als wäre er einzig und allein für mich gemacht worden. Auch die Kette legte ich mir um, strich sanft darüber. An dem silbernen Kettchen war ein Anhänger in Form eines Vorhängeschlosses befestigt.
„Es ist das Schloss zu meinem Herzen“, ich begutachtete den kleinen, filigran bearbeiteten Anhänger dieser Kette.
„Pass darauf auf“, ich nickte und tat dann etwas, was nur sehr selten vorkam. Ich lächelte ihn an. Ehrlich und irgendwie verspürte ich ein warmes Gefühl in meiner Magengegend.
„Danke, Daiki“, murmelte ich und er kratzte sich am Hinterkopf.
„Ach, übrigens“, sagte ich und trat an ihn heran. „Natürlich liebe ich dich“, gab ich von mir und musste zugeben etwas verlegen zu sein. Ich drückte ihm einen flüchtigen Kuss auf die Lippen auf und er lächelte. „Und ich dich erst“, dann gingen wir weiter nebeneinander her. Mit einem Unterschied.
Nun hielt er nämlich meine Hand und ich war mir sicher, dass, auch wenn ich sonst nicht so kitschig war, ich diese Hand nie wieder los lassen würde.
Natürlich waren wir vorher schon ein Paar gewesen. Doch dieser Tag war etwas ganz besonderes. Nicht, weil Weihnachten war, oder mein Geburtstag. Nein, an diesem Tag hatten wir uns das erste Mal gesagt, dass wir uns lieben.

7) Luca X Midorima

Nachdem wir uns von allen mühsam verabschiedet hatten, verließen Shin und ich als erste die Party. „Tsundere“, murmelte ich und gähnte hinter vorgehaltener Hand, nachdem wir Ki's Wohnung verlassen hatten.
„Selber“, der Grünhaarige Shooter rückte unnötigerweise seine Brille zurecht und schweigend gingen wir nebeneinander her. Ich betrachtete den Schnee und fühlte mich irgendwie gut. Wir gingen an Häusern vorbei, aus denen es nach frisch gebackenen Plätzchen, Kuchen und Weihnachtsessen roch.
Doch dann fiel mir siedend heiß ein, dass ich mich nicht darum gekümmert hatte eine Unterkunft für mich und Shin zu finden, da wir eher weniger Lust dazu besaßen Abends noch nach Tokio zu fliegen.
„Shin...“, ich nahm seine Hand und drückte sie kurz. Er schnaubte amüsiert.
„Keine Sorge, ich aber“, meinte er und ich entkrampfte mich wieder.
„Wärst wohl manchmal ganz schön aufgeschmissen, hm?“, feixte er mit tonloser Stimme und ich zuckte mit einer Augenbraue. „Als ob“, murrte ich und gähnte ungeniert. „Tu' nicht so, als wäre ich dumm, Midorima Shintaro“, ich stellte mich vor ihn und tippte ihn mit meinem Zeigefinger gegen die Brust. „Du würdest es bereuen“, drohte ich ihm und unbeeindruckt sah er mich an.
Wortlos ging er an mir vorbei und ich folgte ihm schulterzuckend.
„Hast du noch Lust mit mir was essen zu gehen?“, ich hob eine Braue. „Wie kommst du denn da rauf?“, erfragte ich und er sah mich vorwurfsvoll an.
„Weil ich es so will?“, stellte mein Gegenüber klar und packte mich am Handgelenk.
„Ich gab dir noch keine Antwort“, meine ich tonlos, doch er schnaubte wieder nur amüsiert. „Als ob du 'Nein' sagen würdest, wenn dir jemand etwas zu essen anbietet“, stellte er klar und ich musste mich anstrengen mir ein Schmunzeln zu verkneifen, da er Recht hatte.
Also sagte ich nichts weiter, er wusste so oder so, dass er im Recht war.
„Geht doch“, gab er schlussendlich siegessicher von sich und ich ließ mich von ihm zu einem Restaurant führen, welches irgendwie teuer aussah. Meine Augen weiteten sich.
„Teuer?“, dieses Wort reichte um ihm zu vermitteln, was ich davon hielt.
„Für dich nur das Beste, Luca“, meinte er tonlos und schubste mich regelrecht hinein.

Warme Luft umfing mich, sowie der Geruch von verschiedenen Gerichten und mir lief das Wasser im Munde zusammen. Dieser verflixte Shooter hatte verdammt noch einmal recht behalten. Ich war absolut verfressen.
„Guten Abend“, begrüßte uns ein Mann im Frack und nahm mir meinen Mantel ab. Wie aufmerksam von ihm. Sarkasmus ließ grüßen. Als ob ich das nicht alleine machen könnte.
Auch Shin wurde sein Mantel abgenommen und auch er sah nicht sonderlich begeistert aus.
„Du hast es so gewollt, Wunderkind“, murrte ich und ließ mich dann von dem merkwürdigen Ober im Frack zu einem Tisch führen. Er zog sogar meinen Stuhl zurück und schob mich dann an den Tisch heran. Diese aufgesetzte Freundlichkeit mochte ich nicht und bereitete mir Unbehagen.
Allein seine Blicke waren gruselig und ich konzentrierte mich ganz auf Shin.
„Kennst du den?“, murmelte ich, als der junge Ober sich entfernt hatte und er schüttelte den Kopf. „Nicht das ich wüsste“, stellte er ohne zu überlegen klar. „Selbst wenn ich ihm einmal begegnet sein sollte, schien er unwichtig zu sein, sonst würde ich mich an ihn erinnern“, ich hob amüsiert die Braue. „An mich hast du dich erinnert, Shin“, er sah mich nicht an, nestelte an seinem Tape herum. „Ach, habe ich das?“, sagte er monoton und ich schüttelte amüsiert den Kopf über ihn. Er war genau wie ich. Was wahrscheinlich der Grund war, wieso wir uns beinahe in und auswendig kannten, obwohl wir noch gar nicht lange ein Paar waren.
„Für ein Geschäftsessen sind die Herrschaften noch reichlich jung, finden Sie nicht?“, wieder dieser merkwürdige Typ. Was schlich er sich eigentlich so an?
„Ist es nicht, keine Sorge“, gab ich trocken zurück und nippte an meinem Glas Cola, welches er mir vor die Nase gesetzt hatte.
Er nahm unsere Bestellungen auf und entschuldigte sich dann wieder um gen Küche zu marschieren. Irgendwie gefiel mir sein Blick nicht. So abschätzend und musternd, durchdringend und aufdringlich, dass es wirklich unangenehm war.
Shin griff meine Hand und ich sah ihn an. „Der Typ gefällt mir nicht“, nuschelte ich und der Wundershooter zuckte mit den Schultern. „Musst ihn ja nicht heiraten“, meinte er und ich seufzte. „So war das nicht gemeint, Shintaro“, fauchte ich und er tätschelte meine Hand. „Ich weiß was du meinst“, sagte er ernst. „Die Art, wie er dich ansieht gefällt mir nicht“, demonstrativ drückte er meine Hand.
Als der Kellner unser Essen brachte fand ich unter meinem Teller einen kleinen Zettel, auf welchen ein paar Worte gekritzelt waren, sowie ein paar Zahlen.
„Ruf mich doch heute Abend mal an.“
Dann war die folgende Zahlenabfolge seine Handynummer und der Name darunter wohl seiner.
„Aoyagi Aoi“
Shintaro horchte auf, als ich ihm den Zettel vor las.
„Er ist Basketballer“, meinte er und ich glaubte eine gewisse Unruhe aus seiner Stimmlage heraushören zu können.
„Nicht gut?“, fragte ich und er schnaubte verächtlich. „Ganz und gar nicht“, brummte er und nachdem wir gegessen hatten, ich die Blicke des Kellners ertragen und weitestgehend ignoriert hatte, verließen wir das Lokal und demonstrativ legte Shin einen Arm um mich.

„Dieser junge Herr“, Shin nahm meine Hand.
„Wurde vernichtend von und geschlagen und war danach von Wut und Enttäuschung zerfressen. Er schwor Rache. Halte dich von ihm fern, Luca Donovan“, ich lehnte meinen Kopf an seiner Schulter an und atmete hörbar ein und aus.
„Was soll ich denn mit dem“, murrte ich. „Ich hab' doch dich“, fuhr ich fort und er sagte dazu nichts. Als ich zu ihm hoch sah, sah ich aber, dass seine Mundwinkel leicht nach oben zuckten.
„Ca?“, ich horchte auf. Es war selten, dass er mich bei meinem Spitznamen nannte.
„Hm?“, ich gähnte hinter vorgehaltener Hand.
„Entschuldige, dass es nicht romantisch oder so war“, er schob seine Brille zurecht und ich schnaubte amüsiert.
„Wir sind beide nicht gut darin, Shin“, meinte ich und fuhr ihm durch sein Haar.
Erst jetzt bemerkte ich, dass er heute kein Lucky Item dabei hatte und ich fragte ihn, wo er es habe. Er sagte nichts darauf.
„Du stehst auch nicht sonderlich auf Romantik, hm?“, erfragte er weiter und ich nickte zustimmend. „Hab' mit dir 'n ziemlichen Glücksgriff gelandet, Donovan“, stellte er fest und wusste gar nicht, was seine Worte für Glücksgefühle in mir auslösten. Doch ich riss mich zusammen und lauschte einfach nur seinen Worten, damit er nicht aufhörte zu sprechen. Einmal im Fluss, wollte ich ihn nicht unterbrechen. Zu gerne hörte ich ihn reden, vor allem, wenn er so etwas sagte. Auch wenn ich sonst nicht romantisch war oder so, denn darin war ich echt genau so schlecht wie er, hörte doch jedes Mädchen gern, wie sehr es gemocht wurde, oder nicht?
„Außerdem hattest du gestern Geburtstag“, ich nickte wieder. Er hatte mir nicht einmal gratuliert.
„Ich habe dir nicht gratuliert“, ach, auch schon bemerkt, Wunderkind?
Er hielt an und positionierte sich vor mir. Neben uns stand ein großer, kitschig geschmückter Weihnachtsbaum, es schneite.
Shin griff in seine Jackentasche und zog ein kleines Kästchen heraus. „Ich weiß, dass du dir nichts wünscht“, er hielt es mir unter die Nase. „Ich hab mich aber ziemlich schwer damit getan etwas auszusuchen, also dachte ich, dass das hier das Richtige ist“, ich nahm es skeptisch entgegen und packte es aus.
Zum Vorschein kam eine goldene Kette mit einem Notenschlüssel als Anhänger.
„Du magst doch Musik so gern“, erklärte er und wirkte irgendwie unbeholfen. Ich würde es wohl nie laut aussprechen, aber es sah irgendwie süß aus.
„Schau genauer hin“, befahl er mir und ich nahm den Anhänger genauer in Augenschein. Auf dem Notenschlüssel selbst waren zwei Buchstaben eingraviert.
„S L“ stand da. „Shintaro und Luca“, murmelte ich vor mich hin und sah ihn an.
Er nickte und fuhr sich durch sein Haar. „Wie gesagt. Ich bin ziemlich schlecht darin. Aber.. für meine Freundin nur das Beste“, stellte er klar und räusperte sich. Es fiel ihm sichtlich schwer diese Worte über seine Lippen zu bringen.
Ich lächelte ihn an. Er hatte das erste Mal gesagt, dass ich seine Freundin sei.
„Ach und das Lucky Item“, er kam ein wenig näher.
„Ist die mir heute liebste Person der Welt“, er nahm mein Kinn und hob es an.
„Frohe Weihnachten, Ca“, hauchte er und küsste mich.

»Ein gutes Gewissen ist ein ständiges Weihnachten.«

– Benjamin Franklin


Christmasspecial: Christmas is beautiful, isn't it?


8) Miki & Takao


Der heutige Tag schien kein Ende nehmen zu wollen, zog sich geradezu – wie ein alter, verkommener Kaugummi – in die Länge und entwendete mir sämtliche Lust und Laune diesen bis zum Ende durchzustehen. Doch konnte man im Grunde nichts anderes erwarten, wo es immerhin Heiligabend, der einzige Abend in dreihundert fünfundsechzig Tagen war, welcher in mir das unersättlich Bedürfnis auslöste, alles und jeden in unmittelbarer Nähe vollzureihern. Selten hatte ich solch ein Verlangen, doch kam ich an diesem Tag nun mal nicht drum herum ebenso zu empfinden.

Vielerlei Dinge sprachen dafür, am heutigen Tag, schlichtweg jeglichen Kontakt zur Außenwelt zu vermeiden und sich geradewegs Zuhause zu verbarrikadieren. Da wären zum einen diese unendlichen, widerlichen Gerüche die in der Luft herumschwirrten, ebenso die grellen, blendenden Lichter, die überall und nirgendwo waren, mich währenddessen beinahe erblinden ließen, des weiteren die Menschen, die sich lediglich an eben diesem Tag für Mutter Theresa verkauften und letztlich die folgenschwere, eisige Kälte, die sich durch meinen – noch immer – knapp bekleideten Körper zog und ganz heimtückisch dem Versuch nachging meine Gliedmaßen bis aufs Knochenmark zu gefrieren. All diese Gründe sprachen für meine Auffassung, Weihnachten sei der schrecklichste, existierende Feiertag. Gab es dennoch eine bestehende Tatsache, die mich umgerechnet vierhundert fünfzig Kilometer mit der Bahn, letztlich nach Akita verschlug.

»Mi-chan!«, rief der Gemeinte, welcher ganz übersehbar, Takao war.

Ich erkannte seine Silhouette lediglich grob, wobei ich jedoch keine Zweifel hatte, dass er es war, welcher am anderen Ende des Weihnachtsmarktes stand und mit zwei paar Schlittschuhen vor sich hin wedelte. Er freute sich – wortwörtlich – wie ein Kind an Weihnachten, was man seinem breiten Grinsen, welches seine Lippen umspielte, nur allzu gut ansah.
Trotz allem konnte ich seine Begeisterung absolut nicht nachvollziehen. Der Markt war schrecklich überfüllt und laut, von dem Minustemperaturen gar nicht erst angefangen. Und dennoch hopste er herum wie ein kleines Häschen, stopfte jegliche Art von Süßzeug in sich hinein, – wobei ich befürchtete, er würde womöglich noch als Dampfwalze mit mir zurück nach Tokio fahren – kaufte weiter im Kontext alles was er zu Gesicht bekam und bei besten Willen, seinen Adleraugen entging absolut nichts. Doch war ich vieles, aber mit Sicherheit kein Egoist, weshalb ich also – ihm zuliebe – mein herzlichstes Lächeln aufsetzt, ehe ich auch schon auf ihn zulief.

Mit überspannter Miene stand er an der Eisbahn und wartete ganz ungeduldig darauf, dass ich mich zu ihm gesellte, was ich – auch wenn nicht mit derselben Begeisterung wie er – letztlich tat.

»Fahren wir 'ne Runde?«, ohne mich zu Wort kommen zu lassen, drückte mir der Größere das Paar Schlittschuhe in die Hand, »Ich bin ein waschechter Profi, musst du wissen!«

Mein Blick schweifte zu dem schweren Gegenstand in meinem Arm, ehe ich wieder zu ihm auf sah. Er zwinkerte mir recht vielsagend zu, was mir um ehrlich zu sein etwas Sorgen bereitete.

»A-Also ich weiß nicht... Ich kann nicht fahren, Takao«, gab ich schweren Herzens zu und reichte  die Schlittschuhe seufzend an ihn weiter. Wobei dies noch nicht mal gelogen war. Ich verspürte zwar keine besonders große Lust zum eislaufen, jedoch konnte ich es schlichtweg nicht und um ehrlich zu sein, ich war meiner Talentlosigkeit noch nie so dankbar gewesen.

»Aber...!«, kam es außerordentlich geknickt von dem Schwarzhaarigen, »Sei doch kein Spielverderber Mi-chan... Wozu bin ich denn wohl da?«

»Dafür, meine Nerven auf die Probe zu stellen und mich im Minirock bekleidet, bei diesen Temperaturen allem voraus, durch diesen verfluchten Markt herum zu scheuchen?«

»Nun ja, auch, aber hauptsächlich bin ich heute Abend der, der den Gentleman spielt«, grinste er von einem Ohr zum anderen, wobei auch ich  leicht lächelte.

»Ach ja? Da hast du dir ja eine Menge vorgenommen, überanstreng' dich bloß nicht.«

»Sir! Yes Sir!«, so Takao, ehe er wie ein Soldat vor mir salutierte und Richtung Eisbahn davonstampfte. Die erheiterten Blicke der Passanten überging ich geflissentlich und hing mich letzten Endes feixend an ihn heran.

* * *

»Vorsichtig...«, murmelte er geduldig, nahm meine unterkühlten Hände in seine größeren, welche mit Handschuhen bekleidetet waren. Er drückte leicht zu, darauf bedacht, dass ich auch ja keinen Abflug auf das harte Eis machte, sollte ich die Balance verlieren. Des Weiteren schien er äußerst konzentriert sobald wir die Fläche betraten und ließ für keine Sekunde meine Hände los. Er stand mit dem Gesicht zu mir und glitt – zugegebenermaßen – recht professionell rücklings über das Eis.

»Du fährst wirklich gut«, nuschelte ich allem Anschein nach angetan, erntete daraufhin lediglich einen erstaunten Blick seitens Takao. Das schien er offensichtlich auch ohne meine unnötige Bemerkung diesbezüglich zu wissen, weshalb ich etwas peinlich berührt – ebenso wie er es tat – meine wackeligen Beine ausführlich beäugte.

»Danke...«, murmelte er, wobei ich nur undeutlich seine leicht erröteten Wangen erkannte – eine Tatsache, die mich amüsiert auflachen ließ.

»Hör schon auf zu lachen!«, empörte er sich vollkommen geniert, zog mir daraufhin meine Mütze über mein Gesicht, sodass ich nichts sehend und vor allem ohne seinen nötigen Halt, den Boden unter den Füßen verlor.

»Takao du Idiot!«

* * *

»Wie oft soll ich mich denn noch entschuldigen Mi-chan?«, wollte Takao, nach der gefühlten, hundertsten Entschuldigung von mir wissen.

»Sooft bis das Ganze nur noch halb so peinlich ist.«

Also nie.

Wir beide stießen zeitgleich einen verzweifelten Seufzer aus, woraufhin ich mich letztlich von der Parkbank erhob und an ihn wendete.
Er schien dies allerdings überhaupt nicht zu realisieren, war eher vollkommen in seine Gedanken versunken und starrte mit recht schwermütiger Miene, Ozonlöscher in die Luft.

»Takao?«, hakte ich nach, legte ihm dabei, mit zusammengezogenen Augenbrauen, meine Hand auf die Schulter. Diese Aktion hatte dieser wohl nicht vorausgesehen und zuckte erschrocken auf.

»Takao, was hast du...?«

»Ah, also... ich bin nur ein wenig besorgt, dass dir dein Geschenk nicht gefällt«, sagte er mit hektischem Unterton.

Es war nicht allzu schwer zu erkennen, dass die letzten Worte seinerseits geflunkert waren. Doch ging ich nicht weiter darauf ein.

»Mein Geschenk?«, fragte ich daher wissbegierig, »Was ist es denn?«

»A-Ah, ähm Moment...!«, hastig kramte er in seiner Jackentasche herum, zog nach einigen Sekunden, schlussendlich ein kleines, ansehnlich verpacktes Präsent hervor.

Er drückte es mir mit erwartungsvoller Mimik in die Hand, womöglich darauf wartend, meinen Gesichtsausdruck zu sehen, sobald ich es auspackte. Und ich wollte ihn gänzlich selbstredend nicht warten lassen – was nicht an meiner Neugier hing – und riss das Geschenkpaper recht grob auf.

»Oh...«, murmelte ich, als ich den Inhalt des Päckchens erblickte, woraufhin Takao etwas hilflos zu mir aufsah.

»Gefällt es dir nicht?«, fragte er reichlich enttäuscht, wobei ich ihn verblüfft anblickte.

»Machst du Witze? Du hättest mir nichts schöneres schenken können. Vielen Dank Takao!«

Ich zog die Karte, für das Finale der Nationalbasketballmeisterschaft heraus und wedelte mir mit dieser wunschlos glücklich die kalte Winterluft zu.

»Aber das war nicht deine eigentlich Sorge, richtig?«

Als hätte ich während eines Verhörs, eine bedeutsamen Information aus ihm herausquetschen können, sah er schluckend und mit geweiteten, blau-grauen Augen auf. Um seine Nervosität jedoch zu vertuschen, fing er plötzlich an zu lachen und winkte meine Frage ausschließlich ab.

»Ach was, mich dich nicht lächerlich.«

Allerdings ging ich erst gar nicht auf seine Schwindelei ein, verschränkte aufgrund dessen die Arme vor der Brust und war ihm einen bitterernsten Blick zu.

»Willst du gleich damit rausrücken oder muss ich es erst aus dir herauskitzeln?«, meinte ich angriffslustig, machte, um meine Aussage zu verstärken, einen Schritt auf ihn zu und hob währenddessen offensiv die Hände.

»Ist gut, ist gut! Ich rück' ja schon raus mit der Sprache...«, seufzte Takao und redete letztendlich darauf los.

* * *

Nach einem ausgiebigen Gespräch bezüglich seiner Sorgen, trat eine bedrückende Stille zwischen uns beiden ein, ehe mein lautstarkes Gelächter dieses brach.
Er jedoch, sah mich lediglich eingeschnappt an.

»Und deshalb, hast du dir Sorgen gemacht?! Hahaha, ich kann nicht mehr!«, vor lauter Lachen, begann ich mich beinahe auf der Parkbank zu wälzen.

»Mach dich nicht darüber lustig...!«

»Tut mir Leid, aber es ist wirklich niedlich, dass du mich dazu bringen wolltest Weihnachten zu mögen. Das hat bisher noch keiner versucht.«

»Und, hat es denn wenigstens funktioniert?«

»Na ja, zugegeben... es war nur halb so schlimm wie letztes Jahr.«

»Das ist... ein Anfang, schätze ich.«

»Ein Weihnachten von vielen...hoffentlich«, meinte ich und erhob mich.

»Ja, hoffentlich«, auch wenn ich sein Gesicht nicht sah, konnte ich mit Bestimmtheit sagen, dass er wiedermal sein typisches Grinsen trug.

»Also dann! Wir sollten so langsam zum Bahnhof, ansonsten verpassen wir noch die letzte Bahn nach Tokio«, sagte ich und nachdem ich mich ausgiebig gestreckt hatte, hielt ich ihm meine Hand hin, welche er unter einem kleinen Schmunzeln ergriff und sich an dieser wieder auf die Beine zog.

»Sag mal, Mi-chan, du hast mir noch gar nicht mein Geschenk gegeben.«

»Ah tut mir Leid, Atsushi hat...es aufgegessen«, meinte ich wahrheitsgemäß, da sich genannter Riese unerlaubt an den selbstgebackenen Keksen bedient hatte.

»Oh, verstehe... Allerdings verlange ich eine Entschädigung, ich hoffe das bist du dir bewusst!«

»Entschädigung, was meinst– mhh!«, ehe ich meinen Satz auch nur vollenden konnte, drückte Takao bereits seine Lippen auf die meinen und grinste dabei ganz unverkennbar in den plötzlichen Kuss hinein. Wobei ich sichtlich entgeistert, beinahe wie versteinert auf der Stelle stehen blieb.

»Ist Weihnachten nicht schön?«, fragte er noch lachend, bevor er mir seinen Schal umband, mit dem Ziel, dass niemand außer er mein hochrotes Gesicht sehen konnte, woraufhin ich ein undeutliches „Idiot“ in diesen hinein murmelte.


9) Kagami x Anzu

Ich bin Kagami wirklich mehr als dankbar das er mir geholfen hat die Kisten mitzubringen! Wobei Yin immer alles weggemacht hat… „Hast du was, Anzu?“, fragt Kagami mich leicht besorgt und legt mir seinen Arm um die Schulter.
„Ich finde es schade das Yin-chan immer wieder die Helden weggemacht hat…“, antworte ich ehrlich und mit einem Schmollmund.
Kagami gibt mir einen Kuss. Ich müsste es schon gewohnt sein aber dennoch laufe ich knallrot an und verstecke mein Gesicht hinter meinen Händen.
Der große fängt leicht an zu lachen und meint dann „Dafür dass wir jetzt schon seit längerem zusammen sind benimmst du dich wie ein kleines Kind.“
Grinsend packe ich seinen Kragen und gebe ihm einen Kuss. Jetzt wird er leicht rot. Kichernd gehe ich weiter, nur noch die Laternen beleuchten den verschneiten Weg. Kagami hat mich schnell wieder eingeholt und ergreift meine Hand, meine Wangen färben sich leicht rot und ich drücke seine Hand. In meinen Gedanken macht immer wieder derselbe die Runde: Mein Hulk…
„Ich habe deine Lieblingskekse mit.“, unterbricht Kagami die Stille.
Mit Glitzeraugen schaue ich zu ihm hoch und mein Gesicht ziert ein riesiges Grinsen. Dann werfe ich mich ihm um den Hals, was zur Folge hat das wir im Schnee landen. Dennoch knuddle ich ihn unbeirrter Dinge weiter.
Lächelnd steht er mit mir auf dem Arm auf und fragt mich dann mit einem leichten Rotschimmer auf den Wangen „Soll ich dich weiter tragen?“
Mein Gesicht gleicht den Haaren von meinem Freund. Aber ich nicke dennoch.
Während er mich trägt lehne ich meinen Kopf an seine Brust und inhaliere seinen Geruch förmlich.
Als wir im Hotel ankommen werden wir ziemlich witzig angeschaut. Dennoch sagte niemand etwas dazu.
Im Zimmer angekommen setzt mich Kagami auf das Bett und zieht dann seine Jacke und seine Schuhe aus. Auch ich hänge meine Winterjacke auf und schlüpfe aus meinen Schuhen. Leicht tänzelnd gehe ich zu meinem Koffer und hole daraus meinen Schlafanzug. Er besteht aus einem grünen T-Shirt und einer lila Hose. Auf dem T-Shirt steht: Keep calm and love Hulk. Grinsend, da mich dieser Spruch immer an meinen Freund erinnert, umziehend, fällt mir ein das Kagami ja auch noch im Raum ist. Sofort werde ich knallrot, dennoch weiter umziehend, spüre ich den Blick meines Freundes auf mir. Dann fällt mir etwas wichtiges ein. Sein Geschenk!
Aufgeregt laufe ich wieder zum Koffer und hole daraus eine schön verzierte Box.
Mit leicht geröteten Wangen gehe ich mit der Box auf den verwirrten Basketballspieler zu und drücke ihm die Box in seine Hände.
Sein Gesicht ziert eine leichte Röte, dann macht er die Box behutsam auf und fängt an zu strahlen, er schließt mich in seine Arme und nuschelt in meine Haare „Danke. Ein besseres Geschenk könnte ich mir nicht wünschen.“
Grinsend schaue ich ihm ins Gesicht und frage dann „Hast du denn auch die Gutscheine angeschaut?“
Verwundert hebt er eine Augenbraue „Gutscheine?“
Mein Gesicht wird wieder rot als ich ihm das kleine Heftchen mit den Herzen hinhalte.
Mit ebenfalls roten Wangen blättert er in dem Heftchen herum und fängt an leicht zu lächeln.
In diesem Gutscheinheft steht sowas wie das ich ihn für einen Tag nicht mit Helden oder Schurken nerve, das er einen Film aussuchen kann und ich kein Kommentar dazu abgebe und so weiter.
Dann gibt er mir einen Kuss und haucht gegen meine Lippen „Du bist echt niedlich, weißt du das?“
Ich werde rot und grinse ihn dennoch an „Ja, das weiß ich.“
Leicht kichert er und geht dann zu seinem Rucksack. Ich versuche ihm über die Schulter zu schauen was mir jedoch nicht so ganz gelingt, dann habe ich auch schon eine kleine Tüte in der Hand, neugierig mache ich sie auf und sehe einen Schokoladenhulk und ein Kuschelhulk. Mit Glitzeraugen hole ich sofort den Hulk raus und drücke ihn an mich, schnell laufe ich wieder zu meinem Koffer und klebe ein Bild von dem Gesicht meines Freundes auf das Gesicht meines neuen Kuschelhulks. Stolz drehe ich mich zu meinem Freund um und halte ihm das Kuscheltier entgegen, dieser legt den Kopf schief „Jetzt habe ich immer jemanden zum Kuscheln!“, erkläre ich strahlend und gebe dem rothaarigen dann noch einen Kuss.
Er wird leicht rot und den restlichen Abend saßen wir aneinander gekuschelt vor dem Fernseher und machten einen Hulk-Marathon da ich darum gebettelt hatte. Während des Films schlief ich dann an der Brust meines Freundes, mit einem Lächeln, ein. Das letzte an das ich mich erinnere ich das mich der Größere hochhob, ins Bett legte und dann neben mir einschlief.

10) Kira x Himuro

Nach der kleinen Feier verließen Tatsuya und ich das Haus. Er würde Weihnachten bei uns feiern, nachdem seine Eltern nicht in Japan weilten. Außerdem hatten meine Eltern noch die Zwillinge und ihre Eltern von nebenan eingeladen. Je mehr Gäste, desto besser – so war ihr Motto dieses Jahr gewesen. Oder sie wollten sich einfach weiterhin mit den Nachbarn gut stellen.
Meine Finger waren in kürzester Zeit wieder kalt geworden und ich rieb meine Handflächen aneinander, um sie wieder etwas zu wärmen. Meine Handschuhe waren in meiner Handtasche verstaut, allerdings war ich zu faul, um sie hervorzuholen.
Mit bereits klammen Fingern zog ich meine Mütze noch weiter über die Ohren, damit zumindest diese warm blieben. Auch meinen Schal wickelte ich mir fester um den Hals.
Tatsuya beobachtete mich belustigt und nahm meine linke Hand in seine rechte. Seine Finger waren angenehm warm und ein Kribbeln zog sich durch meine Hand. Die andere Hand steckte ich in meine Jackentasche, damit sie ebenfalls wieder wärmer wurde.
„Warum haben wir noch einmal versprochen, Kizu-chan morgen beim Aufräumen zu helfen, wenn sie es nicht schafft?“, fragte ich ihn und er zog als Antwort eine Augenbraue hoch.
„Also, erstens möchte ich klar stellen, dass du versprochen hast zu helfen, nicht ich. Ich war ja eher dagegen. Und zweitens bist du einfach zu nett“, erwiderte er und beugte sich zu mir, um mir einen Kuss auf die Wange zu geben.
Ich schob schmollend die Unterlippe vor und drehte den Kopf von ihm weg. „Du sagst das so, als wäre es etwas schlimmes“, murmelte ich.
Tatsuya lachte leise und ließ meine Hand los. Stattdessen legte er seinen Arm um mich und zog mich näher an sich heran. Er brachte seine Lippen nah an mein Ohr und flüsterte: „Ist es nicht. Im Gegenteil, ich finde dich toll, so wie du bist.“
Unwillkürlich kräuselten sich meine Lippen und ich musste lächeln. Ich konnte in seiner Gegenwart einfach nicht lange schmollen. Er schaffte es immer wieder, mich aufzuheitern und mich dazu bringen, ihm zu verzeihen.
Ich stieß ihm sanft den Ellbogen in die Seite und lehnte mich dann gegen ihn. „Schleimer“, murmelte ich, um seine Aussage zu kommentieren.
„Nur die Wahrheit“, erwiderte er mit einem breiten Grinsen.
Mit einem Lächeln drehte ich den Kopf und küsste ihn sanft auf die Wange. „Wir sollten uns beeilen, die Zwillinge warten sicher schon“, sagte ich schließlich, nachdem ich einen kurzen Blick auf die Uhr geworfen hatte.
„Ich denke eher, dass uns deine Eltern sehnsüchtig erwarten. Die beiden Wirbelwinde werden sie ganz schön auf Trab halten und sie sind froh, wenn wir ihnen die Arbeit abnehmen“, gab Tatsuya zurück und sprach damit wohl die Wahrheit aus.
„Tja, sie hätten sie ja nicht einladen müssen“, murmelte ich und schielte hoch zum Himmel. Zum Glück lag mein Haus nicht so weit entfernt von Kizu-chans, dass wir eventuell erfrieren könnten. Oder besser gesagt, dass ich erfrieren könnte. Tatsuya war einer dieser Kerle, die selbst im Winter im T-Shirt herumlaufen konnten und dabei nicht einmal krank wurden.

„Kira, Tatsuya!“ Kaum waren wir in den Flur getreten, kamen auch schon die Zwillinge angelaufen. Sie hängten sich links und rechts an Tatsuyas Beine. „Was habt ihr denn so lange gebraucht? Wir durften den Baum nicht anrühren, solange ihr noch nicht da wart.“ Der leise Vorwurf war nicht zu überhören. „Und jetzt wollen wir schmücken und zwar sofort!“ Das Kommando war eindeutig und ich musste unwillkürlich lachen.
„Wenn ihr ihn loslasst, dann kommen wir gleich mit“, versprach ich und die Zwillinge ließen Tatsuyas Beine los. Danach liefen sie sofort ins Wohnzimmer.
Die nächste halbe Stunde verbrachte ich damit, den Christbaumschmuck, den die Zwillinge aufhängten, vor dem Absturz und Bruch zu bewahren, während Tatsuya dafür zuständig war, sie hochzuheben, damit sie auch an die Spitze kamen.
„Ich will den Stern anbringen!“ „Nein, das mache ich!“ Die Zwillinge führten eine hitzige Diskussion darüber, wer den Stern am Wipfel anbringen durfte.
Tief durchatmend saß ich auf unserer Couch und beobachtete die beiden, die immer heftiger an dem Stern rissen, der eigentlich die Spitze des Baums schmücken sollte. Tatsuya stand vor ihnen und hob beruhigend die Hände.
„Ich hatte ihn als Erste“, erklärte Mimiko trotzig und entriss ihrer Schwester den Stern, um ihn dann trotzig an die Brust zu pressen.
Hilfesuchend sah Tatsuya mich an, worauf ich von der Couch rutschte und mich vor die Zwillinge hinkniete. „Wie wär’s, wenn wir ihn zusammenanbringen?“, schlug ich mit einem Lächeln vor. „Ich hebe dich hoch und Tatsuya deine Schwester und ihr bringt ihn zusammen an.“
„Einverstanden, wenn er mich hochhebt“, kommandierte Mimiko. Belustigt hob ich die Augenbrauen über die Verhandlungstaktik. „Na schön“, sagte ich, um weitere Diskussionen zu vermeiden und deutete Tatsuya, sie hochzuheben. Ich selbst schnappte mir Akako, die schon den Tränen nahe gewesen war und hob sie hoch. Gemeinsam brachten die Zwillinge den Stern an und der Weihnachtsfrieden war wieder hergestellt.

Einige Stunden später, nach der Bescherung und dem Essen, hatte ich die Zwillinge ins Bett – sie würden bei uns schlafen – gebracht und ging zurück in mein Zimmer. Die Balkontür stand offen. Ich wickelte mit schnell einen Schal um den Hals und zog eine Jacke an, sowie Schuhe, bevor ich mich zu Tatsuya gesellte, der mir einen Becher Punsch in die Hand drückte.
„Schlafen sie endlich?“, fragte er leise.
Ich nickte und schloss die Finger fest um den Becher, um meine Hände zu wärmen. „Und ich dachte schon, die haben unendlich Energie“, murmelte ich und blies mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht, bevor ich einen Schluck von meinem Punsch nahm.
Tatsuya lachte und neigte den Kopf leicht zur Seite. Er stellte seinen Becher zur Seite und legte von hinten die Arme um mich. Sanft stützte er seinen Kopf auf meiner Schulter ab. „Jetzt haben wir aber Zeit für uns“, flüsterte er und ein Lächeln schlich sich auf meine Lippen.
„Stimmt“, erwiderte ich leise und lehnte mich gemütlich gegen ihn. So verharrten wir eine Weile und blickten nur in den Himmel, der uns heute ausnahmsweise eine klare Nacht präsentierte. Wie lange wir da standen, war mir nicht wirklich bewusst, wir rührten uns erst wieder als eine Sternschnuppe vor unseren Augen über den Himmel flog.
„Wünsch dir was“, flüsterte Tatsuya und ich schloss sofort meine Augen. In Gedanken formulierte ich meinen Wunsch, der eigentlich aus mehreren Wünschen bestand. Vermutlich strapazierte ich gerade mein Glück…
„Was hast du dir gewünscht?“ Ich öffnete die Augen wieder und drehte den Kopf so, dass ich Tatsuya ansehen konnte. „Das verrät man nicht“, ermahnte ich ihn lächelnd „Sonst geht es nicht in Erfüllung.“
Mit einem Grinsen lehnte Tatsuya seine Stirn gegen meine. „Ich glaube, dass man auch selbst für sein Glück verantwortlich ist, nicht nur eine Sternschnuppe“, erwiderte er.
„Was hast du dir denn gewünscht?“, wollte ich neugierig wissen und zielt damit auch etwas darauf ab, dass er seine vorige Frage vergaß.
Tatsuya zog eine Augenbraue hoch und grinste noch breiter. „War ja klar, ich muss meinen Wunsch erzählen, aber du nicht deinen?“, neckte er mich und drückte mir einen raschen Kuss auf die Lippen. „Aber gut, ich mache kein Geheimnis daraus.“ Er legte seine Arme noch fester um mich und warf kurz einen Blick in Richtung Himmel, als warte er auf eine weitere Sternschnuppe. Schließlich sah er mir fest in die Augen. „Ich habe mir weitere Weihnachtsfeste mit dir gewünscht.“
Überrascht sah ich ihn an und meine Gedanken mussten den Satz erst einmal ordnen. „Du meinst, dass…“, begann ich. „… ich noch einige viele Jahre mit dir verbringen will“, vollendete Tatsuya lächelnd meinen Satz.
Ich muss ihn wohl etwas verdattert angeblickt haben, denn er begann zu lachen. „Ich werte das als freudige Überraschung. Frohe Weihnachten, Kira“, fügte er nur hinzu und verschloss meine Lippen mit einem Kuss.
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