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Im Schatten einer Generation von Wundern

von lenne87
MitmachgeschichteAllgemein / P12 / Gen
17.11.2014
11.08.2015
27
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17.11.2014 10.861
 
Montag 1.April 2014

Man die Schule hatte noch nicht einmal angefangen und ich musste schon verschlafen, schlimmer ging es nun wirklich nicht mehr. Gestern Abend hatte ich noch versucht zu gucken, wie ich mich am besten vorstellen könnte, doch da es mir nicht gelingen wollte, kam ich zu spät ins Bett und jetzt stand ich hier vor dem Spiegel, meine Haare total zerzaust, dunkle Ringe unter den Augen und mein Blick verriet mehr als 'Ich bin müde'. Natürlich gab es da auch wieder diese gewisse Kälte, welche ich nicht leiden konnte, doch ändern konnte ich es sowieso nicht. Schnell rannte ich ins Bad. Dort streifte ich mir meine Sachen über den Körper und ging ganz schnell duschen. Da dies relativ schnell ging und meine Haare schnell trocknen würden, musste ich sie nicht föhnen, sodass ich nicht so viel Zeit beanspruchte. Das Zähne putzen dauerte halt genauso lang wie immer, doch als ich das Bad verließ, riss ich die Tür viel zu stark auf. Folglich dessen knallte sie mir an den Kopf. So ein Mist aber auch. Da das Bad gegenüber meinem Zimmer lag, blieb ich kurz stehen. „Vater, könntest du mir bitte schnell einen Apfel, eine Mandarine, Weintrauben und eine Flasche Wasser auf den Tisch stellen, ich muss mich jetzt beeilen.“, rief ich die Treppe runter, in der Hoffnung, dass mein Vater mich hörte. „Schrei hier nicht so herum Amaya!“, brüllte meine Mutter aus dem Schlafzimmer. Ups, die hatte ja heute frei, naja egal. „Mach was du willst, mir doch egal!“, brüllte ich lauthals zurück und ging wieder in mein Zimmer. Genau aus diesem Grund konnte ich sie nicht leiden, wir waren zu verschieden.

Da ich die Schuluniform schon anhatte, schaute ich kurz in den Spiegel. Naja, ich hasste Röcke und so was, aber daraus konnte man wenigstens etwas machen. Diesen komischen Kragen band ich komplett ab, die Ärmel schob ich nach oben, sodass sie nur noch bis zum Ellenbogen gingen. An meinem rechten Arm band ich mir sieben Armbänder um, hauptsächlich schwarz-weiße. An das linke kamen sechs, jeweils zwei von den Farben dunkelblau, lila und hellblau. Statt diesem Kragen band ich mir ein dunkelrotes Tuch um den Hals. Unter den Rock zog ich mir noch eine schwarze Leggins mit Löchern an, strich die hohen Strümpfe nach unten und betrachtete mich noch einmal im Spiegel. Schnell schnappte ich mir noch meine Haarspange, welche ich mir in die Haare machte und meine Schultasche, ehe ich die Treppen runter hechtete um in die Schule zu kommen. Ich polterte geradezu die Treppe runter, weswegen schon wieder ein dummer Spruch von meiner Mutter kam: „Kannst du nicht einmal leise sein? Von wem hast du dass denn nur?“, schrie sie wieder runter. „Na hoffentlich nicht von dir, du alte Ziege.“, schrie ich sie auch an und verdrehte dabei dir Augen. Mein Vater, welcher gerade in der Küche stand lachte nur leicht und schüttelte den Kopf. „Ihr Beide seit unverbesserlich.“ Mehr sagte er nicht dazu. „Hey, sag mir jetzt bloß nicht, dass ich genauso wie die alte Schreckschraube bin.“, schmollte ich leicht. „Aber aber, wer wird denn hier gleich beleidigt sein?“, lachte er mal wieder und strich mit einer Hand über meine Haare. „Man Dad, jetzt hast du meine Haare wieder durcheinander gebracht.“, zeterte ich herum, was er nur mit einem Lächeln zu Kenntnis nahm. „Soll ich dich mit Auto fahren?“, fragte er, doch ich schüttelte den Kopf. „Nein danke Dad, ich fahre mit Skateboard.“, rief ich noch ganz schnell, ehe ich sofort aus dem Haus verschwand und hinter in unsere kleine Garage ging. Dort standen Fahrräder und Gartengeräte, sowie lauter Basket-, Fuß-, Volley- und Tischtennisbälle lagen. Außerdem standen dort zwei Skateboards. Eins von meinem großen Bruder und das andere von mir. Ich schnappte mit meins und machte mich sofort auf den Weg zur Schule.

Das Fahren an sich war kein Problem für mich, doch in der Stadt wimmelte es ja nur so von Leuten, welche aufgeregt und ziemlich hektisch durch die Straßen liefen. Man, die sollten alle dringend Beruhigungspillen oder Aspirin nehmen, dann wären die auch ein bisschen ruhiger. Die meisten gingen mir aus dem Weg, anderen musste ich aus dem Weg gehen, doch so kam ich relativ schnell vorwärts. Es war ein bisschen lustig, wie die alle da so herumliefen, mit ziemlich gestressten Gesichtern und alle im Höchsttempo. Naja, konnte man eben nicht ändern. Da war es, schon wieder. Ich hatte die verdammte Angewohnheit immer so ein 'Kann man eben nicht ändern' oder 'Naja' zu sagen. Ich wusste ja nicht einmal warum. Vielleicht war es, dass ich extrem gleichgültig bin, doch das ist jetzt nicht weiter wichtig. Jedenfalls sah ich schon von weitem Mädchen und Jungen in ihren Uniformen. Natürlich trugen sie diese Uniform wie jeder andere, doch ich war da ein bisschen eigen, da ich Röcke oder so was sowieso nicht leiden konnte. Beim vorbei fahren wurde ich manchmal komisch angeguckt, was auf die Dauer ziemlich nervte.

Schnell machte ich mich auf den Weg zur Turnhalle, da ja heute diese Einführungszeremonie war und ich es total vergessen hatte. Zum Glück stand meine Klasse noch vor der Halle, sodass ich mich unbemerkt anschließen konnte. Heute war auch alles so komisch und verwirrend. In der Halle herrschte Unruhe. Überall standen Schüler und Lehrer, die meisten wussten nicht einmal wo sie jetzt hin sollten, also beschloss ich einfach hier bei meiner Klasse zu bleiben und zu versuchen nicht verloren zu gehen, doch dieser Plan schien sich gerade in Luft aufzulösen, denn als ich mich umsah bemerkte ich, dass alle weg waren. Toll. Da ich natürlich nicht wusste, wo ich hin sollte, irrte ich durch die gesamte Turnhalle in der Hoffnung, dass irgendwas an den Stühlen stand und Tatsache, ich fand meine Klasse dann doch noch in den vordersten Reihen.

Als dann doch meinen Platz gefunden und dem Direktor zugehört hatten durften alle gehen, außer meine Klasse. „Entschuldigt das ich euch noch dar behalte, aber ich würde die Formalitäten gleich heute klären. Wenn ihr so freundlich sein würdet und schon einmal in die Klasse gehen würdet, ich komme gleich nach.“, sprach unser Klassenlehrer hektisch und verschwand kurz nachdem er und das Zimmer gesagt hatte. Nun hieß es ab in die Hölle, doch zuvor wollte ich noch kurz weg, also ging ich ohne die Gruppe weiter.

Gerade noch pünktlich kam ich im Klassenraum meiner neuen Klasse an. Überall tuschelten die Leute und ich konnte noch so etwas wie 'Die fühlt sich wohl ganz cool' heraushören und das versetzte mir einen Schlag. Nur weil ich nicht so wie alle anderen war, war ich jetzt nun eingebildet oder was? Frechheit. Diese Leute sind schon genauso wie meine Mutter und die konnte ich auf den Tod nicht leiden. Immer musste sie an sich selbst denken und dabei alle im Stich lassen, doch sobald sie mal Hilfe brauchte, erwartete sie, dass man ihr half, doch ich hatte keine Lust mehr auf ihre Spielchen. Wie konnte so etwas nur Mutter geworden sein? Genervt verdrehte ich die Augen, da mich alle Schüler anstarrten, doch ich blickte nur gelangweilt durch die Klasse. In der letzten Reihe war noch ein Platz frei, also setzte ich mich dahin, ehe ihn mir noch jemand wegschnappen konnte.

„Du sitzt auf meinem Platz“, herrschte mich eine Stimme von der Seite an. Es war ein Mädchen aus unserer Klasse. Blondes, gelocktes Haar und kiloweise Schminke im Gesicht. Allem Anschein machte sie hier gerade einen auf Oberzicke, doch was sie konnte, konnte ich auch. „Steht hier irgendwo dein Name drauf du Schminktussi?“, fragte ich arrogant nach und lächelte sie mit schief gelegtem Kopf an. Die ganze Klasse zog scharf die Luft ein. „Was hast du gesagt?“, presste sie nur ihre Zähne hervor, darauf beachtet nicht gleich auf mich loszugehen. „Hast mich schon richtig verstanden“, provozierte ich sie noch mehr. Man konnte sehen, wie sich ihre Muskeln anspannten, wahrscheinlich würde sie gleich auf mich losgehen. „So redet niemand mit mir, verstanden? Erst recht keine Mädchen die meinen, sie seien etwas besseres, doch das bist du nicht“, zischte laut. „Echt? Na dann wurde es ja mal Zeit. Du meinst, dann dürftest du mit niemandem reden, weil du hier diejenige bist, die sich für etwas besseres hält und mich gleich anspringt, nur weil ich mich auf einen Platz gesetzt habe der frei war“, lachte ich lauthals los und schaute sie gelangweilt an. Genervt drehte sie sich um und stolzierte davon, direkt raus aus der Klasse. Kurz konnte ich leises Gemurmel hören, ehe einige anfingen zu lachen. Was hatten die denn alle?

„Das war gut. Die hat sich vorhin schon so daneben benommen und niemand traute sich etwas zu sagen, danke“, kamen zwei Mädchen auf mich zu und ich wurde nur rot. Normalerweise bekam ich keine Aufmerksamkeit oder sonstiges, weil alle Angst vor mir hatten. Außerdem hatte ich der doch nur meine Meinung gesagt, eigentlich so wie immer. Vielleicht habe ich das Argumentieren wegen meiner Mutter gelernt. Himmel sei dank, sie war also doch zu etwas gut. „Danke“, gab ich kleinlaut zurück, während ich aus dem Fenster starrte.Von hier konnte man gut den ganzen Schulhof überblicken und der war riesig. Unten tummelten sich noch einige Schüler, also konnte ich daraus schließen, dass es noch ein wenig dauerte bis unser Lehrer zurück kam. Langsam beugte ich mich runter zu meiner Schultasche und kramte einen Block, ein Notizbuch und meine Stifte hervor, welche ich dann an den Rand meines Tisches packte. Mein Notizbuch ließ ich vor mir liegen und holte einen Bleistift heraus. Schnell schlug ich mein Buch auf und blätterte eine neue Seite auf. 'Ausdauer, Sprungkraft, Schnelligkeit, Ballgefühl', schrieb ich schnell auf, bevor ich es wieder zumachte und mich an den Stuhl ablehnte. Nun, da Kaoru mich nicht mehr mit ihrem Höllentraining umbrachte musste ich mir ja schließlich etwas neues einfallen lassen. Man, ich vermisste sie alle jetzt schon und wir waren noch nicht lange getrennt. „So, setzt euch bitte alle, ich würde gern mit den Formalitäten anfangen und euch eure Stundenpläne geben, sowie euch bitten euch vorzustellen.“, begann der Lehrer, welcher nun auf einmal an der Tafel stand. Er erklärte uns einige Sachen, ehe er uns die Stundenpläne gab und uns bat nacheinander aufzustehen und unseren Namen zu nennen, langweilig. Die Schminktussi war gleich als erstes dran. „Hallo, ich heiße Mizuki Noya.“, stellte sie sich total arrogant vor und warf ihre Haare zurück. Ich sah's jetzt schon kommen, wir würden nie im Leben gute Freunde sein.

Als letztes war ich an der Reihe, doch dies war mir ganz recht. „Hey, Amaya Hoshi.“, begrüßte ich alle schlicht und hob, um es zu unterstreichen meine linke Hand, ehe ich mich wieder hinsetzte und von Mizuki fast erdolcht wurde. Ein Glück fiel ich nicht sofort tot um, wenn man es machte, denn sonst wäre ich schon allein heute 20 mal von dieser Möchtegern Barbie getötet worden und wir kannten uns vielleicht gerade mal 30 Minuten. Schon erstaunlich, wie ich es schaffte gleich meine erste 'Freundin' auf dieser Schule zu kriegen und das auch noch nach 40 Minuten. Sanft stützte ich meinen Kopf auf meine rechte Hand und schaute dem Lehrer gelangweilt zu, während er etwas zum Thema 'Verhalten' oder so erklärte. Es war hier ja wie im Kindergarten. Kinder, die sich nicht zu benehmen wussten, diese Zicken, die man schon aus den Kindergartenzeiten kannte und dann auch noch diese Lehrer, die einem stundenlang einen Vortrag über etwas hielten, was man schon längst wusste.

Da ich diese Einführungszeremonie leider nicht verpasst hatte, und ich trotzdem zu spät aufgestanden war, musste ich mir diesen Vortrag zum Glück nicht nochmal anhören und damit war auch schon Schluss für heute. Nachdem er endete, rannte ich schnell nach draußen, um mit mein Skateboard zu schnappen und nach hause zu fahren, doch daraus wurde nichts, denn ich wurde aufgehalten. „Wo willst du denn hin?“, hörte ich schon wieder diese arrogante Stimme hinter mir und drehte mich langsam um. „Na ganz schnell von hier weg, damit ich nicht mehr so von dir genervt werde.“ Bei diesem Satz lachte ich und mein Blick war allem Anschein nach kalt, wenn nicht sogar eiskalt, denn sämtliche Schüler gingen im großen Bogen an mir vorbei. Mizuki klappte ihren Mund auf, wahrscheinlich um wieder einen dummen Spruch loszulassen, doch schnell schloss sie ihn wieder. Gehässig lachte ich und drehte mich um, um endlich aus diesem Irrenhaus zu verschwinden. Ohne das sie noch etwas sagen konnte, fuhr ich weg, einfach nur noch nach hause. Hoffentlich würde meine Mutter nicht da sein, denn die konnte ich gerade am wenigsten gebrauchen.

Leider wurde meine Bitte nicht erhört. Gleich als ich nach hause kam, stand meine Mutter in der Küche und wartete auf mich. „So mein liebes Fräulein, ab jetzt wirst du aufhören so frech zu sein, sonst muss ich strenger werden.“, warf sie mir mit einem wütendem Blick vor. „Du? Du! Das ich nicht lache. Jahrelang hast du dich nicht um mich gekümmert, dich immer nur um dich selbst gesorgt und jetzt willst du damit ankommen für mich zu sorgen oder was? Weißt du, so dumm bin ich nun auch wieder nicht. Ich kann auch ohne dich leben, nur so, damit das klar ist. Ich brauche dich nicht, denn ich bin schon immer ohne dich klargekommen, aber weißt du was. Ich habe heute jemanden kennengelernt, der ist mindestens genauso schlimm wie du, wenn nicht sogar schlimmer, wenn das geht. Allerdings glaube ich, dass ihr beide euch blendend verstehen würdet, so von einem Kotzbrocken zum anderem.“, beendete ich wütend meinen Vortrag und rannte nach oben. Ich konnte es einfach nicht fassen, dass sie jetzt, wo ich sie nicht mehr brauchte anfing sich Sorgen um mich zu machen. Ich mein, die ganzen Jahre war sie nicht da und dann so etwas.

Wütend riss ich die Tür laut auf, nur um sie wenige Sekunden später wieder kräftig zuzuschleudern. Meine Schultasche schmiss ich einfach in eine Ecke und packte mich auf mein Bett. Man war ich müde und dann auch noch die Nervensäge. Kurz überlegte ich, ob ich nicht vielleicht einem der Mädels schreiben sollte, doch ich tat es nicht. Wie dumm würde das denn jetzt kommen, wo wir uns doch erst letztens gesehen haben? Genau, ganz dumm. Ich wollte ihnen nicht zeigen, dass ich sehr anhänglich war, also tat ich es auch nicht. Stattdessen stand ich kurz auf und nahm mir meinen Basketball in die Hand, versuchte ihn auf einem Finger zu drehen, doch das war irgendwie schwer, weswegen ich es kaum hinbekam. Warum musste das Ganze auch so unheimlich kompliziert sein? Wie gern würde ich jetzt bei meinen Freunden sein und mit ihnen Basketball spielen, aber ich war auch so unendlich würde, weswegen ich mich schnell umzog und noch einmal ins Bad ging, bevor ich ohne Abendessen ins Bett ging. Noch einmal dachte ich nach, über den Tag und darüber wie es den anderen wohl ergangen ist. Ich hoffte das besonders Kaoru auf sich aufpasste, da sie auf der Kirisaki Daichi war und man ja diesen Hanamiya Makoto bereits von vielen Erzählungen kannte. Hoffentlich hatte sie sich nicht jetzt schon mit ihm angelegt. Bevor ich aber zu ende denken konnte, schlief ich überraschend schnell ein.

Dienstag 2.April 2014

Piep, piep, piep. Oh man, war es echt schon soweit? Irgendwie hatte ich heute gar keine Lust aufzustehen oder gar zur Schule zu gehen, doch ich musste ja. Also stand ich schlaftrunken auf und versuchte zum Kleiderschrank zu gehen, doch da ich noch nicht wirklich wach war knallte ich erst einmal gegen den Schrank. Man, so ein blöder Schrank. Schon schmollte ich meinen Schrank an. „Du bist ein blöder Schrank weißt du das?“, schmollte ich ihn immer noch an, ehe ich meine Schuluniform aus diesem zog und ins Bad ging. Da ich dieses Mal pünktlich aufgestanden war musste ich mich nicht beeilen und brauchte so auch etwas länger als gestern, bis ich mit allem fertig war und fertig in der Küche stand.

„Schon der zweite Tag, wie die Zeit doch vergeht. Weißt du schon, welche Clubaktivität du machen möchtest?“, fragte Takumi mit seinem üblichem Grinsen im Gesicht. „Sry Bruderherz, ich weiß es noch nicht. Was hast du eigentlich damals in der Shutoku gemacht?“, grinste ich ihn auch an. Er war damals nur zwei Jahre dort, weil er eine Klasse übersprungen hatte, so ein Volltrottel. „Ich war am Anfang in dem Fußballclub, bin aber das zweite Jahr in den Basketballclub gegangen, doch leider gibt es keine Mädchenmannschaft, also könntest du nicht eintreten“, sprach er theatralisch und legte eine Hand an seinen Kopf. Lauthals begann ich zu lachen, da es einfach zu komisch aussah, wie er seufzte und es eher so aussah, als würde er gleich sterben, doch ich zuckte nur mit den Schultern. „Ist nicht mein Problem oder?“, stellte ich glasklar fest und sah ihn gelangweilt an. „Man Maya-chan, es ist doof, wenn du immer so gelangweilt guckst und ich nicht einmal das hinkriege“, beschwerte er sich, doch das war mir egal. Schon wieder, irgendwie war mir fast alles egal.

„Mensch, warum könnt ihr Kinder nicht einmal leise sein?“, brüllte unsere Mutter von oben. „Tier, warum kannst du nicht deine Klappe halten?“, schrie ich sarkastisch zurück und schnaubte verärgert. Gestern hatte sie mir noch so einen Vortrag gehalten und jetzt war sie wieder der wichtigste Mensch der Welt, mal ernsthaft, ich verstand diese Frau nun wirklich nicht. „Du solltest lieber nicht all zu viel mit ihr streiten, dass könnte nach hinten los gehen, das weißt du schon, da?“, schaute mich mein Bruder vorwurfsvoll an. „Ja weiß ich und du musst mich auch nicht belehren, doch wenn sie der Meinung ist erst einen auf gute Mutter zu machen und mich dann wieder anzuschreien kann sie mich auch mal“, erklärte ich ihm wütend und schnellte zur Tür. „Hey Maya-chan war...“ Mehr bekam ich nicht mit da ich aus der Wohnung verschwand. Natürlich nicht spurlos, denn ich knallte die Tür fest zu und fing an mit dem Skateboard zu fahren. Es war zwar noch zu früh, doch ich kam an einem Park vorbei und setzte mich auf eine morsche Bank unter einem Kirschblütenbaum und starrte einfach so vor mich hin.

Gleich gegenüber befand sich ein Basketballfeld, auf welchem gerade kleine Kinder spielten, wahrscheinlich wohnten sie gleich hier in der Nähe. Es war doch so schön noch sorgenfrei zu sein oder? Jetzt mussten sie sich noch keine Sorgen um das machen, was noch kommen würde oder wie sie sich später verhalten sollten. Plötzlich wurde ich aus meinen Gedanken gerissen, als ein Ball vor eine Füße rollte. „Entschuldigung Nee-san, könntest du und bitte den Ball herüberwerfen?“, rief ein kleiner Junge mir zu und mein Blick wurde sanft. Ich liebte kleine Kinder über alles. Sachte nahm ich den Ball in meine rechte Hand und lief langsam dribbelnd zu den Kindern rüber. „Hier“, sagte ich und warf ihm den Ball in die Hände. „Du Nee-san, könntest du uns bitte einmal das Werfen zeigen?“, fragte ein andere Junge, sodass sich ein Lächeln auf meine Lippen stahl. Ein kurzes Nicken bestätigte ihre Frage. Schnell lief ich an den Rand um meine Schultasche abzustellen, bevor ich wieder zu ihnen lief.

„Wie wäre es, wenn ihr erst einmal dribbelt? Dann müsste ihr in die Knie gehen und springen, bevor ihr den Ball werft“, zeigte ich es den Jungs und der Ball ging in den Korb. „Spielst du schon länger Basketball?“, fragte mich der andere wieder. Wieder ein kurzes Nicken. „Achja, ich heiße Amaya, aber bitte nennt mich Maya und ihr?“, fragte ich die Kleinen und lächelte wieder. „Ich heiße Akito und mein Freund heißt Takuja“, stellte der Junge mit den blonden Haaren sich vor. „Schön, mein Bruder heißt so ähnlich, Takumi“, lachte ich und sah auf meine Uhr. Laut dieser war es nun soweit abzuhauen. „Entschuldigt, ich muss jetzt los, aber wenn ihr wollt könnten wir morgen noch einmal trainieren“, schlug ich ihnen vor, was sie mit einem Grinsen nicken ließ und ich mich dann verabschiedete um meine Tasche zu holen, damit ich zur Schule konnte.

In der Schule angekommen, gingen schon viele Schüler in das Gebäude, was mich dazu veranlasste schnell in dieses zurennen und in der Klasse zu verschwinden. Dort drin war die Hölle los. Blondie, also Mizuki stritt sich gerade mit einem Jungen aus der Klasse. Daneben standen lauter andere Schüler, welche den Streit mitverfolgen und laut herum lachten. Eigentlich waren es sogar alle, außer ein etwas größeres Mädchen mit langen, feuerroten Haaren und dunkelblau schimmernden Augen. Ihre Haaren fielen ihr leicht gewellt bis zu ihren Hüften hinab und ein weißes Haarband zierte ihre Frisur, doch ihre Augen wirkten traurig. Was sie wohl hatte? Da sie neben mir saß, konnte ich leicht ein Gespräch mit ihr anfangen. „Hey, warum bist du traurig?“, kam es kalt von mir. Mist, so war das eigentlich nicht geplant. „Es ist nichts“, wollte sie mir versichern und setzte ein Lächeln auf. „Du kannst nicht ernsthaft erwarten, das ich dir das glaube“, fuhr ich sie an, wodurch sie zusammenzuckte.

„E-es tut mir leid“, stammelte sie, weswegen ich leise kichern musste. Auf ihrem Gesicht bildete sich ein Fragezeichen. „Tut mir leid, ich wollte dich nicht so anfahren“, entschuldigte ich mich und ja sie leicht lächelnd an. „Wie heißt du noch mal?“ Oh man, diese Frage war nicht gerade nett, obwohl wir uns erst gestern vorgestellt hatten. „ Ich heiße Kano Mishima“, gab sie von sich preis, ehe ich ein lautes Geschrei hinter mit hören konnte. Viele Schüler, auch aus anderen Klassen hatten sich in unserer Klasse versammelt und begutachteten den Streit von Blondie und einem anderen Jungen. „Was soll der Mist schon wieder Mi-zu-ki?“, schrie ich sie kalt an und betonte die Silben ihres Namens genau. „Hat dich gar nichts anzugehen“, fauchte sie zurück. Tja, wahrscheinlich wollte sie sich gerade ernsthaft mit mir anlegen, oh die Arme, das hätte sie nicht tun dürfen. „Was heißt hier 'geht dich nichts an'? Es ist doch immer noch meine Entscheidung, weil IHR hier jeden ablegt und mir Kopfschmerzen verursacht“, zischte ich sie gefährlich an, sodass fast jeder Gänsehaut kriegte. Mein Plan hatte aber erfolgreich geklappt, die lies von diesem Jungen ab und kam zu mir rüber. Oh ha, das brannte ja hier förmlich. „So Kinder, bitte setzt euch alle hin“, kam unser Lehrer grinsend in den Klassenraum und verscheuchte somit alle Schaulustigen. Schade eigentlich, wäre sehr interessant geworden. Leider setzten sich alle und somit begann der Unterricht, in welchem ich mal wieder vor mich hinträumte.

„Bist du Otsubo-san, der Kapitän der Basketballmannschaft?“ Meine Stimme war kalt und schneidend. Genervt dreht sich der Größere zu mir um. „Wer will das wissen?“, antwortete er genervt. „Kann dir doch egal sein. Jetzt erst einmal zur Sache, warum bietet diese Schule keine Basketballmannschaft für Mädchen an? Warum nur für euch Jungs?“, erwiderte ich kalt. „Woher soll ich das denn wissen? Basketball ist sowieso nicht für euch Mädchen, also lasst es gleich sein. Viel wichtiger ist, dass wir Jungs spielen können. Ihr würdet ja nicht einmal euren Arsch hoch bewegen können“, setzte er scharf an und seine Worte waren nicht gerade freundlich. „Was weißt du schon über uns hm? Ihr seit doch die, die sich einbilden alles besser machen zu können und so scheiße arrogant sind! Natürlich würden wir uns anstrengen, um es Jungs wie euch zu zeigen. Ihr seit doch nichts als ein Haufen arroganter Kotzbrocken“, rief, nein schrie ich schon fast. Ich mochte solche Typen einfach nicht.

„Pf. Ihr seit ja nur Mädchen, was könntet ihr denn bitteschön gegen uns tun. Ihr seit körperlich viel schwächer als wir, da würde auch ein bisschen Training nicht helfen.“ Bum, der hatte gesessen. „Klar sind wir das, doch wir sind jederzeit bereit zu trainieren, das könnte man ja von euch nicht erwarten, aber danke, jetzt hast du mich auf die Idee gebracht einen Basketballclub nur für uns Mädchen aufzumachen“, grinste ich ihn schadenfroh an. „Na wenn du meinst, wirst du sowieso nicht hinkriegen, geschweige denn gegen uns gewinnen oder auch nur in die Nähe eines Sieges zu kommen“, grinste er jetzt fies.

„Mach dich auf etwas gefasst, so hast du Mädchen noch nie spielen sehen, glaub mir.“ Damit wollte ich gerade gehen, als Kano mich unterbrach: „Lass es Maya-chan, das bringt doch nichts“, störte Kano mich. „A-aber Kano, ich kann es einfach nicht zulassen, dass es eine Jungenbasketballmannschaft gibt, aber mein Bruder hat gesagt, das es keine für Mädchen gibt, also wollte ich mich höchst persöhnlich bei ihm beschweren“, rechtfertigte ich mich und sofort wurden die Jungs darauf aufmerksam. „Wie heißt dein Bruder?“, wollte einer, der sich Takao nennt wissen. „Takumi Hoshi“, antwortete ich wieder gelangweilt. Was tat das denn jetzt zur Sache, wenn ich fragen dürfte? Konnte es denen nicht egal sein, wer er war oder so?

Anscheinend war es ihnen doch nicht so ganz unwichtig, da ihre Augen ganz groß wurden. Was hatten die denn jetzt? „Ist das wirklich seine kleine, süße Schwester, von der er immer sprach?“, konnte ich aus dem Gemurmel der anderen heraushören. „Was'n hier los?“, ertönte eine mir bekannte Stimme. Schlagartig drehte ich mich um und sah Luca und Miki, welche beide zu uns rüberkamen. Sofort hatte ich meine Beine in die Hand genommen und umarmte die beiden stürmisch, was ihnen nur ein Murren entlockte. Warum mussten die Beiden auch immer so, naja sagen wir kompliziert sein. „Man, Lu-chan und Mi-chan, ich freue mich euch wiederzusehen“, lachte ich die Beiden an. „Du hast dich wirklich kein Stück verändert“, kam es von Luca, welche sehr gelangweilt dreinblickte. „Jaja, sorry ich weiß“, lachte ich wieder und stellte sie Kano vor. „Kano, das sind zwei meiner Freunde aus der Mittelschule, Luca und Miki. Miki und Luca, das ist eine neue Freundin von mir aus der Klasse, Kano.“ Meine Stimme klang wirklich fröhlich und das merkten auch die anderen Basketballspieler.

„Was ist denn jetzt mit der los? Hat die Stimmungsschwankungen oder was?“, hörte ich wieder heraus, als die Basketballer ihre Köpfe zusammensteckten. „Ich habe gleich mal Stimmungsschwankungen“, fauchte ich sie an, weswegen der Kerl hinter seinen Freunden verschwand. „Ach ja, Donovan meinte, ihr würdet aufgrund des nicht vorhanden Mädchenteams streiten. Stimmt das?“, fragte Miki hinein, doch ich antwortete nicht. Miki stellte sich vor den Größten von ihnen, doch der musterte sie nur mit hochgezogener Augenbraue. „Braucht die Kleine jetzt etwa Verstärkung?“, fragte dieser, doch erntete er nur ein Lächeln seitens Miki.„Du meinst so wie die Gruppe von Powerpuff Girls hinter dir?“, meinte sie plötzlich und zeigte mit ihrem Finger auf die Kerle hinter ihm. Ich konnte mir kaum ein Lachen verkneifen. „Oho, ihr Neuankömmlinge seid wolle alle ziemlich vorlaut, was?“, lächelte er sie schief an und sah an ihr hinab. Ich hoffte inständig, dass sie nicht gleich auf diesen Kerl los ging. „Weniger Vorlaut, als ganz einfach nur beschissen ehrlich, Mr. Augenbraue“, zischte sie etwas vorlaut und ich konnte sehen, wie die Ader an seiner Stirn fürchterlich zu pochen begann, als er klingelte und mit einem 'Was auch immer, für Kinder haben wir keine Zeit' von dem Größten verschwanden die Kerle schließlich. „Na das hast du ja toll angestellt. Ich dachte du wolltest Stress mit den Senpai's vermeiden, hast allerdings das totale Gegenteil erreicht, Mi“, schaute Luca Miki vorwurfsvoll an, doch diese winkte nur ab: „Verurteil' mich nicht. Der Kerl hat mich provoziert!“ Damit seufzte Luca nur noch, ehe sich die Beiden mit einem 'Jedenfalls müssen wir zurück zum Unterricht, komm' von uns verabschiedeten und ich Kano auch mit in unsere Klasse zog. Als wir saßen flüsterte sie noch: „Deine Freunde sind komisch“, was mich Lachen ließ. „Deswegen sind wir ja Freunde“ Dann ging der Unterricht weiter, wo ich darüber nachdachte, was ich jetzt machen würde.

Der weitere Unterricht zog sich wie ein Kaugummi in die Länge und am liebsten wäre ich eingeschlafen, doch wie sähe es dann aus? Genau, scheiße. Aus diesem Grund blieb ich wach, auch wenn ich nicht wollte. Als der Unterricht dann doch zu Ende war, war ich mehr als froh. Schnell hatte ich meine Sachen gepackt und rannte hastig die Treppen hinunter. Oh man, so schnell war ich noch nie, doch irgendwie wusste ich, dass heute noch irgendwas kam, wenn ich nicht schnell verschwinden würde, also tat ich dies auch schnell. Mit meinem Skateboard fuhr ich wieder durch die Stadt bis nach hause, nur um von meinem Bruder empfangen zu werden. Danke, das ging ja schon einmal gut los. „Maya-chan, willkommen zu hause“, umarmte er mich kurz. „Hey Bruderherz“, schloss ich ihn auch kurz in die Umarmung, ehe ich mich aus dieser befreite und kurz in mein Zimmer ging, um meine Tasche in die Ecke zu feuern. Oh ja, ich hasste Schule wirklich abgrundtief.

„Hey Takumi, Lust auf eine Runde Basketball?“, schrie ich runter in die Küche, worauf ich nur ein 'nein' zurückbekam und ich seufzten musste. Leise verschwand ich in mein Zimmer und legte mich auf's Bett. Man, wie konnte man nur so müde sein, nach einem Tag in der Schule? Wieder lagen meine Gedanken beim Basketballclub. Sollte ich einen Antrag stellen oder nicht? Diese Frage beschäftigte mich sehr, doch ehe ich mich versah, war ich eingeschlafen.

Mittwoch 3. April 2014

Schon wieder der gleiche, so wie jeden Morgen. Irgendwann wurde es mir echt viel zu langweilig. Aufstehen, Duschen, fertig machen und dann nach einer gefühlten Ewigkeit zur Schule gehen. Heute aber, ging ich schon eine ganze Stunde früher los, um mich mit den beiden Jungs zu treffen, damit ich ihnen wenigstens ein bisschen helfen konnte. Die Beiden waren einfach zuckersüß. Sie hatten stets gute Laune, so wie ich schon mitbekommen hatte und strengten sich sehr an, was man auch sofort sah. „Bin dann los, verpenn bloß nicht schon wieder, bis dann“, schrie ich wieder einmal hoch, weswegen ich meine Mutter schon in meinen Gedanken schreien hören konnte.

Verschwitzt stand ich im Park und schaute die beiden Jungs an, welche mich angrinsten. Takuja hielt gerade den Ball in der Hand, während Akito durch die Gegend lief, um irgendwie an mir vorbeizukommen. Der Lilahaarige dribbelte den Ball und ich musste sagen, das es ihm schon sehr gut gelang. Hatten die Beiden gestern noch geübt? Naja, eigentlich konnte es mir egal sein, doch das diese Jungs schon so früh anfingen sich mit dem Sport zu beschäftigen, welcher mir persönlich sehr am Herzen lag, erstaunte mich doch schon etwas. Früher hatte ich immer sehr gern mit Luca, Yin, Anzu, aber auch den anderen gespielt. Wir waren ein eingespieltes Team und hatten auch jede Menge Spaß dabei, jedenfalls hatte ich das. Natürlich durfte man unseren Coach nicht vergessen, ohne sie wäre es gar nicht möglich gewesen. Ihr Höllentraining hatte so manchen geholfen sich zu verbessern, nein, eigentlich allen. Klar, manchmal hatte man keine Lust mehr gehabt, doch ich fand das dann immer witzig, wenn sich alle beschwerten.

Schnell war die eine Stunde schon um und ich musste leider Gottes wieder zur Schule. Klar, ich freute mich schon Kano zu sehen, doch allein die Tatsache, dass Blodie da war konnte einem den Tag richtig vermiesen. Wieso musste sie auch so eine Zicke sein? Schlussendlich hatte ich mich von den beiden Kleinen verabschiedet und zur Schule gefahren. Dort wurde ich auch schon von Kano erwartet, welche vor dem Schulhaus auf mich wartete. „Hallo Maya-chan“, begrüßte sie mich kurz und schon gingen wir in das Gebäude rein.

Viele Schüler waren schon in ihren Räumen und so war es nicht mehr ganz so voll in den Gängen, zum Glück. Ich hatte gerade so gar keine Lust auf diese riesigen Menschenmengen, da ich sowas noch nie leiden konnte. Auch in unserer Klasse herrschte Ruhe, was mir total komisch vorkam, doch es war auch ganz angenehm. Kano und ich setzten uns auf unsere Plätze und ich starrte wieder einmal aus dem Fenster, als unserer Lehrer den Unterricht startete. „Kannst du mir die richtige Antwort nennen Maya-chan?“, vernahm ich eine dumpfe Stimme in meinem Kopf und beschloss diese einfach zu überhören. „Maya-chan? Hey Maya-chan“, wurde es plötzlich immer lauter und ich spürte ein sanftes Rütteln an meiner Schulter. „Was ist denn los?“, murrte ich kalt, als ich den Lehrer vor mir erblickte. „Ehrlich, erst den zweiten richtigen Tag hier und schon träumst du während des Unterrichts. Sofort zum Direktor!“, schrie er schon fast. Langsam stand ich auf und ging mit einem kaltem Blick aus der Tür. Den besorgten Blick von Kano sah ich nicht mehr.

Bestimmt klopfte ich an die Tür des Direktors, aus welcher ein grummeliges 'Ja' kam, ehe ich eintrat. Dieser sah nicht gerade freundlich aus. Er hatte kurzes, graues Haar und eisblaue Augen. Dazu war er etwas dicker und hatte einen Bart. Eine Brille zierte sein von Falten überzogenes Gesicht und seine Augenbrauen waren zusammengekniffen. „Was führt dich zu mir?“, fragte er freundlich. „Habe geträumt“, gab ich schulterzuckend von mir und guckte einfach nur aus dem Fenster des Direktorenzimmers. „Von was denn, wenn ich fragen darf?“ Scheinbar war er gar nicht so schlimm, wie ich es mit vorgestellt hatte. „Will eine Basketballmannschaft zusammenstellen“, antwortete ich kalt und sah ihn an. „Na dann brauchst du ja nur noch Mitglieder“, lachte er und drückte mir ein Blatt in die Hand. Kurz überflog ich dieses und riss meine Augen auf. Das war doch tatsächlich das Anmeldeformular für einen Club. Schnell bedankte ich mich bei ihm und verließ das Zimmer wieder.

Schnell rannte ich die Gänge entlang, da gerade die große Pause angefangen hatte und ich so schnell wie möglich zu Kano, Luca und Miki gehen konnte. In der Klasse griff ich Kano sofort am Arm und zog sie mit in die Parallelklasse. Dort riss ich die Tür auf und wurde von allen angestarrt. Wahrscheinlich hatten sie nicht erwartet, das jemand so einfach in die Klasse stürmte, tja war ja meine Sache.

„Luca, Miki, kommt her, ich will euch etwas zeigen“, schrie ich durch die ganze Klasse, doch die Beiden verdrehten nur ihre Augen. Langsam kamen sie zu uns und fragten mürrisch was los sei, doch packte diesmal die Beiden am Arm, da Kano sowieso mitkommen würde. Schnell zog ich sie durch die Gänge, bis wir draußen waren und ich uns unter einen Kirschblütenbaum zog. Erst da ließ ich sie wieder los, was beide mit einem Seufzten kommentierten. „Also sag schon Ya, was ist los?“, maulte Miki herum und sah mich beschuldigend an. „Hier habe ich das Anmeldeformular für unsere Basketballmannschaft. Wir brauchen nur noch ein weiteres Mitglied und schon sind wir vollzählig“, erzählte ich freudig und lachte dabei fröhlich. „Du hast ja Nerven“, gab Luca zurück und zog einen Schmollmund. „A-außerdem brauchen wir auch noch einen Coach und Manager“, klinkte sich Kano auch noch mit ein. Klar, sie hatten recht, aber mussten sie mir unbedingt meine gute Laune verderben?

Auf einmal hörte man ein Rascheln und die Jungs der Basketballmannschaft erschienen vor uns. Konnten die einen nicht einmal in Ruhe lassen? „Was wollt ihr?“, knurrte ich sie an und Otsubo lacht kurz auf. „Wir hörten euer Gespräch und dachten, wenn ihr bis Freitag ein neues Teammitglied auftreiben könntet, könntet ihr mit uns trainieren, aber auch nur, wenn ihr mit unserem Training mithalten könnt“, gab er eher gelangweilt von sich. „Seh' ich das richtig, oder wie jetzt? Deine Voraussetzungen sind demnach fünf Mitglieder, die Tatsache, dass wir Coach und Manager teilen und ebenfalls müssen wir lediglich mit eurem Training mithalten können?“, fragte Miki den Kapitän der Mannschaft. „Lediglich? Ich hoffe du bist dir im klaren, dass das keine Shoppingtour wird“, sah es sie kühl an, woraufhin ein blonder Junge ein Nicken von sich gab.

„Wir stimmen nur dann zu, wenn ihr euch an die genannten Forderungen Otsubo's hält, soweit klar Kleines?“, mischte sich der Blonde nochmals ein. „Nenn' mich nicht Kleines, Blondie“, zischte sie noch, „Aber gut, wir werden und daran halten.“ „Das werden wir ja sehen. Lass und gehen Miyaji“, sagte Otsubo bestimmt und ging mit diesem Kerl davon. Kurz, bevor sie in der Menschenmenge verschwanden, konnte man noch ein 'Das schaffen die doch nie' von diesem Miyaji hören. „Na wartet, wir werden's euch schon zeigen...“, zischte Miki noch, ehe ich mich auch umdrehte und ebenfalls verschwand. Da wir heute den Nachmittag frei hatten, machte ich mich sofort auf den Weg nach Hause.

Zuhause schmiss ich mich auf mein Bett. Ich war vollkommen fertig. Nachdem ich der Schule entflohen war, ging ich noch in den Park um dort nachzudenken. Schnell hatte ich eine Lösung gefunden, doch diese verlangte, dass ich noch ein bis zwei Stunden in der Stadt herumirrte und mich so komplett auspowerte. Ich lief sehr gern, meist war ich sogar richtig wuselig, man konnte mich mit einem kleinen Kind vergleichen, in dem Fall. Schnell hatte ich mich umgezogen und ins Bett geschmissen. Hunger hatte ich keinen und außerdem wollte ich meine Mutter nicht treffen, den n das würde meine gute Laune irgendwie beenden. Bevor ich es wirklich mitkriegte schlief ich schnell ein.

Donnerstag 4. April 2014

Ganz verschlafen stand ich hier in der Küche und rührte meinen Kaffee um. Eigentlich trank ich dieses bittere Zeug ja nicht, aber heute konnte ich nicht anders. Die ganze Nacht hatte ich wachgelegen und über meinen Plan nachgedacht. Würde er wirklich so funktionieren, wie ich es wollte, sodass wir wenigstens noch ein Mädchen fänden, was Basketball spielte? Oh man, jetzt schweifte ich schon wieder vom Thema ab. Naja, also mein Bruder textete mich voll, mein Vater nahm es alles mit einem Lächeln hin und setzte sich mir gegenüber. „Was ist los?“, lachte er amüsiert auf und sah mich an.

Ja, wahrscheinlich sah ich aus wie ein verschlafenes Fellknäuel und deswegen lachte er sich kaputt. „Mache nur eine Basketballmannschaft auf“, gab ich schlicht zurück. Heute war es noch schwerer ein Wort rauszukriegen. „Du willst was?“, schrie mein Bruder auf einmal auf. Mit einem kurzen Nicken bestätigte ich meine Aussage und erhob mich aus dem Stuhl. Meine Sachen hatte ich schon gepackt und mich ebenso fertig gemacht, also konnte ich zur Schule fahren. „Soll ich dich lieber fahren?“, fragte mich mein Vater und ich nickte, mal wieder. Wahrscheinlich war es das einzige, was ich heute zustande bringen konnte, na toll. Vielleicht war das einzige Mittel um mich richtig wach zu kriegen Basketball, doch ich war heute nicht zu den Beiden kleinen gegangen, da ich mich so schlecht fühlte. Hoffentlich ging es in der Schule besser.

An der Schule wartete Kano wieder auf mich. „W-Was ist denn mit dir passiert Maya-chan?“, stotterte sie, doch ich winkte ab. Ehrlich gesagt konnte ich gerade nicht sprechen und wollte auch nicht. Der Geschmack des Kaffees lag mir noch auf der Zunge, weswegen ich mich beinahe übergeben könnte. Als Notiz an mich selbst: 'Selbst wenn du müde bist, kein Kaffee trinken, denn davon geht es dir noch schlechter'. Als ich mir dies in meinen Gedanken gespeichert hatte, ging ich zusammen mit Kano in das Gebäude um mich in die Klasse zu setzen. Leider wurde mir mein Wunsch nicht erfüllt, da Blondie sich mir näherte. „Na Amaya, du siehst ja schrecklich aus, wurdest du von einem Auto angefahren oder so?“, kam es gehässig von der Blondine. Kurz nickte ich mal wieder und setzte mich auf meinen Platz. Heute war ich nicht gerade in der Stimmung zum Streiten oder wie die Lehrer sagen würden 'Zum gepflegten Argumentieren'. Oh Gott, wenn die Lehrer hasste, die der Meinung waren einen auf oberschlau zu tun und doch vom wahrem Leben keine Ahnung hatten. Schon allein die Tatsache, dass sie Lehrer waren gefiel mir nicht sonderlich.

Der Unterricht dauerte noch länger als sonst und ich hatte das Gefühl jeden Moment einzuschlafen, doch es durfte einfach nicht passieren. Als dann Mittagspause war, trottete ich mit Flyern zum Schulhof, um diese zu verteilen, doch leider nahmen die Schüler sie nicht an. Toll, da hatte man sich die Mühe gemacht und alles war umsonst. „Was ist denn mit der? Basketball bäh“, konnte ich einige reden hören. „Na na, wenn das nicht Hoshi ist“, hörte ich hinter mir eine sehr bekannte Stimme hinter mir. Langsam drehte ich mich um, als ich Luca und Miki hinter mir stehen sah. „Mi-chan, Lu-chan Hilfe! Keiner nimmt etwas an und dabei habe ich gestern doch so hart geschuftet“, jammerte ich den Beiden die Ohren voll, doch nur Miki nickte. Luca sagte, sie habe keine Lust, doch als sie gerade gehen wollte packte ich sie am Handgelenk und sah sie mit einem Hundeblick an, obwohl ich wusste, dass es bei ihr sowieso nicht klappte. Das ging die ganze Zeit so weiter, bis es ihr scheinbar zu blöd wurde, aber nur mit Miki mitging. Zum Flyer verteilen war sie zu faul, war ja klar.

Als ich alle Flyer verteilt hatte, wollte ich nicht mehr warten und verabschiedete mich von Kano. Obwohl wir jetzt noch Unterricht hatten, ging ich nach Hause. Ich würde einfach meinen Vater fragen, ob er mir eine Entschuldigung schreiben könnte, da es mir schlecht ging. Also trotte ich langsam nach Hause, da ich keine Kraft mehr zum Fahren hatte. Zuhause war noch niemand da, weswegen ich mir einen Apfel nahm, mir dazu eine Stulle machte und mich dann in mein Zimmer zurückzog. Als ich dies dann gegessen hatte, schlief ich auch schon gleich ein.

Freitag 5. April 2014

An diesem Morgen wachte ich schon sehr früh, aber auch gut gelaunt auf. Heute würden wir es diesem Otsubo schon zeigen. Allein die Tatsache, wie er über uns redete brachte mich in den Wahnsinn, denn so durfte und sollte niemand darüber denken. Auch seine Art, wie er das Ganze aussprach war für mich schrecklich. Ich würde nie so mit Menschen reden können, hasste ich sie noch so sehr. Seine Tonart war sehr überheblich und verhöhnt gewesen. Solche Menschen konnte ich überhaupt nicht leiden. Was gab ihnen das Recht so mit anderen Menschen zu sprechen und sie so zu behandeln? Gar nichts! Alle Menschen sollten, ob sie sich nun mochten oder nicht, wenigstens mit einem Funken Respekt gegenüber treten, denn so etwas gehörte sich auch heute noch, doch die Meisten waren der Ansicht, dass sie viel zu gut oder besonders waren um sich auf andere Leute zu verlassen oder gar mit ihnen zu reden. Zu diesen Menschen gehörte meiner Meinung nach auch Otsubo. Schon allein sein Blick sprach während dieser Konfrontation Bände.

Obwohl ich an diesen überheblichen Jungen dachte, war ich trotzdem fröhlich. Natürlich hoffte ich, dass wenigstens ein Mädchen heute kommen würde, sodass wir nun auch wirklich die Abmachung mit den Basketballern einhalten konnten. Schnell ging ich ins Bad und machte mich fertig. Das Wasser prasselte eiskalt auf meinen Körper, sodass mein Kreislauf gut in Schwung kam, wie immer, wenn ich Basketball spielte. Ich hatte das Gefühl, als würde ich besser spielen, wenn ich am Morgen eiskalt duschte, keine Ahnung warum. Danach zog ich mich genauso wie jeden Morgen an. Die Schuluniform nicht zu brav, aber auch nicht zu Rebellenhaft.

Summend ging ich dann die Treppen hinunter. „Oh Gott, du hast ja schon wieder gute Laune, wie ätzend“, beschwerte sich meine Mutter, doch das überhörte ich heute gekonnt. Allein die Tatsache, das sie da war konnte einem den Tag vermiesen und das wollte ich so gar nicht. In der Küche gesellte ich mich zu meinem Bruder, welcher sofort grinste, als er mich sah. Genauso wie jeden Morgen. Man konnte sehen, dass ich noch zitterte, da mir immer noch kalt war, doch da zu dieser Jahreszeit keine Heizungen an waren, würde das noch so bleiben, bis ich zur Schule fahren würde. Den Beiden Jungs hatte ich versprochen Montag wiederzukommen, um mit ihnen zu trainieren. „Was ist heute schon wieder los?“, grinste mein Takumi breit. „Tja, heute kriegt der gute Otsubo mächtig eins auf den Deckel“, grinste ich zurück, was ihm ein noch breiteres Lächeln entlockte. Die Beiden waren früher gute Freunde, schade, dass ich mich so gar nicht mit ihn verstand. Takumi nickte noch, ehe er wieder hoch in sein Zimmer ging. Er studierte gerade Medizin, genau genommen Sportmedizin. Das war schon immer sein großer Traum und endlich konnte er sich ihn erfüllen.

Bevor  ich zur Schule fuhr, fragte ich meinen Vater nach einer Entschuldigung, ehe ich davonfuhr. Kano wartete mal wieder auf mich, sodass wir gleich reingehen konnten. „Was ist los Rin-chan, du hast so gute Laune?“, begrüßte Mizuki mich mal wieder abfällig. Gleich als ich den Namen Rin hörte musste ich mich zusammenreißen ihr nicht eine drauf zu schlagen und sonst war ich eigentlich nicht so der Typ dafür, aber diesen Namen konnte ich einfach nicht leiden und wenn Blondie ihn dann auch noch so abfällig aussprach könnte ich mich glatt vergessen. Jedoch antwortete ich ihr nicht auf ihre Frage, sodass sie beleidigt ab zischte. Wir setzten und hin und bald kam auch der Lehrer, welcher den Unterricht sofort anfing. Wie alle Stunden zog sich der Unterricht so richtig in die Länge. Nicht einmal ein Kaugummi könnte da mithalten.

Als der Unterricht dann doch noch vorbei war, gingen Kano und ich sofort zur Turnhalle um dort auf Luca und Miki zu warten. Als die Beiden ohne jemanden kamen, verpuffte meine gute Laune sofort und ich merkte, wie alle bedrückt drein sahen. „Tja Leute, man kann halt nichts dagegen machen. Lasst uns reingehen und gucken, was sich machen lässt“, versuchte ich zu lächeln, doch irgendwie wollte mir das nicht gelingen. Die anderen nickten nur, was bei Miki und Luca total komisch war.

In der Halle waren die Jungs schon umgezogen und trainierten. „Was ist los? Ihr seit nur zu viert. Hatte kein anderer mehr Lust auf eure kleinen Spielchen?“, fragte Otsubo belustigt und sah mich herausfordernd an. „Als wenn wir nur Spielen würden“, zischte Miki stark und man sah, wie die anderen Drei ebenso sauer waren wie ich. „Was glaubst du eigentlich wer du bist?“, knurrte Luca hinterher, nur Kano und ich blieben stumm. Wer weiß, was ich denen alles an den Kopf geworfen hätte, wenn ich jetzt erst einmal anfangen würde zu sprechen? Deswegen blieb ich einfach stumm.

„Tja Abmachung ist Abmachung ihr kleinen Mädchen. Ihr habt keine vollständige Mannschaft, also  verzieht euch wieder!“, kam es bestimmt von Miyaji und zeigte, um seine Aussage zu verstärken auf den Ausgang. „Was denkt ihr eigentlich, wer ihr seit? Habt ihr das Recht uns herumzukommandieren oder was? Ich sage es jetzt einmal klipp und klar: Nichts, aber auch gar nichts gibt euch das Recht so abfällig über oder mit uns zu reden, nur weil wir Mädchen sind. Ich weiß zwar nicht, warum mein Bruder mit euch befreundet sein konnte, aber das ist mit im Moment total egal. Ihr seit solche Arschlöcher, so etwa habe ich noch nie gesehen!“, schrie ich die die Jungs nun an. Damit hatten sie scheinbar nicht so sehr gerechnet, denn jetzt kam kein Spruch hinterher. Kurz guckte ich mich um und sah Takao und Midorima hinter uns stehen. Warte Midorima? Was machte der denn bitte schön hier? Bitte sag nicht, dass er wirklich auf diese ging. Ein Alptraum.

Ohne das ich noch etwas sagte, wollte ich aus der Turnhalle gehen, als ein Mädchen mit braunem, kurzem Haar und stahlgrauen Augen. Allgemein wirkte sie auf mich irgendwie unheimlich und beängstigend. „Oh, wen haben wir denn da, schöne Frau?“, fing Miyaji an herumzuschleimen. Die Neue strafte ihn mit einem kalten Blick. „Hör auf so herumzuschleimen Miyaji“, brachte sie das sehr direkt und kalt herüber. „Wie schön dich mal wieder zusehen Nori“, begrüßte Otsubo das Mädchen. Nori also. Der Name kam mir irgendwie bekannt vor. „Pah tu doch nicht so Otsubo“, war sie schon wieder so direkt. Ich mochte sie jetzt schon, irgendwie. Dieser erwiderte nichts und sah uns einfach nur an. Da standen wir fünf allen ernstes den Jungs gegenüber. „Also, da ihr ja jetzt fünf seit, können wir mit dem Training anfangen“, bestimmte der Kaptain der Mannschaft und nickte mir zu.

„Nori-chan macht wirklich bei uns mit?“, freute ich mich wie ein Honigkuchenpferd. Diese nickte nur und man konnte die Erleichterung bei allen sehen. „Danke“, rief ich einfach durch die Halle, da sie Anspannung jetzt einfach von mir abfiel. Otsubo rief uns zu ihm und wir fingen an zu Laufen. Ungefähr 20 Minuten liefen wir bis wir Dehnübungen und danach die Grundlagen trainierten, wie Werfen, Passen und so etwas. Erschöpft, aber glücklich gingen wir wieder in die Umkleiden und duschten, ehe wir uns fertigmachten und raus gingen. Ich verabschiedete mich von den anderen und ging nach Hause.. Auf dem Weg traf ich Otsubo. „Ihr habt mit unserem Training mitgehalten, gut“, lobte er uns, was mich lächeln lies. „Danke.“ „Wie geht es deinem Bruder?“, fragte er mich plötzlich. „Ganz gut, er studiert gerade Sportmedizin und braucht seine Ruhe. Zwar hat er ab und zu Streit mit unserer Mutter, aber das ist ja normal“, erwiederte ich einfach, als sei es das Normalste der Welt so mit ihm zu sprechen. „Also kann er sich seinen Traum erfüllen, ja? Freut mich für ihn. Mit eurer Mutter habt ihr es nicht so leicht, Takumi hat damals immer erzählt, dass du dich oft mit ihr streitest“, schlussfolgerte er. „Ja, aber das ist normal geworden. Ich mag sie nicht und das weiß sie auch“, grinste ich ihn an. „Willst du ihn noch kurz sehen, ich will mal hoffen, dass meine Eltern jetzt nicht da sind“, fragte ich ihn, woraufhin er nur nickte. Zusammen machten wir uns auf den Weg zu mir.

Als wir zuhause ankamen, ließ ich Otsubo zuerst rein, sagte ihm aber, dass er nichts tun oder sagen sollte, bis ich ihm ein Zeichen gab. „Bin wieder zu Hause“, brüllte ich durch das ganze Haus, was den Basketballer zusammenzucken ließ. Als Antwort bekam ich nur ein 'Hallo' von Takumi. Gut, unsere Eltern waren wirklich nicht zuhause, denn das wäre sonst problematisch gewesen. „Du hast übrigens Besuch“, schrie ich wieder und Otsubo lächelte. „Zieh lieber deine Schuhe aus, sonst wirst du vorher noch umgerannt“, warnte ich ihn und er tat es tatsächlich. Von Oben hörte man ein Buch, welches auf dem Boden landete und Takumi, welcher die Treppe runter polterte. Dann gab ich Otsubo das Zeichen. „Pass auf, dass du nicht wieder hinfliegst Takumi“, rief er belustigt zu meinem Bruder. Sofort kam dieser um die Ecke geschossen und starrte den Jungen an. „Oh Gott du bist größer geworden Takumi“, lachte er ein kleines bisschen, da der Angesprochene leicht den Mund verzog. „Klar, bin ja noch nicht so alt wie du“, grinste dieser dann und Otsubo sah verdattert drein. „Ok Jungs, ich lass euch dann mal allein, hab Morgen noch was vor, Nachti. Zerlegt bloß nicht das Haus und das linke Zimmer neben Takumi's bleibt Tabu, klar Otsubo?“, harkte ich nach und als ich ein Nicken der Jungs bekam ging ich zufrieden nach oben ins Zimmer.

Schnell hatte ich mich umgezogen und hörte die Jungs noch quatschen und lachen. Ich freute mich immer, wenn Takumi Besuch hatte, denn dann war er meist noch glücklicher als sonst. Noch ein bisschen horchte ich den Jungs zu, ehe ich ins Land der Träume verschwand.

Samstag 6. April 2014

Fröhlich pfeifend lief ich durch das Haus. Heute würden Miki, Luca, Kano und ich zu einem Training der Seirin Oberschule gehen und ich würde Anzu endlich wiedersehen. Ich mochte sie und ihre komischen Hobby's irgendwie. Es war immer zu witzig, wie sie ihre Zeit mit Videospielen und Superhelden verbrachte. Außerdem wollte ich unbedingt Testuya wiedersehen, da ich mich mit ihm damals ganz gut verstanden hatte. Hoffentlich hatte er ein neues Licht gefunden, da Daiki ja auf eine andere Schule ging.

„Warum hast du denn so gute Laune?“, zischte meine Mutter mich an. „Was hat dich das zu interessieren?“ Mit diesem Satz ging ich einfach an ihr vorbei in die Küche. Dort saß mein Bruder, welcher schon aufgestanden war und seinen Kaffee trank. Wie konnte er nur so etwas trinken? Noch immer war mir das ein Rätsel, da dieses Gemisch echt ekelig war. Jeder so wie er wollte. „Was'n mit dir los?“, fragte er gereizt, da er immer noch müde war. „Ich sehe heute A-chan wieder“, sang ich freudig und ließ alle meine gute Laune spüren. Takumi nickte bloß, eher er sich auf den Weg machte in sein Zimmer zu schlürfen. Wahrscheinlich war er in der Nacht wieder auf einer Party gewesen, sodass er stockbesoffen gewesen war. Kein Wunder, dass er so komisch hin und her schwankte.

Schnell lief ich wieder in mein Zimmer, um mich fertig zu machen, da ich die Anderen schon um 11 Uhr traf und es 10:30 Uhr war. Ich zog mir eine schwarze Hotpants und ein schwarzes T-Shirt an. Dazu trug ich schwarze, hohe Turnschuhe. Meine Spange tauschte ich gegen ein dunkelblaues Haarband aus und schon konnte ich gehen. Es war gerade 10:50 Uhr, als ich das Haus verließ und mich auf den Weg zur Seirin machte um mich dort mit den Anderen zu treffen.

Ich kam gerade so pünktlich an, denn die andere waren alle schon da. „Na endlich“, stöhnte Miki genervt auf, weswegen ich mich kurz entschuldigte, ehe wir reingingen. Die Halle der Seirin war nicht so groß wie unsere, doch ich fand, das man dort auch gut trainieren konnte, wenn man wollte. Die Jungs waren noch nicht da, nur Anzu stand allein in der Halle und wartete scheinbar. „A-chan“, schrie ich laut und lief, mit meiner Tasche, zu ihr, um sie in eine Umarmung zu schließen. Natürlich, war hatte sie wie immer ihr Spielekonsole in der Hand. „Du hast dich wirklich gar nicht verändert Batgirl“, lächelte Anzu mir entgegen, weswegen ich noch mehr zu Grinsen anfangen musste. „Du dich aber auch nicht A-chan“, strahle ich förmlich. Ich freute mich echt sie wiederzusehen, denn ich vermisste die Zeiten an der Teiko jetzt schon.

Nachdem ich Anzu sehr offen begrüßt hatte, kamen auch die anderen zu uns. Luca und Miki begrüßten sie ebenfalls, genau wie Kano. Natürlich war es bei Kano das reinste Gestotter, so wie sie immer zu Fremden war und ich musste die ganze Zeit über lachen. Es war schon wirklich witzig, wie sie versuchte ein, zwei Sätze zustande zu kriegen und es ihr nicht gelingen wollte. Dabei drehte sie ihr langes, rotes Haar ein und guckte ganz unsicher. Doch sie fing sich schnell, sodass sie normal mit Anzu reden konnte. Gerade wollte ich meine kleine Tasche um meine Schulter hängen, als ich hinter mir einen dumpfen Aufschlag hörte. Ruckartig drehte ich mich um, als ich das verschreckte Gesicht von Kano sah.

Hinter mir lag doch tatsächlich ein Junge und drumherum standen viele andere in ihren Sportklamotten, auch Tetsuya. „Oh Gott, das tut mir leid, das wollte ich nicht“, fing ich an hysterisch im Kreis zu laufen und hörte schon die unterdrückten Lachen der Jungs und meiner Freunde. Einzig Tetsuya blieb genauso gelassen wie immer. „Geht es dir gut?“, fragte ich nach meiner Herumrennerei den Jungen, welcher noch immer am Boden lag. „Klar geht es ihm gut, er ist ja nicht aus Zucker“, gab ein Junge mit Brille und schwarzen Haaren ernst von sich. „Entschuldigung“, sagte ich kleinlaut. Schlagartig stand der Junge wieder auf und kratzte sich am Hinterkopf. „Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, es ist alles gut“, lächelte er und sah nun ernst zu dem Jungen mit der Brille, ehe er ihn am Arm mit nach hinten zog. Der Rest folgte ihnen.

Nachdem wir dann auch mit den Jungs reingegangen waren, stellte Anzu uns alle vor. Die Einzigen Namen, die ich behalten konnte waren Hyuuga, der Kaptain des Teams, Kagami Taiga, der Große, Rothaarige und Kiyoshi Teppei, der meine Tasche auf den Hinterkopf gekriegt hatte. Natürlich kannte ich noch Tetsuya. Dann machten sich die Jungs an das Training, welches ich gespannt mitverfolgte. Eigentlich wollte ich ja mit Anzu reden, doch dies schien ich gerade zu verdrängen, da diese Jungs einiges an Potenzial hatten und interessant waren.

Das Spiel war leider viel zu schnell vorbei, doch es hatte sehr viel Spaß gemacht zuzugucken. Gerade standen wir alle draußen um uns zu unterhalten, doch ich stand mit Tetsuya etwas abseits von den anderen. „Hey Tetsu, freut mich, dass du dich jetzt schon so gut in diese Mannschaft eingelebt hast. Sie sind alle sehr interessant und auch vom Charakter her sehr unterschiedlich. Kagami ist dein neues Licht, oder?“, plapperte ich drauf los, was ihm nur ein Seufzten entlockte. „Ja“, mehr sagte er nicht, eigentlich wie immer, doch daran hatte ich mich schon gut gewöhnt, da wir uns in der Mittelschule etwas besser verstanden haben als der Rest. „Dieser Kiyoshi ist irgendwie ungewöhnlich“, flüsterte ich vor mich hin und der Blauhaarige nickte nur, bis Kano mich wieder zu den anderen rief. Wir wollten jetzt los, denn uns stand noch der Rest des Samstags bevor und die anderen hatten keine Lust mehr hierzubleiben, weswegen ich mich schweren Herzens von Anzu und den anderen trennen musste, als sie schon losgingen.

Nachdem ich zu Hause ankam hatte ich gar keine Idee mehr, was ich hätte tun sollen, also nahm ich mir einen Fußball und lief mit ihm zum Park. Auf dem Basketballplatz gab es zusätzlich auch zwei Tore und so konnte ich übe, da gerade niemand da war. Zuerst spielte eich ein bisschen, also ich dribbelte den Ball, ehe ich ihn immer im Tor versengte. Danach übte ich ein bisschen den Ball zu kontrollieren, indem ich ihn mit dem Vollspann in die Luft schoss und ihn dann immer wieder auffing. Zu guter letzt versuchte ich in die verschiedenen Ecken zu schießen. Als ich fertig war, war es schon dunkel, aber ich legte mich auf den kalten Boden des Platzes.

Nur kurz hatte ich die Augen geschlossen, als ich einen Ball aufprallen hörte. Sofort zuckte ich hoch, nur um es gleich zu bereuen, da alles schwarz wurde und ich wieder nach hinten wegkippte. Ein dumpfer Schlag ertönte und nur eine Sekunde danach hielt ich mit den Hinterkopf. Kurz nahm ich eine Hand weg, als ich Blut auf dieser sah. Oh man, da hatte ich mir ja etwas eingebrockt, toll Amaya. „Gehts dir gut?“, konnte ich eine Stimme über mir hören, sodass ich sie öffnete und in hellbraune guckte. Erschrocken rutschte ich zwei Zentimeter zurück und kam erst dann hoch. Was zum Teufel?

Vor mir stand dieser Kiyoshi mit einem Basketball in der Hand. „Hast du heute nicht schon genug trainiert?“, fragte ich ihn kalt, was seine Augenbrauen hoch zucken ließ. „Konnte aber nicht schlafen“, antwortete er schulterzuckend und fing an den Ball zu dribbeln, diesmal aber einen Basketball. Ohne, dass ich es wollte schoss ich auf ihn zu und nahm ihm den Ball sofort ab. Natürlich hatte er nicht damit gerechnet und so blieb er erst einmal erstarrt. „Was ist, schon genug?“, verspottete ich ihn, worauf er sich wieder fing. „Spielst du Basketball?“, kam die Frage von ihm. Leicht schüttelte ich den Kopf. „Ich liebe Basketball.“ Diesen Satz hatte ich schon oft gesagt, wenn mich jemand so fragte und doch kam immer das gleiche Ergebnis dabei heraus, Gelächter. Doch dieses blieb aus. Verwundert sah ich ihn an. „Da sind wir ja schon zwei“, sagte er nur und lief auf mich zu, um mir den Ball abzunehmen. Gekonnt wich ich auf und versuchte einen Korb zu machen, getroffen.

So ging das die ganze Zeit weiter, bis wir Beide nicht mehr konnten und keuchend auf dem Platz lagen. Er hatte 50 : 47 gewonnen, aber das machte mir nichts aus, war ja ein Mädchen. „Du bist gut“, lobte er mich auf einmal. „Danke, du aber auch.“ Ich schaute leicht zu ihm hinüber und konnte ein Lächeln auf seinem Gesicht erkennen. „Lass uns bald mal wieder spielen“, warf er plötzlich in den Raum. Lächelnd nickte ich. Danach standen wir auch und spielten noch ein bisschen. Wir passten uns den Ball zu und einer machte einen Korb. Da ich nicht dunken konnte übernahm er das und ich warf von weitem.

„Na dann, ich muss los, hier meine Nummer, lass uns bald mal wieder spielen“, verabschiedete sich Kiyoshi und lächelte mir noch zu, ehe er in der Dunkelheit verschwand und mich allein mit dem Fußball auf dem Platz zu lassen. Die Dunkelheit umgab mich, sodass mir ganz mulmig wurde. Also beschloss ich auch nach Hause zu gehen.

Zuhause aß ich schnell noch etwas, ehe ich mich umzog und ins Bett legte. Noch kurz schnappte ich mir ein Buch und las ein paar Seiten, bis mir die Augen zufielen und ich einschlief.

Sonntag 7. April 2014

Schlaftrunken wachte ich auf und sah auf mein Handy. 3 Anrufe in Abwesenheit und 11 SMS. Alle von einer unbekannten Nummer. Die letzte davon öffnete ich.

'Hast du Lust heute wieder zu spielen? Teppei'


Sanft lächelte ich, als ich die SMS las. Kurz überlegte ich, ob ich heute noch etwas vorhätte, doch ich schüttelte den Kopf. Noch immer lächelnd tippte ich meine Antwort ein.

'Klar, 13 Uhr? Amaya'


Schnell kam die Antwort.

'Ok, bis nachher. Teppei'


Als ich auf die Uhr guckte bemerkte ich, dass ich noch ein bisschen Zeit hatte, also ging ins Bad und machte mich fertig. Heute trug ich eine dunkelblaue Hotpants und ein hellblaues Top, dazu schwarz-weiße Turnschuhe und band mir wieder das dunkelblaue Haarband in die Haare, ehe ich mich langsam aber sicher auf den Weg machte. Draußen wehte ein starker Wind, was mich nur lächeln ließ. Ich mochte Wind sehr, da er eher beruhigend auf mich wirkte und einen erfrischte. Deswegen ging ich, immer wenn ich schlechte Laune hatte raus, denn dadurch beruhigte ich mich und konnte mich so vor Entscheidungen, welche ich mal bereuen würde schützen. Am Basketballplatz hörte ich einen Ball prellen und lief schnell dahin. Dort stand Kiyoshi, welcher sehr auf den Ball konzentriert war.

„Tja soviel zum Thema 13 Uhr“, lächelte ich ihn an und er schreckte jetzt erst aus seinen Gedanken raus. Leicht lächelte er zurück. „Zwei doofe ein Gedanke.“ Mehr sagte ich nicht, sondern wir fingen gleich an zu spielen. Natürlich gewann er wieder. „Lust in die Stadt zu gehen?“, fragte er micht, nachdem wir zwei Stunden gespielt hatten. Ich nickte leicht.

In der Stadt sahen wir uns erst in verschiedenen Basketballshops Sachen an, ehe wir zu einer Eisdiele gingen. Teppei bestellte für uns je zwei Kugeln Zitrone, da wir Beide diese Sorte am liebsten mochten. Danach gingen wir in einen anderen Park, wo die Kirschblüten gerade im Wind herumflatterten. Mit strahlenden Augen sah ich mir diese an. An einer Bank unter diesem Baum setzten wir uns und schwiegen. Gerade wollte ich etwas sagen, als mein Handy vibrierte. Schnell nahm ich es aus meiner Hosentasche und ging ran. „Ja, was ist?“, ging ich nicht gerade freundlich ran, da meine Mutter angerufen hatte. „Dein Bruder möchte mit dir zu einem Basketballspiel fahren, hat sein Handy aber irgendwo verloren“, herrschte sie mich sofort an. Ich verdrehte nur die Augen. „Welches Spiel?“, fragte ich nebenbei. „Es ist nur so zum Spaß und alle können mitspielen, wenn sie wollen“, kam nur von ihr. „Darf ich jemanden mitbringen?“ „Wenn es sein muss“, zischte sie und ich musste mich beherrschen nicht gleich wieder unfreundlich zu sein. „Ok, sag ich ich bin gleich da.“ Damit legte ich auf. „Kommst du mit zu einem Basketballspiel? Wir wollen vielleicht mitspielen“, fragte ich Teppei lachend und er stimmte zu. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zu mir nach Hause.

Zuhause wurde ich schon erwartet. Takumi stand aufgeregt in der Küche und neben ihm Otsubo. Als sie Teppei erblickten wussten sie scheinbar nicht, was sie sagen sollten, also nahm Teppei das in die Hand. „Hey Leute, lange nicht mehr gesehen“, lächelte er sie an und die Beiden erwachten aus ihrer Starre. Beide begrüßten ihn ebenso freundlich und zusammen machten wir uns alle auf den Weg zum Park, in dem Teppei und ich immer spielten. Auf dem Feld stand schon eine ganze Mannschaft von Leuten, die wir nicht kannten. Gegenüber nur ein Junge, weswegen wir ihn fragten, ob wir mit ihm zusammen spielen konnten. Er willigte sofort ein. Otsubo übernahm die Rolle des Centers, Teppei die des Point Guards, Takumi die des Small Forwards, der Junge die des Power Forwards und ich die des Shooting Guards. Da ich relativ gut werfen konnte, spielte ich Freizeitmäßig oft auf der Position des Shooting Guards. Unsere Gegner sahen nicht gerade stark aus.

Als das Spiel anfing, passte Otsubo zu Takumi, welcher sofort zu Teppei warf und dieser den Ball im Korb versenkte. Genau das ging das ganze Spiel so weiter. Ab und zu bekam ich auch mal den Ball und warf Körbe, doch die Takumi und Otsubo ignorierten mich beide. Nur Teppei warf mir immer wieder entschuldigende Blicke zu. Als das Spiel zu ende war, stand es 110: 23 für uns. Schnell gingen wir wieder nach Hause und da Otsubo und Takumi schnell in Takami's Zimmer verschwanden, gingen Teppei und ich in meins. Es war zwar nicht gerade viel drin, außer ein paar Bücher über Sportmedizin, einem Foto von meiner Zeit bei Teiko, meinem Laptop und meinem Fußball und Basketball. Die Tapete war sehr schlicht gehalten und vier Blumen standen in meinem Zimmer. „Irgendwie passt das Zimmer zu dir“, lächelte er und sah mich an. Da es schon spät war, aßen Takumi und ich mit Otsubo und Teppei zu Abend und danach mussten die Beiden gehen.

Als der ganze Trubel geendet hatte, setzte ich mich mit meinem Laptop auf mein Bett und ging in den Chat rein. Heute wollten meine Teiko Mädels und ich endlich mal wieder chatten. Ich fragte mich, was sie so erlebt hatten...
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