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Im Schatten einer Generation von Wundern

von lenne87
MitmachgeschichteAllgemein / P12 / Gen
17.11.2014
11.08.2015
27
146.536
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17.11.2014 7.121
 
Montag 1.4.14
Pipp, Pipp. Mein Wecker klingelte und ich sprang sofort auf. Yeah es war Morgen, endlich. Ich überlegte ob ich meine Mädels mit einem Weckruf nervte. Hatte ich in Teiko öfter gebracht. Entschied mich dann aber doch dagegen. Amaya hätte sicher wieder schlechte Laune wenn ich das täte. Ich zog mir meine Schuluniform an. Sie bestand aus einem grünkarierten Rock und einem schwarzen Pulli. Dann band ich mir die Haare wieder zu zwei Zöpfen und rannte die Treppe runter.

„Ohaio“ schrie ich förmlich in die Küche.
„Ich frage mich wie du nur immer so gut gelaunt sein kannst Kizni.“ Meinte meine Tante.
Ich zog eine Schute. Ich hasste diesen Spitznamen. Na ja was soll‘s. Ich machte mir ein richtig leckeres Frühstück. Und dann Verließ ich auch schon das Haus. Ich zog mir Inliner an, damit verband ich Sport und Schnelligkeit. Yosen war nämlich ein gutes Stück von hier entfernt, aber die Bahn würde ich nicht nutzen ich hasse Menschengedrängel, außer es geht um Schlussverkäufe. Ich lief los. Andere Schuhe hatte ich ja in der Tasche. Dann brauste ich los. Ich fuhr an einer Bäckerei vorbei. Ich sah kurz hinein und wen sah ich da? Richtig Murasakibara, der kaufte scheinbar das ganze Sortiment an Keksen. Kopfschüttelnd fuhr ich weiter. Die Yosen High kam in Sicht. Ich stockte. Das Teil war riesig. Monströs. Ach was Gigantisch. Leichte Panik stieg in mir auf. Ich hatte einen miesen Orientierungssinn. Ein Glück gingen Kira und ich in dieselbe Klasse. Ich hoffte nur dass sie schon da war. Leider konnte ich sie nicht entdecken. Toll. Naja nur keine Schwäche zeigen Kizuna. Ich zog mir die Inliner aus und tauschte sie gegen normale Schuhe. Dann suchte ich die Turnhalle wegen der Eröffnungszeremonie.
„Hmmm, irgendwie scheine ich hier falsch zu sein“ meinte ich laut als ich nun schon zum vierten Mal IN der Besenkammer im zweiten Stock der Schule stand. Mein Handy klingelte. Es war Kira. Gott sei Dank.

„Kizu-chan, wo bist du? Wir wollten uns doch vor der Turnhalle treffen!“ sagte sie.
„Kira ich stehe hier irgendwo in der Schule und suche die Turnhalle.“ Meinte ich verzweifelt.
„Bleib wo du bist, ich komme dich holen“, sagte ich. „Gib mir nur eine Beschreibung, wo du ungefähr bist“
Das tat ich dann auch. Sie kam mich holen und stürmisch fiel ich ihr um den Hals. Nachdem ich dann doch endlich mit Kira in der Turnhalle war und wir die Ansprache hinter uns hatten ging es in die Klassenzimmer.
„Kira wir suchen nachher mal den Basketballclub. Ich will den Trainingsplan haben.“ Meinte ich
„„Können wir nicht noch ein paar Tage warten?“, seufzte sie.
„Wäre es für dich nicht erst besser, wenn du dich in der Schule zurechtfinden würdest?“ Ich und eingewöhnen? Pah niemals.
„Wenn wir warten werden wir schwach und außerdem sind sonst alle Positionen weg.“ Gab ich zu bedenken. Sie nickte, denn sie wusste dass ich Recht habe.
Der Unterricht ging schneller vorbei als gedacht. Sofort stand ich an Kiras Tisch und grinste dümmlich. Kira und ich machten uns auf die Suche nach dem Basketballclub. Mal schauen wie das hier läuft. Da ich hier nicht der Cäpt’n war fand ich das richtig aufregend. Wir betraten den Clubraum. Nur ein blondes Mädchen saß dort. Sie sah aus wie Barbie persönlich. Total übertrieben geschminkt, lange Fingernägel aus einem Nagel Studio und perfekt gestylte Haare.
„Hey wir wollen dem Basketballclub betreten.“ Meinte ich.
„Schön wir haben bestimmt noch Platz auf der Bank. Ich bin Lorana Ariko der Cäpt’n hier. Dienstag haben wir Training. Erscheint dann in Sportzeug in der großen Halle.“ Meinte Ariko.
„Wir haben nur Dienstag Training? Ist das nicht ein bisschen wenig.“ warf ich ein. Kira war da Diplomatischer. Wenn sie nicht gleich eingegriffen hätte wäre ich Barbie ins Genick gesprungen.
„Wir sind es gewohnt öfter zu trainieren. Wäre es nicht möglich, da noch ein oder zwei Tage dranzuhängen?“, schlug Kira vorsichtig vor.
„Wenn es euch nicht passt könnt ihr euch ja einen anderen Club suchen. Wir trainieren in Halle sechs zusammen mit den Jungs.“ Meinte Ariko.
Ich war leicht geschockt wieso trainierten die nur einmal in der Woche. Wir hatten Damals vier Tage die Woche Training. Kaoru war da Gnadenlos und wenn es ihr nicht gefiel durften wir sogar jeden Tag antraben. Ich ahnte schlimmes. Doch ich ließ mir meinen Gedankengang nicht anmerken. Ich drehte mich zu Kira um.
„Na gut dann warten wir mal das Training morgen ab. Vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm.“ Meinte ich.
„In Ordnung“, gab Kira ihr schlichte Zustimmung“
Dann verabschiedeten wir uns. Ich zog mir die Inliner wieder an. Ich kam an einem Basketballplatz vorbei. Ein paar Jungs spielten dort. Ich blieb stehen. Ihre Technik war gut. Sie trugen Yosen Hosen. Waren das welche von Jungen Team? Wow der eine sieht aber Gruselig aus. Er war riesig um die zwei Meter und hatte schwarze Haare und mega Kotletten. Na ja ich machte mich wieder auf den Weg. Ich würde nachher nochmal hergehen um ein paar Körbe zu werfen.
Regel 1: Ein Shooting Gaurd ist nie zufrieden mit seinen Shoots.
Ich kam zu Hause an. Ich war allein. Ich zog mir eine rotbraune Leggins und ein Long Shirt an. Dann legte ich einen Zettel auf den Tisch und verschwand mit einem Basketball. Als ich an dem Platz ankam war keiner mehr da. Gut so konnte ich wenigstens Shooten. Ich lockerte meine Muskeln und begann zu Shooten. Mit jedem Wurf erhöhte ich meine Distanz. Das zog ich bis es dunkel wurde durch. Ich machte mich auf den Heimweg. Tja dann folgte eigentlich nur das übliche „Und wie hat dir der Tag gefallen“ Gequatsche. Ich ließ es über mich ergehen und verzog mich dann in mein Zimmer. Dort las ich dann das Biobuch weiter. Ich arbeitete immer etwas vor. Ich hasste es unvorbereitet zu sein. Doch ich war aufgeregt wie Morgen das Training werden würde.

Dienstag 2.4.14
Der Tag hatte gut begonnen ich hatte gefrühstückt und war wieder pünktlich in der Schule. Kira hatte mir befohlen am Tor auf sie zu warten, weil sie nicht den ganzen Komplex absuchen wollte. Ein Junge blieb vor mir stehen. Er war ein Stückchen größer als ich und hatte braune Haare. Er grinste doof.
„Hey Zuckerstück wartest du hier auf mich?“
„Nicht wirklich“
„Ich bin Koja Nagita.“
„Yukinari Kizuna“
„Freut mich. Ich bin der Stürmer der Fußballmannschaft. Die Mädels liegen mir zu Füßen. Na ja ich seh halt gut aus. Aber ich will ja nicht angeben. Du gefällst mir weist du.“
Eitelkeit dein Name sei Fußballvollpfosten. Nicht austicken Kizuna. Ganz ruhig.
„Ah ja“
„Unsere Mannschaft ist richtig gut. Wenn du willst kannst du ja mal zu einem Spiel kommen.“
„Nein“
„Warum nicht? Du weißt nicht was dir entgeht.“
„Ich spiele Basketball und interessiere mich nur dafür.“
„Was ist denn daran interessant? Basketball ist voll Sinnlos, ein Mädchen wie du sollte so einen stumpfsinnigen Sport nicht machen.“
So meine Freunde wüssten jetzt, dass ich leicht allergisch auf solche Typen bin. Ich hoffte Kira kam bald sonst Kotz ich dem Typen vor die Füße. Meine Hand ballte sich zur Faust. Doch eh ich dem Typen eine runterhauen komme kam Kira um die Ecke ich ließ den Typen einfach stehen.
„Lass uns bloß rein gehen bevor ich mich vergesse.“
„Ach, ich fand den ganz nett“, sagte sie mit einem ironischen Unterton in der Stimme. „Der ist sicher genau dein Typ.“ Ich zog ein Gesicht das Bände sprach.
Der Unterricht war wie immer langweilig. Er zog sich in die Länge. Ist wahrscheinlich doch eine blöde Idee immer vorzuarbeiten. Doch dann ging endlich es zum Training. Ich sah mich im Umkleideraum um. Soweit ich das einschätzen konnte gab es kaum ein Mädchen hier das annährend das Potenzial hatte gut zu spielen. Cäpt’n Barbie zog sich eine bauchfreies Top und ein sehr knappes kurzes Höschen an. Ich musste mir mächtig auf die Zunge beißen um den Kommentar runterzuschlucken. Wir betraten die Halle.
„Also ich begrüße unsere neuen. Ich bin Lorana Ariko ich bin der Cäpt’n hier und meine Position ist Power Forward. Das ist Evalyn Tamara sie ist Shooting Guard. Julika Kotori sie ist Small Forward. Shin Sahra sie ist Point Guard und Horoshi Anisa ist unser Center. Wir machen heute ein lockeres Training um eure Zukunft im Team festzulegen.“
Ich sah mir die Weiber an. Sie waren eindeutig nicht für die Positionen geeignet. Der Small Forward hatte mehr drauf, als der Power Forward das sah ich mit einem Blick. Der Point Guard war viel kräftiger als die Center Spielerin. Und ich bin ja mal gespannt was der Shooting Guard so drauf hatte. Das war ja nun schließlich mein Spezialgebiet. Es gab ein Match neue gegen alte. Wie ich es vorher gesehen hatte war der Small Forward eher Power Forward. Ich glaube Ariko will nur im Mittelpunkt stehen. Deshalb spielt sie die Position Power Forward. Sie war total schlecht darin. Meine Mannschaft gewann den Kampf Senpais gegen Kohei.
„Wow du kannst ja richtig gut werfen“ meinte Horoshi-san zu mir. Sie war hübsch lange rote Haare und grüne Augen. Sie war etwa 1,70 groß und ihre Würfe waren spitze sie war eindeutig SMALL FORWARD!!! Nicht Center!
„Klar ich bin Shooting Guard.“ Meinte ich.
„Das ist aber meine Position da wirst du dann wohl auf der Bank sitzen.“ Meinte Evalyn überheblich.
Sie war schwarzhaarig, ihr Haar trug sie offen. Ein absolutes No Go im Sport. Kao hätte ihr in den Arsch getreten. Sie war kleiner als ich, nur 1,72 groß und ob man es glaubt oder nicht noch zierlicher als ich. Wenn die gegen Sash oder Luca antreten musste würde sie sich sicher Verletzten. Von ihren Dreiern gingen etwas 40% daneben. Für einen Shooting Guard eine Katastrophe. Der Small Forward alias Power Forward war spitze. Anders als Barbie hatte sie mächtig was drauf und könnte selbst Yin gefährlich werden und die war spitze. Auch wenn Yin die Point Forward Position nicht mochte. Sie hatte kurze dunkelblaue Haare und einen sehr athletischen Körper. Mit ihren 1,76 war sie eine der größten hier. Doch sie war steif in der Hüfte. Wie eigentlich alle hier. Ein richtiges formloses Spiel mit schnellen Fake wechseln könnte sie nicht. Nun mischte sich Barbie ein.
„Tja da du und deine kleine Freundin ganz gut seid, werdet ihr als Ersatzspieler auf der Bank sitzen.“
„War ja klar“, murmelte Kira halblaut vor sich hin und strich mir eine Haarsträhne hinters Ohr.
Zicke dachte ich mir. Damit war das Training beendet. Das reichte nicht mal um warm zu werden, ich zog Kira mit mir mit. Wenn ich da an Kaorus Training dachte, wurde mir ganz anders.
„Ich denke hier werden wir nicht wirklich zu etwas kommen, Kira-chan. Wir werden unseren eigenen Trainingsplan durchziehen. Die Mädchenmannschaft hier ist ein Witz. Ich zeichne uns dann mal den Trainingsplan von Kaoru-chan auf.“
„Wenn du mir eine schriftliche Erklärung dazu gibst, gerne. Deine Zeichnungen sind… wie soll ich es sagen… verwirrend“, umschrieb sie meine Kunst.
„Na so schlecht sind meine Zeichnungen ja nun auch nicht.“

„Habe ich nicht behauptet. Ich sagte nur, dass sie verwirrend sind und wir deswegen schon ein paar Missverständnisse hatten“ verteidigte sie sich.
„Hast ja Recht. Überleg dir mal ob du die Small Forward oder Point Guard Position trainieren willst. Da wir hier tatsächlich die größten und besten des Teams sind, kannst du dir das Aussuchen.“
„Im Grunde ist die Mannschaft ganz gut, wenn man sie nur auf den richtigen Positionen besetzen würde. Doch ich denke, keiner eignet sich wirklich als Spielmacher. Ich denke, ich konzentriere mich auf das, was ich am besten kann. Passen und Stealen. Werfen überlasse ich dir, also könnte ich mich auf die Point Guard Position konzentrieren.“
„O.k. dann machen wir heute Schluss. Ab Donnerstag ziehen wir dann das übliche Training durch.“
Sie nickte und wir verabschiedeten uns. Ich ging nach Hause. Dieser Tag hatte mich nicht zufrieden gestellt. Enttäuscht über diese Leistung skatete ich nach Hause.

Mittwoch 3.4.14
Der Tag begann schon schlecht. Es regnete und das hieß ich musste früher los, weil ich laufen musste. Ich steige ja nicht in Züge. Nachdem ich mich also auf dem Weg gemacht hatte, einmal hingefallen bin und mir ein Schnürsenkel gerissen ist. Fiel mir auf, dass ich mein Essen zu Hause stehen gelassen hatte. Das hieß ich musste mir etwas kaufen. Kira wartete wie jeden Morgen auf mich. Kaum war ich da gingen wir auch schon hinein. Das Klassenzimmer war wie immer überfüllt. Ich schlängelte mich zu meinem Platz durch. Das ging alles ganz Reibungslos. Der Unterricht zog sich wie Kaugummi denn wir hatten Englisch das Fach mochte ich nicht und nach der dritten Stunde hatte ich abgeschaltet. Ich sah aus dem Fenster. Der Regen hörte gar nicht mehr auf. Dann klingelte es endlich und ich erschreckte mich total. Ich konnte es kaum erwarten in die Pause zu kommen. Ich gähnte herzhaft.
„Du weißt schon, dass wir noch ein paar Stunden vor uns haben, ehe du schlafen kannst?“, Fragte sie mich belustigt. Ich sah Kira an, die sich wirklich zu amüsieren schien
„Ich will nicht mehr wenn ich daran denke das es noch weiter geht wird mir übel.“
„Denk positiv. Schlimmer kann der Tag nicht mehr werden“
Dein Wort in Gottes Ohren dachte ich mir. Dann klingelte es zur Mittagspause. Kira seufzte und drehte sich zu mir um.
„Kizu-chan? Hast du Lust Mittag essen zu gehen?“
„Sehr Gerne ich habe mein Essen eh stehen gelassen“

Wir machten uns auf dem Weg zur Cafeteria. Es gab Misosuppe und zum Nachtisch Pudding. Oh das war gut, ich mochte Misosuppe. Ich nahm mir die Suppe und den Pudding und gemeinsam machten wir uns auf die Suche nach einem Platz. Da es draußen regnete war der Boden auch noch voll rutschig. Kira lief neben mir her.
„Da hinten ist was frei“ Wir schlängelten uns durch die Gänge.
„Wah“ schrie ich aus.
Ich war weggerutscht, landete auf meinem Hintern und mein Tablett mit dem Essen flog im hohen Bogen durch die Luft. Ich konnte ihm nur Tatenlos dabei zusehen.
„Aua, das tat weh“ hörte ich es monoton hinter mir. Es war die Stimme des Grauens.
„Bitte dreh dich um Kira und sag mir, dass ich NICHT Murasakibara getroffen habe.“ Meinte ich. Sie tat es. Ich sah dass sie sich zusammenreißen musste. Ihr Lachen tarnte sie mit einem Räuspern
„Tut mir leid, aber ich fürchte, doch“ presste sie förmlich hervor.
Ich drehte mich nun ebenfalls um. Ich hatte ihn getroffen und zwar ganz sauber. Meine Suppenschüssel lag auf seinem Kopf und mein Pudding lief ihm die Brust langrunter. Au weh. Ich stand sofort auf.
„Es tut mir so unendlich Leid, Murasakibara-kun.“ Das meinte ich ernst, immerhin war die Suppe heiß gewesen.
„Wenn du das nicht essen wolltest hättest du es mir auch einfach so geben können.“ Meinte er trocken.

Oh man der war sauer. Ich muss mir was einfallen lassen. Murasakibara war kein Mensch den man freiwillig verärgert. Ich hatte gesehen wie er in Teiko einen Mitschüler runter geputzt hatte, der ihn angerempelt hatte und dadurch seine Süßigkeiten auf dem Boden lagen.
„Ich mach es wieder gut.“ versprach ich. Er sah mich missmutig an.
„Aber zuerst komm mit. Kira entschuldige mich bitte kurz.“

Sie grinste nur. Ich zog Murasakibara am Arm mit mir. So konnte er ja schlecht den Rest des Tages rumlaufen. Ich lief Richtung Splinte. Die fand ich mittlerweile ohne mich zu verlaufen. Ich öffnete meinen Splint. Ich hatte Handtücher und Waschzeug in meinem Schrank. Dann knallte ich das Ding wieder zu und zog Murasakibara weiter mit mir Richtung Waschräume. Dort gab ich ihm Haarwaschmittel und Handtuch. Er sah mich und das Shampoo abwechselnd an.
„Du sollst dir die Haare waschen. Und zieh deine Uniform aus, ich kümmere mich um eine neue Uniform für dich.“ Meinte ich. Das tat er dann auch leider mitten auf dem Flur. Mir schoss sofort Röte ins Gesicht.
„BAKA!!! Doch nicht hier draußen. Geh in den Waschraum.“ Ich schubste ihn in den Raum.
Dann rannte ich los. Keine zwei Minuten später hatte ich eine neue Uniform für Murasakibara-kun besorgt. Nur wo musste ich jetzt hin? Ich nahm mein Handy raus. Ich wählte die Nummer die mich immer rettete.
„Du Kira ich stehe hier vor dem Krankenzimmer wie komme ich zum Waschraum im dritten Stock?“
Sie seufzte.
„Du gehst den Gang entlang zur Treppe, läufst hoch zum dritten Stock, dann nach links und die dritte Tür ist dann der Waschraum“ folgte ihre Erklärung.
„Du rettest mich echt jedes Mal bis gleich.“ Ich legte auf.
Murasakibara kam wieder raus. Leider immer noch oben ohne. Er hatte nun auch noch nasse Haare. Ich gab ihm die neue Uniform. Er sah mich noch immer missmutig an. Ich wusste nicht was ich zu ihm sagen sollte. Also wartete ich bis er sich angezogen hatte.
„Lass uns zurück zur Cafeteria:“ meinte ich schlicht.
„O.k. Aber du musst mir noch etwas als Entschuldigung geben, kleines Mädchen.“ Meinte er.
„Wie hast du mich gerade genannt???“ Eine Wut Ader pochte auf meiner Stirn.
„Oh du bist Sauer“ stellte er fest. Ich atmete tief durch.
„Ich mag es einfach nicht klein genannt zu werden. Lass uns jetzt gehen.“ Meinte ich.
Ich wandte mich zum Gehen um.
„Oi, du zur Cafeteria geht es hier lang.“
Sofort schoss mir erneut Röte ins Gesicht.
„Ich habe auch einen Namen, Murasakibara-kun.“
„Denn kenne ich aber nicht.“ Schmollte er. Toll da sitzt man drei Jahre neben einander und jetzt Hintereinander und er kennt einen immer noch nicht. Das tat weh.
„Yukinari Kizuna“
„Ah Nari-chin.“ Meinte er.
„Nein nicht Nari-chin. Yukinari“
„Yuki-chin klingt aber wie ein Jungenname. Also bist du Nari-chin. Kizu-chin geht auch oder Zuna-chin.“ Meinte er dann.
Ich schüttelte den Kopf. In der Cafeteria ließ ich ihn dann einfach stehen. Ich kaufte mir also nochmal was zu essen. Kira lachte sie fand das ganze unglaublich komisch aber ihr grinsen würde ihr noch vergehen.

Ich holte mein Handy raus und schrieb eine SMS an Kao-Chan.

Hi Kao-Chan oder soll ich lieber Coach sagen?
Mein hiesiges Team ich mega Blöd.
Kannst du mir einen Extra harten Trainingsplan
nur für Kira-chan zusammenstellen?
Ich muss den Point Guard in ihr wecken.
Lg Kizu


So das wäre geschafft. Nach dem Essen verlief der Rest des Tages Reibungslos. Leider bekam ich auch keine Nachricht von Kao. Naja sie hat bestimmt an ihrer neuen Schule zu tun. Als ich zu Hause war stellte ich mich in die Küche. Ich backte für mein Leben, früher habe ich jeden Donnerstag selbstgebackenes zur Schule mitgenommen. Hauptsächlich für Sasha. Die liebte das Zeug. Ich hatte ihr immer gesagt als Motivationsschub, weil sie ab Mitte der Woche durchhing. In Wahrheit genoss ich es aber, ich liebte es andere zu bekochen. Ich wollte Mini Muffins backen doch als ich dabei war wurden es doch Cupcakes. Ich hatte ein spezielles Rezept. Ich nutze für die Cremes richtige Früchte, Pudding und Quarkspeisen. Nach 3 Stunden hatte ich 56 Mini Cupcakes mir Erdbeer-, Kiwi-, Sternfrucht/Granatapfel-, Vanille-, Schokolade-, Brombeer- und Bananencreme gemacht. Wäre Sasha hier hätte sie die innerhalb von 2 Stunden verdrückt. Ich stellte alle in eine Kuchenform und dann in den Kühlschrank mit dem Vermerk, dass die nicht für meinen Onkel und meine Tante sind. Dann ging ich schlafen.

Donnerstag 4.4.14

Wieder mal war ich viel zu früh wach. Ich stand auf und zog mir die Schuluniform an. Doch heute war es anders ich grinste vor mich hin. Heute war Training nur ich und Kira. Meine Laune hatte Höhenflüge. Ich schnappte mir die Cupcakes und marschierte Richtung Schule. Ich lief dieses Mal ich wollte nicht riskieren das meine Wiedergutmachung für Murasakibara zerstört wurde ich war ja Perfektionistin. Ich hatte auch seine Uniform gewaschen. Ich war wohl mal wieder die erste in der Schule. Aber ich wartete wie immer auf Kira am Tor. Murasakibara kam auf die Schule zu geschlendert. Als er mich sah wurde sein Blick finster. Wow wenn der einen SO ansieht will man am liebsten wegrennen. Doch ich zeigte keine Angst, ich war Cäpt’n eins Basketballteams in denen viele böse kucken. Ich sag nur Sasha, Luca und Kaoru. Ich stieß mich von der Wand ab und machte einen Schritt auf ihn zu.
„Morgen Murasakibara-kun. Ich hab hier deine Schuluniform und eine kleine Wiedergutmachung für gestern.“
Er nahm die Uniform und das Päckchen entgegen. Er öffnete es. Sein Blick erhellte sich kurz. Ich sah das natürlich. Mit Süßigkeiten konnte man bei dem zwei Meter Jungen nichts falsch machen. Anzu hatte oft gesagt das ich mit meiner Leidenschaft die perfekte Freundin für ihn wäre.
„Na gut diese Mal verzeih ich dir, aber Nari-chin sollte lieber aufpassen. Sonst muss ich dich das nächste Mal zerquetschen.“ Meinte er monoton.

Ich lebe noch. Ich atmete tief durch und Kira kam auf mich zu. Ich hatte sie gar nicht gesehen ein Beweis dafür wie groß Murasakibara war. Sie sah mich an und wank mir. Nun da Murasakibara nicht mehr in der Nähe war kehrte mein Lächeln zurück.
„Ist was passiert?“ Sie sah Murasakibara hinterher.
„Ich habe mich bei Murasakibara-kun entschuldigt.“
„Und du hast überlebt, gratuliere“, Sie grinste bevor sie weitersprach. „Dann ist ja wieder alles in Ordnung.“Die erste Hälfte des Schultags verging schnell. Murasakibara saß hinter mir. Ich hörte wie er sich an dem Gebäck zu schaffen machte. Ich vernahm Laute des Wohlgefallens es schien ihm zu schmecken. Ich traute mich aber nicht ihn anzusehen. Nachdem ich Kunst geschafft hatte. Ich ging zu Kira und zeigte ihr mein Bild. Ich war wie immer stolz auf meine Kunst. Sie sah sich mein Bild eine Weile an.
„Ein kleines Dorf, über das ein Tsunami geweht hat, richtig? Respekt, das hast du sehr gut getroffen.“
„Das ist eine Herbstlandschaft. Kira-chan“ Wie ich diese Angewohnheit von ihr hasste auf ihrer Lippe rum zu kauen.
„Jetzt, wo du es sagst, sehe ich es auch“ lächelte sie mich an.
Ich nahm resignierend mein Handy raus und immer noch keine Antwort von Kao-chan. Ich hatte erfahren das Halle 3 frei war also gingen wir dort hin. Sie war zu klein ein ganzes Feld aber zum Trainieren Ideal. Ich holte einen CD-Player raus. Und legte eine selbsterstellte CD bestehend aus einer Mischung von Dance, J-pop, Pop Trance und Metal. Wir machten uns bei dem Lied Meteor (http://youtu.be/yPi_ty2Xyd0) warm. Dann ging es ans richtige Training.
„O.k. wir arbeiten heute an deinen Würfen und an meiner Abwehr. Ich muss mehr Kraft aufbauen und du musst mehr Körbe werfen. Und da das Team lausig ist müssen wir versuchen das schlimmste abzuwenden. Ich kann Barbie jetzt schon nicht ab. Also du Offensive ich defensive.“ Ich ging in den Verteidigungsmodus. (https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=s9ARdaM8HJo) Sie warf. Verdammt ich konnte sie nicht blocken, doch der Ball ging nicht rein. So machten wir vier Stunden weiter. Bis Kira anfing sich zu beschweren.
„Sind wir bald fertig?“ meckerte Kira mich an. „Mir tut schon alles weh“
„Ach komm so lange sind wir doch noch gar nicht hier“ versuchte ich es.
„Wirf mal einen Blick auf die Uhr. Wir sind seit vier Stunden hier“ Meinte sie schmollend. Wie ein Kind verschränkte sie bockig die Arme vor der Brust.
„Na gut wir machen Schluss“ gab ich schlussendlich nach.
Dankbarkeit zeigte sich auf ihrem Gesicht. Ich verließ mit ihr die Halle. Dann ging ich nach Hause. Auf dem Weg dorthin sah unseren Shooting Guard sie kaufte Klamotten ein. Total Tussihafte Klamotten. Pink mit Glitzer. Die sollte lieber an ihren Shoots arbeiten. Aber konnte mir ja egal sein.

Freitag 5.4.14

Ich war gut gelaunt. Heute ist Freitag endlich. Mein morgendliches Ritual mit In-linern zu fahren machte ich heute auch wieder. Kira schrieb mir das sie verschlafen hat. >O.k. ab sofort gibt es einen Weckruf. < Dachte ich bei mir. Ich ging auf den Hof. Die Jungs des Basketballteams spielten auf der Außenanlage. Doch da war einer bei den ich nicht kannte. Er täuschte an. Echt klasse aber irgendwas fehlte. Das war unserem Stil ähnlich. Aber dann doch wieder nicht. Ich konnte erkennen dass er richtig gut war. Okamura Blockte ihn. Der Ball rollte mir zu den Füßen. Ich bückte mich und hob ihn auf.
„Hey Süße kannst du den Ball zurück werfen?“ fragte mich Liu.
Ich sah Richtung Korb, Murasakibara stand darunter und sah gelangweilt aus wie eh und je. Das war zum Kotzen. Ich hob den Ball über meinen Kopf. Ich hatte einen einmaligen Shoot drauf. Er flog im hohen Bogen Richtung Decke und kam wie ein Meteor zurück. Genau in den Korb. Ich warf, der Dreier ging natürlich rein. Die fragenden Blick die mir die Jungs zuwarfen waren mir egal. Murasakibara sah mich nur komisch an. Sofort bereute ich es, dass ich geworfen hatte. Kira kam gerade um die Ecke geschossen. Sie war total abgehetzt.

„Morgen du Schlafmütze. Ab Montag gibt es einen Weckruf meine Liebe“ drohte ich ihr.
„Bitte nicht. Es reicht schon, wenn meine Eltern mir jeden Morgen mit dem schlimmsten drohen“
„Das müsste ich nicht wenn du mal Pünktlich wärst.“

„Du wirst mir garantiert ins Ohr schreien oder sonst irgendetwas. Aber selbst, wenn du mir etwas vorsingen würdest, würde ich dem Weckruf nicht zustimmen. Außerdem gibt es einen Grund, warum ich heute noch später als sonst bin“, meinte sie. Wir gingen Richtung Schule
„Na dann lass mal hören du weißt ja ich liebe Geschichten.“
„Wir hatten gestern Besuch von den Zwillingen aus unserer Nachbarschaft. Ich habe den ganzen Abend als Babysitter verbracht und musste mit den Mädchen tanzen. Und die haben Unmengen an Energie. Und mit Unmengen meine ich Unmengen.“ Sie deutete mit den Händen einen großen Umfang an. „Ein Wunder, dass ich keinen Muskelkater habe.“
„Oh dann war das Training noch nicht hart genug. Das ist gut!“ ein Boshaftes grinsen schlich sich auf mein Gesicht.
Wir gingen auf unsere Plätze. Der Lehrer kam rein. Ihm folgte der Junge von vorhin.
„Guten Morgen Schüler, heute bekommt ihr einen Mitschüler. Stell dich bitte vor.“
„Ich heiße Himuro Tatsuya, bin 16 Jahre alt und komme gerade aus Amerika. Ich liebe Basketball“ stellte er sich vor. Er Lächelte.
Ich hörte wie die Weiber ihr berühmtes Schwärmgeräusch machten. Er sah aus wie ein Engel Zuckersüßes Lächeln. Niedliches Gesicht, sportlich, arrogant, ein Kise-Verschnitt. Einfach widerlich ich mochte solche Typen nicht. Na ja ich musste ja nicht mit ihm auskommen. Der Typ würde tausenden Mädchen das Herz brechen das wusste ich jetzt schon. Da der auch noch Basketball spielte schwante mir böses. Ich dachte da an Barbie und Ihre beste Freundin die Shopping-Shooting Queen.
Kira drehte sich zu mir um und sprach aus was ich dachte.
„Wenn der in die Mannschaft der Jungs kommt, werden sich Barbie und der Rest nicht mehr auf das Spiel konzentrieren können“, zischte ich ihr zu.
„Kannst du Gedanken lesen das hab ich auch gerade gedacht“ fragte ich scherzhaft.
Es klingelte zur Pause. Kira und ich verließen den Raum.
„Lass uns heute nach der Schule ins Schwimmbad gehen dort spielen wir dann Wasserbasketball“ schlug ich vor.
„In Ordnung“
„Ich glaube wir müssen uns auch einen anderen Stil ausdenken Kira alle unsere Members kennen unsere Spielweise. Ich arbeite gerade an vier neuen Shoots.“
„Das sagst du so einfach, ich kann nicht viel mehr außer Stealen und Passen“ sie ließ die Schultern hängen. Ich legte ihr den Arm um die Schulter. Dann gingen wir weiter.

„Hey du da warte mal“ rief mir eine Stimme zu.
„Sie heißt Nari-chin“ meinte Murasakibara.
Ich drehte mich wütend um. Es war der Neue mit uh Murasakibara.
„Was gibt es?“ fragte ich die beiden.
„Ich bin Himuro, dein Shoot heute früh war echt klasse.“ Lobte er mich.
„Danke für die Blumen, Kira wir gehen“ Ich zog an ihrem Arm.
„Wartet doch mal. Spielst du Basketball wir wollen nach der Schule ein bisschen spielen“ meinte er.
„Ja wir spielen Basketball. Wir sind Mitglieder der Yosen Basketballmannschaft. Ihr wollt also spielen? Hmm, was meinst du dazu Kira?“ Ich sah sie an.
„Klar, wieso denn nicht? Ist doch auch Training für uns“ Sie überlegte gar nicht lange. Wir hatten ja auch schon ewig nicht mehr ernsthaft gespielt.
„O.k. Zwei zu zwei. Kira du weißt was du tun musst.“
„Klar, das kriege ich schon hin“ grinste sie. Im Stealen war sie unschlagbar. Auf Fakes fiel sie nicht herein. Sie band sich die Haare zusammen.
Das Spiel ging los. Himuro hatte schwer mit ihr zu kämpfen. Mein Problem war es an Murasakibara vorbei zukommen. Ich meine hallo 2,08 Meter sind echt fies wenn man nur 1,75 ist. Ich warf. Das war mein Spezial Shoot. Ha und er ging rein.
„Nari-chin!“ meinte er böse.
Als nächstes tanzte ich ihn aus. Er wurde leicht böse. Doch langsam machte es mir Spaß. Er kam mit meiner Wendigkeit nicht mit. Himuro war da schon anders. Er war echt klasse. Nach drei Stunden stand es 120-60 für die Jungs. Murasakibara hatte ebenfalls offensive gespielt. Da wir keine Abwehr hatten konnten wir die Jungs auch nicht aufhalten.
„Mist verloren“ meinte ich und warf den Ball gegen den Zaun.
Wir waren völlig fertig. Doch auch die beiden Jungs atmeten schwer.
„Du bist voll klasse“ meinte Himuro zu Kira. Ich sah wie sie rot wurde.
„Danke“ nuschelte sie. Sie strich sich eine Strähne aus dem Gesicht.
„Kira das Training fällt heute aus.“ Meinte ich. Dann gingen wir Duschen.
„Himuro ist gut. Auch wenn er ein schwarzhaariges Kise-Imitat ist“
„Ja, es ist gut. Vor seinen Fakes müssen sich die anderen in Acht nehmen“ meinte sie sachlich.
„Hm was machst du morgen? Ich glaube ich werde mal die Stadt unsicher machen.“ Wollte ich wissen.
„Ich weiß noch nicht, ich denke, das überlege ich mir morgen spontan“, antwortete sie mir. „Womöglich werde ich mich auch in der Stadt umsehen.
Wir verließen die Halle. Es war bereits dunkel. Die beiden Jungs warteten auf uns.
„Warum steht ihr hier rum?“ fragte ich die Beiden.
„Mädchen sollten nachts nicht allein nach Hause gehen. Wir bringen euch nach Hause.“ Meinte Himuro lächelnd.
„Ist nicht nötig“ wollte ich protestieren.
„Nari-chin kommt mit mir.“ warf Murasakibara ein.
„Dann geh ich mit Kira“
„Haben wir auch noch was zu sagen?“, fragte Kira etwas überrumpelt. Doch die Jungs beachteten sie gar nicht.
Ich sah Kira verzweifelt an. Wir wurden von den beiden getrennt. Nun war ich allein mit Murasakibara. Seufzend zog ich mir die Inliner an. Kurz dachte ich daran mich damit aus dem Staub zu machen, aber er war schnell, er hat ja lange Beine. Also fuhr ich neben ihm her.
„Musst du überhaupt in diese Richtung?“ fragte ich nach fünf Minuten.
„Ja ich wohne in der Baikastraße“ meinte er.
Scheiße wir wohnten in der gleichen Straße. Dann fiel mir was auf.
„Warum hab ich dich dann noch nie gesehen wenn ich nach Hause gehe?“ fragte ich ihn.
„Ich fahre mit dem Zug.“
Da ging mir ein Licht auf. Wir kamen an der U-Bahn Station an. Er ging hinein. Ich zog mir die Inliner aus. Seufzend folgte ich ihm. Ich hasste Züge. Murasakibara wartete auf halber Treppe auf mich. Ich folgte ihm eher schüchtern. Der Bahnhof war voll.
„Ganz toll.“ Nuschelte ich.
„Hä?“ kam es neben mir. Unsere Bahn fuhr ein. Viele Leute drängten sich hinein. Ich stellte mich ganz weit in die Ecke. In U-Bahnen sehen die alten Knacker es nämlich als Pflicht an, Mädchen zu begrabschen. Mir war ziemlich unwohl.

Murasakibara zog mich zu sich, so schirmte er mich vor den anderen ab. Ich wurde rot. Er sah zu mir runter.
„Was ist denn, Nari-chin?“
„Ich mag U-Bahnen nicht. Ich hasse Menschenmengen dieser Art.“ Maulte ich
„Okay dann gehen wir ab sofort zu Fuß.“ Meinte er und biss von einem Cracker ab.
Unsere Haltestelle kam. Man war ich froh aus dem Ding rauszukommen. Kaum waren wir draußen besserte sich meine Laune schlagartig. Ich hüpfte fast die Treppe hoch. Oben drehte ich mich um und beobachtete wie Murasakibara die Treppe hoch kam. Ich lächelte ihn an.
„So nun sind wir fast da. Ich finde den Rest des Wegs allein. Danke Murasakibara-kun“
„Du bist aber noch nicht zu Hause, Muro-chin hat gesagt bring sie nach Hause“
Ich gab auf. An meiner Tür verabschiedete ich mich von ihm.
„Danke fürs begleiten. Gute Nacht“ Ich verbeugte mich vor ihm. Dann ich ging rein. In meinem Zimmer legte ich mich hin. Murasakibara hatte mich echt bis hierher gebracht war ja irgendwie süß. Ich klatschte mir mein Kissen ins Gesicht. Wenn mich meine Mädels so sehen würden waren sie geschockt. Ich war eigentlich nicht.
Ich schrieb eine Nachricht an Kira.
Bist du gut angekommen?


Keine Zwei Minuten später antwortete sie mit Ja.

Ich legte mich hin und nahm mir einen Manga den las ich noch ein bis zwei Stunden. Dabei knabberte ich noch Pocky-Stäbchen. Als ich genug hatte, putzte ich mir noch die Zähne. Nun konnte ich beruhigt schlafen gehen.

Samstag 6.4.14
Mit Pauken und Tröten wurde ich am nächsten Morgen geweckt. Ich fiel vor Schreck aus dem Bett.
„Seid ihr noch zu retten.“ Meinte ich. Ich blies eine Strähne meiner Haare nach hinten. „Was soll denn der Aufstand?“ fragte ich meine Verwandten.
„Na dein Geburtstag du Dummchen.“ Meinte meine Tante. Nun fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich war 16 heute. Ich stand auf und fiel meiner Tante um den Hals. Ich freute mich dass sie daran gedacht hatten. „Dein Vater hat dir ein Päckchen geschickt Kizuna. Er kann leider nicht hier sein, weil er Bereitschaft hat. Das soll ich dir geben.“ Das Paket war nicht größer als ein Schuhkarton. Ich las den Brief der dabei lag.
>Mein Engelchen alles Gute zum Geburtstag. Nun bist du schon 16. Ich habe dir ein Geschenk besorgt das ein Star wie du braucht. In Liebe Papa<
Ich öffnete das Paket. Basketballschuhe! Mir kamen die Tränen. Mein Vater unterstützte mich bei meinem Traum. Als ich ihm sagte dass ich Basketball spielen will, hat er sofort ja gesagt. Er kam zu jedem Spiel egal ob es ein Trainingsspiel oder die Meisterschaft war. Dafür liebte ich ihn. Ich bekam eine SMS.

Akashi 8:10
Danke für das nette Spielzeug.


Was meinte er denn damit? In meinem Kopf begann es zu rattern. Der meinte doch wohl nicht Yin. Ich antwortete ihm.

Wenn du mit Spielzeug Yin meinst. Dann lass dir eins sagen. Tust du ihr weh brech ich dir das Genick


Ich schickte die Nachricht ab. Auf seine Antwort musste ich nicht lange warten.

Akashi 8:15
Versuchs doch!


Luca, Miki, Amaya und Anzu schrieben mir als nächstes. Doch bei ihnen waren es Geburtstagsgrüße. Ich freute mich dass sie an mich gedacht hatten. Ich ging nun in die Küche. Es gab Croissants mit Marmeladen. Oh das war lecker. Von meiner Tante bekam ich neue Inliner. Da ich immer zur Schule skatete waren meine alten ziemlich abgenutzt.
„Danke Tante Flora ich freue mich riesig über die Skater.“
„Was planst du heute, Schätzchen?“
„Weiß nicht habe ja meinen Geburtstag völlig vergessen. Ich mach glaube ich die Stadt unsicher.“ Meinte ich. Es klingelte an der Tür. Wer war das denn jetzt? Ich ging die Tür öffnen.
„Alles Gute zum Geburtstag“ schrie mir eine gut gelaunte Kira zu. „Mach dich fertig, ich hab was vor mit dir!“
„Oh was denn?“ ich war ja immer neugierig.
„Wir gehen in die Stadt, shoppen. Also mach dich fertig“, bestimmte sie und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Ich bin gleich da“ meinte ich und flitzte los, das war total aufregend.
Wenig später waren wir auch schon auf den Weg in die Stadt.
„Erst gehen wir shoppen, dann können wir ja noch ein Eis essen oder wenn ein guter Film läuft, ins Kino gehen“, kommentierte sie ihre Ideen. „Also, das sind nur Vorschläge. Als Geburtstagskind darfst du natürlich entscheiden!“
„Eis essen und dann shopping. Mein Vater hat mir Basketballschuhe geschenkt. Cool oder?“ Sie nickte.
„Tja, heute bin ich topmotiviert, also bin ich für alles offen. Außer vier Stunden durchgehendes Training“, meinte sie grinsend.
Als Erstes schleppte sie mich in die Boutique, in der auch ihre Mutter arbeitete. „Ohayo“, begrüßte sie die anderen Verkäuferinnen, die heute arbeiteten. Alle Mitarbeiter schienen sie zu kennen, weswegen sie fröhlich zurückgrüßten. Ihr Lächeln wirkte echt und nicht so aufgesetzt, wie sonst immer. „Such dir was aus“, meinte sie an mich gewandt. Meine Augen wurden groß „Ist noch ein kleines Geburtstagsgeschenk von mir.“ Sie machte eine ausschweifende Bewegung über die Auswahl des Ladens.
„Echt alles?“
„Du kannst dir wirklich aussuchen, was du willst. Durch meine Mutter ist ein 50 % Rabatt drinnen“, erklärte sie und lächelte eine der anderen Verkäuferinnen zuckersüß an. Die junge Frau schmunzelte und nickte dann aber zustimmend.
Ich sah mich um, eine totschicke Jacke hing am Bügel und ich war sofort verliebt sie war violett meine Lieblingsfarbe. Also nahm ich diese.
„Hast du was gefunden, Kizu-chan?“, rief Kira dann quer durch den Laden. Ich kam um die Ecke geschlendert.
„Ja die Jacke hier ist ein Traum die muss ich haben“
„Stimmt, die sieht wirklich gut aus“, meinte sie und schnappte sich die Jacke.
Sie zahlte und hielt mir die Tüte hin.
„Bitteschön“, sagte sie und ich lächelte vor Freude.
„Und jetzt gehen wir Eis essen, bevor wir den Shoppingtrip fortsetzen!“

Gesagt, getan. In der Nähe gab es ein Cafe das selbstgemachtes Eis produzierte. Heutiges Spezialeis: Kaktusmilch-Chili Eis las ich an einem Schild. Ah ha dachte ich mir nur. Ein Kellner kam auf uns zu und reichte uns die Eiskarten. Die Auswahl war Hammermäßig ich konnte mich kaum entscheiden.
„Ich denke, ich nehme den Triple-Chocolate-Becher und ein Glas Wasser, bitte“, bestellte Kira schließlich, als der Kellner wieder zurückkam und erwartungsvoll seinen Block zückte, um alles zu notieren.
„Ich nehme einen Erdbeer-Vanille Becher und eine Heiße Schokolade.“ Entschied ich mich dann.
Der Kellner nickte und sammelte die Karten wieder ein. Mit dem Versprechen, dass unsere Bestellung gleich kommen würde, verschwand er. Nun hieß es warten. Plötzlich schlich sich ein Grinsen auf Kiras Gesicht, das gefiel mir gar nicht.
„Erzähl mal, wie war es von Murasakibara-kun nach Hause gebracht zu werden?“, Sie beugte sich zu mir vor. „Wir sind Zug gefahren und du weißt ja wie gerne ich das mache. Er hat eigentlich kaum geredet naja was soll‘s.“
Sie grinste nur und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Und bei dir? Hat es dir gefallen von einem so hübschen Jungen begleitet zu werden?“
„Tja, die Zwillinge sind uns mit ihren Eltern entgegen gekommen und die beiden haben sich natürlich gleich auf mich gestürzt. Und als sie Himuro-kun bemerkt haben, wollten sie natürlich sofort wissen, ob er mein Freund ist“, begann sie zu erzählen.
„Er hat dann gesagt, dass er nur ein Klassenkamerad ist und jetzt wollen die Zwillinge, dass er öfter kommt, weil sie ihn hübsch finden. Und dafür soll natürlich ich sorgen.“
„Na dann weißt du ja was du tun musst. Himuro und Kira ach Liebe auf den ersten Blick.“ Meinte ich schelmisch.
Da war er wieder ihr „Ja, nee, ist klar“-Blick. Also einen Mundwinkel ironisch hochgezogen und leicht mit dem Kopf genickt. Ich biss mir auf die Zunge um nicht loszulachen.

Die Eisbecher wurden gebracht, Oh das war toll! Frische Erdbeeren mit Sahne, dazu Vanille und Erdbeereis. Einfach Himmlisch.
„Gibt’s was Besseres als Eis an freien Tagen?“, murmelte Kira so leise das ich nicht wusste ob sie das laut sagen wollte.
„Stimmt auffällig, ich bin echt froh mit dir auf Yosen zu sein. Hätte mir echt nichts Besseres wünschen können.“
Nach dem Zwischenstopp beim Eissalon ging die Shoppingtour weiter. Wir durchforsteten alle Läden nach Klamotten, die uns gefielen, probierten aber auch die unmöglichsten Kreationen an. Ich liebte Kleider und ich kaufte mir auch einen geschwungenen, schwarzen Rock. Den konnte ich im Sommer am Strand tragen.

„Ich glaube, ich muss jetzt langsam mal los“, meinte Kira entschuldigend.
„Ich hoffe, es macht dir nichts aus, dass wir unsere Shoppingtour jetzt unterbrechen müssen.“
„Ne das geht in Ordnung, ich habe mich riesig gefreut.“
„An deinem nächsten Geburtstag entführe“ Sie deutete mit den Fingern das „entführe“ an.
„… ich dich einfach wieder. Aber da lasse ich mir dann was anderes einfallen. Es sei denn, du hast dann etwas anderes vor. Man weiß ja nie, was im nächsten Jahr passiert.“
„Na ja so viel passiert nun auch wieder nicht Kira-chan“
Wir verabschiedeten uns voneinander und gingen dann in entgegengesetzte Richtungen nach Hause.

Den Rest des Abends verbrachte ich mit der Familie und machte Modenschau. Ich ging mir noch die Zähne putzen und dann verschwand ich ins Bett.
Das war ein richtig schöner Geburtstag.

Sonntag 7.4.14
Mein Morgen begann ruhig. Als erstes machte ich meine Hausaufgaben. Als ich damit fertig war, war es bereits Mittag. Ich beschloss nach draußen zu gehen. Ich schlenderte durch die Straßen. Es gab einen Park hier um die Ecke den wollte ich mal erkunden. Heute war es schön warm, obwohl wir erst April hatten. Ich trug eine Jeans, dazu einen violetten Pulli und die Jacke die ich gestern bekommen hatte. Meine Haare ließ ich heute mal offen. Ich kam am Park an. Oh wow der war ja hübsch. Ich sah rote Haare und die mir bekannt waren. „Horoshi-Senpai huhu“ rief ich ihr zu. Sie drehte um. Sie wank mir zu.
„Yukinari-san das ist ja eine Überraschung.“ meinte sie.
„Find ich auch. Wohnst du hier in der Nähe?“ fragte ich sie.
„Ja ich wohne in der Nodakistreet“
„Das ist toll dann kenne ich ja sogar jemanden hier in der Nähe.“
Sie kicherte. Wir gingen gemeinsam spazieren. Ich erfuhr dass sie hier in Akita geboren wurde. Sie liebt Basketball und will mal Tierpflegerin werden. Ihre Eltern leiten eine Boutique was wohl auch der Grund war, warum Barbie sie ins Team aufgenommen hat. Was natürlich nicht hieß das sie schlecht war. Sie war ein spitzen Small Forward. Sie hatte in ihrer alten Schule gespielt und gegen uns verloren.
„Findest du das mit dem Training so in Ordnung?“ fragte ich sie nach einer Weile.
Sie schüttelte den Kopf. „Nein aber Lorana-sama lässt da nicht mit sich reden.“
„Dann mach doch bei uns mit Senpai, Kira-chan und ich trainieren außer Mittwoch jeden Tag in Halle 3“ bot ich ihr an.
„Warum nicht ihr habt ja nicht umsonst zwei Mal die Meisterschaft gewonnen. Bin dabei.“
Ich grinste. Horoshi-Senpai war eine wirklich angenehme Person. Wir unterhielten uns noch eine ganz Weile. Als es dunkel wurde verabschiedete ich mich von ihr. Ich hatte am Abend ja noch eine wichtige Verabredung. Ich würde erst mal Kao zusammen husten, das sie mir nicht antwortet und meinen Geburtstag vergisst und dann waren ja noch Sash, Yin, Yuri die meinen Geburtstag auch vergessen haben. Na wartet Mädels. Erst aß ich was dann ging ich Duschen. Im Schlafzeug wartete darauf das meine Mädels on kommen.
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