Du hättest mein sein können....

KurzgeschichteFantasy, Schmerz/Trost / P6
16.11.2014
16.11.2014
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Ich hatte diesen Gedanken iwann zwischen dem Album, über die Filmankündigung bis zu dem ersten Trailer hin, hat also dementsprechend gar nichts mit dem eigentlichen Film zu tun...
Wer wissen will was genau ich mir dabei gedacht habe guckt bitte unter dem Kapitel nach ^^ Jetzt erstmal viel Spaß beim Lesen!

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Der Nebel verschlang alles, nur wenig gab er zum Sehen frei. Der Boden war grau, harter, rauer Beton mit Kieselsteinchen in den kleinen Kuhlen. Eine niedrige Mauer hielt den dunklen Fluss in seinem stummen Lauf.
Gem blieb stehen um nach Luft zu schnappen. Während sie sich umsah versuchte sie ihr schnell schlagendes Herz zu beruhigen. Dieser Nebel machte sie wahnsinnig, er schloss sie ein, wie eine unüberwindbare Mauer, und gleichzeitig machte er das nicht ersehliche Umfeld so riesig, dass sie sich kleiner fühlte, je mehr sie darüber nachdachte, was hinter dem Nebel lag. Natürlich war sie neugierig was sich dahinter verbarg, doch wagte sie es nicht außer Sichtweite des Flusses zu gehen, aus Angst nicht wieder zurückzufinden. Der Fluss war der einzige Orientierungspunkt in diesem Traum. Immerhin war sie sich sicher dass das hier ein Traum war.
Als sie aufgewacht war hatte sie sich in ihrer Kindheit wiedergefunden, das Rennen mit kurzen Beinen war schwerer gewesen als sie sich erinnert hatte. Warum war sie überhaupt gerannt? Wahrscheinlich die irrationale Angst, die in ihr aufstieg, wenn sie zulange in den Nebel hineinstarrte, vielleicht auch nur der kalte Wind, der sie frieren ließ.
Gem richtete sich auf und sah sich noch einmal schnell um. Der Nebel verharrte wo er war, der Fluss beinahe stumm neben ihr. Und die gespenstische Stille. Tief durchatmend ging sie weiter. Der Fluss würde sie schon irgendwohin führen. Oder sie würde einfach laufen, bis sie aufwachen würde. Das klang gar nicht mal so schlecht.
Ein neues Geräusch erregte ihre Aufmerksamkeit und brachte sie zurück in die Wirklichkeit. Oder den Traum. In was auch immer sie sich gerade befand. Es klang wie eine menschliche Stimme. Singend.
Das Mädchen lief etwas langsamer. „Hallo?“, rief sie vorsichtig.
Die Stimme schwieg plötzlich und hinter dem Nebel bewegte sich etwas. „Wer ist da?“ Eine sanfte Frauenstimme.
„Mein Name ist Gem. Ich… Ich glaube ich habe mich verlaufen.“
„Gem?“ Überraschung schwang in der Stimme, genauso wie etwas Zögerndes.
„Sie kennen mich?“
„Mehr oder weniger. Du solltest gehen.“
„Wer sind Sie? Woher kennen Sie mich?“ Gem lief voran, der schwach auszumachenden Figur im Nebel entgegen, bevor sie plötzlich wieder darin verschwand.
„Du solltest gehen, wenn Tom herausfindet dass-„
„Tom? Sie kennen meinen Vater?“
Keine Antwort kam und die Stille breitete sich erneut aus. Vorsichtig kam Gem wieder näher bis sie die Person von hinten erkennen konnte, dieses mal floh sie nicht zurück in den Nebel. Barfuß, ein schneeweißes Kleid und schwarze Haare.
„Ich kannte ihn.“ Antwortete die Frau leise.
„Dann sind Sie eine alte Freundin.“
„Nenn es wie du willst.“ Sie drehte sich um und Gem sah in smaragdgrüne Augen die sie kurz vergessen ließen zu atmen.
„Wer sind Sie?“, frage sie erneut, nur noch flüsternd.
„Du bist seine Tochter.“ Ein Schnauben dass genauso gut ein Lachen hätte sein können. „Seine kleine Prinzessin!“
Gem trat etwas zurück. Hatte sie eben noch traurig geklungen, ähnelte ihr Tonfall jetzt beinahe Wut.
„Du hättest mein sein können…“ Mit Schmerz und Trauer in der Stimme drehte die Frau sich um und verschwand im Nebel.
„Warte!“, rief Gem und lief ihr nach, doch der Nebel wurde immer dichter und plötzlich schlug sie ihre Augen auf und starrte an ihre Schlafzimmerdecke.

Später fand Gem ein Foto im Haus ihres Vaters von einer Frau mit schwarzen Haaren und smaragdgrünen Augen. Sie fand niemals ihren Namen heraus.


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Sie haben das Ende des Kapitels erreicht, herzlichen Glückwunsch! :D Im Anschluss erfahren Sie was sich das Ding hinter diesem Gedanken eigentlich genau dabei gedacht hat:

Im Vorraus sollte ich vielleicht anmerken dass ich immer noch frustriert bin dass Tuomas Tarja einfach so rausgeschmissen hat und die beiden nicht zusammengekommen sind (mein armes Shipper-Herz... q.q). Auf jeden Fall habe ich mich unglaublich gefreut als ich gehört habe dass es einen Film von Nightwish geben wird, immerhin sind die Ideen die Tuomas' Kopf entspringen (meistens) sehr toll!
Und natürlich musste mein Kopf sofort auf den Gedanken kommen dass Tarja ja darin vorkommen könnte und sie sich dann versöhnen und... was sich ein Shipper-Herz halt so vorstellt ^^
In einem nicht beschreibbaren Vorgang innerhalb dieses Kopfes entstand dann die Theorie dass Gem irgendwie in den Gedanken ihres Vaters landet und dort alles aufdeckt und dementsprechend auch auf Tarja trifft, die immer noch sauer auf Tuomas ist, aber auch Reue zeigt und Gem die beiden dann am Ende zusammenkriegt und wir ein schönes Happy-End kriegen :3
Versteht mich nicht falsch, ich finde den Film so wie er ist auch unglaublich toll und heule jedes mal los wie ein Schoßhündchen, aber der Gedanke hing immer noch in meinem Kopf und musste endlich mal nidergeschrieben werden...

So, jetzt sind wir aber wirklich fertig! Über ein oder zwei Reviews würde ich mich sehr freuen! *Kekse dalass*
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