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Eine Hochzeit mit Hindernissen

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Christian Ozera Dimitri Belikov Eddie Castile Rosemarie "Rose" Hathaway Vasilisa "Lissa" Dragomir
15.11.2014
16.11.2014
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15.11.2014 645
 
Ich öffnete langsam die Augen, weil mich etwas sanft an der Schulter schüttelte.  "Roza. Rose?" Ich schaute in ein Gesicht mit braunen Augen, das von schulterlangen schwarzem Haar umrahmt wurde. " Dimitri, was ist los?", fragte ich, "es ist doch mitten in der Nacht...""Ich habe eine Überraschung für dich", sagte er . "Komm, steh auf. Es wird dir gefallen."  Eine Überraschung. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Im Nu war ich aus dem Bett gesprungen und zog mir hastig ein Paar zerrissener Jeans und einen dicken Pulli an. Dimitri betrachtete mich amüsiert. "Sobald du das Wort "Überraschung " hörst springst du auf und bist wie der Blitz fertig, aber wenn man einfach nur sagt, dass du aufstehen sollst, ignorierst du einen." "Tja, ich bin halt dickköpfig und stur, ich dachte das magst du an mir", antwortete ich neckend. "Tu ich auch, meistens jedenfalls."
Während ich mir meine Schuhe schnürte, fragte ich: "Wohin geht es eigentlich?" "Das", sagte Dimitri, "gehört auch zur Überraschung. Und leider muss ich dir jetzt auch die Augen verbinden, damit du nicht errätst, wo es hin geht."
Widerstrebend ließ ich mir die Augen verbinden. Ich hasste es, wenn ich  keine Kontrolle hatte. Aber Dimitri  zu Liebe sagte ich nichts und eigentlich war es auch gar nicht so schlecht seine Hand zu halten.
Wir  gingen über  nasses Grass. Es war feucht, aber die Sonne schien trotzdem. Ich spürte ihre warmen Strahlen auf meiner Haut. Es war schön draußen zu sein und die Sonne zu spüren. Das war ein Opfer, das man als Wächter eines Morois bringen musste. Der Tag war unsere Nacht und die Nacht war unser Tag. Wir gingen weiter. Dimitri führte mich jetzt über etwas Steiniges. Ich hörte Wasser plätschern.
Plötzlich hielten wir an und ich spürte wie Dimitri mir sanft eine Strähne meines dicken, schwarzen Haares aus dem Gesicht strich und die Augenbinde entfernte.
Wir standen an einem Fluss und um den Fluss herum wuchsen die ersten Frühlingsblumen, die ich dieses Jahr gesehen hatte. Es sah einfach wunderschön aus. "Wow!", stieß ich aus, "Wann hast du die gefunden?"
"Vorhin, als ich mit Eddie Streife gegangen bin. Ich dachte, dass würde dir gefallen." "Und wie!", antwortete ich verzückt. Das war genau das richtige um mich von den Strapazen der letzten Wochen abzulenken.
"Danke", sagte ich. "Gern geschehen", sagte Dimitri schlicht.
Ich ließ mich ins feuchte Grass plumpsen, während Dimitri sich elegant wie immer (Wie schafft er das bloß mit seiner Größe?) neben mich setzte.
Ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter und seufzte. Eine Weile saßen wir nur so da. Dimitri zwirbelte sich eine meiner Strähnen um den Finger. Ich liebte es, wenn er das tat.
"Roza?",  Dimitri unterbrach unser angenehmes Schweigen.
"Ja?" Dimitri atmete tief ein und drehte sich zu mir. "Roza, ich liebe Dich. Ich habe dich von Anfang an geliebt. Du bist so stark und tapfer und du warst damals für mich da...." Er machte eine Pause. Wir dachten beide nicht gerne an damals zurück, als er ein Strikoi gewesen war.
Dann redete er weiter. "Ich habe lange darüber nachgedacht, aber eigentlich gab es gar nichts, worüber ich nachdenken muss. Roza, möchtest du mich heiraten?"
Ich guckte ihn an. Ich hatte nie darüber nachgedacht. Aber ich liebte Dimitri. Ich liebte ihn wirklich und..."Ja, ich will dich heiraten." Ich lachte und Dimitri strahlte. Es war wunderschön ihn strahlen zu sehen. Oft war er so ernst.
"Ich liebe Dich", sagte ich. Dimitris Kopf näherte sich meinem. Er schloss seine Arme um mich und berührte meine Lippen ganz sanft mit seinen. Es war ein Kuss voller Liebe und er versprach so viel...
 
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