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Das Gift Von Dorst II - Der Anfang War Nur Ein Vorgeschmack

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Astrid Hofferson Hicks der Hüne
12.11.2014
17.08.2019
103
192.793
25
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02.06.2019 3.025
 
Kapitel 93: Unerwarteter Besuch

Hicks, Akaya und Eret kamen gegen Abend zurück. Da sie eigentlich planmäßig erst am Folgetag wiederkehren wollten, war es für Astrid, Heidrun und Ivar eine freudige Überraschung.
Und obwohl sich Astrid über die vor frühe Rückkehr freute, so waren ihre Gedanken bei dem was sie am Vortag erfahren hatte. Und als sie sah wie Heidrun und Hicks sich begrüßten schmerzte es noch mehr. Beide hatten kein leichtes Leben bisher gehabt. Hicks war ohne Mutter aufgewachsen und hatte sich vor seinem Vater und dem Dorf erst beweisen müssen. Heidrun hingegen hatte früh ihre ´Eltern´ verloren, wurde von Dagur ausgesetzt, ihre Pflegeeltern und deren Dorf wurde von Dagur zerstört und sie war danach die meiste Zeit allein gewesen.
Heidrun hatte mal gesagt, dass es ihr Schicksal sei allein zu sein.
Wenn man nun die ganze Geschichte kannte, konnte man ihr da nur zustimmen.
Das Wissen, dass Astrid nun hatte belastete sie. Zum einen weil es ihr für Hicks und Heidrun unendlich leid tat, aber auch weil sie es vor beiden verheimlichen musste.
Valka hatte ihr zwar versprochen, es ihnen bald zu erzählen, aber bis dahin musste sie so tun, als sei alles in Ordnung.
Als Hicks allerdings diesen Abend in ihr gemeinsames Schlafzimmer kam, schwand ihre Hoffnung es vor ihm geheim halten zu können.
Er setzte sich zur ihr ins Bett, schlang einen Arm um sie und hauchte ihr einen Kuss auf den Hals.
„Ich hoffe es war nicht allzu langweilig für dich.“, hauchte er an ihren Hals.
Sie lächelte:
„Nein. Deine Tochter hat mich gut beschäftigt.“
Er lache an ihren Hals während er ihn weiter küsste.
„Warum ist sie plötzlich nur meine Tochter, wenn sie etwas anstellt?“
Sie schloss genüsslich die Augen.
„Weil sie genauso stur und eigensinnig ist wie du.“
Er lächelte zu ihr hinauf:
„Und du etwa nicht?“
Sie lachte.
Er legte seinen Kopf auf ihre Schulter und streichelte ihren immer noch leicht gewölbten Bauch:
„Hast du Ivar im Auge behalten? Hat er etwas auffälliges getan?“
„Nein. Er war jeden Abend hier und hat sich mit Heidrun und mir ans Feuer gesetzt. Hicks ich...ich glaube nicht, dass er etwas im Schilde führt. Er hat zwar eine eigenartige Art an sich aber er ist ein guter Mann. Er sieht Ryker weder äußerlich noch innerlich ähnlich. Wusstest du, dass er ein sensationeller Schwertkämpfer ist?“, sie lächelte, „Vorgestern  hat er angefangen die Kinder zu trainieren und sie lieben ihn. Dann hat Rotzbacke ihn herausgefordert.“, jetzt musste sie leise lachen, „Nachdem er nach weniger als sechs Sekunden am Boden lag haben es auch Raffnuss und Taffnuss versucht. Taff ist mittlerweile auch ein guter Schwertkämpfer aber...Ivar hat ihn innerhalb einer Minute zu Boden gebracht.“
„Interessante Entwicklungen. Was hat er hier bei dir und Heidrun gewollt?“
Astrid strich ihm über das Kinn. Sie fühlte die leichten Bartstoppeln, da er sich seit seiner Rückkehr noch nicht rasiert hatte. Aber das machte ihr nichts. Sie liebte seinen Drei-Tage-Bart.
„Er wollte Gesellschaft. Er hat uns viel über sich und seine Vergangenheit erzählt. Seine Mutter muss eine harte Frau gewesen sein. Sie hat Ryker und die Insel verlassen als Ivar sechs war. Er hat Ryker als lieblosen Vater in Erinnerung und es hat ihm auch nicht allzu viel ausgemacht, dass er tot ist. Er meinte, dass die Kunde von Viggo´s Tod für ihn wesentlich treffender war. Ryker interessierte sich nicht wirklich für Ivar und seine Mutter war oft unterwegs. Also wuchs er mit Akaya und Viggo auf. Und Viggo´s Frau. Eine sehr einzigartige Frau wie Ivar berichtete. Der Tod von Viggo´s Frau und vor kurzem der von Viggo hat ihn getroffen. Er sagte selbst, dass ihm der Tod seines Vaters egal war. Er war für ihn ein Fremder liebloser Mann. Als seine Mutter mit ihm schließlich die Insel verließ, brach es ihm das Herz sich von Viggo und Akaya zu trennen. Schließlich waren sie seine Familie – nicht seine Mutter oder Ryker.“
„Das klingt furchtbar.“, meinte Hicks getroffen.
„Er ist seiner Mutter wohl näher gekommen – aber sie war für ihn nie wirklich eine Mutter. Er meinte, dass es daran lag weil er als Säugling und Kind keine feste Bindung zu ihr hatte. Er hat sie zwar nachher akzeptiert und respektiert aber...wirklich als Mutter geliebt hat er sie nicht.“
„Aber wie kann das sein? Meine Mutter war mir auch eine Fremde und ich hatte auch keine Bindung zu mir. Trotzdem liebe ich sie jetzt als erwachsener Mann wie meine Mutter.“
„Ich denke, es liegt daran, dass sie dich als Baby geliebt und umsorgt hat. Da ist ein Band zwischen dir und ihr entstanden. Ivar hatte das nicht.“
Er schien darüber nachzudenken.
Dann fragte Astrid:
„Wie war es mit Akaya?“
„Ziemlich ereignislos. Sie hat sich gut mit mir und Eret unterhalten.“, seine Stimme wurde besorgt, „Wie geht es Skyla? Mutter hat vor unserer Abreise gemeint, sie wäre zwar auf einem guten Weg aber...“
„Sie trinkt mehr als am Anfang. Sie hat zwar noch nicht das Idealgewicht aber sie ist auf einem gutem Weg.“
Er schien erleichtert:
„Gut.“, dann war er wieder besorgt, „Die Oberhäupter haben nach Heidrun gefragt; ich habe sie zwar vorhin gesehen und sie meinte die Heilung könnte besser voran schreiten aber ich habe sie nicht weiter gefragt da wir nicht allein waren.“
„Gisela erneuert täglich zweimal den Verband...die Entzündung will einfach nicht zurück gehen.“
„Ich mache mir Sorgen um sie.“
„Ja..ich mir auch.“
„Glaubst du sie wird wieder?...Ich mein wie lange quält sie sich jetzt schon mit der Wunde und der Entzündung? Was ist wenn der Dolch vergiftet war?“
„Ich kann dir darauf leider keine Antwort geben. Wir können nur hoffen.“
Astrid stellte sich vor was wäre wenn Heidrun es nicht überleben würde...wie furchtbar das wäre. Nicht nur für Astrid, sondern auch für Hicks. Zu erfahren dass er eine Schwester hatte und sie daran direkt zu verlieren.
Ihr drehte sich der Magen um allein schon bei dem Gedanken wie es Hicks und Heidrun gehen wird wenn sie es erfahren. Sie werden beide am Boden zerstört sein. Nicht wegen der Tatsache sondern den Umständen.
Sie spürte wie Hicks sie streichelte:
„Alles in Ordnung?“
Sie nickte:
„Ja. Ich bin nur müde. Es waren anstrengende Tage.“
Er hauchte ihr einen Kuss auf das Schlüsselbein:
„Das kann ich gut verstehen. Wir sollten schlafen gehen - es waren lange und anstrengende Tage für uns beide. Und wer weiß wie lange uns der schlaf gegönnt sei bevor eine kleine Lady wieder nach uns verlangt.“
Sie stimmte ihm zu und kuschelte sich an ihn während er einen Arm um sie legte.


*

Am nächsten morgen, als Hicks gerade aß und Astrid Skyla stillte, klopfte es an der Tür.
Hicks stand auf, legte seiner Frau etwas über, sodass ihre Brust für den der klopfte nicht frei gelegt war und öffnete die Tür. Zum Glück hatte er Astrid bedeckt, denn Eret stand in der Tür.
„Was gibt es?“
„Tut mir leid, dass ich so früh störe, Chef, aber wir haben Besuch der in der großen Halle wartet. Und ich denke, das wird dich interessieren.“

*

Hicks und Astrid eilten in die große Halle. Dort anwesend waren Eret, die anderen Reiter, Valka, Haudrauf, Grobian, Heidrun, Akaya und Ivar.
Doch was ihn noch mehr überraschte als das zusammenkommen dieser vielen Menschen war die Tatsache, dass in ihrer Mitte Königin Mala saß.
„Mala.“, sagte Hicks überrascht und alle Unterhaltungen brachen abrupt ab.
Die anmutige Königin der Beschützer des Flügels hatte eine Schnittwunde an ihrer Stirn die allerdings schon verkrustet war. Ähnlich wie Astrid trug sie ein Tragetuch.
Als sie ihn erblickte lächelte sie:
„Hicks der Hüne der Dritte. Wie ich feststellen muss ist die Zeit auch nicht an dir vorbei gegangen. Sieh dich an. Dagur hatte Recht. Du bist wahrlich erwachsen geworden.“
Er lächelte und setze sich ihr gegenüber.
„Du siehst auch gut aus. Aber was führt dich den weiten Weg zu uns? Bist du alleine gereist?“
„Ja. Dagur ist nach dem Oberhaupttreffen direkt zur Berserkerinsel geflogen um dort nach dem Rechten zu sehen. Er ist noch nicht wieder zurück gekehrt, deswegen bin ich mit Schattenmeister alleine gereist.“
„Und warum? Wenn ich das richtig sehe, hast du erst frisch entbunden.“, warf überraschenderweise Raffnuss ein.
„Weil mein Volk angegriffen wurde.“
„Von wem?“, fragte Hicks.
Mala sah ihn tief in die Augen:
„Johann.“
Während Hicks und die anderen die Augen aufrissen, schüttelte Akaya nur den Kopf:
„Dieser Mann wird mit der Zeit lästig.“
Mala blickte Akaya an, musterte sie argwöhnisch, doch sagte nichts.
„Er wollte unsere Heimat zerstören und wir konnten ihn nur mit Mühe besiegen.“
„Hast du dir da die Wunde zugezogen?“, fragte Fischbein.
„Das ist richtig. Wie sie vorhin schon festgestellt hat, ist der Zeitpunkt meiner Niederlassung erst eine Woche her. Ich hatte mich von den Umständen noch nicht erholt. Dennoch gelang es mir meine Tochter vor diesem Monster zu schützen. Leider kam ich nicht ganz unverletzt davon.“
„Und Henry?“, fragte Heidrun besorgt.
Mala lächelte ihre Schwägerin – wie sie dachte – warm und liebevoll an:
„Ihm geht es soweit gut. Dagur hat ihn zum Glück zur Berserkerinsel mitgenommen.“
„Hatte er ein bestimmtes Ziel?“, fragte Hicks.
Als Mala ihn fragend ansah, ergänzte er:
„Wir wissen beide, das Johann nicht nur in dein Dorf einfällt um es zu zerstören. Er ist nicht wie andere Schurken. Wenn er jemanden angreift hat er stets ein höheres Ziel als nur Zerstörung.“
Mala sah ihn ratlos an:
„Ich weiß es nicht, Hicks der Hüne. Aber ich bin mir sicher, dass er wieder kommt.“
Hicks dachte nach.
Schließlich sagte er:
„Ich schicke dir ein paar Reiter mit zur Unterstützung.“
Heidrun meldete sich:
„Hast du Dagur schon Bescheid gegeben?“
„Ich habe ihm eine Schreckensbootschaft geschickt.“, bestätigte Mala.
„Dann werde ich ihm auch eine senden. Er soll ein paar der Berserker zu eurem Schutz mitnehmen.“
„Vielleicht können wir den süßen Flügelmädchen auch Bescheid geben. Ich meine...je mehr Kämpfer desto besser, oder?“, meldete sich Rotzbacke.
Astrid meldete sich besorgt und nachdenklich zu Wort:
„Es ist eine gute Idee ein paar Krieger jedes Dorf zu schicken. Aber wir sollten nicht so viele schicken, dass wir angreifbar sind. Das gleiche gilt für die Berserker und die Flügelmädchen. Was ist, wenn genau das Johann´s Plan ist? Uns alle aus der Reserve zu locken, um die Beschützer des Flügels zu schützen damit er uns dann angreifen kann wenn unsere Verteidigung wegen fehlender Krieger Lücken aufweist.“
„Ein guter Einwand.“, meldete Mala, „Ich möchte nicht, dass ihr wegen uns angreifbar seit. Deswegen ersuche ich euch mir nur so viele Krieger zu schicken, die ihr aufbringen könnt ohne euch selbst zu gefährden.“
Hicks wendete sich Heidrun zu:
„Heidrun? Sende eine Schreckenspost zur Berserkerinsel und richte ihnen es aus.“, er drehte sich zu Fischbein und den Zwillingen, „Fischbein? Raff? Taff? Ihr bereitet alles für die Abreise vor. Ihr werdet Mala zur Insel der Beschützer des Flügels begleiten und helfen das Dorf zu verteidigen.“, er blickte zu Astrid, „Astrid? Weihst du bitte das A-Team ein und sagst ihnen, dass sie aufgrund des Fehlens von Fischbein und den Zwillingen besonders wachsam sein müssen und die Wachdienste mit übernehmen müssen?“
Astrid nickte zustimmend.
„Gibt es noch Fragen?“, fragte er.
Als keiner Antwortete, sagte er:
„Dann an die Arbeit.“
Und das taten sie. Als alle dabei waren zu gehen, sagte Hicks zu Mala:
„Und du kannst dich solange ausruhen von dem langen Flug. Ihr müsst ziemlich erschöpft sein.“
Mala lächelte:
„Das ist sehr freundlich von dir.“, sie blickte Astrid hinterher, „Wie ich sehe hat Astrid auch erst vor kurzem entbunden.“
Hicks lächelte:
„Und genau deswegen weiß ich auch, was ein Kraftakt es für dich gewesen sein muss dich erst zu verteidigen und dann den weiten Weg hier her zu fliegen.“
„Ist es ein Sohn oder eine Tochter, die den Thron nach dir besteigen wird, Hicks der Hüne?“
Er lächelte:
„Eine Tochter.“
Mala lächelte:
„Interessant. Wie immer schlägst du aus der Reihe.“
„Es lag nicht in unserer Hand ob es ein Junge oder Mädchen wird.“
„Nein. Aber in denen des Schicksals.“, meinte Mala.
Bevor Hicks etwas sagen konnte fragte Mala skeptisch:
„Wer ist die junge schwarzhaarige Frau und der junge blonde Mann?“
Hicks watmete sich für die Vorwürfe die von Mala kommen würden.
Er kratzte sich nervös den Hinterkopf:
„Ich fürchte die Antwort wird dir nicht gefallen. Das sind Akaya und Ivar Grimborn.“
Mala starrte ihn an:
„Grimborn?!“, wiederholte sie.
„Ja...Akaya ist die Tochter von Viggo und Ivar der Sohn von Ryker.“
Mala verzog das Gesicht:
„Du gewährst der Brut solcher Monster Aufenthalt auf deiner Insel?!“, entfuhr es ihr wütend und fassungslos.
Das Baby fing leise an zu weinen.
Mala sah auf ihre Tochter und ihr Gesicht wurde sanft. Sie wippte sie ein wenig auf und ab.
„Shh...“
Dann blickte sie wieder Hicks mit erbostem Blick am:
„Wie kannst du das zulassen? Gerade jetzt wo deine Tochter geboren ist? Hast du keine Angst, dass die beiden ihr, Astrid oder dir etwas antun?“
Das sie es längst schon getan hat erwähnte Hicks nicht.
„Beide haben sich als ungefährlich und vertrauenswürdig erwiesen. Sie sind schon ein paar Wochen hier und ich kann sagen, dass sie nicht sind wie ihre Väter. Nun gut...Akaya erinnert mich sehr an Viggo vom Aussehen und vom reden her; aber sie hegen keine bösartigen Absichten.“
Mala sah ihn an:
„Ich hoffe du weißt was du tust, Hicks der Hüne. Und ich hoffe nicht, dass deine Tochter oder Astrid für deinen Fehler bezahlen müssen.“
Hicks schluckte schwer.
Das hoffte er auch.
„Ich bin dankbar für deine Unterstützung, aber ich will diese Verräter nicht auf meiner Insel haben.“, stellte Mala klar,
„Sie bleiben hier auf Berk.“, versprach Hicks.

*

Als Hicks Mala gezeigt hatte wo sie und ihre Tochter sich ausruhen konnten ging er zu seinem und Astrids Haus. Zu seiner Überraschung war dort eine kleine Versammlung die aus Astrid, Heidrun, Eret, Lena, Fischbein, Akaya und Ivar bestand.
Sie diskutierten.
„Was ist denn hier los?“, fragte er in die Runde als er zu ihnen stieß.
„Wir sind uns unstimmig über die Vorgehensweise.“, sagte Heidrun.
„In wie fern?“
„Ich bin dankbar für die Reiter die du schickst aber...es wird nicht reichen um Johann aufzuhalten.“, antwortete Heidrun.
„Ich sehe es ähnlich wie Heidrun.“, meldete sich Astrid, „Ich bleibe bei meinem Standpunkt dass wir nicht so viele los schicken sollten, dass wir verwundbar wären, aber es sollten noch mehr als nur Fischbein, die Zwillinge und ein paar Reiter des A Teams schicken.“
Akaya, die zu Hicks Überraschung ihre Rüstung trug, hatte die Hände hinter ihrem Rücken übereinander gelegt - so wie Viggo es auch oft genug getan hatte - und sagte:
„Ich bin Astrids Meinung. Johann weiß, dass Königin Mala bei ihren Verbündeten Hilfe ersucht und diese somit Reiter los schickt. Und dann wird er zuschlagen. Gut möglich, dass er die Beschützer des Flügels gar nicht mehr angreift sondern wartet bis wir verwundbar sind aufgrund fehlender Krieger.“
„Das würde zu Viggo passen - nicht zu Johann.“, meinte Heidrun.
„Das stimmt nicht ganz.“, sagte Astrid, „Etwas ähnliches hat er damals gemacht - er hat alle von der Klippe weg gelockt und als Taff und ich alleine waren hat er seine Drachenjäger auf uns los gehetzt.“
Heidrun sah in die Runde:
„Ich verstehe eure Sorge, aber ein Paar von uns könnten noch hin fliegen.“
Ivar - der sich sein Schwert umgebunden hatte - sagte:
„Akaya und ich würden uns Fischbein und den Zwillingen noch anschließen. Wir möchten beweisen, dass wir für euch kämpfen.“
Auch wenn Hicks von dieser Geste gerührt war wehrte er ab:
„Das ist ein großzügiges Angebot aber Mala hat mir deutlich gemacht, dass sie keinen Grimborn auf ihrer Insel sehen will.“
„Was ist mit uns beiden?“, fragte Heidrun an Hicks gewandt.
„Du bist noch verletzt und ich möchte hier bleiben falls Johann wirklich vor hat uns anzugreifen.“
„Ich bin zwar nicht hundert Prozent einsatzfähig wie wenn ich gesund bin aber ich kann immer noch fliegen und kämpfen. Mala, Henry und ihre neu geborene Tochter sind meine Familie und somit auch die Beschützer des Flügels. Außerdem sind dann immer noch Astrid, Eret, Akaya, Ivar, Lena, deine Eltern und Rotzbacke hier.“
„Ich bin mit daran schuld, dass Johann damals eingefroren wurde. Ich gehe fest davon aus, dass er sich rächen will. Deswegen möchte ich hier in der Nähe meines Volkes und meiner Familie bleiben.“, er sah zu Astrid, „Ich habe nämlich die Befürchtung, dass er letzteren etwas antun wird um mich zu treffen. Und dieses mal werde ich da sein um sie zu beschützen.“
„Trotzdem hat Astrid dieses mal mehr Schutz als nur mich.“, warf Lena ein.
„Außerdem kann ich mich selbst verteidigen.“, warf Astrid wütend ein.
Akaya lachte leise ihr dunkles Viggo lachen.
„Ich habe dich letztens fast tot geprügelt meine Liebe Astrid. Du warst zwar wirklich eine taffe Gegnerin, aber...du konntest mich nicht alleine besiegen.“
Astrid kniff die Augen zusammen und sagte erbost:
„Du hast mich auch zu einem Zeitpunkt angegriffen wo ich gesundheitlich noch nicht fit war.“, sie sah Hicks an, „Mittlerweile kann ich mich selbst verteidigen.“
„Eigentlich meinte ich Skyla.“, meinte Hicks, „Sie kann sich nicht alleine verteidigen.“
„Aber ich und somit auch sie.“, sagte Astrid.
„Als ich letztes Mal nicht bei euch war wurdest Lena und du fast tot geprügelt und Skyla beinahe entführt. Ich bleibe hier.“, er wendete sich an Heidrun, „Und ich weiß, dass du trotz Wunde kämpfen kannst. Trotzdem möchte ich nicht das Risiko eingehen dass dir etwas passiert; du kannst kämpfen, aber nur eingeschränkt. Außerdem stimme ich Akaya zu: ich glaube nicht, dass Johann nochmal die Beschützer des Flügels angreift.“
„Und wenn doch?“, fragte Heidrun.
„Dann haben Sie  Fischbein, die Zwillinge, ein paar Berserker und die Flügelmädchen an ihrer Seite.“, sagte Hicks.
„Ein paar Reiter des A Teams und ich können sie ja auch noch begleiten.“, warf Rotzbacke ein, „Heidrun hat recht. Es sind trotzdem noch genug Leute hier.“
„Und sollte Johann doch die Insel belagern, können wir euch per Schreckenspost informieren damit ihr Verstärkung schicken könnt.“, warf Fischbein ein.
„Dann solltet ihr Patrouille fliegen - und zwar mit einem weitem Umkreis in alle Himmelsrichtungen damit ihr rechtzeitig Schreckenspost los schicken könnt.“, meinte Hicks.
„Dann wäre das ja geklärt.“, meinte Heidrun. Ihr Ton war gereizt und sie verließ auch sofort den Raum.
Hicks sah ihr mit gerunzelter Stirn nach, so wie auch Eret.
Dieser zuckte nur mit den Schultern und ging ihr schließlich nach.
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