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Das Gift Von Dorst II - Der Anfang War Nur Ein Vorgeschmack

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Astrid Hofferson Hicks der Hüne
12.11.2014
17.08.2019
103
192.793
25
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
23.04.2019 3.159
 
Hallo ihr Lieben!
Ja ich  weiß, es ist eine Ewigkeit her. Leider habe ich es aus beruflichen nicht geschafft weiter zu schreiben.
Als ich das ende dieses kapitels schrieb, sah ich mich selbst in Jana wieder. Denn genau das, was sie dort empfindet und ihr Wunsch Menschen wirklich bedeutsam zu helfen ist auch immer mein Bestreben gewesen - und mein Grund warum ich in die Medizin gegangen bin.

Also - viel Spaß und hinterlasst mir doch einen Review!

LG

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Kapitel 90: Janas Abschied

In der darauf folgenden Woche begleitete Akaya Hicks bei seinen täglichen Aufgaben.
Astrid hatte ihn am ersten Abend, als sie zu zweit am Feuer unter einer Decke saßen, gefragt ob er das für eine gute Idee hielt - schließlich könnte Akaya sie so am besten ausspionieren.
Sie hatte natürlich Recht, aber Hicks wollte Akaya selbst im Auge behalten und sie genauestens prüfen ob sie das was sie sagte erst meinte.
Ivar hatte sich überraschend gut integriert. Er half überall da aus wo Hilfe benötigt wurde. Obwohl es schwer war seine genauen Absichten zu ergründen wirkte er aufrichtig. Auch auf Grobian, Valka oder irgendjemand anders wirkte er nicht so als würde er irgendeinen Hintergedanken pflegen.
Hicks Vater war von der Tatsache, dass beide Grimborn´s frei auf Berk herum liefen natürlich nicht begeistert. Er tobte.
Heidruns Wunde heilte nur langsam und die Entzündung breitete sich zu aller Besorgnis weiter aus. Dennoch verbrachte sie die Zeit nicht im Bett. Sie half bei arbeiten die sie mit der Wunde bewältigen konnte und erfreute sich daran bei alten Freunden zu sein. Doch seit neustem verbrachte sie gerne viel Zeit mit Eret, was auf Gegenseitigkeit beruhte.
Es war Nachmittag als Astrid in der Akademie auf der Tribüne stand und beobachtete wie Fischbein die Kinder unterrichtete. Der Unterricht neigte sich langsam dem Ende und sie wollte mit Fischbein noch einige Dinge besprechen bezüglich der Unterrichtsplanung.
Sie nahm am Rand eine Bewegung wahr und erkannte, dass Jana sich zu ihr gesellte.
Die Dorstin lächelte sie an was was Astrid erwiderte.
„Hey.“, grüßte Jana sie.
„Hey.“, grüßte Astrid zurück.
Beide blickten wieder nach unten und Jana bemerkte:
„Ich bin nun schon so lange hier und trotzdem bewundere ich euch und eure Gewohnheiten immer wieder. Es sollte mehr Völker wie euch geben.“
Astrid lächelte:
„Da hast du Recht, aber dann wären wir auch nicht mehr einzigartig.“
Jana überlegte kurz:
„Doch, ich denke schon.“
Sie schwiegen kurz, dann begann Jana:
„Wie geht es dir?“
„Besser. Meine Kräfte kommen zurück und auch mein Körper beginnt langsam wieder seine Strukturen anzunehmen. Naja...fast. Ich habe das Gefühl, dass mein Bauch gar nicht flacher wird.“
„Das wird er. Es braucht nur Zeit bis das Gewebe sich erholt und zurück gebildet hat. Was macht deine Körpertemperatur?“
„Sie ist fast wieder normal.“
„Corotoxinaritge Beschwerden?“
„Nein.“
Jana nickte.Dann rückte sie mit der Sprache raus und ihre Stimme klang ganz seltsam.
„Ich möchte heute Abend gerne die Abschlussuntersuchung von dir und Skyla durchführen. Ich denke, dass ihr von jetzt an ohne mich auskommt und ihr auf einem guten Weg der Besserung und Normalität seid. Ich werde übermorgen zurück nach Dorst segeln.“
Obwohl Astrid klar war, dass Jana bald zurück zu ihrer Heimat gehen würde machte diese Aussage sie traurig. Jana war ihr eine große Hilfe gewesen und ohne sie wäre weder sie noch Skyla am Leben.
Diese junge Frau hatte so viel für sie und Skyla getan, das konnte Astrid nie wieder gut machen.
„Es macht mich traurig, dass du uns verlässt aber ich freue mich für dich, dass du endlich wieder zurück nach Hause kannst.“, sie lächelte ein wenig, „Ich weiß ja wie sehr unser Wetter dich quält.“
Jana lächelte wehmütig:
„Seltsamerweise gehe auch ich schweren Herzens. Natürlich freue ich mich auf mein zuhause, meinen Bruder, meine Freunde, das warme Wetter und vor alldem mein eigenes Bett aber...ihr werdet mir fehlen. Ich habe diese Reise für dich gemacht und auch mein Schuldbewusstsein hat mich dazu bewegt aber...ich habe es auch für meine Entwicklung als Heilerin getan. Doch jetzt, im Nachhinein betrachtet, hat es mir diese Reise nicht nur als Heilerin etwas gebracht, sondern auch viel für mich selbst. Die Zeit hier mit euch und den Drachen...in eurer Kultur zu leben...es hat mir viel gezeigt und gelehrt. Ich gehe jetzt mit einer anderen Einstellung durch das Leben. Es hat mich verändert. Aber...zum Guten.“, Jana sah Astrid lächelnd an, „Ich kann Lena voll und ganz verstehen warum sie hier bleibt. Sie gehört einfach hier her. Und wenn ich ehrlich bin, bin ich ein wenig neidisch auf sie.“
„Du bist uns immer wieder willkommen, Jana.“, erwiderte Astrid ernst, „Ich habe dir so viel zu verdanken und ich hoffe, dass ich mich eines Tages dafür revanchieren kann.“
Jana lächelte:
„Das hast du schon. Du und ganz Berk.“

*

Am selben Abend klopfte Jana an der Tür und Astrid ließ sie hinein.
Jana untersuchte zuerst intensiv Astrid. Es dauerte ziemlich lange und sie führte ein paar Tests durch die Astrid noch nicht kannte. Außerdem schnitt sie ihr einen kleinen Schnitt in den Finger um ein wenig Blut auf einen kleinen Streifen zu tröpfeln.
Zum Schluss maß sie noch den Bauchumfang, tastete ihren Bauch und Unterleib ab sagte schließlich:
„Ich kann dich beruhigen. Dein Bauch wird dünner. Deine Organe sind auch wieder an ihrem normalen Platz und deine Gebärmutter hat sich auch schon einiges zurück geformt. Sie hat zwar noch nicht wieder die normale Größe aber das kommt.“
Schließlich war Skyla an der Reihe.
Jana untersuchte auch sie vorsichtig, maß ihre Größe, ihr Gewicht und ihren Kopfumfang. Sie tastete ihren Bauch ab und bewegte – unter Protest der Kleinen - ihre Arme und Beine. Außerdem prüfte sie Skyla´s Reflexe. Schließlich sagte sie:
„Ich würde auch ihr gerne einen kleinen Tropfen Blut entnehmen, wenn du damit einverstanden bist.“
„Tu was du für nötig hältst.“
Daraufhin pickste Jana Skyla in die Ferse was den kleinen Säugling aufweinen ließ. Jana drückte einen Tropfen aus der kleinen Wunde und tröpfelte den Tropfen auf ein Stäbchen das genauso aussah wie das welches Jana vorhin für Astrid benutzt hatte.
Dann hielt sie ein Tuch auf die kleine Wunde und wiegte Skyla sanft:
„Shhh...schon gut...die böse Tante ist schon fertig.“
Skyla beruhigte sich langsam wieder und Jana lächelte das Baby an während sie ihr übe die Wange strich:
„Das wird doch hoffentlich nicht für immer zwischen uns stehen, oder kleine Maus?“
Sie wickelte Skyla in ihre Decken und überreichte sie Astrid.
„Jetzt ist es offiziell. Ihr braucht mich nicht mehr. Ihr seit soweit auf dem Genesungsweg, dass eine weitere Überwachung meinerseits nicht nötig ist.“, es klang sowohl erleichtert als auch traurig und wehmütig.
„Danke.“, sagte Astrid tief ernst.
Jana lächelte wehmütig:
„Auch wenn ich froh bin, dass es euch soweit gut geht wird es mir fehlen euch zu untersuchen. Es war nicht nur für euch beide ein Abenteuer.“

*

Astrid lag schon im Bett als Hicks zu ihr ins Bett kam, doch sie war noch wach.
Dankbar, dass er endlich bei ihr war und sie ihn endlich für sich hatte schmiegte sie sich an ihn. Ihm schien es ähnlich zu gehen, denn er legte seinen Arm um sie und seine Fingerspitzen geisterten über ihren Rücken. Er hauchte ihr einen Kuss auf den Scheitel.
„Wie war dein Tag?“, fragte sie.
„Relativ ereignislos.“
„Und Akaya?“
„Sie verhält sich unauffällig. Ab und zu fragt sie etwas oder gibt mir Hinweise auf Dinge die man anders machen könnte. Aber meist sind es belanglosere Dinge und ihre Vorschläge sind gut. Einige Dinge lassen sich so besser machen. Andersherum konnte auch sie einiges von mir lernen.“
„Sie ist ein junges Oberhaupt und hat niemanden der ihr etwas beibringen oder der ihr helfen kann.“
„Viggo hat sie gut vorbereitet und sie ist eine clevere junge Frau. Aber du hast recht. Sie ist ein junges Oberhaupt und trotz ihres erwachsenen Redens gibt es Momente wo man ihr ihre Jugend noch anmerkt.“, er machte eine kurze Pause und fragte schließlich, „Wie war dein Tag?“
Astrid wurde wieder traurig weil sie an die Gespräche mit Jana denken musste.
„Relativ ereignislos. Ich habe heute morgen deiner Mutter geholfen und anschließend Eret und Heidrun in den Ställen geholfen.“
„Ist dir aufgefallen, dass man die beiden nur noch zusammen antrifft?“
Astrid musste lächeln:
„Das ganze Dorf hat es schon mitbekommen. Ich glaube dass Eret Heidrun auf andere Gedanken bringt. GANZ andere Gedanken. Aber ich gönne es beiden. Eret ist ein guter Kerl und Heidrun ist schon so lange alleine...“
„Ich möchte auch, dass Heidrun glücklich ist. Hoffen wir mal, dass er ihr nicht das Herz bricht.“
Astrid musste leise lachen.
„Heidrun ist eine starke, unabhängige Frau, du musst sie nicht vor bösen Männern beschützen.“
„Du weißt, dass Eret und ich uns zwar ausgesprochen haben, dennoch sehe ich ihn etwas anders als zu Anfang. Er ist einer von uns, aber wenn er Heidrun das Herz bricht, tu ich ihm weh.“
Sie strich ihm über die Brust.
„Das Herz eines Anführers und die Seele eines Drachens.“
Er drückte sie sanft noch etwas fester an sich.
Nach einige Zeit fragte er:
„Was bedrückt dich?“
Es überraschte sie immer wieder, dass sie immer mehr ein offenes Buch für ihn war obwohl sie versuchte es zu verbergen.
Sie schlug die Augen nieder:
„Jana verlässt uns übermorgen.“
Sie spürte, dass diese Nachricht auch Hicks traf – seine Körperhaltung und Körperspannung verriet ihr das – doch dann sagte er:
„Wir wussten, dass dieser Tag kommt. Sie ist jetzt ein Jahr hier. Es wird Zeit, dass sie nach Hause kommt.“
„Sie wird mir fehlen.“
„Wir haben ihr viel zu verdanken.“, meinte er dankbar und ernst.
„Sehr viel.“, bestätigte sie.
Sie schwiegen kurz, dann meinte er:
„Was hältst du davon wenn wir ein kleines Fest für sie veranstalten?“
„Ich finde die Idee gut aber ich kann mir vorstellen dass Jana das nicht möchte. Sie ist nicht gerne der Mittelpunkt.“
„Sie hat dir und Skyla das Leben gerettet. Ich möchte, dass sie im Mittelpunkt steht.“
„Aber wirklich nur eine kleine Feier...“, ließ Astrid sich überreden.
Er hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn.


*

Auch wenn Jana sich dagegen sträubte so ließen sich Hicks und Astrid nicht davon abhalten eine kleine Feier für sie auszurichten.
Und obwohl es eine Abschiedsfeier war, so war die Atmosphäre fröhlich.
Es wurde gelacht, getrunken, gegessen und getanzt.
Doch es gab etwas, was Jana tief berührt hatte abgesehen von dem Gefühl zu diesem Dorf zu gehören was diese Leute ihr vermittelten.
Und das war Haudrauf.
Der große, angsteinflößende Mann war in einer ruhigen Minute zu ihr getreten. Jana wusste, dass Hicks Vater ihr stets argwöhnisch und abweisend gegenüber stand aufgrund der Tatsache, dass sie von der Insel und dem Volk kam das seiner Schwiegertochter, seinem Enkelkind und seinem Sohn ein solches Leid zugefügt hatte. Und das verstand Jana auch.
Dementsprechend hatte Jana immer einen Bogen um das frühere Stammesoberhaupt gemacht und auch er hatte sie meist gemieden.
Doch heute kam er auf sie zu und blieb ein paar Momente lang einfach nur neben ihr stehen während sie die feiernden Leute beobachteten.
Jana war nervös und es war ihr unangenehm weil sie nicht wusste, was sie zu erwarten hatte.
Doch dann begann er mit einer sanften Stimme die sie noch nie bei ihm gehört hatte:
„Ich habe dir unrecht getan.“
Überrascht blickte sie zu ihm hoch und er erwiderte den Blick.
„Ich habe dich schlecht behandelt weil du von einer feindlichen Insel kamst um angeblich zu helfen. Astrid wurde von eurem Volk vergiftet und dann kommt eine aus diesem Volk und will ihr helfen. Du musst zugeben das klingt absurd.“
„Es war nicht unser Volk das Astrid vergiftet und sterben lassen hat, sondern unser König.“, stellte Jana klar.
Haudrauf nickte.
„Das halt Hicks mir auch immer wieder gesagt. Trotzdem wusste ich nicht was ich von dir halten soll.“, er lachte, „Ich bin was das angeht ziemlich stur und argwöhnisch.“
„Das ist nachzuvollziehen.“
„Und dennoch hast du mich überrascht. Ich habe mich gefragt wie ein junges Ding wie du genug Wissen über Heilkunde haben soll um Astrid zu helfen. Um bei einer Geburt zu helfen und um ihr Leben zu retten...meine Frau und Gisela haben erzählt was eine Hilfe du warst und das am Ende du es warst die Astrid das Leben gerettet hat und...das du sie nicht aufgegeben hast als alle anderen es schon getan haben; das du so lange gekämpft hast bis ihr Herz wieder schlug. Und das ist für eine junge Frau in deinem Alter eine große Leistung.“
„Ich konnte sie nicht sterben lassen. Natürlich wollte ich es nicht akzeptieren, dass eine junge Frau und frisch gewordene Mutter ihr Leben verliert aber...ich wollte auch nicht dass sie nur wegen mir uns meinem Volk stirbt. Ich habe schon einiges sehen müssen in meiner Zeit als Heilerschülerin aber das...das hätte mich mein Leben lang begleitet. Außerdem sind Astrid und Hicks gute Freunde von mir geworden. Ich...ich wollte..ich KONNTE es einfach nicht...ich konnte sie nicht aufgeben.“
Jana folgte Hausdrauf´s Blick der zu Lena wanderte. Sie stand Fischbein gegenüber, sie hielten sich an den Händen und sie erzählte ihm mit strahlenden Augen und einem verträumtem Lächeln etwas.
„Ihr seit ein merkwürdiges Volk, Jana. Lena ist schon eine lange Zeit bei uns, dennoch hat sie ihr sonniges Gemüt und ihre Nächstenliebe nicht ein bisschen abgelegt. Und das ist auch gut so. Denn wir lieben sie so wie sie ist. Jetzt weiß ich, dass es an ihrem Volk liegen muss – denn scheinend seit ihr alle so – außer eurer voriger König.“
„Das gleiche meinte auch Astrid, aber das ist nicht wahr. Ja, wir sind ein friedliebendes Volk das nicht so viel Wert auf´s kämpfen und bekämpfen legt. Wir sind eher die Redner-Menschen. Bedacht auf unseren Nächsten und wir kümmern uns umeinander. Dennoch sind wir alle unterschiedlich. Das Lena und ich ähnliche Züge haben wird wahrscheinlich daran liegen, weil wir zusammen aufgewachsen sind.“, Jana lächelte, „Wir haben praktisch unser ganzes Leben miteinander verbracht...uns gegenseitig beeinflusst.“
„Du bist ein guter Mensch, Jana. Und ich danke dir, dass du meine Schwiegertochter, meine Enkelin und somit auch meinen Sohn gerettet hast. Solltest du also jemals eine neue Heimat suchen so wie Lena, bist du hier auf Berk jederzeit willkommen.“
Jana fiel ein Stein vom Herzen. Das was er sagte rührte sie.
„Vielen Dank, Haudrauf. Ich weiß das zu schätzen. Und es war mir eine Ehre.“
Jana spürte eine große Hand die ihr auf die Schulter klopfte.
„Das habe ich mittlerweile auch verstanden. Und jetzt – lass uns anstoßen!“

*

Jana packte schweren Herzens die letzten Sachen auf ihr Schiff. Sie trug ihre Reisekleidung, die sie auch getragen hatte als sie vor so vielen Monaten hier her gereist war.
Ein Teil von ihr freute sich ungemein auf ihr Zuhause und auf ihre Freunde und ihren Bruder.
Dennoch war sie unsagbar traurig. Dieses Gefühlschaos war die reinste Achterbahnfahrt und immer wieder traten ihr die Tränen in die Augen.
Schließlich hatte sie auch den letzten Sack an Bord gebracht und stieg ein letztes mal die Planke und den Steg hoch.
Dort standen eine Menge Leute.
Viele Dörfler erwiesen ihr die Ehre.
Und ganz vorne standen Lena, Fischbein, Ida, Hicks und Astrid die Skyla auf dem Arm trug.
Astrid sah – im Gegensatz zu vor ein paar Monaten wieder richtig gut aus. Die Schwangerschaft hatte ihr nicht nur schlechtes angetan; sie hatte auch einige Merkmale an ihrem Körper und ihrer Ausstrahlung verändert die sie noch schöner machten. Jana hatte schon einige Frauen gesehen die Mütter geworden sind, doch keine dieser Frauen war wie Astrid. Sie war anders. Aber bemerkenswert, gut anders.
Jana atmete einmal tief ein und aus und watmete sich für die vielen Verabschiedungen.
Valka und Gisela verabschiedeten sie herzlich und bedankten sich bei ihr für ihre großartige Hilfe und wünschten ihr alles Gute. Grobian schlang seine riesigen Arme um sie, hob sie einmal hoch und zerquetschte sie fast als auch er ihr dankte und ihr alles Gute wünschte. Selbst Haudrauf überwand sich und nahm sie in seine kräftigen Arme.
Fischbein drückte sie ebenfalls und Ida schenkte ihr einen kleinen Stoffdrachen den sie selbst gemacht hatte.
Lena hatte die Tränen in den Augen und versuchte es zu über lächeln – ohne Erfolg. Dicke Tränen rannen über ihre Wangen.
„Es war komisch dich in unserem Haus hier auf Berk zu haben. Hier...wo ich ein neues Leben ohne Dorst und ohne euch gestartet habe. Doch jetzt...jetzt wirst du fehlen.“
Jana nahm sie in den Arm.
„Du kannst nicht vor uns weglaufen, Lena. Denn wir werden immer ein Teil von dir sein. So wie du immer ein Teil von uns sein wirst.“
„Ich danke dir für alles, was du getan hast. Du hast mich überwältigt.“
„Ich hatte die beste Lehrerin.“, hauchte Jana ihr ins Ohr.
Sie vergossen ein paar Tränen und dann sagte Lena:
„Grüß bitte Taylor von mir...und natürlich auch die anderen.“, jetzt lächelte Lena leicht, „Und erlöse bitte Mayne...der arme hat dir lange genug nachgestellt...es wird Zeit, dass du ihm zeigst, dass du das gleiche für ihn empfindest.“
Jetzt musste auch Jana lächeln:
„Mach ich.“
Schweren Herzens trennte Jana sich von Lena und ging schließlich zu Hicks und Astrid.
„Ich werde mich irgendwann revanchieren. Wir sind dir zu tiefstem Dank verpflichtet.“, meinte Hicks dankbar.
„Nein. Ich würde eher sagen wir sind quitt.“, lächelte Jana.
Auch sie umarmten sich.
„Ich wünsche dir eine gute Überfahrt.“, sagte er.
„Danke.“
Schließlich wendete Jana sich Astrid zu.
Astrid sah traurig aus. Sie blickte Hicks an der ihr Skyla abnahm.
„Ich denke ich bin diejenige die dir zu meisten Dank verpflichtet ist. Immerhin wäre ich ohne dich nicht mehr am Leben...und Skyla ebenso wenig.“
„Wie ich bereits sagte: Ich habe viel von euch gelernt und es war mir eine Ehre dir und Skyla zu helfen.“
Die beiden umarmten sich.
„Komm gut nach Hause.“, sagte Astrid an Jana´s Schulter.
„Das werde ich. Und pass gut auf Skyla und Hicks auf. Die beiden brauchen dich. Und wenn mal irgendetwas mit Skyla sein sollte...scheut euch nicht davor damit zu uns zu kommen.“
„Danke.“
Sie blieben noch einen Augenblick in der Umarmung, dass lösten sie sich und Jana sah ein letztes mal in die Runde.
„Ich danke euch allen, für eure Gastfreundlichkeit und das was ihr für mich getan habt. Ich habe viel von euch gelernt. Wir sehen uns wieder!“
Schweren Herzens drehte sie sich um und ging auf ihr Schiff.
Sie drehte sich als das Boot bereits los segelte noch einmal um.
Und als sie Astrid und Hicks der Skyla trug noch einmal von der Ferne ansah, hatte sie das Gefühl etwas Gutes getan zu haben.
Und dieses Gefühl befriedigte sie so sehr, dass sie gar nicht hin wusste mit ihrer Zufriedenheit.
Sie hatte diesen Menschen geholfen. Geholfen ihr Leben zu retten.
Es war zwar genau der Grund warum sie Heilerin werden wollte, aber vorher hatte sie nie dieses Gefühl verspürt wirklich etwas erreicht zu haben.
Und jetzt, wo sie es zum ersten mal spürte, wurde sie süchtig danach.
Sie lächelte glücklich und drehte sich von Berk ab und setzte das Segel Richtung Süden.
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