Btooom! - Alles nur ein Spiel?!

GeschichteAbenteuer / P16
Ryōta Sakamoto
12.11.2014
12.11.2014
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Kapitel 1 - Freier Fall

„Guten Abend Ladies and Gentlemen!! Ich bin der Planer %&/#?/%, es freut mich ihre Bekanntschaft zu machen!!“ – „Steh auf Göre!“
Ein brennender Schmerz zuckte durch meinen Körper. Entsetzt sehe ich, wie ein maskierter Mann mit einem Elektroschocker wild vor meinem Gesicht rumfuchtelt. „Na los!“ Grob packt er mich an meinen Armen und zieht mich auf meine wackligen Beine. Fasst bin ich wieder umgefallen. In meinem Kopf dreht sich alles.
„Sie werden nun alle ein spannendes Spiel spielen.“ Ich befinde mich in einem wackeligen Raum. Vielleicht ein Container. Doch ich bin nicht allein. Um mich herum stehen sehr viele Menschen. Männer und Frauen. Alle starren in eine Richtung. Ich drehe mich um und sah einen hellen Monitor. Auf ihm ist ein dicklicher Mann mit einem Base Cape zu sehen.
„Dieses Flugzeug nimmt Kurs auf eine Insel im Pazifik.“, sagt er mit einer verzerrten Stimme. Ein Flugzeug?! Das erklärt auch das pausenlose Wackeln und Ruckeln des engen Raumes. „Es ist eine Unbewohnte Insel im Süden.“, fährt er fort. „Sie ist jedoch weit davon entfernt, ein Paradies zu sein, da es auf ihr weder Wasser noch Nahrungsmittel gibt.“ Alle in dem Flugzeug sehen stur geradeaus. Die Menschenmenge ist ziemlich durchwachsen. Alte und jüngere Männer und Frauen standen dicht gedrängt. Manche von ihnen hätten bestimmt sehr schön ausgesehen. Doch alle Körper sind ziemlich verschwitzt, die Kleidung teilweise zerfetzt und, bis auf ein paar Ausnahmen, die Angst war ihnen auf das Gesicht geschrieben.
„Um nach Hause zurückzukehren, gibt es keinen anderen Weg, als das Spiel durchzuspielen. Strengen sie sich also an!“ Verwundert sehe ich wieder auf den Bildschirm. Was für ein Spiel meint er? Verdammt! Was soll das alles?
„Nehmen Sie uns bitte nicht übel, dass wir weder Beschwerden, Bitten, noch sinnlosen Wiederstand akzeptieren!“, die verzerrte Stimme grinst spöttisch. Jetzt bricht allgemeines Entsetzen aus.
„Hey!“ – „Was soll das?“ – „Verarsch uns nicht!“
Nun die verzerrte Stimme wieder: „Wenn Sie so weitermachen…“ Die maskierten Männer richten ihre Elektroschocker auf uns. „Ich werde jetzt die Regeln erklären.“ Fährt er fort als wäre nichts passiert. „Dies wird nur einmal geschehen, also hören Sie gut zu! Die Regeln sind ganz einfach. Sie werden mit diesem Bomben, genannt >>BIM<< kämpfen.“ BIM? Das kenne ich doch irgendwo her… Der dicke Mann auf den Monitor zeigt uns drei unförmige Kugel und würfelartige Körper. Das müssen die Bomben sein. „Sie fragen sich, gegen wen sie kämpfen…? Gegen die Personen, die neben Ihnen stehen.“ WAS?!? Jetzt rufen alle durch einander. Allmählich bricht Panik in mir aus. Wir sollen uns gegenseitig UMBRINGEN???
Entsetzt sah ich in die Menge vor mir, als auf einmal ein greller Schrei mich zusammenzucken ließ. Ein Mann in meiner Nähe wurde mit einem der Elektroschocker niedergestreckt. „Ruhe bitte!! So kann ich nicht weitermachen.“ Er redet ganz normal mit uns! Also ist es eine Liveübertragung und keine Videoaufzeichnung. „Das nächste Mal erhöhen wir die Voltspannung! Ich weiß nicht, welche Schäden Sie davon tragen könnten!“ Dieser Mann ist eindeutig irre!!
„Es gibt eine Menge unterschiedlicher BIM-Sorten. Zu Beginn erhalten Sie jedoch jeweils nur eine Sorte. Seien Sie gespannt darauf, welche Sie bekommen!! Jeder bekommt nur acht Stück und da es keine Gebrauchsanweisung gibt, ist jeder auf seinen eigenen Einfallsreichtum angewiesen.“ Mit BIM meint er doch die Bomben, oder? Ja, das hat er vorhin gesagt.
„Zum Schluss noch … eine wichtige Bedingung, die man für das Durchspielen erfüllen muss. Bitte betrachten Sie Ihre linke Hand.“ Ich schaute nach. Was ist das? Mitten in meinem Handrücken steckt ein rundes, ovales, grünes Glasstück. Ich klopfe auf das Stückchen. Tatsächlich. Glas?!? Es tat nicht weh, fühlte sich nur ungewohnt an. „Einige von Ihnen haben sicher schon gemerkt, dass wir Ihnen dort einen Chip eingesetzt haben. Es ist so etwas wie ein Mikrochip, mit dem wir und auch Sie Ihre Mitspieler identifizieren können.“ Ein Mikrochip? „Dieser Chip ist normalerweise nur operativ entfernbar, aber wenn es zum Herz-Kreislauf-Stillstand kommt, dann lässt er sich auch so leicht entfernen. Sammeln sie acht dieser Chips! Das ist die einzige Bedingung, die Sie erfüllen müssen, um die Insel zu verlassen.“ Acht Chips? Heißt das… Heißt das, ich muss acht dieser Chips sammeln, um von der Insel zu fliehen? „Sie müssen also außer Ihrem eigenen noch sieben weitere Chips von anderen Personen sammeln.“
„Das reicht jetzt %&/#?/%!“ Ein junger Mann weiter hinten ergreift das Wort. „Dir ist wohl der Unterschied zwischen einem Spiel und der Realität nicht ganz klar!!“ Zwischen den ganzen Menschen kann ich ihn leider nicht entdecken. Auf einmal schrie er sehr laut. Ich kann es mir schon denken. Die maskierten Männer mit ihren Elektroschocker. Die Spannung wurde noch mehr erhöht! Hoffentlich nahm er keinen so großen Schaden!
Mit einem lauten knacken und dröhnen öffnet sich eine Ladeklappe. „Haben sie alle ihre Fallschirme an? Auch diejenigen, die das zum ersten Mal tun, müssen sich keine Sorgen machen, denn die Schirme öffnen sich automatisch.“ Wir sollen … SPRINGEN?!?!? Aus dem Flugzeug?!? Fallschirme hin oder her! Auf keinen Fall!!
„Los spring!“, ruft einer der maskierten Männer. „Reden Sie keinen Unsinn!“, wiedersprach ein älterer Mann. „Wenn ich sage, du sollst springen, springst du!!“ Der maskierte gibt ihm einen Schock und schmiss ihn danach aus dem Flugzeug.
Der Mann vom Bildschirm meldet sich noch einmal: „Wenn wir uns nicht beeilen, ist unsere Maschine schon über die Insel geflogen. An die Herren vom Personal: Bitte tun Sie, was nötig ist.“ Die Männer gehen nun auf uns los. Einer nach den anderen springt oder fällt aus dem Flugzeug. Ich will nicht springen! Ich kann nicht springen! Ich schieb mich entgegen dem Strom weiter zurück. Immer weiter von der Ladeklappe weg. Die meisten sind schon weg. Ich drücke mich in eine Ecke des Frachtraums und hoffe, dass man mich nicht entdeckt. Doch was passiert mit mir, wenn Sie mich entdecken?
„Was sollen wir mit dem Kerl hier machen?“-„Häng ihm sein Gepäck um und wirf ihn raus!“ Sie schliffen einen schwarzhaarigen Jungen zur Ladeklappe. Das ist der junge Mann von vorhin, den sie mit einem Stromschlag betäubt haben! Sie schmeißen ihn wirklich einfach raus! Erschrocken schrie ich auf. Oh nein! Das war ein Fehler!
„Ihr Idioten!“, ruft die verzerrte Stimme. „Seit ihr sogar unfähig ein kleines Mädchen aus einem Flugzeug zu werfen!“ Scheiße! Ich wurde entdeckt! Jetzt kommen sie auf mich zu! Ihre Elektroschocker summen mir entgegen. Ich schrie auf, als sie mich packen und hoch zerrten. „Lasst mich in Ruhe!!“ Ich schrei und strample um mich. Einem der Männer trete ich den Elektroschocker aus der Hand. Etwas knackte. Endlich schaffe ich es, mich los zu reißen. Ich schnappe mir den Elektroschocker, nahm Anlauf und sprang.
Ich hörte nur noch, wie einer hinterherruft: „Hey! Die Göre hat meinen Elektroschocker geschnappt!“-„Du Idiot! Kannst du nicht aufpassen?“ Ich kneife meine Augen zusammen. Ich habe aufgehört zu schreien. Für einen kurzen Moment mache ich meine Augen auf. Ein Fehler. Ich befinde mich hoch, wirklich sehr hoch in der Luft. Unter mir breitet sich eine Insel aus, die mitten im Wasser liegt. Auf sie zu segeln kleine Punkte zu. Die anderen Menschen mit ihren Fallschirmen. Moment! Warum öffnet sich eigentlich mein Fallschirm nicht? Ich gerate in Panik. Von wegen, er öffnet sich automatisch! Verdammt, verdammt, verdammt!! Ich fang an, an meinem Rucksack zu fuchteln. Vergebens! Es öffnet sich nichts! Mir fällt eine Schnur ins Auge. Doch.. scheiße! Sie ist zerrissen! Oh nein! Nicht mehr lange und ich würde aufprallen! Ich sehe noch einmal unter mir, doch die Insel befindet sich nicht mehr unter mir! Ich würde im Wasser landen!
„Verdammter Fallschirm! Öffne dich!!“ schrei ich. Als hätte er meine Worte erhört, öffnet er sich auch tatsächlich. Kurz darauf tauche ich in das kalte, tiefe, dunkle Wasser ein.
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