Stahlstadt Junge

GeschichteAngst, Schmerz/Trost / P16 Slash
 Trip  Virus Aoba Seragaki
10.11.2014
10.11.2014
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Stahlstadt Junge

Alles an was ich mich erinnern konnte war der Schrei meiner Mutter als die Flammen sie verschlungen. Wie sie mich anflehte weg zu rennen.
Ich war erstarrt, als ich die Brandstifterin sah. Gefühle des Hasses und Mordlust stiegen in mir auf, ich wollte meine Familie rächen. Aber was sollte ich tun?
Ich war erst 7 Jahre alt. Meine Gefühle wurden stumm, sie stumpften ab. Ich sah durch wie einen Tunnel, als ich auf sie zu rannte, sie stieß mir ein Messer in die Seite, ich ignorierte diesen Schmerz der durch meinen Körper schoss. Meine Hände hatte ich an ihre Kehle gelegt und ich begann sie zu würgen mit aller Kraft. Sie rang nach Luft und drückte mich weg, ich schrie und würgte sie weiter.
Sie röchelte und rang weiter nach Luft, meine Arme zitterten und ich merkte das meine Kraft schwand doch ich würgte immer weiter. Sie bewegte sich nicht mehr, doch ich wollte mir sicher sein, nur wie?
Als ich mich bewegte spürte ich das Messer, ich zog es langsam aus meiner Seite. Meine Hände zitterten, ich wusste es war nicht richtig doch das war mir egal.
Für mich war sie nicht mal der Gedanke an Gnade wert. Ich stieß zu.
Einmal.
Zweimal.
Dreimal.
Ein grinsen breitete sich auf meine Gesicht aus und ich lachte laut.
Polizisten und Feuerwehr stürmten ins Haus. Alle tot und in mitten der Eingangshalle, ich.
Ein lachender blutverschmierter Junge der als Einziger überlebte. Für alle war es klar, ich war der Täter, psychisch Krank.
Labil, schizophren, aggressiv  und total Krank verdorben.
Meine Gerichtsverhandlung sollte in vier Wochen stattfinden, ich saß in meiner Zelle, allein an die kalte Zellenwand gelehnt. Die Atmosphäre war düster und es war still ich konnte draußen den regen gegen das Fenster prasseln hören. Meine Sinne waren nur auf das hören ausgelegt und ich lauschte meiner Umgebung, stumm. Mir war kalt, es war mir egal.
Ich hatte Angst, ich verdrängte sie. Ich konnte nicht weinen, nicht essen, nicht schlafen, nicht reden, ich saß nur da mit meinem erbärmlich kleinen Körper zusammen gekauert in einer Ecke der Zelle übermannt von den eindrücken in der leere starrend.

Ich spürte jedes Glied an meinem Körper und die noch so kleinste Wunde. Meine Gedanken schweiften umher und die Gestalten die an meiner Zelle vorbei gingen, waren schwarz. Abschaum.
Pfützen aus Schlamm. Ich fühlte mich gefangen wie eine Bestie die man im Zaum halten musste. Ich wurde oft besucht doch diese Dinger die mich angrinsten, mit ihren spitzen Zähnen und ihrer hässlichen Gestalt aus Dreck und Abschaum nervte mich nur und ich hasste sie.
Ein Seufzer entrann meinen Lippen als ich alleine das saß mein Blick war fahl und kalt, ich wollte sterben.
Das war der einzige Gedanke den ich hatte.
Die Tage kamen mir vor wie Jahre und Minuten wie Stunden, ich zählte in meinem Kopf um nicht vollkommen meinen Verstand zu verlieren.
Eins
Zwei
Drei
Vier...




156778, 156779,156780..., Jemand packte mich an meinem Arm und ich wurde aus der Zelle gerissen.
Ich war zu Müde und ausgelaugt um mich zu wehren.
Es war so Hell im Gerichtssaal, Gestalten, überall, ich schaute mich um. Niemand war normal. Alle waren dunkle dreckige Gestalten. Sie grinsten und streckten ihre gierigen Klauen nach mir aus, es trieb mich gerade zu in den Wahnsinn ich wollte weg. Ohne es zu merken rannten Tränen über meine Wangen und ich wollte einfach verschwinden. Mich verkriechen.
Mir war schlecht von ihrem Gestank.
Eine Gestalt, die eine andere meinen Verteidiger nannte sagte Dinge aus seinem großen klaffendem Maul.
„Er kommt in ein gutes Erziehungsheim dort wird ihm an nichts mangeln.“
Meine Augen verfolgten ihn, diesen Schatten, Dämon?
Er setzte sich durch und grinste mich mit seinen absurden Blick an.
Mein Urteil, Erziehungsheim.
Was das auch immer war, ich wollte dort nicht hin. Um keinen Preis der Welt.
Ich spürte seine Klaue auf meiner Schulter und Es ging in die Hocke und in der linken seinen geh Stock. Am liebsten hätte ich ihm diesen durch seinen Magen gerammt und ihn zersplittern lassen.  „Ich bin Toue, mein kleiner. Ich werde dafür sorgen das es dir gut geh-“ noch ehe er seinen Satz voll mit von Gift getränkten Worten beenden konnte schlug ich seine Hand weg und knurrte ihn an.
Die Gestalt stand auf,packte mich und ging aus dem Saal. Ich folgte ihm. Von allen Seiten lautes Gerede und Fotos die von mir gemacht wurden und versendet. Ich fühlte mich wie ein Tier, in einem Zoo.. Dann hinter mir der Bohrende Blick der Wachleute die nur auf den kleinsten fehltritt von mir warteten wie gierige Geier um sich auf mich stürzen zu können und mir langsam das Fleisch von den Lebendigen Knochen zu reißen.
Als ich aus dem Gebäude geführt wurde waren da noch mehr gestalten die mich verachtend anstarrten. Gestalten die einfach abstrakt waren. Doch unter dem vielen Schwarz war weiter hinten. Eine Blaue. Eine farbige Gestalt die keinen diese anderen ähnelte. Noch ehe ich sie genauer sehen konnte wurde ich in eine  Transporter gesteckt. Wieder die selbe Prozedur. Wo war wohl dieses "Erziehungsheim". Alleine der Gedanke  dort zu sein ließ  mich erschaudern das wollte ich einfsch nicht und er nervte mich unheimlich. Ich biss mir auf die Unterlippe, meine Blick wanderte zwischen den Monstern  hin und her. Ich wollte weg nur wie? Ich wusste nicht  wie hier rauskam und der Transporter  stoppte nicht einmal. Wahrscheinlich  hätte  ich eh keine Chance  gehabt  da er viel zu  schnell  fuhr. Meine Lage war mehr als nur schlecht  und ich mir war klar ich hatte verloren.
Meine Augen  fielen zu und ich schlief ein.

Wie lange ich geschlafen  hatte wusste ich nicht,  doch als ich aufwachte lag ich in einem weißen Raum. Stöhnend setzte  ich mich hin und schaute  umher. Mein Kopf  schmerzte. Alles tat mir weh, 'wo bin ich?' meine Gedanken  brauchten eine weile bis ich realisierte wo ich war. Im Erziehungsheim. Nein, ich sprang auf und hämmerte  gegen die Tür.  Ich brüllte und wollte raus. Plötzlich  bekam ich einen heftigen  Stromschlag  welcher sich durch meinen Körper  breitete. Verkrampft  und mit Tränen  in den Augen griff ich an das Halsband. Meine Hände zerrten daran als ich auf dem Boden lag und weinte, die Stromschläge stoppten langsam und ich schaute mich um. Schwer atmend stand ich auf. Meine Knie waren wackelig und ich wusste nicht wie lange ich mich noch auf den Beinen halten konnte. Schnell setzte ich mich wieder als plötzlich auf der anderen Seite des Raums die Tür aufschwang, ‘konnte ich raus?’ misstrauisch ging ich zu Tür und schaute mich um. Gestalten, nicht arg viel größer als ich waren dort und liefen umher. Sie verzogen ihre Gesichter und liefen alle in einen großen Saal, aus bloßer Neugierde folgte ich ihnen.  Als ich den weißen Saal betrat war er voller Dreck und Schmutz dieser Gestalten. Sie standen alle in Reih und Glied, eine große Gestalt lief durch die reihen und zählte den Abschaum.
Sie blieb bei mir stehen und ich starrte sie an, “Du bist also der Neuling?” es schaute auf eine Liste und nickte “Nummer 17734, bitte begebe dich auf deinen Platz jeder hat hier seinen eigenen mit seinem Namen”
Ich lief durch die Plätze und suchte verzweifelt meinen Namen. Ich war mir nicht sicher wo er war.
Gedankenverloren lief ich weiter bis ich an jemanden stehen bleiben musste der nicht aussah wie die anderen. Ich musste ihn für mehr als zehn Minuten angestarrt haben den er hob seinen Kopf und schaute mir direkt in die Augen. “Suchst du irgendwas?”
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