Eins und Eins macht Vier

GeschichteRomanze, Familie / P18
Emma Ludbrook Jared Leto OC (Own Character) Shannon Leto Tomislav "Tomo" Milicevic
31.10.2014
01.05.2016
10
28.693
5
Alle Kapitel
17 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
31.10.2014 2.275
 
Fhina:

Dieser Tag ist einfach nur überwältigend gewesen und ich kann es kaum erwarten bis ich endlich in den Federn liege. Der Flug war anstrengend gewesen und nun hat mich das Jetlag bereits voll im Griff, und ich weiß dass ich einfach nur schlafen muss.

Die Hochzeit von Ally und Jared ist wunderschön gewesen. Sehr schlicht aber schön. Allerdings bin ich mir immer noch nicht so sicher was ich von dem Ergebnis der Untersuchung im Krankenhaus halten soll. Ich weiß nicht mal ob ich mich überhaupt richtig freue. Vorhin als wir da im Behandlungszimmer saßen und uns mitgeteilt wurde, dass ich Zwillinge bekomme, war ich einfach nur geschockt. Okay, Shannon auch aber er eher positiv und ich mehr negativ. Irgendwie möchte ich doch noch keine Kinder...oder Kinder überhaupt. Und nun gleich zwei? Zwei Terrorzwerge? Nach allem was ich erlebt habe ist mir eine Sterilisation eigentlich wirklich am liebsten. Außerdem hab ich ja auch noch mein Studium was ich gerne zu ende bringen würde, damit ich nicht ohne irgendwas am Ende da stehe. Kurz Kinder passen mir gerade gar nicht in mein Leben. Auch wenn ich Shannon über alles liebe und alles für ihn tun würde, sind zwei Kinder doch einfach viel zu viel, viel zu früh und ich will doch das Leben mit ihm erst einmal genießen – nur er und ich. Deswegen habe ich den Arzt auch nach Möglichkeiten eines Schwangerschaftsabbruch gefragt, während Shannon die anderen geholt hat. Ich wollte ihm seine Freude nicht verderben und den anderen auch nicht, immerhin haben Jared und Ally geheiratet und das ist doch ein Grund zum feiern. Wir müssen das beide in Ruhe besprechen, wenn wir bei Shannon zu Hause sind.

Ich genieße gerade noch etwas das heiße Wasser auf meiner Haut als die Tür aufgeht und Shannon vor der Dusche steht und mich anfunkelt.
„Was ist das?“ fragt er ruhig aber hörbar sauer. Ich starre den Zettel und dann ihn an und ich merke wie ich richtig wütend werde. Ich drehe das Wasser ab, wickle mich in einen der Bademäntel und sehe ihn dann an.
„Du kannst doch lesen. Außerdem, was wühlst du in meinen Unterlagen rum?“ frage ich reizt und reiße ihm das Papier aus der Hand und lasse ihm im Bad stehen, gehe zurück ins Schlafzimmer. Er kommt mir hinterher und ich verschränke die Arme vor der Brust.
„Entschuldigung, aber ich hab diese Untersuchung gezahlt und es tut mir ja Leid, dass ich wissen will was auf dem Papier über UNSERE Kinder steht und was ich tun kann damit es DIR gut geht!“
„Es geht dir also um die Kosten der Behandlung?“ frage ich und gehe zu meiner Tasche und krame mein Portemonnaie heraus und werfe ihm die 800 Dollar vor die Füße, die Ally und ich am Airport noch getauscht haben.
„Wenn es nur darum geht, bitteschön“ sage ich und Shannon fährt sich verzweifelt durch die Haare.
„Nein verdammt mir geht es nicht um dieses verfickte Geld, sondern darum wieso du über eine Abtreibung nachdenkst?“
„Weil mir Kinder gerade gar nicht ins Leben passen vielleicht? Ich hab keine Zeit für Kinder und würde gerne erst mein Studium zu ende machen, damit ich einen vernünftigen Abschluss hab und auch etwas in meinem Leben erreichen kann. Ich will und werde nicht von dir abhängig sein! Außerdem, wer sagt denn, dass das mit uns beiden gut geht? Was ist wenn es doch nicht so klappt, dann bin ich eine Alleinerziehende Zwillingsmutter ohne Studienabschluss!“ wettere ich und nun scheint auch Shannon wütend.
„Es sind auch meine Babys und ich werde einer Abtreibung nicht zustimmen!“
„Musst du auch nicht, denn das kann ich allein entscheiden! Es ist mein Körper!“
„Wieso machst du das?“
„Was mach ich denn? Darf ich nicht mehr meine eigene Meinung haben?“
„Darfst du, aber ich dachte bis eben dass das der schönste Tag in meinem Leben ist. Mein kleiner Bruder heiratet, die Frau, die mir die Welt bedeutet sagt mir erst, dass sie ihr Leben mit mir verbringen will und dann erfahre ich auch noch, dass aus dieser Liebe zwei neue kleine Leben entstanden sind und nun zertrümmerst du alles mit einem Hammer!“
„Verstehst du was ich dir eben erklärt hab? Ich will nicht als überlastete Mutter versauern. Was glaubst du welcher Kerl ne Zwillingsmutter nimmt, wenn du mal nicht mehr bei mir bist?!“
„Ich werde aber bei dir sein, verdammt noch mal, weil ich dich liebe und immer lieben werde! Du und die Babys, ihr seid ab jetzt mein Leben und hab oberste Priorität.“
„Mach dich nicht lächerlich, Shannon. Du weißt genau so gut wie ich, dass es die Band ist und immer sein wird. Und das ist okay. Ich will dir deinen Traum nicht nehmen so lange du ihn noch hast. Erinnere dich daran was ich in Kopenhagen zu dir gesagt habe. Ich will nicht Schuld sein, dass du am Ende unglücklich bist oder schlimmer noch du mir am Ende vorwirfst, dass ich dir deinen Traum und dein Leben zu früh genommen habe“ sage ich und nun kommen mir die Tränen. Das letzte was ich will ist dass er auf irgendetwas verzichten muss nur weil ich zu blöd bin die Pille richtig einzunehmen. Shannon tritt einige Schritte auf mich zu und nimmt mich in seine Arme.
„Schatz, du nimmst mir meine Träume nicht weg, sondern erfüllst mir sie. Ich hab jetzt endlich eine eigene, kleine Familie um die ich mich kümmern kann. Ich bin 44 Jahre alt...ich hab nicht mehr viel Zeit und die, die ich habe, will ich sinnvoll nutzen und mit der Frau die ich über alles liebe verbringen und mit meinen eigenen Kindern. Ich will nicht dass du die Kinder abtreiben lässt, auch wenn es etwas unpassend für dich ist, wir finden schon eine Lösung, Baby. Und wenn das nicht genug ist, können wir ja auch noch heiraten“ grinst er nun verschmitzt und ich boxe ich sanft gegen den Arm. „Als wären Kinder nicht schon schlimm genug!“ beschwere ich mich sogleich und bekomme von ihm ein Lachen zu hören.
„Okay dann eben keine Hochzeit. Aber lass uns die Kinder bekommen und zusammen groß ziehen. Ich will nicht mehr ohne dich sein, weil ich dich liebe und brauche. Und für dein Studium, wir finden eine Lösung, versprochen? Und jetzt lass uns nicht mehr streiten Hexe, denn ich liebe dich so sehr und hasse es deshalb wenn wir uns in den Haaren haben“
„Ich liebe dich auch mein Idiot und es tut mir leid wenn ich manchmal so zickig bin. Ich weiß auch nicht was los ist“
Wieder lacht Shannon und nimmt dann mein Gesicht in seine Hände und küsst mich kurz.
„Du bist schwanger, da spielen die Hormone doch angeblich ziemlich verrückt, außerdem bist du total übernächtigt und mehr als nur reif fürs Bett.“
Zur Bestätigung gähne ich worauf mich Shannon auf seine Arme hebt und mich die wenigen Schritte zum Bett trägt. Vorsichtig setzt er mich auf diesem ab und will sich dann das Hemd aufknöpfen, als ich seine Hand festhalte.
„Nein...lass mich das machen...ich will dich schon seit den Golden Globes aus diesem Anzug schälen...“ raune ich ihm ins Ohr und kann sehen dass er eine Gänsehaut bekommt.
„Hexe...mach mich nicht schon wieder so verrückt...“ keucht er und ich muss leise kichern während ich ihm das Hemd weiter aufknöpfe und dabei immer und immer wieder seine Haut berühre. Er riecht so unglaublich gut und ich würde ihn am liebsten vernaschen, allerdings weiß ich dass ich dazu viel zu erschöpft und müde bin. Schnell ist sein Hemd offen und ich streife es von seinen Schultern um mich gleich danach um seine Hose zu kümmern. Ich kann sehen dass er ziemlich erregt ist und mir tut er sogar fast schon etwas leid.
„Ich geh eben kalt duschen...“ nuschelt er und ich sehe ihn entschuldigend an.
„Sorry...“
„Ich merke es mir“ zwinkert er und verschwindet dann tatsächlich im Badezimmer. Ich krieche unterdessen unter die dünne Decke und schlafe sofort ein.

Als ich wach werde hat Shannon seinen Arm um mich geschlungen und seine Hand liegt auf meinem Bauch. Anstatt dass ich dieses Gefühl genießen kann muss ich auf die Toilette, allerdings komme ich gar nicht so weit, denn mein Kreislauf sorgt dafür, dass ich mich neben das Bett auf den Boden legen muss um nicht schon wieder umzukippen. Natürlich bekommt Shannon das mit und beugt sich nun besorgt über mich. „Bist du okay?“ fragt er vorsichtig und nimmt meine Hand in seine um mich dann dort zu streicheln.
„Ja...das passiert mir seit einer Weile gelegentlich. Die Babys scheinen wirklich kleine Vampire zu sein.“
Er verzieht das Gesicht etwas und hebt mich dann wieder auf seine Arme um mich ins Badezimmer zu tragen. Vorsichtig setzt er mich auf dem Rand der Badewanne ab und kniet sich dann vor mich um meinen Bauch zu küssen.
„Hey ihr beiden Racker, hört mal auf die Mama so zu ärgern!“ schimpft er gespielt und ich muss leise kichern.
„Die können doch nicht gar nicht hören!“ werfe ich ein und wuschle Shannon durch die braunen Haare. Das er mit den Babys redet löst ein Kribbeln in mir aus und irgendwie scheint die Option eine kleine Familie mit ihm zu haben plötzlich gar nicht mehr so furchtbar.
„Shannon? Versprichst du mir etwas?“
„Alles was du willst!“
„Wenn diese beiden so Terrorzwerge werden wie die Kinder in Finnland dann geben wir sie zur Adoption frei, versprochen?“
Er muss lachen und nickt. „Deal. Aber ich bin mir sicher dass unsere beiden wahnsinnig tolle Zwerge werden, immerhin haben sie dich als Mama und ich bin sicher auch nicht so schlecht als Papa – hoffe ich doch mal“
„Du wirst sicher ein wundervoller Vater weil du Geduld hast...und die hab ich nicht wirklich“
„Also schiebst du die Kinder dann zu mir ab wenn du die Nase voll hast?“
„Ja!“
„Gut damit kann ich leben“
Ich küsse ihn schnell, bevor ich ihn aus dem Zimmer schicke um das zu tun was ich vorher vor hatte. Danach krabble ich wieder zu ihm ins Bett und kuschle mich an seinen fast nackten Körper. Im Gegensatz zu ihm bin ich ganz nackt. Wieso er eine Shorts trägt weiß ich auch nicht...
„Es tut mir leid dass ich heute Nacht so...ausgetickt bin...das ist gerade alles etwas viel. Ich weiß nicht mal was ich meinen Eltern sagen soll...“
„Glaubst du nicht dass sie sich freuen?“
„Weniger. Die waren ja absolut nicht begeistert von dir...“ Ich merke wie er sich unter mit verspannt und ich küsse seine Wange.
„Keine Sorge. Ich halte zur dir. Wir sind jetzt wirklich ein WIR!“ sage ich leise und ich werde mir so nach und nach bewusst was das alles bedeutet. Automatisch wandert meine Hand auf meinen Bauch. Verdammt, ich werde Mama!
„Bist du okay? Hast du Schmerzen?“
„Alles okay. Nur...es ist so unglaublich dass da jetzt zwei kleine Würmer in meinem Bauch sind...“
„Ich kann dir gar nicht sagen wie happy du mich machst. Mir ist es egal was alle anderen sagen oder denken, ich will einfach nur mit dir zusammen sein und die Schwangerschaft mir dir gemeinsam erleben und dich nicht nur durch Skype am anderen Ende der Welt sehen. Ich möchte, dass du hier bei mir bist“
„Bin ich doch ohnehin wegen dem Praktikum und danach muss ich eben erst mal aussetzen. Es sei denn du ziehst komplett zu mir nach Finnland und passt auf die Kleinen auf während ich zur Uni gehe“
„Wir schaffen das Baby, das verspreche ich dir“ Während er das sagt sieht er mir tief in die Augen und ich kann einfach nicht anders als ihm zu glauben.

Nachdem wir noch eine Weile gekuschelt und geknutscht haben müssen wir leider aufstehen, weil wir mit den anderem zum Brunch verabredet sind und irgendwie hab ich auch richtig Hunger. Shannon zieh sich eine Jeans und eins dieser weit ausgeschnittenen Muskelshirts über und ich schlüpfe in dünnes Trägertop und in eine Jeansshorts – eines meiner Lieblingsteile, aber sie wird langsam eng, wie ich grummelnd feststelle. Ich hätte beim packen wohl meinen Dickkopf ausschalten sollen und lieber weite Teile einpacken als die ganzen engen Sachen. Verstimmt gehe ich ins Badezimmer und trage zumindest etwas Mascara auf. Mein Idiot ist mir hinterher gekommen und schlingt nun seine Arme um mich.
„Nicht so grummeln Hexe...du bist wunderschön, auch wenn deine normalen Klamotten langsam etwas eng werden“
„Klasse dann hab ich nix mehr zum anziehen und muss wirklich in deinen Onesy leben“
„Dann gehen wir demnächst eben shoppen“
„Und von was soll ich das zahlen?“
„Da liegen 800 Dollar auf dem Fußboden...davon kann man gut einkaufen, außerdem kann ich auch zahlen denn so unschuldig bin ich ja an der Situation auch nicht und ich will jetzt keine Widerrede!“ schimpft er und ich muss leise lachen.
„Du bist ein Idiot“
„Nur deiner! Und jetzt lass uns gehen die anderen warten sicher schon.“
Nickend nehme ich seine Hand und verlasse dann mit ihm das Hotelzimmer.

Wir müssen mit dem Fahrstuhl nach oben fahren, da Shannon für die beiden frisch Vermählten die Honeymoon-Suite gebucht hat. Im Aufzug treffen wir auf eines dieser Models. Grummelnd betrachte ich ihre Figur. Nicht das ich unbedingt so dünn sein will, aber sie hat nicht so einen Bauch wie ich und ihre Beine scheinen endlos lang zu sein. Sie zwinkert Shannon zu und er grinst zurück. Ich merke wie in mir die blanke Wut und Eifersucht zu brodeln beginnt. Würde sein Arm in dem Moment mich nicht eng umschlingen, hätte er sich etwas anhören können. Trotz dem küsse ich ihn schnell auf den Mund. In der Etage wo wir raus müssen, fängt Shannon sofort an zu lachen als sich die Aufzugtüren geschlossen haben. „Du bist eifersüchtig, Hexe!“ stellt er unnötigerweise fest.
Review schreiben