Von pubertären Tennisspielern, triefendem Sarkasmus und einer Wortchallenge

von Aleeey
GeschichteAllgemein / P18 Slash
31.10.2014
31.12.2015
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31.10.2014 4.388
 
Von pubertären Tennisspielern, triefendem Sarkasmus und einer Wortchallenge

Kapitel: 1/20
Theme: „Ja, bin ich denn hier nur von Idioten umgeben?!“ (#16)
Rating: P16 Slash
Pair: Hikayashi (Hints), HaruMaru (Hints), Super Rookie Pair (Hints), KuraKen (Hints)
Warnings: Niou, Crack, Aley tobt sich bei der Next Gen aus, Sarkasmus und hab ich schon Niou erwähnt?
Wortanzahl: 4.180
Disclaimer: Sind diese Pairs Canon? Nein? Dann gehört Prince of Tennis wohl noch nicht mir, sondern dem wunderbaren Schöpfer Konomi Takeshi!

A/N: Ich habe von Zane45 20 Wörter/Zitate bekommen, die ich in einem One Shot einbauen muss. Das hier ist der erste, die Nummer 16! Gewidmet ist dieser One Shot auch Kuraiko Kagami, die sich gewünscht hatte, dass ich einen One Shot zu Aufklärung mit den Erstklässlern schreibe; ich habe das mal kombiniert und hoffe, dass es einigermaßen so ist, wie du es dir vorgestellt hattest. Der One Shot liegt schon seit … vielen, vielen Monaten als Leiche in meinem Worddokument rum :‘D jetzt ist er endlich mal fertig geworden.

Hinter verschlossenen Türen

Wenn er sagen würde, dass er seine Zimmerkameraden hasst, dann wäre es total gelogen. Nein, er hasst sie nicht. Er würde sie am liebsten alle umarmen, um ihnen dann ein Messer in den Rücken zu rammen.
Aber dafür würde er ins Gefängnis kommen, weshalb er sich zusammenreißen konnte und es nicht getan hat.

Hiyoshi fragt sich jedes Mal aufs Neuste, wieso er, ausgerechnet er, der so oder so schon total verflucht ist, wenn man mal sein Team begutachtet, so gestraft sein muss!
Seine grauen Iriden starren gerade einen gewissen schwarzhaarigen Lockenkopf an. Würde dieser nicht unter dem Schutz von Rikkais Tennisteam stehen, hätte er ihn vermutlich schon lange ein Tennisball in sein vorlautes Mundwerk gestopft und gehofft, dass dieser kleine Teufelsjunge daran erstickt und erbärmlich verreckt!
Hiyoshi Wakashi ist wütend! Und wenn er einmal wütend ist, dann ist es nicht gut, ihn noch wütender zu machen.
„Kirihara-san“, knurrt er leise mit seiner etwas tonlosen Stimme, doch allein schon das Knurren verdeutlicht seinen Zorn. Und selbst dieser dümmliche Kirihara sollte an dem Blick des Braunhaarigen erkennen, dass er außer sich vor Wut ist.
„Piyooooshi-chan, was ist denn los? Wenn Atobe-san dich sehen könnte, würde er dich sicher zurecht stutzen!“, macht sich Akaya über ihn lustig und grinst ihn frech an.
Der Hyoutei-Spieler verengt seine Seelenspiegel, ehe er einen Schritt auf den Lockenschopf zugeht ... dann noch einen ... und noch einen, bis er den anderen am Kragen zu fassen bekommt.
„Du hast nicht ernsthaft ...”, bevor er jedoch zu ende sprechen kann, wird ihm die Tür gegen die Seite gerammt, was ihn spitz aufschreien lässt. Dann schießt sein Blick zur Tür, wo ein anderer Schwarzhaariger steht, welcher ihn mit unbeeindruckten, grünen Augen anblickt.
„Hiyoshi-kun, du stehst im Weg“, kommt es gelangweilt, während Angesprochener zwischen den beiden Schwarzhaarigen hin- und herblickt und gerade überlegt, wen er zuerst um die Strecke bringen soll.
„Hiyoshi-kun, du stehst immer noch im Weg.“
Wakashi wirft dem im Türrahmen stehenden Jungen einen bösen Blick zu, dann geht er etwas mittig in den Raum und zieht Kirihara zugleich hinter sich her.
„Kirihara-san ... noch einmal: Du hast nicht gerade ebe-...“ Wieder einmal wird er mitten im Satz unterbrochen.
„Piyoshi! Wieso hast du eigentlich eine Pilzfrisur? Die schaut total out aus! Du solltest dir ein Beispiel an Shiraishi-san nehmen und ebenfalls zu meinem Frisör gehen“, murrt das Küken Rikkais und verschränkt die Arme vor seinem Oberkörper, dann zieht er einen leichten Schmollmund und sieht ihn mit großen, glitzernden Smaragden an.
Hiyoshi währenddessen läuft total rot an, während er sich schwer beherrschen muss, nicht zu platzen und den Rikkai-Spieler gegen die nächste Wand zu brettern. Er belässt es einfach bei einem Brummen.

„Kirihara-kun, mein Buchou ist ein Idiot. Du solltest ihn lieber nicht als dein Ideal ansehen, ansonsten endest du genauso wie er“, mischt sich nun der andere Schwarzhaarige ein, welcher nun näher an die zwei ‚Streithähne‘ getreten war. Der Shitenhouji-Spieler wirft Angesprochenen einen emotionslosen Blick zu, dann wandern seine Augen zu dem zukünftigen Hyoutei-Captain, welcher noch immer wütend ist.
„Vielleicht mochten Hiyoshi-kuns Eltern die Beatles“, gibt er intelligent von sich – so wie er nun mal ist.
Akaya dagegen reagiert fünf Sekunden lang nicht, danach folgt nur ein leicht schief gelegter Kopf und ein gemurmeltes „Wer oder was zum Teufel sind die Beatles?!“, was Zaizen eine äußerst schockierte Gefühlsregung entlockt – nun ja, zumindest geschockter als eine Tomate, die sich mit einem Messer konfrontiert sieht.
„Eine englische Band, die wahrscheinlich auch deinen Eltern den Kopf verdreht hat, Kirihara-kun“, erklärt Zaizen wie selbstverständlich. Er selbst beschäftigt sich ja sehr viel mit Musik, außerdem ist er ein Genie, also muss er natürlich so etwas wissen.
„Piyoshi, stimmt das? Mögen deine Eltern die ... Beatles?!“, brüllt der Lockenkopf nun schon fast in Ekstase und nun ist es er, der am Kragen gepackt wird und förmlich durchgemischt wird wie ein Cocktail.
Der Braunhaarige versucht Akayas Umklammerung zu lockern, jedoch krallt sich dieser nur noch fester an ihn. Selbst der böseste Mörderblick hilft nicht - wie denn auch? Schließlich ist der Rikkai-Spieler schlimmere Blicke gewöhnt, wenn man in Rikkai unter der Terrorherrschaft Yukimuras und seiner Gehilfen Sanada und Yanagi dient.
„Piiiiiiiiiiiyoooooooooooooshi! Jetzt antworte mir endlich!“ Gleich wäre es so weit, dass Kirihara in den Bloodshot Mode wechseln würde. Dann könnten sich Zaizen und er sofort von diesem hässlichen Camp hier verabschieden.
Oh, vielleicht muss er gar nicht seine Zimmerkameraden umbringen, um dieser Hölle zu entfliehen. Wieso hat er nicht schon vorher daran gedacht, dass Kiriharas Dämon es auch tun würde?!
Hiyoshi wird keine weitere Sekunde mit diesen zwei Vollzeitidioten aushalten!
„Zaizen, ich habe Piyoshi getötet! Er antwortet mir nicht mehr. Tu was! Sofort, du bist doch angeblich so klug, also belebe ihn wieder!“, kommandiert der Lockenkopf dem Ältesten und zugleich Kleinsten.

Dieser zuckt nur die Schultern, dann geht er an den beiden unbeirrt vorbei, um sich auf sein Bett fallen zu lassen, bis seine grünen Augen etwas Eigenartiges am Boden erfassen.
Er bückt sich hinunter, um dieses Etwas aufzuheben und zwischen Zeigefinger und Daumen zu begutachten.
„Was ist das?“ Und nun sind alle Blicke auf den Shitenhouji-Spieler gerichtet, während Hiyoshi wieder einfällt, weshalb er Kirihara überhaupt zusammenstauchen wollte.
„Kirihara! Du bist auf meine Kontaktlinse getreten!! Ich will, dass du sofort ein Ersatz holst! Mir egal, wie. Tu. Es. Einfach!“, stößt Wakashi durch zusammengebissene Zähne, um ja nicht loszubrüllen, denn sonst wäre er nicht Hiyoshi, der alle um sich herum ‚Gekokujo‘n wird.
Akaya legt erneut seinen Kopf schief, nun wieder weit vom Bloodshot Mode entfernt, und betrachtet sein Gegenüber mit einem fragenden Blick.
„Hast du keine Brille dabei? Oi, Zaizen-kun! Du bist doch ein Genie! Stell mit deiner unglaublichen Intelligenz eine neue Kontaktlinse her“, befiehlt er erneut und sieht Hikaru an.
Besagter zuckt jedoch nur die Schultern, brummt irgendwas von „Seh ich aus wie ein Optiker?“ und lässt sich auf sein Bett fallen.

Rikkais Küken ist überhaupt nicht mit der Antwort zufrieden, also probiert er es mit einem bittenden Welpenface, denn Kirihara Akaya schaut nicht flehend. Als selbst das nicht wirkt, schmeißt er sich auf Zaizen, welcher unter dem Gewicht ein eigenartiges Geräusch von sich gibt, was ähnlich einem Jammern klingt, wäre da nur der Fakt, dass Hikaru so etwas nicht tut.
Jammern ist etwas für idiotische Senpaitachi, die zum Beispiel auf den Namen Oshitari Kenya hören. Oder dieser Vizecaptain, dessen Namen er noch immer nicht weiß. Das einzige Wissen über ihn, welches er sich angeeignet hat, ist die Tatsache, dass er darüber jammert, dass niemand seinen Namen weiß oder man ihn vergisst. Eigenartig.
Aber zurück zu seinem verrückten Senpai namens Kenya, der seinen Leguan mehr liebt als seine Eltern und im Zoo jedes Mal am Gehege der Geparden vorbei sprintet, um diesen Tieren zu demonstrieren, wie verflucht schnell er ist.
Nur, dass das in einem halben Geheule endet, da die Tiere ihn nicht mal eines Blickes würdigen. Danach rennt Kenya immer bis zu sich nach Hause, um sich dann in seinem Zimmer einzusperren und, nicht zu vergessen, im Vorbeirennen seinen Leguan packt, um diesen zu Tode zu knuddeln.
Okay, so genau weiß Zaizen nicht, ob der Trottel so etwas wirklich macht, aber nach den vielen Erlebnissen mit seinem Senpai könnte er es sich irgendwie vorstellen.
Genauso der Fakt, dass Kenya immer erst um eine Uhrzeit aufwacht, dass er eigentlich zu spät zum Training kommen müsste, aber jedes Mal pünktlich, perfekt gestylt, sogar geduscht und mit vollem Magen in der Schule ankommt.
Nicht, dass er es zu würdigen weiß, Zaizen ist eher der Meinung, dass der Capuccinohaarige das mit Absicht macht, um erneut seine Schnelligkeit zu präsentieren. Und auch während des Höllentrainings bei diesem einen Saufkopf, welches Hikaru mehr widerwillig mitgemacht hat, weil Yuuji seinen geliebten Koharu sehen musste und Zaizen ein braver Kouhai war, um seinen nicht in der Wildnis überlebensfähigen Senpai zu begleiten. Auch er kann mal ein braver Kouhai sein. Wenn man mal davon absieht, dass Yuuji ihn gezwungen hat. Wie so oft. Wo war er vorhin stehen geblieben? Ach ja, wieder bei Kenya.
Wieso er wieder mal seine Schnelligkeit auf den Präsentierteller gelegt hatte? Bei dieser komischen ‚Sake-Hol-Aktion‘ mit Echizen und Tanishi ist er über Wasser gerannt. Witzig, nicht? Manchmal wünscht er sich, sein dummer Senpai wäre untergegangen und ertrunken, aber das sagt er natürlich nicht laut, denn sonst würde Shiraishi-buchou wieder einmal eines dieser wichtigen ‚Du musst deine Senpaitachi respektieren‘-Gespräche mit ihm führen, bei denen er sowieso immer auf Durchzug schaltet.
Aber was tut Zaizen hier denn eigentlich? Sollte er nicht lieber einen gewissen kuschelbedürftigen, schwarzen Wischmob von sich schubsen als sich Gedanken darüber zu machen, was für Idioten seine Senpaitachi waren?
Doch zu spät, denn besagter Wischmob wurde gewaltsam von ihm gerissen, was jedoch nur dazu geführt hat, dass Akaya seine Fingernägel in seine Seiten gerammt hat und ihn leise schmerzvoll aufkeuchen ließ.
„Kirihara! Tu. Endlich. Was. Dagegen!”, knurrt Hiyoshi wieder und hält den Schwarzhaarigen wie ein Welpenbaby am Nacken fest, welcher zum Entsetzen beider auch noch aufwinselt.
„Das sag ich Mura-buchou!”
Und sofort landet der Schwarzhaarige wieder auf ihm.
Plötzlich wächst dieser Wunsch, sich bald aus dem erstbesten Fenster zu schmeißen, nur noch mehr an, dass er fast schon unerträglich wird.
„Hiyoshi-kun, du bist tot”, murmelt Hikaru in einem ruhigen, leicht abwesenden Ton.
Nicht nur der Pilzkopf konnte sich von seinem Leben verabschieden, wenn Akaya sich wirklich bei Rikkais Captain ausheult, auch Zaizen würde sterben. Entweder durch die Hand Yukimuras oder er würde sich selbst darum kümmern.
Er muss sich das nicht antun, wenn der Blauhaarige Hiyoshis Kopf abtrennt und mit diesem ein paar Mal gegen die Wand schlägt - natürlich mit dem Tennisschläger. Nichts geht ohne Tennisschläger, erst recht nicht für Yukimura, welcher sich selbst als Tennis bezeichnet.
Rikkai ist auch voller kranker Idioten, sogar noch schlimmer als seine eigene Mannschaft und das hat wirklich was zu bedeuten. Das sind alles Gestörte, die aus einer Psychoanstalt ausgebrochen sind! Die einzigen Normalen unter ihnen sind vielleicht dieser eine glatzköpfige Brasilianer und sein Doublespartner, der dauernd Kaugummi kaut und Kuchen in sich reinstopft.
Wobei, jetzt, wo sich Hikaru das noch einmal Recht überlegt, sind selbst die nicht normal, schließlich haben sie nach drei Jahren es nicht mal gewagt, die Schule zu wechseln.
Aber jetzt schweift Zaizen ja schon wieder vom eigentlichen Thema ab. Um also Akaya zu besänftigen und ihn daran zu hindern, zu Yukimura Seiichi zu rennen, um ihm über sein böses Zimmer zu erzählen, legt er einen Arm um den Jüngeren.
Keine Ahnung, ob das tatsächlich beruhigt, aber Shiraishi macht das oft bei der falschen Fast-Blondine, auch bekannt als Kenya. Und eigenartigerweise wird der dann wirklich ruhig.

Die Umarmung – oder auch arschrettende Geste, die sich als solche verkleidet – verfehlt nicht ihre Wirkung und der Teufelsjunge kuschelt sich etwas an Hikarus Körper, weshalb er sich ein leicht genervtes Aufseufzen verkneifen muss. Hiyoshi dagegen starrt dem Lockenschopf gefährlich in den Nacken und in seinen Augen liegt ein mörderischer Ausdruck. Fast so wie bei Atobe, wenn irgendjemand ‚seinem‘ Sanada zu nah kommt.
Naja, vielleicht ist das übertrieben, denn der Buchou Hyouteis schaut noch viel schlimmer als Hiyoshi jetzt im Moment. Niemand kann Atobes Blick das Wasser reichen. Absolut niemand … außer Yukimura. Der ist in fast allem besser als Atobe.
Nicht, dass Hikaru es jemals wagen würde, das laut auszusprechen, schließlich hat er weder Lust, auf ein paar mehr To-be-killed-Listen zu landen, was er momentan sehr gut vermeiden konnte, noch auf Ewigkeiten den Zorn Atobes zu spüren zu bekommen.
Allein schon seine Präsenz während eines ganzen Turnieres wahrnehmen zu müssen, kotzt ihn einfach aufs Übelste an. Er ist eine Kombination aus seinen bescheuerten Senpaitachi, aus diesem perversen Stalker Mizuki und dieser verfluchten Nervensäge von Rokkaku, die die ganze Zeit durch die Gegend brüllt.
Sowas verträgt sein Gehirn, sein Herz und vor allem seine Nerven nicht.
Außerdem kann er getrost darauf verzichten, zu so einem wie Hiyoshi Wakashi zu mutieren. Dem ist nämlich auch absolut nicht mehr zu helfen.
Wenn er es sich recht überlegt, muss Zaizen ehrlich zugeben, dass er sich Sorgen um den gesunden Menschenverstand mancher Tennisspieler macht.
„Ja, bin ich denn hier nur von Idioten umgeben?!“, denkt er im Stillen und betet an eine höhere Macht, dass sie ihn aus dieser Situation befreut.
Hätte er letztes Jahr gewusst, was für geisteskranke Gestalten er über den Weg laufen würde, hätte er niemals zugestimmt, dem Club beizutreten. Niemals. Schließlich hängt er an seinem Verstand. Wirklich.
„Zaizen-kun! Hiyoshi ist dumm, er ignoriert mich, nur weil ich ihm auf diese komische Kontaktlinse getreten bin. Glaubst du, Niou-senpai hat Ersatzlinsen dabei, wenn er mal wieder mit Yagyuu Identitäten tauscht?“

Langsam bekommt er das Gefühl, dass Akaya zu dieser Laberbacke von Fudoumine mutiert. Ob ihm das besser gefallen soll als der jetzige Akaya, der er momentan ist? Schließlich ist dieser wahnsinnig, hat eine dissoziative Persönlichkeitsstörung und hinzu kommt auch noch seine leicht dümmliche und naive Art.
Irgendwie erinnert es ihn an Kenya und dieser Kerl zerrt an seinen sowieso schon überstrapazierten Nerven.
Ah, wo er gerade an seinen Senpai denkt, irgendwie hat er das ungute Gefühl, dass er Kirihara ignoriert und es nicht tun sollte.
„Nein, Kirihara-kun, wir rufen Hiyoshi-kuns Mutter an und fragen, ob sie seine Brille bringen kann, vielleicht auch Ersatzlinsen“, antwortet er nur, obwohl er am liebsten sagen würde, dass sie auf keinen Fall diesen Rattensenpai von Rikkai besuchen gehen und Hiyoshi erschlagen werden, damit dieser auf keinen Fall auf dumme Gedanken kommt, die ihm das Leben kosten könnten. Aber er hält sich zurück, denn ansonsten müsste er sich blöde Fragen von Kirihara anhören, worauf er alles, aber keine Lust hat.
„Die Idee ist sogar viel besser als meine, Zaizen-kun!“ Da stürmt Akaya mehr oder weniger auf Hiyoshi zu und schmeißt sich jetzt auf ihn.
„Piyoshi, gib uns dein Handy!“ Und ohne, dass dieser einen Finger krümmt, hat der Lockenschopf auch schon das Handy in der Hand, welches er Zaizen zu schmeißt.

Wakashi dagegen brummt nur genervt, dann packt er Akaya am Handgelenk, bevor er zurück zu Hikaru rennen kann, danach zieht er den etwas Älteren an sich. Er kann es sich zwar nicht erklären, aber irgendwas in seiner Brustgegend hat begonnen, unangenehm eng zu werden, als Kirihara da mit diesem dauerhaften Miesepeter von Shitenhouji gekuschelt hat. Und nein, er ist nicht eifersüchtig! Weshalb sollte er denn einen Grund haben, so ein Gefühl zu verspüren?
Wakashi sieht den Lockenschopf an, welcher den Kopf etwas zur Seite neigt, aber nicht geschockt darüber scheint, dass er plötzlich neben dem Braunhaarigen liegt. Stattdessen schnurrt der Lockenkopf leise und streckt sich sogar träge, ehe er sich zusammenrollt und allen Ernstes da einschläft!
Hiyoshi kann es kaum glauben, was da gerade passiert und blinzelt ein wenig erstaunt. Also, ihn als Kissen zu missbrauchen geht absolut gar nicht, weshalb er das Ass von Rikkaidai kurzerhand von sich kickt, sodass dieser von ihm rollt und auf seinem Hintern auf dem harten, kalten Boden landet.
„Hey!“, kommt es protestierend von Kirihara, der den Pilzkopf böse anstiert und dann drohend auf ihn zeigt.
„Was sollte das, Piyoshi?! Ich mache dich beim Tennis fertig. Los, Schläger und Ball. Wir gehen. Zaizen, du kommst mit. Mach Schiedsrichter“, befiehlt Akaya wütend, springt auf und schnappt im Gehen nach seinem Tennisschläger, um dann das Zimmer zu verlassen, jedoch betritt er dieses wieder, da Hiyoshi und Zaizen sich keinen Millimeter bewegen.
Er drückt Hiyoshis Schläger in seine Arme und zerrt die beiden schließlich aus deren Zimmer zu den Tenniscourts, wo ihnen ein interessantes Schauspiel geboten wird.
Das Küken Seigakus sieht sich mit dem Rookie von Shitenhoujis konfrontiert. Der Rothaarige springt Echizen dauernd an und will, dass er ihn Huckepack trägt, doch der Cappyträger weigert sich vehement und versucht, ihn loszuwerden.
„Trag mich, Koshimae!“, brüllt der energische Junge fast schon beleidigt und zappelt auf dem Rücken des anderen rum, sodass sie zu Boden stürzen. Just in dem Moment kommt Coach Kurobe um die Ecke und betrachtet das eigenartige Szenario auf dem Tenniscourt. Er räuspert sich kurz und zieht damit sämtliche Aufmerksamkeit der Jüngeren auf sich.
Hiyoshi zieht seine Augenbrauen deutlich hoch, als sich ein eigenartiges Lächeln auf die Züge des Coaches legt. Kirihara währenddessen überlegt, weshalb er noch mal hierhergekommen ist, doch kurz bevor es ihm einfallen kann, hält der Coach schon eine Rede, wovon der Zweitklässler absolut gar nichts versteht.
„Kinderchen, Kinderchen, ihr seid so voller Energie und wild, aber passt ein bisschen auf, okay?“, meint er mit einem Lächeln.
Zaizen ist der einzige, der genau weiß, was Coach Kurobe sagen will, jedoch kümmert ihn das nicht großartig. Der Coach entfernt sich wieder und, als er die Courts verlässt, grüßt er noch ein paar Tennisspieler.
„Hey, Akaya, weißt du, wo Coach Saitou ist?“, ruft auf einmal das selbsternannte Genie von Rikkaidai zu ihm, der mit dem Trickser die Courts betreten hat. Akaya blinzelt einen Moment lang.
„Was?“, kommt es schließlich sehr intelligent von ihm. Wer zum Teufel ist Coach Saitou?! Als ob Akaya irgendeine Ahnung hätte, wer welcher Coach ist. Das ist echt unerhört!
„Na, der mit den langen, zusammengebunden Haaren“, entgegnet Marui, ehe er eine Kaugummiblase macht und sie platzen lässt. Plop. Plop. Plop. Es vergeht einen Moment und jeder starrt in die großen, fragenden, apfelgrünen Augen.
Der Lockenschopf legt seinen Kopf zur Seite, als seine Augen zu leuchten beginnen und man beinahe schon die Glühbirne über seinem Kopf aufleuchten sehen kann.
„Ach der! Der, der einen längeren Schwanz als Niou-senpai hat!“, ruft er aus, woraufhin der sonst so beherrschte, desinteressierte Zaizen eine etwas geschockte Miene zieht und Akaya verstört anblickt, als würde er fragen wollen, was genau er damit meint.
Auch Hiyoshi blickt ihn ziemlich irritiert an, nur die zwei Erstklässler wissen nicht so genau, worum es geht, weshalb sie zum Kreis der Älteren kommen und sich dem Gespräch mehr passiv anschließen. Niou dagegen hat ein belustigtes Grinsen auf seinen Lippen.
„Ich wusste nicht, dass du auf so viel Ältere stehst und woher willst du denn wissen, dass er einen längeren Schwanz hat?“, säuselt der Silberhaarige und streckt ihm die Zunge raus, was Akaya nur erneut wieder dazu veranlasst, mit großen Augen und tausenden von Fragezeichen in ihnen seine Senpaitachi anzuschauen.
„Waaaaaas?“, fragt er erneut richtig intelligent und versteht von dem, was Niou erzählt, absolut kein Wort.
„Hä, was redest du da? Marui-senpai, Niou-senpai erzählt ganz komische Sachen.“
Man hört schon beinahe den Ausruf „Tu was gegen ihn!“ nach dem Satz.
Doch Bunta reagiert darauf nicht, sondern kaut nur hektisch auf seinem Kaugummi rum, weil er nur darauf wartet, dass gleich etwas passiert. Die Welt wird gleich untergehen. Oder er wird von einem Meteoriten zerquetscht. Oder er fängt auf einmal an, zu brennen. Oder einfach alles. Ja, genau.
Und er wusste, dass es nur schlimmer kommen kann, als Niou seinen Mund öffnet.
„Oi, Bun-chan, du weißt doch, dass mein Schwanz nicht gerade kurz ist, nicht wahr~?“, schnurrt der Trickser und kichert leise, als Angesprochener sich an seinem Kaugummi verschluckt und hustet wie verrückt.
Hiyoshi währenddessen läuft feuerrot an und dreht beschämt seinen Kopf zur Seite. Sowas will er nicht wissen! Er will nicht wissen, was die Bienchen da miteinander treiben. Nein, wie gut sie sich verstehen. Nicht treiben. Oh Gott, er hat Kopfkino, das er keinem wünscht.
In seiner Röte mischt sich ein ungesundes Grün mit, welches Hikaru auffällt, weshalb er Hiyoshi anstarrt, bis dieser zurückstarrt.
Oh mein Gott.
„Du schaust nicht gut aus, Hiyoshi-kun“, kommentiert der Gepiercte und wendet seinen Blick nicht ab. Er versinkt beinahe schon in den hellbraunen Augen seines Gegenübers.
Doch, als ein erstickter Laut ertönt, wendet er doch kurz den Blick ab, nur um zu sehen, dass Echizen erneut auf dem Boden liegt, weil ihn ein gewisser Rothaariger getacklet hat.
„Koshimae, beachte mich endlich!“
Noch immer hustet und keucht Marui wie ein Gestörter und Niou steht daneben, zeigt den Finger auf ihn und lacht sich tot.
„Ich dachte, du verschluckst dich nur an weißem Zeug?“ Und in dem Moment kommt der eben gesuchte Coach auf die Courts, um nachzusehen, was denn hier los ist.
„Ach du meine Güte, was ist denn hier los?“ Er blickt fragend auf die zwei Erstklässler, die auf dem Boden rangeln, was jedoch auch anders zu verstehen ist, dann wendet sich sein Blick zu dem hustenden Marui, welcher zugleich böse, aber auch peinlich berührt zu Niou schaut, ehe er die drei Zweitklässler anblickt. Hiyoshi steht immer noch da, total angespannt und mit rot-grünem Gesicht, Zaizen sieht ein wenig besorgt zwischen Hiyoshi und Kirihara hin und her, da Kirihara beinahe heult, weil Marui-senpai, der ihn sonst immer vor Niou beschützt, ihn absolut ignoriert – dass er gerade an einem Kaugummi erstickt, lässt er gekonnt außer Acht.
Der Coach sieht sich in diesem Moment dazu berufen, das zu tun, was Coach Kurobe schon nicht getan hat – zumindest nicht ganz so ausführlich, wie er es nun plant.
„Ihr müsst ein bisschen aufpassen, wisst ihr. In der Öffentlichkeit ist das nicht so gewünscht, weil sonst – schaut euch die armen drei dort an – ist man ganz überfordert.“ Genau in dem Moment kommt ein würgendes Geräusch von Hiyoshi und ein Schniefen von Kirihara, woraufhin Zaizen sich ungewohnt hektisch die beiden an sich zieht. Mit der einen Hand hält er Hiyoshi fest, dass er ja nicht hinfällt und mit der anderen wuschelt er durch Akayas schwarze Locken, um ihn zu beruhigen, da es ja sonst keiner macht. Außerdem muss er seinen Arsch retten, denn Yukimura würde ihn köpfen, sollte er es zulassen, das Küken Rikkais heulen zu lassen.
Wobei sich auch Marui mit Yukimura konfrontiert sehen werden muss, sollte es so weit kommen, schließlich ist er der Auslöser.
„Ich weiß, die Liebe ist ganz schön leidenschaftlich und kann einen richtig überrumpeln, nicht wahr, Echizen-kun, Toyama-kun?“
Angesprochene hören auf, auf dem Boden rumzurollen und blicken nun überrascht zum Zweimetermann, sich fragend, seit wann dieser da ist.
„Ach, meine lieben Jungs, nehmt doch bitte Platz. Ich werde euch die Lehre der Liebe erklären“, spricht Coach Saitou euphorisch und voller Freude, woraufhin sich diese nacheinander auf den Boden setzen – manche, weil ihre Beine nachgeben, Hiyoshi, andere, weil sie eh nichts besseres zu tun haben, Niou und Zaizen, und die anderen, weil sie brav sind, Kirihara und auch die Erstklässler sind in dem Fall einmal brav, weil sie nicht vom Camp geschmissen werden wollen – und Marui … der liegt auf dem Boden, noch immer gegen den Kaugummi kämpfend.
„Es ist egal, wen man liebt, also ist es auch okay, den besten Freund zu lieben, obwohl er auch ein Junge ist. Versteht ihr? Und ihr müsst immer daran denken, dass man verhüten muss, allein schon wegen den Krankheiten. Die könnten euch vielleicht mal umbringen.“
Da keiner so wirklich darauf reagiert, fügt Saitou Itaru hinzu: „Dann könnt ihr nicht mehr Tennis spielen.“ Schon sitzen ein paar von ihnen aufrecht da und nicken brav. Verhütung. Wozu eigentlich? Was labert der Typ da vorne?
Echizen zieht sich die Cap tiefer ins Gesicht. Er ist etwas überfordert, weil so genau weiß er auch nicht, was er da versucht, ihnen zu erklären.
Niou, dem so etwas nicht entgeht, rutscht näher zu dem Jüngsten und legt ihm einen Arm um die Schulter.
„Hier geht es um Sex. Schwulensex, weil ihr zwei vorhin so aussaht, als wolltet ihr es hier direkt auf dem Boden treiben“, schnurrt der Silberhaarige mit einem amüsierten Grinsen, welches sich noch vergrößert, als Echizen knallrot wird und erschrocken blinzelt, bis er schließlich sich aus Nious Umarmung befreit und schnell an einen Platz flüchtet, in dem er etwa drei Meter Sicherheitsabstand zu sämtlichen Personen hat, was dazu führt, dass er auf der anderen Seite des Courts sitzt.
Kintarou währenddessen springt um Zaizen rum, welcher noch immer ein wenig überfordert zwischen Akaya und Wakashi sitzt. Letzterer ist nicht mehr ganz so grün um die Nase, dafür umso röter, sodass man das Gefühl hat, er würde einmal bald in Ohnmacht fallen oder ihm würde der Kopf platzen wegen des vielen Blutes in seinem Kopf.
Akaya werden dafür die Ohren zugehalten – von Zaizen, wem sonst – da Yukimura jeden von ihnen krankenhausreif schlagen würde, da seinen unschuldigen Kouhai so verschmutzt haben. Allerdings erweist sich das als nicht so einfach, da der Wischmob um sich schlägt, schließlich möchte er doch auch hören, um was geht und wieso dürfen die Erstklässler zuhören, obwohl sie jünger sind?!
„Oh, und noch ein Tipp. Nehmt euch viiiiiel und genügend Zeit zur Vorbereitung, sonst tut es dem weh, der Uke ist. Benutzt auch genügend Gleitgel, das erleichtert auch einiges, aber denkt wirklich immer an Verhütung. Zwar könnte eh keiner schwanger werden, aber die Krankheiten, Jungs, die Krankheiten.“
Mit diesen Worten verabschiedet sich Coach Saitou und lässt verstörte, traumatisierte, belustigte, lachende, fast kotzende, schlecht gelaunte Teenager zurück.
In dem Moment steht Niou auf und zieht Marui mit sich hoch.
„So, und jetzt, wo wir das Theoretische haben, können wir gleich mit der Praxis weitermachen, nicht wahr, Bun-chan~?“, säuselt der Trickser spöttisch und blickt auf die noch sitzenden Jungs hinunter.
Kirihara schaut verwirrt, Zaizen sieht ihn an, als ob er verrückt wäre, Hiyoshi wird nur noch röter und wird wirklich bewusstlos, Echizen flüchtet schnell und Toyama rennt „Koshimae!“ hinterher.
Daraufhin zuckt Niou mental die Schultern und zieht sein kleines, selbsternanntes Genie hinter sich her. Ein bisschen Zeit nur zu zweit ist auch gut. Dann wird er den Kleinen doch nicht die Praxis von den Bienchen und Blümchen beibringen. In dem Fall die Bienchen und Bienchen.





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