The Dragonborn: A side Story

GeschichteDrama, Freundschaft / P16
Ghirahim Link OC (Own Character) Zelda
30.10.2014
14.04.2015
6
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Hallo! Da dies meine erste Fanfiktion ist, die ich veröffentliche, würde ich mir ein minimales bisschen Kritik wünschen, weil mein Ego sonst abhebt. Euch wünsch ich viel Spaß beim Lesen!*unauffällig Cookies hinstell*

Regen peitschte mir mit dem Wind ins Gesicht, unbarmherzig und pausenlos, so dass ich meine dunklen Augen zusammenkneifen musste, um sie halbwegs zu schützen. Als ob ich noch nicht nass und eingeschränkt genug wäre... Doch ich musste meinen Vater erreichen und ihn schützen. Irgendwie. Immerhin war er der Kommandant, nicht ich.
Der Blutrote Regen verschleierte weiterhin meine Sicht, ließ über allem ein rotes Seidentuch fallen und schmeckte metallisch, wenn ich einen kleinen Tropfen zu schmecken bekam. Im Grunde war das ganze hier doch sinnlos, oder? Trotzdem durfte ich nicht aufgeben. Nicht Jetzt. Nicht, nachdem schon Schloss Hyrule angegriffen wurde und fast an Ganondorf fiel!
Auf einmal sah ich ihn. Eine riesige, schwarze Gestalt, fast verhüllt von dem blutroten Schleier vor meinen Augen, die gerade einem Pfeilhagel der Bokblins auswich, indem er eine elegante Schleife flog. Er atmete tief ein, wobei sein Maul im Himmel wie ein Leuchtfeuer glühte, und machte seinen Feueratem bereit, eine reine Flächenverwüstung, die alles in ihrem Weg grillte wie ein Bad in Frischer Lava.
Doch er wurde kurz unvorsichtig. Nur ganz kurz, ein Wimpernschlag, in dem er wieder auf den Gegner zu flog. Ein Wimpernschlag, in dem ein Moblin den Seilzug eines Katapultes mit seiner Axt durchhackte.
In weniger als einem Wimpernschlag traf ihn ein Fels aus den Katapulten am Flügel. Ein widerliches Knacken ertönte, das brechen von Drachenknochen, die schon Jahrtausende alt waren, und er stürzte ab, unausweichlich in die Reihen der Gegner, die für ihn schon einen Platz in ihrer Mitte räumten.
„Nein!“, brüllte meine tiefe Drachenstimme. Wir konnten uns keine Verluste erlauben! Besonders nicht IHN!
Kurz schossen mir die Worte meiner Familie, meines Clans, durch den Kopf, nur drei kurze Worte, die aber eine solche Macht hatten, dass selbst die Prinzessin vor diesen Worten zusammengezuckt war, als ich in ihre Dienste getreten war.
"Protego et Pereo!"
Mein Schlachtschrei hallte wohl über das gesamte Feld, als ich in den Sturzflug überging, immer schneller und waghalsiger, auch direkt in die Reihen der Gegner.
Ein Soldatenleben im Tausch für einen Kommandanten? Gerecht, würde ich sagen.  Ich wütete schon im Sturz auf die kleinen roten Wesen mit meinem Feuer wie ein Berserker, sodass viele sofort starben, andere erst nach ein paar Sekunden an tiefen, widerlich stinkenden Brandwunden, die sie bis auf ihre blanken, weißen Knochen reduziert hatten.
Als ich nach vorne schaute erkannte ich nicht mehr so weit ein riesiges Gewusel, unter dem er wohl lag. Er wahrte sich, spie Feuer, schlug mit den Mächtigen Flügeln und versuchte sie abzuschütteln, doch es waren viel zu viele.
"SOMNIA! FLÜCHTE, DU DÄMLICHES KIND!", brüllte er zwischendurch, Rauch stieg aus seinen Nüstern auf und Feuer wallte aus seinem Mund hervor, glühende Tropfen fielen von seinen Zähnen zu Boden und brannten die Erde aus.
Doch es war für mich zu spät, denn knapp einem Meter über dem Leichenteppich, der einst die Ebene von Hyrule war, war ich immer noch zu schnell um irgendwo anzuhalten und flog immer weiter auf ihn zu.
Direkt in den Plan des Gegners hinein.
Zwei Bublin spannten vor mir ein nachtschwarzes Tuch, in welches ich mit meiner enormen Geschwindigkeit hinein flog, eigentlich hätte der Stoff reißen müssen, aber er fühlte sich nur hart und schwer um mich herum an. Ich hatte nicht ausweichen können. Niemals, dafür reagierte ich nicht schnell genug. Sie schlugen das Tuch sofort über mir so zusammen, dass ich nicht mehr heraus konnte, und hielten es mit vier fetten, roten Händen zu.
Er hatte recht… Ich war wirklich blöde...
Ich versuchte noch eine Zeit lang den Sack zu zerstören, indem ich meine Magie sammelte und Feuer spie und mit meinen Klauen versuchte den Stoff zu zerfetzen. Beides Vergeblich. Feuer- und Kratzfest.
Bei Eldin, das konnte nicht wahr sein!
Ich versuchte noch das Wesen, welches den Stoff  zu hielt, mit meinem Körper zu treffen, indem ich mit all meiner Kraft hin und her schwang, was aber auch nicht funktionierte. Sie hatten wohl die Arme ausgestreckt. Gar nicht dumm.
Auf einmal hörte ich in all dem Lärm des Kampfes um uns herum eine Stimme.
Diese Stimme... Ich erkannte sie sofort, ich würde sie immer wiedererkennen, egal was passieren würde. Überheblich und selbstverliebt wie eh und je. Selbst nach tausenden von verlorenen Schlachten verlor er seine Arroganz nicht.
„Zwei Drachen auf einen Schlag. Da wird mich der Todbringer sehr loben!“, lachte er gehässig und so selbstgefällig, dass es mir das Frühstück wieder nach oben trieb.
Dieses Lachen… Unverwechselbar. Daran, dass ER es war, hatte ich keinen einzigen Zweifel mehr. Dieses Gelächter würde ich überall wieder erkennen. Ghirahim.
Zwar hatte ich gehört, dass diese Cia angeblich die Zeit zerrissen hatte, aber dass dieses Wesen, stolz und arrogant, auf ihrer Seite war...
Er hatte immer dem Todbringer oder seinen Wiedergeburten gedient... Als Klinge.
„Sehen wir doch gleich mal nach wen wir da haben...“, murmelte der Schwertgeist, wohl gerade noch so laut, dass wir es hier hörten.
Licht flutete den Sack und ich machte instinktiv einen schnellen Satz nach oben, der Fluchttrieb eines Drachen war stark. Aber ich wurde sofort am Genick gepackt und wurde herausgezerrt, hilflos wie eine junge Katze hing ich da.
Das war erniedrigend. Wenn man einen jungen oder kleinen Drachen im Genick packte... Ja. Da ist ein kleiner Punkt, der unsere Nerven lähmt. Das schlimmere für mich aber war, dass ich genau in die Visage meines Gegners blickte.
Helle, gräuliche Haut, ein weißer Undercut und geschminkt. Seine schmalen Lippen waren zu einem Grinsen verzogen, welches ebenso spitz war wie sein Ohr mit dem Kristallohring. Ich funkelte ihn kurz verächtlich und wütend aus meinen dunkelroten Augen an, ehe ich meinen Kopf blitzschnell so verdrehte, dass ich in seine Hand beißen konnte. Meine Zähne waren noch immer scharf wie Dolche. Und mein langer Hals war so gelenkig wie eh und je.
Nur dass das, auf was ich da biss, kein Fleisch, kein Knochen, sondern ein auf der Innenseite Stahlgepanzerter Handschuh war. Aua!
Heißer Schmerz fuhr durch meine Schnauze und ließ mich sofort ablassen, es fühlte sich fast an als ob meine Zähne brächen. Ghirahim verzog keine Miene. Mit der freien Hand griff er unter mein geschupptes Kinn und drehte meinen Kopf zurück, genau so, dass ich ihn ansehen musste.
„Ah ah ah, will mich da jemand beißen? Das zeugt nicht von guten Manieren.“, sagte er mit so zuckersüßer Stimme, dass ich ihm beinahe mein Mittagessen, was eigentlich nicht vorhanden war, postwendend ins Gesicht gespuckt hätte.
„Ja, und wenn du mich nicht loslässt, gibt es heute Abend Braten mit Rautenmuster!“, giftete ich ihn an. Er hätte es nicht anders verdient. Ich kannte jede Legende, jede Erzählung. Jeden Satz hatte ich gelesen.
„Du willst mich töten? Ich weiß genau wie man dich besiegt. Denn ich weiß wer, oder viel mehr WAS du bist, Lady Al Somnia...“
„Woher weißt...“ , weiter kam ich nicht mehr. Er strich mit seiner Hand über meinen Augen und ich wurde auf einen Schlag todmüde. Girahim verwendet Schlafmagie?
Ich hatet ihn immer eher für den Typ bewusstlos reden gehalten...
Bevor ich wegdämmerte, grinste er gehässig.
„Schlaf schön, Träumerin…“, flüsterte er mir leise in ein rotgeschupptes Ohr. Dann zog mich der Schlaf in seine wohlige, schwarze Tiefe.

Soo, vielen Dank fürs Lesen, Leute!
Keep on Reading!
Al Somnia

P.S: Titelvorschläge: BITTE!
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