Eine Rose für Fortuna

GeschichteAllgemein / P12
Anne Blanche Herzog von Lancaster Mortimer Raymond Robin
29.10.2014
01.11.2014
2
1808
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
"Wenn sie uns erwischen wird es sein als sei das jüngste Gericht über uns hereingebrochen", prophezeite eine junge Stimme auf der anderen Seite der Mauer. "Du kannst immer noch umkehren" kam zur Antwort. Rose stand vor der Mauer und lauschte ungeduldig aber auch belustigt der kleinen Debatte von Robin und Lionel. Sie stand dort schon eine halbe Ewigkeit,  so schien es ihr zumindest die kühle Nachtluft lies sie ein wenig frösteln aber dennoch gab sie keinen Ton der Beschwerde von sich. "Wofür hältst mich?" "Das kommt drauf an..." Rose lehnte sich an den Baum, lange konnte es wohl nicht mehr dauern, bis die beiden Novizen des Klosters von St. Thomas es über die die Mauer geschafft hatten. Die alte Linde stand direkt an der Mauer und bot sich schon fast an wie eine Leiter. Rose schaute auf als sie in der Dunkelheit endlich eine Bewegung auf der Mauer wahrnehmen konnte. Es war Lionel der sich ziemlich schwerfällig die Mauer hinauf zog und als er endlich oben ankam und saß spähte er hinunter " und jetzt? " "Leg dich auf den Bauch, laß die beine zu anderen Seite herunterhängen und zieh mich hoch. Ganz einfach"seufzte Robin. Rose konnte sich  schon förmlich vorstellen,wie er die Augen dabei verdrehte und musste grinsen. Die beiden waren einfach zu komisch. Gaukler oder Narren sollten die beiden werden, dachte sie sich immer wieder.
Robin und Lionel waren mit der Zeit zu ihren besten Freunden geworden auch wenn sie sich nur selten sahen. Doch ihr war trotz allem immer bewusst, das diese Freundschaft nicht auf Dauer wären konnte. Robin war der Sohn eines Edelmannes und würde führe oder später das Kloster verlassen, ein Ritter werden, den Titel seines Vaters erben und sie womöglich vollkommen vergessen. Lionel würde sie vielleicht nicht so schnell vergessen, aber auch er würde sie vergessen dessen war sie sich sicher. Wer war sie schon, ein nichts ein niemand. Ihr ganzes Leben so schien es ihr immer, begann als sie durch das rütteln eines Karren erwachte, die Augen aufschlug und in ein paar wunderschöne blaue Augen blickte. Es waren Robins junge, ehrlichen,neugierige Augen die sie immer noch faszinierten und es  immer tun werden. Diese Augen wird sie nie mehr vergessen da war sie sich sicher.
Er gab ihr etwas zutrinken in dem er ihr ein nasses Tuch an die Lippen hielt und wusch ihr den gröbsten Dreck aus dem geschundenen Gesicht. Das Lächeln das er ihr schenkte als er bemerkte das sie erwacht war, war das schönste und ehrlichste das sie je gesehen hatte. Lange Zeit war sie der Meinung Robin sei ein Engel und als man ihr das ausgeredet hatte, war sie trotzdem überzeugt davon das er dann zumindest der Sohn eines Engels war. Und darin lies sie sich Jahre lang nicht beirren. Sie würde es zwar nicht mehr öffentlich sagen was sie glaubte denn es würde ihr nur eine ordentliche Tracht Prügel einbringen aber was sie glaubte und dachte konnte ihr niemand einprügeln.
"Robin, Lionel! " rief sie leise. "Rose? Was machst du denn hier" kam es beiden wie aus einem Munde geschossen. " Na hört mal, habt ihr etwa wirklich gedacht ich bekomme davon nichts mit?" Sie stemmte die Hände in die Hüften und baute sich auf,genauso wie es die Wirtin immer machte wenn sie ihren Mann mal wieder ihre Meinung äußerte, hob drohend ihren Finger und lies die beiden nicht aus dem Blick.
" Ich weis ganz genau was ihr beiden vorhabt und glaubt ja nicht das ich euch jetzt vorbei lasse oh nein, nicht mit mir" Lionel schluckte und sah zu Robin. " ich hatte dir ja gesagt dass das eine ganz miserable Idee ist" Robin grinste. " Rose wie willst du uns denn aufhalten du bist ein Mädchen und wir sind zwei Jungs" Rose verengte die Augen. " gut wie du willst! Kämpfe gegen mich wenn du gewinnst kannst du gehen wenn du verlierst gehst du wieder zurück" Robin machte große Augen. " du willst gegen mich kämpfen?" Er fing an zu lachen worauf hin Rose nur zum Baum ging um zwei Holzschwerter hervor zu holen. " Wo hast du die denn bitte her und vor allem  bist du dir sicher das du damit überhaupt umgehen kannst " spotte Robin. Rose lies sich nicht beirren und warf ihm seines geschickt zu." wenn du dann so weit bist können wir anfangen" " gut wie du willst aber heul nicht wenn du gleich im Dreck landest" er sah kurz zu Lionel "wenn du das jemals jemandem erzählst... " Lionel grinste. " Gott ist mein Zeuge ich schöre niemals mit jemandem darüber zu sprechen! Zufrieden? " Robin nickte " also gut dann kann's los gehen"
Robin behielt recht damit das es nicht lange dauerte, was er nur nicht begreifen konnte ist wieso er fast verloren hätte." Das ist nicht unmöglich! Ich hätte beinahe verloren.... wo hast du so kämpfen gelernt?" Er hielt ihr seine Hand hin um ihr wieder auf zu helfen da sie über eine Wurzel gestolpert war und das Gleichgewicht verloren hatte andernfalls hätte sie ihn besiegt " ich weiß es nicht, ich weiß nur das ich es kann" grinste sie ihn an.
Ebenso fassungslos war auch Lionel " Rose! Frauen dürfen nicht kämpfen das ist verboten nur Männer dürfen das Schwert erheben! " "ach Lionel das ist doch Schwachsinn wenn Gott nicht wollte das ich kämpfe warum segnet er mich dann mit solch einem Talent?" " nen Gottes Worte nicht Schwachsinn..." " Lionel sie hat recht denk doch mal drüber nach" " aber Robin? Dass ist jetzt nicht dein ernst!" " Doch!" Lionel verdrehte die Augen und murmelte weiter " ich weiß nich wie oft ich für deine Seele noch beten soll aber am besten ich höre nie damit auf" Robin schmunzelte und sah mich dann wieder an. " nun da ich gewonnen habe gehen wir dahin wo wir wollen und du wieder schön brav zurück"
Beleidigt machte ich mich auf den Weg zurück, den ganzen Weg über fluchte ich in mich hinein und als ich darüber nachdachte was das mir am Sonntag für Busen einbringen würde fluchte ich noch einmal. Ganz leise schlich ich durch den Stall und kletterte auf den Heuboden ohne jegliche Probleme fand ich mein Strohlager und völliger Dunkelheit und legte mich schlafen.
Review schreiben