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We Are Night, We Are Death

von -bamboo
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Bilbo Beutlin Fili Kili Smaug Thorin Eichenschild
28.10.2014
03.11.2014
3
7.261
5
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
28.10.2014 1.650
 
Was, eine neue Geschichte? Während die andere Geschichte gerade noch läuft?
Ja, aber seht das hier einfach als Halloween-Special. Das Thema der Geschichte passt gerade einfach zu Halloween.

Dies ist eine Modern!AU Geschichte, also eine Geschichte, die in der modernen Welt spielt, aber alle Charaktere vom Hobbit besitzt. Also im Prinzip Mittelerde in der modernen Zeit.
Für die Charaktere der Zwerge benutze ich deshalb das Aussehen ihrer Schauspieler und auch ihre originalen Körpergrößen. Nur Bilbo macht eine Ausnahme =)

Das hier wird ungefähr drei Kapitel umfassen, die auch nicht besonders lang werden. Ich schreibe das gerade einfach nur zu meinem Spaß ^^
Ich versuche, das nächste Kapitel passend an Halloween hochzuladen.

~


Die Gassen waren dunkel, und Bilbo verfluchte erneut seinen miserablen Sinn für Orientierung. Er war erst vor Kurzem in diese Stadt gezogen und kannte sich noch nicht so gut aus.
Natürlich hatte er sich direkt auf dem Weg zu seiner Wohnung verirrt.
Und bei dieser unmenschlichen Uhrzeit war sowieso kein Mensch mehr auf den Straßen, der ihm den Weg weisen könnte.

Fröstelnd zog er sich den Mantel enger um die Schultern und wanderte verzweifelt die schmale Gasse hinab, die auf eine teilweise von gelben Straßenlichtern beleuchtete schmale Straße führte.
Ein Blick auf sein altes Nokia Handy zeigte, dass es kurz vor Mitternacht war und er schon seit einer Stunde in der herbstlichen Kälte herumirrte.

Er schaute zu dem Straßenschild auf, welches sich in sein Sichtfeld schob, als er das Ende der Straße erreichte.
Nein, der Name der Straße sagte ihm nichts.
Er verfluchte sich selber dafür, dass er sich von seinem ersparten Geld nicht ein Smartphone gekauft hatte, welches GPS hatte und ihn jetzt schnell nach Hause führen könnte. Stattdessen hatte er sich einen Haufen Bücher gekauft, durch die er sich zurzeit arbeitete.

Mit steifen Schritten hielt er auf die nächste Gasse zu, die durch die Häuserreihen führte. Er war sich nicht sicher, ob er diese Gasse schon einmal betreten hatte.
Er wusste sowieso nicht, wo er überhaupt war. Vielleicht war er auch gar nicht mehr in seiner neuen Heimatstadt. So viel, wie er schon gelaufen war...die Stadt war nicht sonderlich groß. Dafür war sie aber verwinkelt und unübersichtlich.
Seine Füße taten weh.
Und ihm war kalt.

Und müde war er auch noch. Seine Arbeit hatte ihm schon jegliche Kraft entzogen, doch nun war er so müde, dass er sich einfach auf dem nassen Boden zusammenrollen könnte und ohne Probleme einschlafen könnte.
Zu allem Übel fühlte er sich jetzt auch noch beobachtet.
Wahrscheinlich kam dieses unangenehme Gefühl auch noch von der Mischung von Kälte und Müdigkeit. Seufzend stapfte er tapfer weiter und schlug hoffentlich eine Richtung ein, die ihn zu seinem Ziel führen würde.

Das Gefühl, verfolgt zu werden, entstand ohne Vorwarnung.
Und da hörte er auch schon die Schritte hinter sich. Definitiv mehrere Menschen, denn es waren keine einzelnen Fußschritte, die dort ertönten.
Ängstlich, hoffnungsvoll und neugierig drehte er sich um und schaute zwei großen, jungen Männern entgegen, die hinter ihm in die Gasse traten und ihn direkt musterten.
Als hätten sie gewusst, dass er hier wäre.

Da war dieser dunkelblonde Mann mit den faszinierend blauen Augen, dem leichten Bart und diesen faszinierenden Grübchen, und dann war da sein Kumpane, ein eben so großer Mann mit dunkelbraunen, gelockten Haaren, braunen Augen und leichtem Bartwuchs.
„Kann ich Euch helfen?“, fragte Bilbo mit bebender Stimme. Diese Männer strahlten Gefahr aus und waren gleichzeitig wieder faszinierend.
Irgendwie hielten sie ihn fest, auch wenn sein Fluchtinstinkt immer mehr wuchs.

„Müssten wir nicht dich fragen?“, grollte eine männliche Stimme hinter ihm.
Bilbo wirbelte herum und wusste genau, dass er in diesem Moment aussah wie ein verstörtes Beutetier, das von den Jägern in eine Falle getrieben worden war. Aber er hatte auch jedes Recht dazu. Er hatte diesen Mann nicht kommen hören und er war auch nicht in der Gasse gewesen, als er sie betreten hatte!
Hinter ihm stand ein wirklich sehr großer Mann. Er vermied Blickkontakt.
„Ich wüsste nicht, wieso ihr mir in eine Gasse folgen solltet, wenn ich euch nichts getan habe!“, meinte er mit einigermaßen fester Stimme und schaute erst dann den großen Mann hinter sich an.

Schwarze, etwas längere Haare und ein leichter Bart. Blaue, stechende Augen, die ihn direkt hypnotisierten.
„Wer sagt, dass wir dich verfolgt haben? Du bist uns in die Arme gelaufen.“, schnurrte dieser äußerst attraktive Mann mit den schwarzen Haaren. Bilbo zuckte zusammen und versuchte, sich aus dem fesselnden Blick zu lösen, doch seine Augen schienen wie an die Augen dieses fremden Mannes geklebt zu sein.

„Er riecht gut.“, knurrte die Stimme des Dunkelblonden hinter ihm.
„Riechen?“, stammelte Bilbo irritiert und schloss die Augen, um diesem Blick irgendwie entkommen zu können. Als er sie wieder öffnete, schienen die blauen Augen nicht mehr so hypnotisierend zu sein und er konnte panisch nach Fluchtwegen suchen. Der Mann war so breit, er versperrte beinahe den Weg durch die schmale Gasse.
Doch da war noch ein wenig Platz neben ihm frei.

„Entschuldigt mich, aber ich muss dringend etwas erledigen.“, murmelte er und presste sich an dem Mann vorbei.
Fast schon erwartete er die Hand, die ihn festhalten würde und zurück in die unangenehme und gefährliche Atmosphäre ziehen würde. Doch sie kam nicht.
Ohne weitere Störungen konnte er die Gasse verlassen und erneut einen Weg zu seiner Wohnung suchen.

Schneller als erwartet fand er sie und schloss sie mit zitternden Fingern auf. Er schälte sich aus den kühlen Klamotten und trat in sein Schlafzimmer, öffnete den Schrank und warf sich in einen dicken Pullover, in die Hose eines Pyjamas und zog sich auch noch dicke Wintersocken an.
Erst dann kam er wirklich Zuhause an.
In warme Sachen gekuschelt schmiss er sich auf sein Sofa, natürlich erst nachdem er die Heizung aufgedreht hatte und sich auch noch eine Decke geschnappt hatte.

Dösend lag er in seinem kleinen Wohnzimmer und taute langsam wieder auf.
Wie und warum er wieder aufwachte, wusste er nicht. Vielleicht der erschreckende Gedanke an die Männer, der plötzlich durch seinen Kopf fuhr. Seit er angekommen war, hatte er kein einziges Mal mehr an den Vorfall in der Gasse gedacht.
Nervös schluckte er und meinte, wieder alle drei stechenden Blicke auf sich spüren zu können. Panik schoss durch ihn. Ängstlich schaute er sich um.

Sein Wohnzimmer sah aus wie immer. Unsortierte Bücher stapelten sich auf dem Boden auf und noch nicht ausgepackte Kartons waren in eine Ecke gestopft worden. In ihnen befanden sich hauptsächlich Bücher. Und ganz wichtig, in Decken eingewickelt, die Bücher und Karten seiner Mutter.
Das geliebte und wertvolle Silberbesteck seiner Mutter war irgendwo in den Kisten in seiner Küche, die er auch noch nicht ausgeräumt hatte.

Warum hatte er Angst vor Männern, die ihn auf der Straße angesprochen hatten? Da war doch nichts gefährliches dran.
Doch, protestierte sein guter Funken Verstand. Diese Männer waren gefährlich. Und ihr Grollen, Schnurren und Knurren klang für seinen Geschmack viel zu animalisch.
Definitiv nicht menschlich.

Und was hatte der Dunkelblonde gesagt?
Er würde gut riechen? Was sollte das bedeuten? So nah waren sie ihm nicht gewesen, dass sie ihn hätten riechen können. Warum also meinte der Typ, er würde gut riechen?
Verzweifelt und auch ein wenig verängstigt fuhr er sich durch die Locken und stand auf. Er brauchte jetzt dringend Schlaf.
Wenn er weiter so verrückte und sinnlose Gedanken strickte, würde er sich selbst in die Psychiatrie einweisen.
Obwohl das schon wieder ein wenig hart klang.

Er drehte die Heizung runter, faltete die Decke zusammen und ging ins Bad, um sich kurz Wasser ins Gesicht zu werfen, damit seine verrückten Gedanken aus seinem Kopf gewaschen werden.
Schöner Gedanke.
Nur leider minderte das Wasser kein bisschen seiner wilden Gedanken.
Stöhnend trat er aus dem Bad.

Kaum trat er in sein Schlafzimmer, wurde er von der klirrenden Kälte überrascht.
„Was zum..?“, schnaubte er.
Sein Fenster stand offen.

Er war sich ziemlich sicher, dass es bei seiner Ankunft geschlossen war.
Nah, die Wohnung war ja auch nicht mehr die Modernste, da konnte ein Fenster auch mal nicht richtig schließen.
Zitternd schloss er das Fenster und drehte die Heizung auf. Hoffentlich würde es schnell warm werden.

„Schon süß, wie ihr Menschen immer friert.“
Bilbo erstarrte.
Nein, das konnte jetzt doch nicht wahr sein.

Etwas packte ihn mit einem eisernen Griff und schmiss ihn auf sein Bett. Keine Sekunde später war dieses Etwas, dessen Stimme er zu gut kannte, über ihm und nagelte ihn fest auf die Matratze.
Glühende und blaue Augen starrten ihn an, wie er auf dem Bett lag und verzweifelt versuchte, sich aus dem Griff des Etwas zu winden.

„Du stinkst nach Angst.“, knurrte der Mann.
Es war der Mann aus der Gasse. Der große, breite Mann, der plötzlich ohne Vorwarnung hinter ihm aufgetaucht war.

„Hör auf, nach Angst zu stinken. Dein eigener Geruch ist besser als der Angstgestank.“, fauchte der Mann und Bilbo erstarrte ein weiteres Mal. Tu, was er dir sagt, schrie eine Stimme in seinem Kopf panisch.
Er schloss seine Augen und seine schmale Brust, die sich wenige Momente zuvor panisch gesenkt und gehoben hatte, nahm nun einen ruhigeren Rhythmus ein. Sein Herz klopfte wieder langsamer und erst dann wagte er sich, wieder seine Augen zu öffnen.

„Gut gemacht.“, grollte der Mann und schnüffelte an ihm.
Er schnüffelte an ihm.
Die Nase des Mannes landete irgendwie in seinem Nacken, wo er dann weiter schnüffelte. Ein gieriges Grollen brachte die Brust des Mannes zum vibrieren.

Und dann wurde Bilbos Kopf brutal zurück gerissen, sodass sein Nacken freigegeben war.
Irgendetwas rammte sich ohne Widerstand in seine Haut und er spürte, wie warmes Blut an seiner Schulter heruntertropfte.

Die warmen Lippen, die das, was sich in seine Haut gerammt hatte, begleiteten, bemerkte Bilbo gar nicht. Auch die heiße, feuchte Zunge bemerkte er nicht.

Er spürte nur das hektische Pochen seines Herzens.
Er hörte das Rauschen seines Blutes in seinen Ohren, das immer langsamer wurde.

Ein Schrei entwich ihm, als Schwärze über ihm zusammenschlug und ihn mit sich riss.
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