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Vielleicht - Vielleicht nicht

von Ririchiyo
KurzgeschichteAngst, Horror / P12 / Gen
Das Ding / Ben Grimm Die Menschliche Fackel / Johnny Storm Die Unsichtbare / Susan Richards Mister Fantastic / Reed Richards
28.10.2014
28.10.2014
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Vielleicht - Vielleicht nicht





Hektisch sah er sich um. Es war dunkel. Stockdunkel. Und schwarz. Alles um ihn herum war schwarz. Dunkel und schwarz.

Johnny drehte sich um seine eigene Achse. Außer der Dunkelheit war nichts zu sehen. Er hob seinen rechten Arm und schnippte mit den Fingern. Nichts passierte. Er versuchte es erneut. Wieder nichts. Keine Flamme. Weiterhin nur Dunkelheit.

Er konnte nicht sagen warum, aber eine plötzliche Panik erfasste ihn. Dieser Ort machte ihm Angst. Die Dunkelheit schien ihn praktisch zu erdrücken. Schien ihm die Luft zum Atmen nehmen zu wollen. Und irgendwie seine Kräfte zu unterdrücken.

Wieder drehte er sich um die eigene Achse und plötzlich erschien vor ihm das Bild seiner Schwester auf.

„Hilfe,“ hauchte er tonlos, und versuchte seine Hand nach der jungen Frau auszustrecken. Das Bild verschwand und tauchte etwas weiter weg wieder auf. „Hilfe,“ hauchte er erneut, und schleppte mehr in ihre Richtung als das er ging.

„Hilf dir selbst!“ Sues kalte Stimme schien von überall zurückgeworfen zu werden und auch, nachdem ihr Gesicht wieder verschwunden und Johnny wieder alleine war, hörte es nicht auf.

Hilf dir selbst. Hilf dir selbst. Hilf dir selbst. Dir selbst. Immer wieder. Immer immer wieder. Es wollte einfach nicht aufhören. Hilf dir selbst. Hallte es immer weiterhin zurück.

Allein. Er war allein. Schon immer gewesen. Und er würde es auch immer bleiben. Allein.

„Nein,“ wisperte er, und drehte sich wieder im Kreis. Es schien, als würde die Schwärze ihn immer mehr einkreisen. Er bekam keine Luft mehr, begann flacher zu atmen. „Nein.“

Langsam hörte Sues Stimme auf, von überall her zurückgeworfen zu werden. „Hilfe, bitte. Irgendwer … “ murmelte er erstickt. Warum war hier niemand, wo waren die anderen? Er konnte spüren, wie es ihm die Kehle zuschnürte. Immer hektischer sah er sich um.

In einiger Entfernung konnte er ein leichtes Flimmern erkennen. So schnell er konnte ging er darauf zu. Ben. Es war Ben. Bens Gesicht. „Bitte, Ben … Ich … “

„Wir brauchen dich nicht.“ unterbrach er Johnny und seine Stimme war genauso kalt, wie die von Sue, „Leute wie dich brauchen wir nicht. Niemand braucht Leute wie dich.“

„Nein. Ben … “ Johnnys Stimme versagte.

„Verschwinde, wenn du sowieso nur unsere Leben in Gefahr bringst.“ er fuhr herum, als er hinter sich die Stimme von Reed wahrnahm.

„Reed?“

„Du hast mich schon verstanden. Du sollst verschwinden. Und am besten, du kommst nie zurück.“ Reed grinste ihn an.

Johnny schüttelte den Kopf. „Nein, Reed, Ben … Sue ihr … “ wieder verstummte er.

„Wir brauchen dich nicht.“ wiederholte Ben hinter ihm, aber er schaffte es nicht, sich umzudrehen. „Verschwinde.“ fügte Reeds Stimme hinzu und Johnny begann am ganzen Körper zu zittern.

„Nein. Bitte … “ Die Gesichter um Johnny verschwanden, doch immer noch halten ihre Stimmen in seinem Kopf wieder. Wir brauchen dich nicht. Verschwinde. Wir brauchen dich nicht. Verschwinde. Verschwinde. Verschwinde.

Genau vor ihm flackerte plötzlich das Bild des London Eye auf, wie es, wegen seinem Fehler, kurz davor war, in die Themse zu kippen und wie Reed das wieder Reparierte.

Das Bild änderte sich, zu dem Leblosen Körper seiner Schwester, die er nicht hatte retten können, der er nicht hatte helfen können. Er hatte wegen dieser Sache mit dem Kräfteaustausch ja noch nicht einmal in ihre Nähe gekonnt, als es passiert war.

Verschwinde. Wir brauchen dich nicht. Verschwinde. Hallte es immer weiter.





Keuchend schlug Johnny die Augen auf. Noch immer waren die Stimmen und Bilder nicht aus seinem Kopf verschwunden.

Vielleicht hatten sie ja Recht, vielleicht wären sie ohne ihn wirklich besser dran.

„JOHNNY?!“ Susan riss die Tür auf und stürmte in sein Zimmer, „Es gibt ein Problem! Du musst sofort mit runterkommen! Beeil dich!“ damit war seine Schwester auch schon wieder verschwunden.

Ja, vielleicht wären sie ohne ihn besser dran. Vielleicht aber auch nicht. Und Doom hätten sie damals ohne ihn auch nicht stoppen können, also war es doch gut, das er da war.

Müde gähnend stand er auf, zog sich an, und folgte seiner Schwester in die unteren Räumlichkeiten, wo er wie immer mit einem selbstsicheren Grinsen im Gesicht auftauchte. Die anderen brauchten ja nichts von seinem inneren Konflikt zu wissen.










AN: Ja, ich weiß, das ist dieser typische Albtraum, aber irgendwie fand ich damals, dass es zu Johnny passen könnte … warum auch immer.

Na ja, bin auf jeden Fall für alles offen, was Verbesserungsvorschläge und so angeht und hoffe, dass wenigstens irgendwer gefallen daran gefunden hat :)
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