Geschichte: Fanfiction / Bücher / Selection / Pompeij

Pompeij

GeschichteDrama, Romanze / P16
Amberly Schreave August Illéa Carter Woodwork Clarkson Schreave Georgia Whitaker Maxon Calix Schreave
28.10.2014
16.11.2014
2
2.783
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28.10.2014 1.019
 
Prolog:

"Was machst du da?" Mein großer Bruder schaut mich halb belustigt halb verstört an. "Ich versuche mich schon den ganzen Abend vor dem da zu verstecken. Nicht hinsehen!" Ich boxe ihm gegen den Brustkorb, als er sich umdreht. "Aua! geht's noch?" "Bist du wahnsinnig? Am Ende sieht er mich noch." Maxon ist sichtlich genervt, aber das war mir herzlich egal. Er nimmt mir das Sektglas aus der Hand. "Wie viele hattest du von denen schon?" "Keine Ahnung, Mama. Sieben oder Acht." Er seuftzt. "Piper, du kannst dich doch nicht vor deinem Verlobten verstecken. Was willst du denn bei deiner Hochzeit machen? Dich in deinem Zimmer einschließen?" "Halt die Klappe." Maxon verdreht die Augen. "Er ist ewig weit von Frankreich hier her gereist. Hast du ihn überhaupt schon begrüßt?" "Herr Gott, Maxon, das tut absolut nichts- Au Mist, er kommt her." Er schnaubt. "Bonsoir,  Piper! Ca va? Wie geht's? Alles gute zum Geburtstag!" Ich merke selber wie ich mich unwillkürlich verkrampfe, als er mich zwei Küsse auf die Wangen haucht. "Danke schön." "Wir haben uns vorhin verpasst fürchte ich." Ich denke daran, wie ich meine Zofen angewiesen hatte mir ein Bad einzulassen um Cullén nicht begrüßen zu müssen als er kam. Im Nachhinein kommt mir die Reaktion völlig überzogen vor, aber ich hatte heute Morgen wirklich Panik bekommen, beim Gedanken ihn zu sehen. "Ja, anscheinend." Maxon zieht die Augenbrauen hoch. "Ich lass euch dann mal alleine." Obwohl ich nicht besonders scharf darauf bin alleine mit Cullén zu sein, werfe ich nichts ein. Was hätte ich auch sagen sollen? Als Maxonsich ein paar Schritte von uns entfernt hat fängt Cullén wieder an zu sprechen. "Ehrlich gesagt war ich ein bisschen aufgeregt. Ich meine rein formell sind wir seit unserer Geburt verlobt, aber wir sind uns noch nie begegnet." Er streicht sich durch die braunen Locken. Ich schaue ihn an. Auch er hatte nicht um diese Hochzeit gebeten. Für ihn war das genauso neu wie für mich und plötzlich ist er mir gar nicht mehr so fremd. "Ja, verrückt irgendwie. Bist du deswegen nicht sauer oder so?" "Sauer? Nein, du etwa?" Ich habe ihn unabsichtlich mit meinen Worten gekränkt. Schnell versuche ich zurückzurudern. "Nein, ich meine bloß, uns hat keiner gefragt. Hättest du nicht gerne eine Wahl gehabt?" Er zuckt mit den Schultern. "Ist doch egal was ich will. So ist es eben und es wird von uns erwartet, dass wir es so hinnehmen." Er weicht mir aus, aber ich frage nicht nach. Vielleicht ist ihm die Frage zu persönlich, obwohl ich das irgendwie dämlich finde, wenn man bedenkt, dass alles ohnehin darauf hinausläuft, dass wir heiraten. Mein Vater gesellt sich zu uns. "Na?" Er klopft Cullén auf die Schulter. "Erste Annäherungen?" "Ihre Tochter ist bezaubernd." "Schön zu hören. Jetzt, da sie siebzehn ist, dauert es nicht mehr lange, bis ihr heiraten könnt." Noch zwei Jahre. Das war meine Bedingung. Ich wollte die Sache so weit wie möglich hinauszögern. Wäre es nach meinem Vater gegangen, hätte ich schon diese Woche geheiratet. "Ja." Culléns Lächeln ist ein bisschen zu krampfhaft. So bezaubernd bin ich dann also doch nicht anscheinend. "Entschuldigt mich." Langsam habe ich die Schnauze voll von diesem schrecklichen Ball. ich mag weder die Musik noch die Gäste noch meinen Verlobten. Ich verlasse den Saal und laufe einfach so lange bis ich die Musik und das Geschnatter nicht mehr hören kann. In der Ecke stehen zwei eng aneinander gedrückte Menschen, die sich hektisch abknutschen und dabei ziemlich laut atmen. Ich kenne ihre Namen nicht aber ich bin mir ziemlich sicher, dass der Mann mit irgendeiner Herzogin verheiratet ist. Würde meine Ehe mit Cullén auch so enden? Etwa drei Meter weiter weiter von den zweien steht eine Wache mit dunkel blonden Haaren und grünen Augen. Als er merkt, dass ich ihn ansehe zwinkert er mir spitzbübisch zu. Ich kann nicht anders als zu grinsen.  Leise um die beiden nicht zu stören gehe ich ich den Garten. Als ich mich umdrehe, steht der Soldat hinter mir. "Aus Sicherheitsgründen." Er grinst schief. "Wer waren die Zwei?" Irgendein Herzog und seine Liebelei. Er heißt Sheal oder so." Er macht eine Pause und mustert mich. "Und sie? Sollten sie nicht tanzen oder sowas?" Ich muss lachen, weil die meine Situation so ernst ist und weil ich vermutlich so enden werde wie die Herzogin, die jetzt alleine im Ballsaal steht und weil ich sonst heulen würde und weil ich ein bisschen beschwipst bin. "Wie heißen sie Officer?" "Aiden Donovan." Aiden Donovan sieht mich ein bisschen besorgt an, als ich mich hinsetze. Wäre ich nicht gerade so todunglücklich, wäre das ein schöner Abend. Meine Mutter hat mir irgendwann mal erzählt wie sie ihr erstes Date mit meinem Vater in diesem Garten auf dieser Bank hatte. ich streiche mir eine braune Locke aus dem Gesicht. "Wie alt sind sie Officer Donovan?" "19, Majestät." Ich weiß nicht wie alt Cullén ist, aber er wird nicht viel älter sein, wenn überhaupt. "Haben sie heute Cullén kennengelernt?" "Ihren Verlobten? Ja, ich hab ihn gesehen." "Ja ich auch. Und soll ich ihnen was verraten? Ich wünschte er wäre nicht mein Verlobter." Vielleicht sollte ich sowas nicht zu irgendeinem Wachen sagen, der es möglicherweise petzt, aber bei irgendwem muss ich mich jetzt ausheulen, sonst implodiere ich noch. "Ich glaube, er mag mich auch nicht." Mir wird langsam schwindelig, deshalb lege ich mich einfach hin. Soll Aiden Donovan doch denken was er will. "Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass er mich nicht mag. Ich weiß, ich bin unfair, aber es ist total bescheuert." Officer Donovan versucht gar nicht erst mich zu trösten, sondern sagt bloß: "Ja, ich weiß."