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Erebor steht Kopf!

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
27.10.2014
19.02.2020
171
260.930
37
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Dieses Kapitel
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27.10.2014 1.351
 
Hallo, hier kommt meine erste FF. Sie mag für manche gewöhnungsbedürftig sein, aber die Idee dafür spuckt schon längere Zeit in meinem Kopf rum. Ich hoffe,sie wird euch trotzallem gefallen.
Viel Spass damit
*euch alle umarm*
LG
Erdbeerschnutche


1.Balins neue Schule

Stolz führte Balin den König durch die fertig gestellte Schule, in die er sein ganzes Herz reingehangen hatte. Und Thorin zeigte sich sehr beeindruckt vom Schultrakt; er wusste am besten, das sein langjähriger Freund und Berater sich darauf freute, bald wieder zu unterrichten wie damals in den Ered Luin.
Balin zeigte Thorin einen großen Raum. Wo mehrere Betten standen.
„Wozu?“,fragte Thorin nur.
„Nun ja“,antwortete Balin, „falls wir keine geeignete Familien für die Schulkinder finden, die außerhalb vom Berg wohnen. Daher ließ ich diesen Schlafsaal herrichten."
Thorin nickte. Gut, dass Balin daran gedacht hatte. Er selber wäre wirklich nicht auf diese Idee gekommen. Es war sehr viel zu tun, seit der Erebor zurück erobert wurde; der Drachen getötet und die Schlacht der fünf Heere gewonnen war. Die Aufräumarbeiten und der Wiederaufbau im Berg hatte sehr viel Arbeit mit sich nachgezogen, doch allemal hatte sich das alles gelohnt.
Der Erebor erstrahlte wieder in seiner ganzen Pracht!
Auch Thal, die Stadt vor dem Berg, wurde wieder aufgebaut, nachdem Thorin König Bard einen beachtlichen Betrag an Gold zur Verfügung gestellt hatte. Auch in Esgaroth wurde alles neu errichtet, nachdem Smaug sie beinah zerstört hätte.
Thorin war zufrieden! Was hieß zufrieden?

Die Zwerge hatten ihre Heimat wieder, die ihnen vor sehr langer Zeit von Smaug, dem besagten Drachen genommen wurde, und er hatte seinen Platz als rechtmäßiger König eingenommen.
Eines fehlte ihm allerdings zu seinem Glück. Er vermisste eine Frau an seiner Seite. Es gab viele hübsche Zwerginnen im Erebor, doch bislang war keine dabei, die sein Herz erobert hatte …

Zwischenzeitlich standen sie vor den Unterrichtsräumen.
Balin erklärte ihm, die kleineren Kindern von den Größeren zu trennen.
„Ich finde es außerdem besser, die Elben wegen ihrer Größe nach hinten zu platzieren und die Zwerge nach vorne“, erläuterte Balin die Sitzgruppierungen in den Räumen.
„Sehr gut, Balin“, lobte Thorin. „Du hast wirklich viel Herz und Liebe in diese Schule reingesteckt .Dann kann es ja bald losgehen!“
„Dwalin hat die Listen der Schüler fertig gestellt“, berichtete Balin. „Wir bringen sie nachher zum Einsehen.“
„In Ordnung, Balin“, sprach Thorin. Dann machte er sich auf den Weg in die Schmiede, um dort nach dem Rechten zu sehen.

Abends erschienen Balin und Dwalin in Thorins Wohnraum, um noch einiges zu besprechen, was die neue Schule anging.
„Wir haben sie alle getrennt aufgelistet“, sprach Balin. „Eine Liste mit den Elben, dann für die Menschen und zu guter Letzt die Zwerge.“
Thorin nahm das Pergament über die Zwerge.
„Gimli…Ori ….Kili…..Fili“, las er. „Wiese Ori?“
„Nun ja, es war seine freiwilige Entscheidung, nochmal zur Schule zu gehen“, meinte Dwalin, der seinen Bruder mit der Schule tatkräftig unterstützte.
„Und warum stehen meine Neffen drauf?“, wollte Thorin wissen.
„Deine Schwester ist der Meinung, dass es den beiden nichts schadet, was für ihre Bildung zu tun.“ Dwalin grinste leicht.
Thorin musste sich das Lachen verkneifen; wie er Dis kannte, ahnten  Kili und Fili nichts von ihrem Glück. ….
„König Bard schickt seine Kinder ebenfalls hierher“, sagte Balin. „Auch einige Kinder aus der Seestadt kommen zu uns, zusammen mit einer neuen Erzieherin. König Bard kennt sie und sie wird uns eine große Unterstützung sein. Glaub mir, Thorin, es wird nicht langweilig werden hier.“
„Das wird es mit Sicherheit nicht“, grinste Dwalin, als er die elbische Liste in den Händen hielt.
Der König verstand nicht ganz.
„Aus Bruchtal kommen fünf Elben, darunter sind Elronds Söhne, eine Elbe aus Lothlorien und zwei kommen aus dem Düsterwald!“
Damit überreichte Dwalin Thorin das Pergament.
Thorin warf einen Blick darauf.
„Das könnte interessant werden“, erwiderte Thorin langsam.


*** Derweil im Düsterwald ***

„Adar, das kannst du doch nicht machen!“ Legolas war wütend, aber so richtig. „Ich glaub das nicht! Wieso?“
„Es wird Zeit, dass du lernst, Verantwortung zu übernehmen“, entgegnete Thranduil knapp, als er sich Wein eingoss.
„Aber wieso in eine Schule? Und dann noch zu den Zwergen!“ Legolas verstand die Welt nicht mehr. Er wollte nicht zum Einsamen Berg. „Bitte, Adar, überleg es dir nochmal.“
„Nein!“, erwiderte Thranduil. „Es wird dir gut tun, von deinem hohen Ross runter zu kommen. Ich habe genug von deiner Überheblichkeit.“
„Bitte ….“, bettelte der Prinz.
„Schweig!“ Der Elbenkönig hatte wirklich genug. „Du gehst zur Schule, das ist mein letztes Wort.“
Legolas stampfte davon. Wie konnte sein Vater nur? Nur weil er nach der Schlacht am Erebor Frieden mit den Zwergen geschlossen hatte und mit Thorin Eichenschild auf dicke Freundschaft machte? War doch seine Sache, wenn er das so wollte. Er konnte diesem Volk immer noch nichts abgewinnen und nun musste ausgerechnet er dahin?
Allein schon der Gedanke, diesem Kili über den Weg zu laufen, ließ ihn erschaudern. Er erinnerte sich daran, als damals die Zwerge unten im Kerker saßen. Tauriel, in die er verliebt war, hatte nur Augen für Kili. Er verstand einfach nicht, was sie an diesem Zwerg fand. Von seiner Eifersucht getrieben, hatte er nichts anderes im Sinn gehabt, die beiden auseinander zu bringen.
Was letztendlich dazu führte, das Kili ihm gedroht hatte.
„Man sieht sich im Leben zweimal!“
Das hatte der wütende Zwerg damals zu ihm gesagt. Weil Legolas erreicht hatte, was er wollte. Nur ging die Rechnung nicht auf. Tauriel ging seither auf Abstand zu ihm.
Legolas konnte schimpfen und fluchen wie er wollte, es nützte ihm nichts. Sein Vater war entschlossen, dies durchzuziehen.

Eisige Stimmung herschte beim Essen. Legolas stocherte missgelaunt in seinem Essen rum, doch sein Vater ignorierte es geflissentlich. Er wusste sehr wohl, dass sein Sohn auf diese Weise versuchen wollte, die Sache mit der Schule zu umgehen.
Tauriel hatte das Ganze eine Weile beobachtet.
„Was ist los, Legolas? Du isst kaum, fehlt dir etwas?“
Dieser schüttelte nur den Kopf.
„Irgendetwas ist mit dir“, mutmaßte sie. „Du ziehst ein Gesicht bis zum Boden.“
„Ich muss zum Erebor reisen“, rückte Legolas mit der Sprache raus.
„Was ist daran so schlimm?“
„Ich soll dort zur Schule!“
Tauriel sah ihn mit offenem Mund an. Das war ja mal ganz was Neues! Im nächsten Moment huschte ihr ein leichtes schadenfrohes Grinsen über die Lippen. Sie wusste, dass hinter seiner Laune ein tiefliegender Grund steckte. Ihr war auch klar, Kili würde ihn in der Luft zerreißen, wenn er ihn zu fassen bekäme!

Kili! Wehmütig dachte sie an ihren Zwerg, den sie so sehr liebte. Das er nicht bei ihr war, daran war nur Legolas schuld! Sie unterdrückte ihre aufsteigende Wut und flötete stattdessen: „Du Armer! Du tust mir leid! Du wirst mir fehlen!“

„Das glaube ich eher nicht!“ Thranduil sah sie direkt an. „Du wirst ihn nämlich begleiten und ebenfalls zur Schule gehen.“
Seine erste Wächterin starrte ihn fassungslos an.
„Aber, mein König“, stammelte sie, als sie sich wieder gefangen hatte, „ ….ich verstehe nicht….“
„Das brauchst du auch nicht“, erwiderte dieser, „du bist ein intelligentes Mädchen, Tauriel, und ich bin der Meinung, dass man es fördern sollte.“
Legolas fing an, laut aufzulachen, doch Tauriel verpasste ihm einen Schlag auf den Hinterkopf.
„Hör auf zu lachen, du Idiot! Das ist nicht lustig!“
„Ich finde doch!“
„Du widerst mich an“, zischte die Elbin aufgebracht.
„Schluss jetzt“, donnerte Thranduil. „Was ist nur in euch gefahren?“
„Ich kann seinen Anblick nicht mehr ertragen. Legolas ist schuld, das es mit Kili aus ist, und das nur, weil dieser Idiot nicht bei mir landen konnte. Er erträgt es nicht, das ich mein Herz einem Zwerg geschenkt habe. Ihr habt mal zu mir gesagt, ich solle Legolas keine Hoffnung machen, wo keine ist.“
Tauriel machte ihrem Ärger so richtig Luft.
„Das habe ich gesagt“, entgegnete Thranduil ruhig. „Dennoch halte ich an meinem Entschluss fest. Ihr geht beide zum Erebor. Ihr solltet packen, wir reisen bald ab. Elrond wird sich uns bald anschließen."
Tauriel und Legolas fügten sich, weitere Proteste hätten eh nichts gebracht. Sie wussten, wie unnachgiebig ihr König war.

„Tauriel!“
Diese drehte sich zu Thranduil um.
„Kili liebt dich, du solltest mit ihm reden. Die Gelegenheit ist dir nun hiermit gegeben.“
Tauriel nickte nur.
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