Lost Without You

von alegna70
GeschichteRomanze / P18
OC (Own Character) Samu Haber
26.10.2014
30.09.2017
371
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35
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Danke fürs mitlesen, den Kommi und die Favoriteneinträge, ich freue mich sehr, dass ihr dabei seid!

LG alegna70

Viel Vergnügen!


2

Samu musste gehen, er war schon viel zu lange in dem kleinen Café geblieben.
Eigentlich wollte er nur eine kleine Pause machen und das schöne Wetter genießen.
Seit drei  Tagen waren sie jetzt schon im Studio um neue Songs aufzunehmen, ihm brummte der Schädel. Das letzte Album hatten sie vor drei Jahren aufgenommen, aber es war alles andere als gut gelaufen. Seitdem hatte er viele neue Songs geschrieben, aber waren sie auch gut genug? Mal war er total davon überzeugt, aber dann überkamen ihm immer wieder Zweifel.
Die Jungs hielten ihn schon langsam für verrückt.
Und jetzt das, die Frau vom Nebentisch faszinierte ihn!
Sie hatte etwas an sich, was er nicht benennen konnte. Er musste immer wieder zu ihr rüber sehen, konnte sich überhaupt nicht auf seine Songtexte konzentrieren, immer wieder spürte er ihren Blick. Vielleicht ging es ihr ja auch so?
Sie hatte eine weibliche Figur und schöne lange Beine. Er schob sich seine Sonnenbrille hoch, wollte sie sich genauer ansehen ... Ihre Haare hatten einen satten, dunkelroten Ton und sie hatte eine sehr helle Haut. Immer weiter ruhte sein Blick auf ihr, konnte sich nicht von ihr lösen, wollte er doch auch noch  ihre Augenfarbe sehen.
Beim nächsten Blickkontakt haute es ihn fast vom Stuhl ... Wie hatte wahnsinns Augen, smaragdgrün, so, wie er noch nie welche hatte leuchten sehen ...
Schnell trank er seinen Kaffee aus und zahlte, er war schon viel zu spät dran. Als er ging hatte er wieder das Gefühl, dass sie ihn ansah und  drehte sich ein letztes mal nach ihr um, sah ihr dabei direkt in die Augen und  fühlte sich wie vom Blitz getroffen!
Ihm fielen Songzeilen ein, die er schreiben musste ...
Im Studio angekommen, suchte er sich ein ruhiges Plätzchen und schrieb alles nieder, die Melodie hatte er auch sofort. So etwas  passierte ihm auch nicht alle Tage!
Eins wusste Samu sicher, er wollte sie wieder sehen und beschloss am nächsten Tag nochmals in das kleine Café zu gehen. Vielleicht hatte er ja Glück und sie war wieder da.

Haber, du spinnst!Jetzt hielt er sich schon selbst für verrückt!

Alexandra stand unter der Dusche, sie hatte eine schlaflose Nacht hinter sich gebracht. Immer wieder hatte sie an den Typen aus dem Café gedacht.
Seine Augen konnte sie einfach nicht vergessen.

Was für Augen, was für ein Blick!

Eigentlich wollte sie an dem Tag nach Versailles fahren, sich das Schloss des Sonnenkönigs ansehen. Das musste aber warten.  Am Nachmittag zog es Alex wie magisch, wieder in das kleine Café. Ihre Vernunft sagte ihr, dass das der totale Blödsinn wäre, sie zog es aber vor auf ihr Bauchgefühl zu hören!
Im Café angekommen, bestellte sie sich etwas zu Trinken, holte sich ein Buch raus, damit es zumindest so aussah, als ob sie beschäftigt wäre ...  Die Zeit verging, aber noch immer war er nicht gekommen, inzwischen  trank Alexandra  ihren zweiten Kaffee, zwei Wasser hatte sie auch schon gehabt und ihr Buch war schon fast durchgelesen. Sie saß schon über eine Stunde im Café, anscheinend kam er nicht ...  
War wohl nichts, das mit dem Bauchgefühl ....
Sie nahm sich vor auf jeden Fall vor am nächsten Tag nach Versailles zu fahren, schließlich war die Besichtigung des Schlosses der Hauptgrund ihrer Reise nach Paris gewesen. Sie ärgerte sich doch sehr, nicht an diesem Tag schon gefahren zu sein, was für eine Schnapsidee hier nochmals hin zu gehen ...
Auf einmal durchlief Alexandra ein kleiner Schauer, sie musste gar nicht aufsehen, er war gekommen!
Samu sah sie schon von weitem, da saß sie wieder und las in einem Buch. Jetzt nur nicht nervös werden! Er sah sich um, alle Tische waren besetzt. Da er nicht wieder gehen wollte sprach er sie an: „Hei, kann ich mich zu dir setzen?“
Alex blickte auf und schaute ihm direkt in die Augen. Sie konnte nur nicken und fühlte sich unfähig zu sprechen, was für eine Stimme!
Er setzte sich und redete weiter: „Du warst gestern auch schon hier, ist das ein Zufall?“
Er sprach englisch, also war zumindest schon mal kein Franzose!
„Ja!“, antwortete sie ihm knapp, mehr brachte sie nicht raus, ihr Herz raste und sie musste ihr Hirn erst mal sortieren. Er brachte sie total durcheinander, was für Augen!
Da war er wieder;

Dieser Blick müsste polizeilich verboten werden!

Er bestellte sich einen Latte Marchiato und schaute sie einfach nur an. Samu war fasziniert, sie schien durcheinander zu sein, vielleicht ging es ihr ja so wie ihm. Die letzte Nacht hatte er kaum geschlafen gehabt, seine Gedanken drehten sich nur um sie; Die Frau mit den langen Beinen und den wahnsinns Augen!
„Ich bin Samu, was machst du wieder hier?

Mensch Haber, Du hast auch schon intellektuellere Sätze raus gebracht!

…  schoss es ihm durch den Kopf.
„Ich trinke Kaffee, lese mein Buch und heiße Alexandra“, vor lauter Nervosität sprach sie in Deutsch.
Er grinste sie an, auf die unverschämte Art und meinte: „Und kommst aus Deutschland!“ Sie sah überrascht auf. Er verstand Deutsch, sprach es aber mit skandinavischen Akzent.
„Richtig, ich mache hier in Paris ein paar Tage Urlaub“, stammelte Alex leise vor sich hin.
Samu fluchte leise in sich hinein, warum konnte ihm so etwas nicht mal zu Hause passieren? Er als Finne, der hier in Paris zur Zeit neue Songs aufnahm, trifft in der Stadt der Liebe die Frau seiner Träume!

Das hast du mal wieder sauber hinbekommen, dass kann auch nur dir passiere! Und dann ist sie auch noch eine Deutsche ....

Zum Glück konnte er ganz gut Deutsch verstehen, da er schließlich Deutsch in der Schule gelernt oder eher, zumindest versucht hatte zu lernen ... Seine deutschen Kenntnisse reichten aus um ein paar einfache Sachen und Sätze zu sagen, beim deutschen Publikum kam das aber immer ganz gut an.
Sie unterhielten sich eine ganze Weile in einem Durcheinander aus Deutsch und Englisch. Er erzählte ihr, dass er eigentlich in Helsinki leben würde und zur Zeit beruflich in Paris wäre, irgendetwas mit Musik und wohl noch einige Tage hierbleiben würde.
Nach fast einer Stunde meinte Samu dann er müsse gehen, die Jungs würden warten und ob sie sich am nächsten Tag hier wiedertreffen könnten.
Der Blick mit dem er sie dabei anschaute ging Alexandra mal wieder total unter die Haut. Sie meinte nur, es könnte sein und wusste jetzt schon das sie natürlich da sein würde  
Sorry Sonnenkönig, dein Schloss muss wohl doch noch warten ...
Und eins wusste sie jetzt auch schon, ihr stand wieder eine schlaflose Nacht bevor!
Als er ging sah sie ihm diesmal ganz offen nach. Samu drehte sich nochmals um und warf ihr einen Luftkuss zu.
Alex wusste sie wollte mehr, er war ein faszinierender Mann!
Sie ahnte, das sich ihr Leben wohl verkomplizieren würde, wie sehr, das ahnte sie zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht ...
Sie hatte sich Hals über Kopf in Samu verliebt! Was hatte er für wahnsinns Augen, was für eine Stimme. Alex hätte ihm immer weiter zuhören können ...
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