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Den Flaschengeist, den ich rief...

GeschichteFantasy / P16 / Gen
Alice Anastasia / Rote Königin Cyrus Jafar Will Scarlet / Herzbube
26.10.2014
26.10.2014
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Hallo :D
Eigentlich hatte ich diese Geschichte bei Ouat hochgeladen, aber dann hat sie mir doch nicht so gut gefallen! Nachdem ich sie gelöscht und überarbeitet hatte, konnte ich sie nun hier unter Once upon a time in Wonderland hochladen! ich hoffe, dass sie euch gefällt! ich werde wahrscheinlich alle 2 Wochen etwas hochladen, da ich nicht so viel Zeit habe! Viel Spaß beim Lesen und ich freue mich schon, auf ein paar konstruktive Rückmeldungen!!!


,,Die Legende spricht von einer Zeit des großen Kriegs und des Leids. Damals wurde viel Blut vergossen und aus diesem Blut und der Wut der Menschen, wurde eine Kreatur erschaffen, die nur aus Wut und Hass bestand. Die Menschen nannten es Malach. Malach richtete erschreckend viel Chaos und Tod an, sodass alle Menschen es fürchteten. Niemand schien die grausame Kreatur vernichten zu können. Diese Angst, vor dem puren Bösem, dem Unbesiegbaren, brachte die Menschen wieder zusammen und am Ende war ihre Liebe zueinander wieder so stark geworden, dass sie keinen Hass mehr füreinander empfanden und so bezwangen sie mit ihrer reinen Liebe, das Monster.

Getrieben von Wut und Ärger darüber, dass es den Menschen nichts mehr anhaben konnte, schuf es aus einem Zehntel seiner Kraft einen Dolch, den es in seinem Blut tränkte, um ihn die mögliche Stärke zu verleihen. Dann ließ er den Dolch auf einem Feld liegen, wo er von einem ahnungslosen Bauern gefunden wurde...''

,,Rumpel! Erzählst du den Kindern etwa wieder Schauergeschichten?'', fragte seine Frau ihn und sah ihn etwas tadelnd an. Rumpel kniete neben dem Bett seiner zwei Töchter, die bis zum Auftauchen der Mutter, gespannt der Geschichte ihres Vaters gelauscht hatten!
,,Nur eine spannende Geschichte über die Kraft der Liebe! Nicht wahr meine Lieben?''
,,Ja, das stimmt!'', verteidigte Anja, die gerade erst acht Jahre alt war, ihren Vater, der ihr unauffällig zu zwinkerte. Auch die erst fünfjährige Merida stand ihrem Vater natürlich bei:,, Papa hat uns ein Märchen erzählt!''
,,Eine Legende, Schätzchen.'', korrigierte ihr Vater sie und Belle rollte milde mit den Augen.

,,Was ist der Unterschied?'', fragte Anja und sah ihren Vater mit ihren großen blauen Augen an.
,,Eine Legende ist eine Geschichte, von der wir nicht wissen, ob sie war, oder falsch ist. Wir wissen nur, dass sie immer einen wahren Kern haben!'', erklärte er seinen Töchtern und ließ mit seiner Magie die Zimmerdecke wie den Sternenhimmel leuchten. Seine Töchter kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus, sondern starrten nur noch das helle Meer von Sternen an, die das Zimmer zum Funkeln brachten.

,,Woah! Bringst du mir das eines Tages auch bei, Papa?'', fragte Anja aufgeregt, während der sie nur lächelnd ansah. Belle gesellte sich neben ihren Ehemann uns sah ihn abwartend an. Denn über das Thema, hatten sie noch nie wirklich gesprochen. Schließlich waren die Kinder noch sehr jung.

,,Wenn dies dein Wunsch ist, werde ich dir das beibringen, aber nur, wenn du jetzt schläfst. Und du auch Merida!'', ein letztes Mal deckte er beide mit ihrer flauschigen Decke zu und gab ihnen noch einen Kuss, genauso tat es auch Belle. Als die Mädchen endlich die Augen geschlossen hatten, drehte sich Belle zu ihrem Ehemann um, während dieser seine schönen Töchter betrachtete.

,,Rumpel, meinst du es ist so eine gute Idee, wenn sie lernt Magie zu beherrschen? Sie ist doch noch so jung und wir wissen beide, dass viel Verantwortung nötig ist, um sie auch richtig zu nutzen.''
,,Mach dir keine Sorgen Schatz. Ich werde sie beide erst die Kunst der Magie lehren, wenn sie bereit dazu sind. Und das könnte noch ein paar Jahre dauern.'', sagte er lächelnd und gab ihr einen zarten Kuss auf die Wange.
,,Wo wir gerade von der Zukunft sprechen, hast du nochmal darüber nachgedacht, was wir gestern Abend besprochen haben?''
,,Natürlich und ich finde...dein Vorschlag mehr als nur annehmbar...''


16 Jahre später...
,,Merida! Merida! Merida!'', rief eine aufgebrachte Stimme den Namen ihrer Schwester und Anja erkannte sie sofort. Es war Neal, der Sohn des Königs, der offenbar endlich genug Freizeit hatte, um sie wieder zu besuchen. Es war in den letzten Monaten nicht einfach für die Königsfamilie gewesen. Denn schließlich hatten mehrere Katastrophen dafür gesorgt, dass die Felder im ganzen Königreich fast vollkommen zerstört worden. Und da der Winter bald kommen würde, waren das keine guten Aussichten für die Leute hier.

,,Das ist Neal!'', erkannte nun auch ihre Schwester und ließ ruckartig von ihrem Bogen ab, dem sie gerade noch ihre größte Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Grinsend drehte Anja die goldene Kugel ihres Vaters in ihren Händen und wusste, dass nun gleich ein Wettbewerb anstehen würde. Denn ihre Schwester und Neal, konnten es sich nicht nehmen lassen, sich mit Pfeil und Bogen zu einem Wettkampf herauszufordern. Der Gewinner durfte dann beim Verlierer zu Abend essen.

Natürlich gingen diese Kämpfe immer gleich aus. Neal bot eine tolle Show, doch Merida vernichtete ihn mit ihrer außerordentlichen Gabe, jeden Pfeil genau dorthin zu schießen, wo sie wollte. Also aß sie oft im Schloss, was natürlich zur Freude des großen Bruders, Bae, war. Jener freute sich immer sehr, wenn seine jüngeren Schwestern ihn besuchten, vor allem in solch düsteren Zeiten, wo man sich nicht sicher war, ob man Morgen noch essen könnte.

Eine Viertel Stunde später, triumphierte Merida und Neal nahm es mit Fassung. Schließlich war er so erzogen worden. Anja saß daneben und spielte immer noch mit der goldenen Kugel, die hell in der untergehenden Sonne leuchtete. Merida zog gerade ihre Pfeile aus den Zielscheiben, als Neal wieder mit ihr sprach.
,,Ich habe mit George gesprochen! Ich soll dir ausrichten, dass er dich sehr gerne sehen würde!''

Seine Stimme klang fest, doch sie hatte diesen etwas düsteren Unterton, den  Anja hasste. Er bedeutete Ärger und eine aufgelöste Schwester. Und das vor dem Abendessen....
,,Wenn er mit mir sprechen will, soll er gefälligst seinen Hintern selber hier her bewegen! Ich hab dieses Spruch von ihm so satt! Als Hiccup mir dasselbe gestern sagte, habe ich ihm das auch gesagt. Also las mich bitte mit diesem Thema in Ruhe!'', rief Merida wütend. Damit war es nun ganz sicher, dachte Anja: Darüber wird heute nicht mehr gesprochen! Die Miene ihrer Schwester, als sie ihren Köcher wieder mit ihren Pfeilen fühlte, machte diesen Standpunkt ganz klar.

,,Ich wäre für eine Spieländerung!'', ließ Anja verlauten und wurde sofort von den beiden argwöhnisch angesehen. Normalerweise sah sie ihren Wettkämpfen nie lange zu, denn ihr Ding waren Pfeil und Bogen nicht wirklich. Doch jetzt kam ihr eine gute Idee.

,,Ja, und guckt mich nicht so komisch an! Ich schlage lediglich vor, dass Neal bei uns bleiben sollte. Schließlich wird es schon dunkel und ich möchte ihn nur ungern im Dunkeln zurückfliegen!'', erklärte Anja ihnen und nahm nun die goldene Kugel in die rechte Hand und hob sie etwas an.

,,Ich denke Mama, sieht das ganz genauso! Und Papa auch! Ich ja schließlich eine ungewisse Zeit!'', Neals Worte klangen nur halb so traurig, wie er es bestimmt gemeint hatte und während er noch seinen Bogen anstarrte, als ob er ihn zum ersten Mal musterte, strich Anja mit den Fingern ihrer linken Hand über die Kugel und PLÖTZLICH...verwandelte sich die goldene, schimmernde  Kugel, in vier ebenso goldene und schimmernde Vögel.

Vergnügt flogen diese wild durcheinander und zwitscherten eine wunderschöne Melodie, die lieblich und aufgeregt klang. Anja lächelte sie an und streichelte jeden einmal kurz, der sich für einen Moment auf ihrer Hand niederließ, um sie zu begrüßen. Sie liebten Anja wirklich und konnten gar nicht aufhören, über ihr braunes Haar hinweg zu sausen.

,,Ok meine Kleinen, jetzt ist aber genug! Wer von euch möchte gerne der Königin Snow White sagen, dass ihr Sohn heute bei uns speisen wird?'', fragte sie und wurde von einem wildem  Konzert von Vogelgezwitscher überwältigt. Alle vier schienen damit ganz laut 'JA' rufen zu wollen, doch Anja hatte sich für ihren absoluten Liebling entschieden. Sunny! Jeder ihrer Vögel flog besonders gerne in eine der vier Himmelsrichtungen und Sunny, flog am liebsten in den Süden.

,,Gut mein Kleiner! Flieg geschwind, auf das die Nachricht die Königen vernimmt!'', sprach sie die Zauberformel, um dem Piepmatz sein Ziel zu nennen. Schließlich waren die Vögel von ihr erschaffende Wesen. Nachdem Sunny weggeflogen war, waren seine drei Freunde damit beschäftigt, den Birnbaum ihrer Mutter zu belagern. Zufrieden sah Anja ihren Schätzen noch kurz nach und wandte sich dann wieder zu ihrer Schwester, die nachdenklich über das Holz ihres Bogens fuhr. Neal sah dem Vogel immer noch hinterher, obwohl man Sunny bestimmt nicht mehr sehen konnte.

Als die drei die große Halle betraten, sahen sie drei Wirbelwinde, von denen keiner  größer als 1,50 war, die völlig ohne Orientierung durch den Raum jagten und dabei sich immer wieder etwas zu riefen. Anja und Merida sagten wie aus einem Mund:,, Oh Nein! Papas Sturmzauber!''

Auf der riesigen Tafel huschte der geängstigte Kerzenleuchter, Lumière, umher und versuchte den Wirbelstürmen auszuweichen, was jedoch kaum möglich war, da er kaum vorwärts kam.
Auch bei der riesigen Standuhr, die an der Wand hinter dem Tisch stand, drehten sich vor Angst alle Zeiger durcheinander. Allgemein gesagt, herrschte große Panik!
,,Warum müssen auch wirklich alle aus unserer Familie Magie beherrschen?'', fragte Merida ihre große Schwester, die zum etwas entsetzen Neal sah, der völlig perplex auf die Wirbelwinde starrte, die komisch verzerrt lachten.

,,Bitte helft uns! Die trois machen mich fertig!'', jammerte Lumière und winselte, als die Winde drohten seine Lichter auszublasen. Da griffen die Schwestern endlich ein. Sie hoben die Hände in Richtung der tanzenden Wirbelstürme. Einer wirbelte quer über den Tisch, der andere über dem großen Schrank und der letzte knapp unter der Decke. Doch kaum hatten sie die Hände gehoben, schienen die Wirbel langsamer zu werden und man erkannte Anzeichen von dünnen Armen und Beinen, in Jungshosen.

Der Sturm an der Decke brüllte aufgebracht:,, Ehhh! Lasst das! Das ist sooo ungerecht!''
Die Hände von Aanja und Merida glühten schon golden auf und im Raum entstand eine wohlige Wärme, die durch Magie zustande kam. Nach wenigen Moment sah man nur noch jeweils drei Jungen, die sich langsam im Kreis drehten und bevor sich abstürzten, weil sie sich ja aufgehört hatten zu drehen, umfing sie ein grüner Schimmer aus Feenstaub und die drei glitten sachte auf den Teppich. Dort worden sie von einem verwunderten Neal und zwei etwas wütenden Schwestern angeschaut.

,,Was sollte das? Wir hatten gerade Spaß!'', rief der Junge, der bis vorhin noch an der Decke war.
,,Genau!'', riefen die anderen Beiden. Die Drillinge, die sich bis aufs  Haar glichen, sahen fassungslos zur Tür, als ein, ,,Was habt ihr euch dabei gedacht!'', ertönte. Dort standen Rumpelstilzchen und Belle mit verschränkten Armen und sahen etwa genauso wie ihre Töchter aus.

,,Merci mein Herr! Ich wäre fast ausgegangen!'', prustete Lumière und sah dankbar zu Merida und Anja. Neal hatte sich einfach an den Tisch gesetzt und wartete das Donnerwetter ab, was er zu genüge von zu Hause kannte. Die Jungs drehten sich fix zu ihren Eltern um, die langsam und mit ernster Miene auf sie zukamen. Jetzt hagelte es im Wechsel ,,Was habt ihr euch gedacht?'' und ,,Das ist gefährlich!'' und natürlich auch ,,Da hätte sonst was passieren können!''. Doch am Ende hatte sich die Lage wieder beruhigt. So wie immer. Schließlich stellten die wilden Junge von Belle und Rumpel immer etwas an, was nicht immer, aber häufig, mit Magie zu tun hatte.

Beim Essen versuchte man die Themen erfreulich zu halten und man lachte sogar, obwohl drohendes Unheil vor ihnen lag. Etwas, was sie zwar erwarteten, doch sicher nicht so, wie es kommen sollte. Gemütlich aßen sie ihren Braten, tranken ihren Tee und versuchten  so locker zu sein, wie es ihnen möglich war. Wer glaubte, dass Essen bei dem Dunklem miserabel und total unangenehm war, gehörte wohl zu seinen Feinden. Denn zu Freunden und der Familie, war Rumpelstilzchen wirklich nett und man verstand sich fabelhaft mit ihm. Auch wenn es kaum vorstellbar ist.

,,Und was hört man aus dem Königreich von Prinz George? Es befindet sich doch in Streitigkeiten mit Camelot?'', fragte Rumpel und sofort starb die gute Stimmung. Merida ließ die Gabel langsam sinken, die sie sich gerade zu Munde führen wollte. Auch Belle sah kurz Rumpel mit einem matten Blick an. ''Lass das Thema sein!'', sollte er wohl sagen, aber ihr Mann ließ sich davon nicht beirren.

,,Die Lage scheint sich zu bessern. Als ich heute Morgen an der Grenze vorbeiritt, standen nirgends die Truppen der Beiden. Ich schätze, sie haben eine Abmachung getroffen.'', erzählte ihm Anja und ihr Vater sah genau den kurzen Blick zu ihrer Schwester, die missmutig ihren Teller ansah.
,,Schade, ich dachte Uthers Truppen würden seine Mauern einreißen!'', murmelte Merida laut genug, damit es alle hören konnten. Belle sah ihre Tochter fassungslos an:,, Merida!''


,,So spricht man aber nicht von einem Herrn, den man zum Essen eingeladen hatte.'', meinte Rumpel und sah prüfend zu Merida. Die sah ihn fast schon giftig an.
,,Ich hab ihn nicht eingeladen. Anja hat ihn in einen Frosch verwandelt!''

,,Hallo? Das kann nun einmal passieren! Der liebe Herr Prinz war so arrogant, dem haben so ein paar Tage Froschsein ganz gut getan! Außerdem hat er mir meine goldene Kugel wieder hochgeholt, die du im Teich versenkt hattest!'', rechtfertigte sich Anja und Neal machte sich klein auf seinem Stuhl, während die Brüder Wetten abschlossen, wer zuerst einen Kampf mit Magie anfangen würde.

,,Eigentlich ist das ja meine Kugel, Anja! Ich hab sie gemacht, den Trick mit den Vögeln hast du hinzugefügt. Ich entschuldige mich für meine Frage. Es ist verständlich, wenn du darüber nicht reden willst.'', sagte Rumpel mit einer schnellen Handbewegung und sofort schien die Laune der Leute wieder besser zu werden. Doch Merida sagte den ganzen Abend nichts mehr.


Auch als sie sich in ihr Bett legte, sagte sie nicht einmal ihrer Schwester gute Nacht, obwohl sie genau im Bett neben ihr schlief. Etwas traurig legte sich Anja hin und schloss ihre Augen. Mitten in der Nacht, wurde Anja von einem lautem Knall geweckt. Sie fuhr aus einem unruhigem Schlaf hoch und starrte für einen Moment ins Dunkel, wo sich die Schatten bewegten. Oder zumindest so aussahen. Schnell fuhr sie zu ihrer Schwester herum und sah sie noch immer ruhig und fest schlafen. Sie fuhr sich dann durch ihr langes, zerzaustes, braunes Haar und lauschte in die Dunkelheit. Doch im Haus nahm sie kein Geräusch war.


Als sie einen Blick durch das geschlossene Fenster warf, sah sie eine helle Lichtspur am Himmel, die nach unten zu zeigen schien. Sah fast so aus, wie ein Kondensstreifen, den sie einmal in der Menschenwelt am Himmel gesehen hatte. Schließlich gab es im verwunschenem Wald keine Flugzeuge. Langsam stand Anja auf und schaute immer wieder aus dem Fenster, während sie sich ihre Hose und eine gelbe Bluse  anzog, die sie gestern zum Reiten getragen hatte. Schnell schmiss sie sich ihre braune Lederjacke über und schaute nochmal zu Merida, die tief und fest schlief, dann öffnete sie die Tür und eilte durch die Gänge und lief durch das große Eingangstor nach draußen.


Dort sah alles wie immer aus. Der Garten ihrer Mutter stand in voller Blüte und im sachtem Mondschein wirkte alles noch verzauberter als am Tag eh schon. Die Blüten wirkten auf eine besondere Weise zu strahlen und die Früchte an den Bäumen waren wie weiße Punkte in diesem kläglichem Licht. Sie sah gerade so, wo sie hinlief und hintrat. Als sie an dem kleinem Teich ankam, sah sie einen kleinen Krater , der etwas Erde beiseite geschoben hatte.
Im Krater lag etwas, das aussah, wie ein kunstvolles Gefäß, in das man Wasser hinein füllte.

Was ist hier denn jetzt los? Das war die einzige Frage, die sich Anja gerade stellte. Da stand plötzlich eine Flasche, wo früher, gestern Abend noch, ein Stück Gras gewesen war. Verwirrt beäugte Anja das Gefäß und bemerkte, trotz wenig Licht, dass es sich um eine wertvolle und äußerst verzierte Flasche handelte. Erinnerte sie etwas an den Orient.

Unsicher, was hier vor sich ging, nahm sie ganz vorsichtig das eigenartige Gefäß in die Hände und hielt es ins Licht, um das Muster besser sehen zu können. Als sie es hochhielt, war sie sich sicher, dass das hier jetzt irgendwie ihr gehörte. Sie konnte das Gefühl, dass sich in ihr ausbreitete nicht genau beschreiben, aber sie spürte geradezu, dass es zu ihr gehörte.

Als sie sanft mit ihrem Daumen über das Muster der Flasche fuhr, hätte sie die Flasche vor Schreck fast fallen gelassen. Auf einmal entstieg der Flasche oranger Rauch und formte sich zuerst zu einer Säule aus orangen Rauchs und dann zu einem Mann, mit schwarzen Gewändern und schwarzem Haar, der etwas überrascht guckte, als er sie sah. Da verstand sie plötzlich, was hier vor sich ging.
,,Das darf doch nicht war sein! Ein Genie! Ein Flaschengeist!''

,,Du hast mich befreit, mein Meister. Der Wünsche drei hast du frei!'', sagte der Mann in einer angenehm klingenden Stimme und war im nächsten Moment wieder ganz erstaunt. Diesmal von sich selbst! Er sah zuerst auf sie, dann auf die Flasche in ihrer Hand und dann wieder auf sie. Der Blick, mit dem er sie musterte, gefiel ihr gar nicht. So voller Wut! Und Zorn! Und Hass!
,,Wo bin ich hier und wer zur Hölle bist du?'', fragte er jetzt sogar wutentbrannt.
,,Wer bist du Flaschengeist?'', fragte Anja einfach zurück und war überrascht, als sie eine Antwort bekam. ,,Ich heiße Jafar!''
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