Like burning Water and cold Flames

GeschichteDrama, Romanze / P16
Baron Charles "Spade" DeMortimer Catherine Kathleen "Cat" Crawfield Crispin "Bones" Phillip Arthur Russell III Ian "Liam" Flannery Mencheres "Menkaure" Vlad "Dracula" Tepesh
23.10.2014
09.12.2014
5
9.069
 
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Dieses Kapitel
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23.10.2014 1.599
 
Ein unspektakuläres erstes Kapi zur Einführung ;)
Der Kapitelname ist gleichzeitig der Titel für eines meiner Lieblingslieder von Three Days Grace. Ich wollte eigentlich einen Link beifügen aber leider ist das Lied auf Youtube nicht zu finden, schade eigentlich :/
Viel Spaß beim lesen und danke für die lieben Reviews :)
Und wieder ein Danke an FullMoonFiore fürs Betalesen :)

LG Deathbringer alias Leika

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Kapitel 1)

Ich keuchte schwer auf, als ich aus dem Traum hochschreckte. Schon wieder. Es ließ mir im Moment einfach keine Ruhe dabei ist es doch schon eine ganze Weile her. Wenn man das als Weile bezeichnen konnte. Für mich war es nur eine Weile. Ein kurzer Augenblick. Zeit die für mich nicht mehr von Bedeutung war und es nie wieder sein würde. Das ich noch lebte hatte damals für mich an ein wahres Wunder gegrenzt. Aber der Umstand dem ich es verdankte war ein Horror gewesen. Ich konnte mich nur zu gut daran erinnern.

Und doch, jetzt war ich irgendwo dankbar für die zweite Chance und für die Rache an meinen Peinigern, die er mir gegeben hatte. Ja, ich hatte erst lernen müssen aber danach war es mir ein leichtes gewesen, sie zu finden und sie bezahlen zu lassen. Das war nun sehr lange her, zumindest in Menschenjahren. Zeit zählte aber nicht mehr für mich nicht mehr. Ich hatte aufgehört die Jahre zu zählen.

Meinen ‚Retter‘ sah ich nach meiner Ausbildung nur noch, wenn er es wollte und das war eigentlich eher seltener. Wenn er mich rufen würde, würde ich kommen. Mein eigener Meister war ich bisher nicht geworden und seit damals war ich auch eher der Einzelgänger. Ich war hier und da gewesen und hatte eigentlich schon alles gesehen, zumindest eine ganze Menge. Mit der Zeit war ich auch ziemlich abgestumpft. Ich hatte alle möglichen Leute kennen gelernt.

Und nun war ich auf dem Weg zu einem Mann, einem Vampirmeister, den ich schon vor langer Zeit kennen gelernt habe. Einer der wenigen Freunde die ich hatte. Wir hatten uns unter schwierigen Umständen kennen gelernt und angefreundet. Seitdem sah man sich das ein oder andere Mal und unterhielt sich. Ich selber blieb nie lange an einem Ort, weil es mich viel zu sehr langweilte, irgendwo in einer Gegend zu bleiben.

Abgesehen davon war ein Alltag Schwäche. Viel zu schnell kann man Muster aus einem solchen erkennen und für Feinde war das ein gefundenes Fressen. Denn neben Freunden hatte ich mir auch Feinde gemacht, natürlich eigentlich. Warum er mich gebeten hatte zu kommen wusste ich nicht, ich wusste nur, dass ich nun auf dem Weg nach Chicago zu seinem zwischenzeitlichen Wohnsitz war. Ich war schon gespannt ihn nach knapp 500 Jahren endlich mal wieder zu sehen. Er war mir ein wirklich guter Freund geworden. Nur auf seine Frau freute ich mich nicht. Ich hasste sie und er hatte eigentlich definitiv was Besseres verdient als sie.

In Chicago war ich schon und nur ein paar Autominuten trennten mich von seinem Wohnsitz. Ich hätte auch anders reisen können aber es war einfach unauffälliger die Reisemethoden der Menschen zu verwenden. Immerhin hatten sich die Reisezeiten in den letzten Jahren um einiges verkürzt da kam es auf ein, zwei Stunden Zeitunterschied nicht an. Zu meiner Rechten erscheint nun eine große Einfahrt zu einem prächtigen Anwesen. Aber im Gegensatz zu seinen anderen Anwesen ist dieses hier doch recht klein und dezent.

In Ruhe parke ich den Wagen und steige dann aus. An der Tür kommt mir Mencheres schon mit einem freundlichen Lächeln entgegen: „Anna, schön dass du so schnell kommen konntest.“ Seine langen schwarzen Haare fallen ihm bis über die Brust und an einigen Stellen waren sie auf Schulterhöhe geschnitten. Seine Gesichtszüge waren orientalisch aber seine Haut war hell. Seine kohlschwarzen Augen funkeln mir freundlich entgegen und sein breiter Mund ist zu einem Lächeln verzogen.  Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich ihn auf Mitte zwanzig schätzen aber ich wusste es nun mal besser.

„Menkaure, für dich doch gerne mein Freund.“, lächle ich ebenso freundlich und ergreife seine Hand, lasse mich in eine freundschaftliche Umarmung ziehen. Hinter ihm erscheint eine junge blonde Frau, welche mich neugierig aus ihren blassgrünen Augen mustert. Sie lächelt mir ebenso freundlich zu, ehe Mencheres uns einander vorstellt. „Anna, dies ist meine Gefährtin Kira. Kira, dies ist Anastasia, eine ältere Freundin von mir.“, stellt er uns vor.

Darüber dass sie seine Gefährtin ist bin ich sehr überrascht aber das lasse ich mir vorerst nicht anmerken. „Du kannst mich ruhig Anna nennen. Freut mich dich kennen zu lernen.“, lächle ich ihr freundlich zu zur Begrüßung. „Freut mich ebenfalls. Mencheres hat mir einiges von dir erzählt.“, erwidert sie mit ruhiger aber freundlicher Stimme. „Ach, hat er das?“, frage ich amüsiert. „So viel über mich zu erzählen gibt es doch gar nicht.“, schmunzle ich leicht.

„Dies und jenes.“. schmunzelt Mencheres nun ebenso. „Komm doch erstmal rein, es gibt einiges zu berichten.“, ladet Mencheres mich dann ein, mit ihnen beiden rein zu kommen. Mit einem leichten Nicken in Richtung Kira meine ich: „Das glaube ich dir, mein Freund. Du würfst mir doch einige Rätsel auf.“ Er lacht leise und geht mit Kira vor, die Treppe hinauf zur Eingangstür. Ich schließe mich den beiden an und bin entspannt aber ziemlich nachdenklich gestimmt.

Die beiden führen mich in einen bequemen Wohnraum wo wir erst einmal Platz nehmen. „Und, wie ist es dir in den letzten Jahren ergangen?“, fragt Mencheres mich und hat ruhig einen Arm um Kira gelegt. „Eigentlich gut. Ich war hier und da. Die Zeit hat viele Veränderungen mit sich gebracht:“, erwidere ich nachdenklich und lege den Kopf schief, mustere die beiden teils fragend, teils verwundert.

„Die Frage liegt dir auf der Zunge, dass sehe ich, nun frag ruhig.“, meint Mencheres belustigt. Ich hebe eine Augenbraue, sage nur ein Wort, weil ich gar nicht fragen brauch. „Patra.“ – „Tot.“, kommt die prompte Antwort. Ich hebe nun auch die zweite Augenbraue und harke nach: „Wie kommt es?“ – „Es gab einen unangenehmen Zwischenfall der zu ihrem Tot führte.“, Mencheres Ton lässt mich ihn nun fragend ansehen. „Ein Zwischenfall, über den ich nicht zu reden bereit bin.“, ergänzt er nun. „Ich verstehe.“, schmunzle ich erneut. „Ich konnte sie eh nicht ausstehen. Du hattest was Besseres verdient aber wie ich sehe, hast du bereits eine passende Gefährtin gefunden.“, lächle ich nun leicht in Kira’s Richtung.

Sie erwidert mein Lächeln ebenso, sieht dann wieder abwartend zu Mencheres. Ich sehe nun ebenfalls wieder zu Mencheres. „Ich nehme an ich bin nicht nur hier um deine Gefährtin kennen zu lernen.“, stelle ich fest. Mencheres seufzt leise: „Ich wünschte es wäre so, meine Liebe.“ – „Erzähl, mein Freund, was bedrückt dich?“, frage ich ihn und spanne mich leicht an, weil ich irgendwas Ungutes ahne. „Ich hatte eine Vision, Anna.“, erklärt er nun ernst und sieht mich mitleidig an. Ich spanne mich noch mehr an bei seinem Blick, warte aber dass er weiter spricht. Das diese Vision über mich war kann ich alleine seiner Stimme und seinem Blick entnehmen.

„Sie war noch sehr unklar und lässt viele Fragen offen aber irgendwas wird demnächst passieren. Jemand ist hinter dir her und er oder sie wird dich erwischen. Wenn es soweit ist, kann ich dir nicht helfen. Ich kann dich nur warnen aber verhindern kann ich es nicht.“, erklärt er ernst. Alleine das er mich warnt war Grund genug, mir Sorgen zu machen. Mencheres lässt normalerweise alles seinem natürlichen Lauf und nimmt es hin aber diese Vision scheint ihn sehr beunruhigt zu haben. Ich nicke leicht, bin nun stark angespannt. „Und was denkst du soll ich nun tun? So weiter machen wie vorher?“, frage ich schließlich nachdenklich.

Er seufzt leise: „Ich kann dich zu nichts zwingen aber ich würde dich nicht fortschicken, wenn du bleibst.“, bietet er mir an. Ich atme tief durch obwohl ich eigentlich nicht atmen muss und erhebe mich, gehe unruhig einige Schritte durch den Raum. „Nur ein paar Tage, ich möchte euch nicht gefährden. In spätestens einer Woche reise ich wieder ab.“, stimme ich zu, um zumindest ein paar Tage ausruhen zu können. Ich war im Grunde genommen von der anderen Seite der Welt zu Mencheres angereist und ein paar Tage Ruhe schaden nicht.

Er seufzt wieder leise und nickt leicht: „Ich hatte es von dir nicht anders erwartet, Anna.“ Ich lächle leicht und nicke: „Ja, du kennst mich schon zu gut, Mencheres. Aber du müsstest auch wissen, dass Unkraut ich es bin, nicht vergeht.“ – Er lacht leise obwohl man ihm ansieht, dass ihm nicht ach lachen war. Hinter seiner Vision schien mehr zu stecken aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es wissen wollte oder nicht. Aber ich weiß auf jeden Fall, dass er mir eh nichts verraten wird. Er hat sowieso schon zu viel gesagt.

„Dann sei es so. Kira, wartest du hier? Ich zeige Anna nur eben ein Zimmer, damit sie sich ausruhen kann.“, fragt Mencheres die Blonde ruhig. Sie nickt leicht und lächelt mir zu: „Ruh dich gut aus.“ Ich nicke ebenfalls lächelnd: „Danke, das werde ich.“ Mencheres erhebt sich ebenfalls und führt mich raus und durch die Gänge zu einem gemütlich eingerichteten Zimmer. Bevor er geht legt er mir eine Hand auf die Schulter und drückt sie leicht. „Pass gut auf dich auf.“ – „Das werde ich, danke.“, erwidere ich fest. Er nickt leicht und geht.

Ich seufze leise und schließe die Tür, sehe mich nur knapp im Zimmer um, ehe ich mich schlafen lege. Ich war viel zu erschöpft, um noch großartig nachzudenken, dafür bleibt auch morgen noch genug Zeit. Und doch, es lässt mir keine Ruhe. Das sieht Mencheres einfach nicht ähnlich. Eine ganze Weile liege ich noch wach, ehe ich endlich einschlafe.
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