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Acrophobia

von T0HYA
KurzgeschichteDrama, Freundschaft / P12 / MaleSlash
Nine / Kokonoe Arata Twelve / Hisami Toji
22.10.2014
22.10.2014
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„Na super.“
Nine haute gegen die Scheibe, schreckte wieder zurück und blickte hinaus auf Odaiba. Die Gebäude leuchteten in bunten Farben und der Ausblick war eigentlich wunderschön - wäre das dumme Riesenrad auf Pallette Town nicht gerade JETZT mit Stromausfall stehen geblieben.
„Das nenne ich Zufall!“ lachte Twelve nur vor sich hin und stand daraufhin ebenfalls von seinem Sitzplatz auf.
„Du findest das wohl witzig? Zuerst mit Lisa und dann mit mir hier oben festzustecken? Oh, um eine Sache muss ich dich allerdings enttäuschen. Mich kannst du nicht zum entschärfen befummeln, denn ich habe keine Bombe um meinen Körper geschnürt!“
Twelve rümpfte die Nase. Eine solche Reaktion aus dem Munde von Nine hatte er nicht erwartet. Er reagierte gar über. Und eine Freude die Bombe von Lisa zu entschärfen und nebenbei zu wissen, dass das eigentlich gar unmöglich war, war es auch nicht. „Glaub mir, wenn du eine Bombe umhättest, und ich wüsste, dass ich dich nicht retten könnte, fänd‘ ich das tatsächlich nicht witzig!“ Twelve stellte sich daraufhin direkt neben seinen Freund, nahm dessen Hand und drückte diese fest. „Aber so könnte ich wenigstens mit DIR ZUSAMMEN sterben.“
Twelve merkte genau wie warm der Körper Nines plötzlich wurde, und dass sein Gesicht sich bestimmt errötete, denn der schwarzhaarige ließ seinen Kopf in solchen Situationen immer zu Boden sinken, sodass ihm beinahe die Brille von der Nase flog.
„Hör auf über Tod zu reden, wenn wir in schwindelerregenden Höhen in einem Riesenrad feststecken!“ Nines Stimme klang etwas zittrig, und auch sein Händedruck wurde stärker. Allmählich verstand Twelve erst, was sich gerade vor seinen Augen abspielte, stellte sich theatralisch vor seinen Freund und lächelte ihn an. „Du hast Höhenangst oder?“ Nine ließ direkt Twelves Hand los und drehte sich von diesem weg. „Ach was.“
„Doch, doch, hast du!“ Twelve konnte es kaum fassen. Der mutigste Mann den er kannte – der mit Leichtigkeit an Bomben werkelte und ständig mit seinen Handlungen seinem Leben trächtigen musste – genau dieser Mann hatte Angst vor Höhen!
Twelve erlaubte sich daraufhin einen Spaß und schubste Nine näher an das Gondelfenster. Nines Herzschläge verdoppelten sich und er suchte verzweifelt nach etwas zum festhalten, ehe Twelve wieder lachend seinen Arm packte, und ihn reflexartig nach dem Schubser direkt wieder zu sich hochzog. Er wollte Nine nur mal testen…
„Siehst du, du hast Angst.“ sagte Twelve daraufhin triumphierend und legte wieder seine Hand in die des größeren. „Aber das musst du gar nicht. Wir haben bisher alles zusammen durchgestanden. Da wird eine Nacht auf einem Riesenrad eine Leichtigkeit sein, oder?“
„Eine ganze Nacht?!!“ Nine drehte sich blitzartig zu Twelve und wollte protestieren, jedoch drückte ihm der braunhaarige zum Stillschweigen einen sanften Kuss auf die Lippen. Nine war immer so niedlich, wenn sein Puls raste und er sich über irgendetwas aufregte, dachte Twelve.  Fest drückte er noch immer eine seiner Hände.
Nines Körper lockerte sich während des Kusses, und er hatte das Gefühl der Höhenangst direkt wieder vergessen. Langsam legte er folgend seinen linken Arm um den kleineren, setzte vom Kuss ab und sah seinem Freund in die Augen.
Schlagartig erhellte sich daraufhin die Gondel. Der Stromausfall war vorbei. Die Gondel bewegte sich vorsichtig wieder Richtung Boden. Eine Durchsage entschuldigte sich für den Schockmoment und die Unannehmlichkeiten, die verursacht worden waren, doch Nine und Twelve ignorierten diese gekonnt. Nine hatte einfach nur inzwischen beide Arme um seinen Freund geschlungen, seinen Kopf auf dessen Schulter gelegt, dessen Geruch in der Nase und wollte ihn nicht wieder loslassen.
…Seine Höhenangst kam ab diesem Tag nie wieder.
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