Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

How to save a life? A Sanctuary Fanfiktion...

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Familie / P16 / Gen
BigFoot Dr. Helen Magnus Dr. Will Zimmerman Henry Foss
19.10.2014
11.11.2014
26
43.608
3
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
19.10.2014 838
 
Prolog

Ihr anmutiges, bildschönes Gesicht mit dem elfenbeinfarbenen Teint, der makellosen, blassen Haut und der rosigen, hervorgehobenen Wangenpartie, sowie die engelsgleichen, femininen Züge der jungen Frau, wurden von den leuchtenden Strahlen des silbrig-glänzenden Mondlichts an bezaubernder, atemloser Schönheit, nochmals deutlich unterstrichen.

Die schlanke, jedoch mit weiblichen Kurven ausgestattete Dame war in eine dunkle Jeans, Shirt, als auch dazu passende, kniehohe Stiefel und einer pechschwarzen, ausgefransten  Lederjacke gekleidet.

Zur Abrundung des Gesamtbildes und um dem Outfit den letzten, frechen Schliff zu verleihen, trug sie eine silbern-schimmernde Kette samt Pentagramm-Anhänger und diverse, schlichte Ringe an der langfingrigen, schlanken Hand.

Die dunkelviolett gefärbte, lange, in seidigen Wellen fallende, an den Spitzen hin pechschwarz-verlaufende Haarpracht, unterstrich ihr schmales Gesicht, während es wild und offen im herannahenden Wind wehte, welcher über die Kleine in rasantem, erbarmungslosen Tempo hinweg fegte.

Unendliche Traurigkeit und Erschöpfung, standen ihr merklich ins Antlitz und die davon abhebenden, faszinierenden, fast gänzlich stahlgrauen Augen geschrieben.

Darin spiegelten sich die ernsten, kalten, leeren Züge ihres augenblicklich starren, abwesenden, aufgewühlten und verzweifelten Gemütszustandes wieder.

Unter ihr der tosende, schwarze, verheißungsvolle Abgrund.

Einzig das kaum hörbare Plätschern des unter ihr befindlichen Flusses, mit seinen seichten, dunkelblauen Wellen, durchbrach die eiserne Stille des kostbaren Moments.

In der Ferne, jenseits ihres derzeitigen Standortes - der Hill-Bridge, nahe dem Stadtteil Old City,  vernahm man den monotonen Krach von fahrenden Vehikeln und sonstigem  Lärm, welcher üblich für diese besondere Gegend schien.

Die um sie herum befindliche Geräuschkulisse, sowie der einprägsame Geruch des gerade einsetzenden, eiskalten Regens, hüllte sie in seinen einzigartigen, magischen Zauber.
Kleine, kristallklare Perlen, benetzten ihre Kleidung und den angespannten, zitternden Körper, hypnotisierten vollständig ihr Wesen und schlugen letztlich wie ein zarter, aber doch vertrauter Kuss, auf dem Betonboden des Bauwerks und des darunter fließenden Wassers auf.
Eine stille Ewigkeit, stand sie regungslos da, lauschte dem beständigen Prasseln des Regengusses und genoss diesen scheinbar unbeschwerten, einzigartig-friedlichen Moment und den bewundernswerten Ausblick, während die junge Lady schließlich ihre traumhaftschönen, großen Augen schloss und sich dem gänzlich, sehnsuchtsvoll hingab.

Jetzt ließ sie ihren Gefühlen, welche sie solange im Zaum hatte halten und vor so vielen Leuten verstecken müssen, freien, ungehinderten Lauf.

Salzige, wie kleine, funkelnde Diamanten glänzende Tränen, bahnten sich schonungslos ihren Weg.

Flossen unabänderlich, ungehindert wie ein kleiner Fluss, über das bezaubernde Antlitz und benetzten feucht und klar ihre sowieso schon nassen Wangen.

Ihr zerbrechlicher Leib, begann einmal mehr wie Espenlaub zu zittern.
Doch nicht nur wegen der Kälte, dem Unwetter oder der eisigen Umarmung des Windes wegen…

Es graute ihr ein wenig davor, was sie als Nächstes tun würde, doch ein Zurück gab es nicht mehr.

Nicht an diesem Punkt, den die Evastochter in Gedanken schon etliche Male penibel und pedantisch durchgespielt hatte.

Violette Haarsträhnen klebten dem Mädchen  mittlerweile feucht an der blassen Haut oder peitschten ihr, ungebändigt und von einer starken Windbö aufgewirbelt, ins Gesicht.
Sie war so auf ihr nächstes bzw. das bevorstehende Vorhaben fixiert, dass sie nicht einmal mehr den vorher teils heftigen Schmerz, ihrer Schnittverletzungen  an den Unterarmen und Handgelenken, versteckt unter den Ärmeln der nachtschwarzen Lederjacke,  wahrnahm.
Und doch suchte sich das purpurrote, dunkle Blut seinen Weg und lief der jungen Frau in mal kleineren, mal größeren, prächtigen Rinnsalen, die Handgelenke hinab, wo es unbemerkt auf den Boden fiel und sich unterwegs mit den Regentropfen verband, bevor es letztendlich,  unbemerkt verschwand.

Die junge Erwachsene nahm einen tiefen Atemzug, öffnete schlagartig die stahlgrauen Seelenfenster und kletterte dann mit beiden Beinen,  über die Stahlbrüstung der Brücke.

Damit war alles Weitere getan und somit besiegelt.
Einzig in die Tiefe stürzen und sich somit in die eisige, willkommene, schicksalhafte, nachtschwarze Umarmung begeben, musste die Kleine jetzt nur noch.
Alles was sie von ihrem verfluchten, einsamen und gequälten Darsein erlöste, war ein letzter, klitzekleiner Schritt Richtung Abgrund.
Die Höhe würde ausreichen, um sie zu töten…
Außerdem würde die Wucht des Aufpralls aufs frostige Wasser, samt der doch recht starken Strömung, das Übrige erledigen…
Und wenn das (immer) noch nicht ausreichte, war sie zumindest benommen und verletzt genug, (sie hatte beim Attackieren  ihrer Handgelenke darauf geachtet,  tief zu schneiden und sogar eine Arterie getroffen, um durch den Blutverlust hoffentlich bewusstlos zu werden)…        
So würde sie letztendlich im eiskalten Wasser entweder verbluten, ertrinken oder beides…
Dies vermutete (und vielmehr hoffte) die Dame mit dem elfenbeinfarbenen, blassen Teint still.
                                                           
Sie hatte niemanden mehr auf dieser Welt, der sich um ihr Verschwinden oder ihr vorzeitiges Ableben, sorgen, nach ihr suchen bzw. vermissen würde…
   
Die gebrochene, recht junge  Frau, musste somit  ihren ausgeklügelten, heimlichen Plan nur noch in die Tat umsetzen.

Entschlossen, tat sie einen weiteren, tiefen Atemzug.

Ihre feuchten, blutenden Hände, schlossen sich zögernd und ballten sich dann unwillkürlich zu Fäusten.


Die bildschöne Evastochter mit dem violetten Haar, unternahm einen letzten, kleinen Schritt nach vorn, nur Millimeter trennten sie jetzt noch vom freien Fall in die erbarmungslosen, wilden, eisigen Fluten.
Eine letzte Träne, ergoss sich über ihre vom Regen glitzernde, blass-weiße Wange, bevor sie erneut die aschgrauen Augen schloss und entschlossen ihre Arme ausstreckte, um endlich vornüber in ihre Erlösung zu fallen.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast