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Liebesthermometer

GeschichteFreundschaft / P16 Slash
Akashi Seijūro Kagami Taiga Kuroko Tetsuya OC (Own Character)
18.10.2014
01.02.2016
31
42.349
7
Alle Kapitel
67 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
18.10.2014 996
 
(Hallo liebe Kurobasu Leserinnen und Leser! Dies hier ist eine Partner FF mit der lieben Hayneko ^-^ Das erste Kapitel schreibe ich, das zweite Sie und das immer so weiter. Zumindest solange, bis die FF zu Ende ist. Wir wünschen euch viel Spaß dabei ^-^)



Confused

Kagamis POV.:

„Kuroko?! Hörst du mir überhaupt zu?!“ Mit diesen Worten versuchte ich, seine Aufmerksamkeit zu erlangen, doch es nütze einfach nichts. Er starrte weiterhin aus dem Fenster. Gedankenverloren, was er sonst nie war und schlürfte seinen Milchshake.

Den ganzen Tag war er schon so abwesend und alle fragten sich, was mit ihm nur los war, denn es kam so gut wie gar nicht vor, dass er vor sich hin dachte und nicht bei der Sache war. Irgendetwas stimmte mit ihm nicht. Und meine Aufgabe war es, das herauszufinden.

Vorsichtig beugte ich mich zu dem Blauhaarigen vor und wedelte mit der freien Hand vor seinen Augen herum, die er aber erst deutlich später wahrnahm. „Kagami-kun, was machst du denn da?“, fragte er immer noch etwas abwesend und nahm einen weiteren Schluck von seinem Getränk.

„Tut mir ja leid, aber du hörst mir einfach nicht zu, egal was ich sage“, versuchte ich ihn zu informieren, doch schon wieder war er in den Tiefen seiner Gedanken versunken. So langsam aber sicher hatte ich das Gefühl, dass das heute nichts mehr wurde. Oder war da doch etwas anderes?

„Kuroko …“ „Hm?“ Er schaute mich an. Ein gutes Zeichen. „Sag mal, hast du 'ne Freundin, oder warum bist du heute so komisch?“, fragte ich gerade heraus. „Nein, ich hab keine Freundin. Zumindest nicht, dass ich wüsste. Ich weiß auch nicht, was heute mit mir los ist“, gestand er sich ein.

Aha. Er wusste also nicht, was mit ihm los war. Seltsam. Absolut seltsam.
Es konnte wohl kaum sein, dass er nicht wusste, was er tat oder etwa doch?!

„Jedenfalls müssen wir uns noch …  ja sag mal, das gibt es doch nicht! KUROKO!!“ schrie ich, sodass er hochschreckte und mich die Leute vom Restaurant komisch ansahen. Gerade hatte er doch tatsächlich fast geschlafen. „Was zum Teufel ist los mit dir?!“, wollte ich erneut wissen, doch der Blauhaarige blockte ab. „Es ist nichts, ich bin nur ein bisschen müde. Der Tag war zu lang.“

War das etwa seine einzige Ausrede? Dabei konnte das gar nicht sein. Mein Schatten hatte heute nur fünf Stunden und das Training. Und der Tag war ihm zu lang? Das war garantiert eine Ausrede.

Ich schlug mir den Handballen gegen die Stirn, während ich leise hinzufügte: „Das wird wohl heute nichts mehr.“ Entschlossen stand ich auf, räumte unseren Müll vom Tisch und zwang kurz darauf meinen Schatten, ebenfalls aufzustehen, damit er die Nacht hier nicht auch noch verbrachte.

Auch, wenn das ganze Team meinte, ich solle doch mal mit Kuroko reden und herausfinden, was mit ihm los war, so war das ganze doch eindeutig schwerer als gedacht. Immerhin war er heute kaum ansprechbar, schlief sogar noch fast beim Trinken ein und hatte nichts besseres zu tun, als gedankenverloren irgendwohin zu blicken.

Wir durchquerte ein paar Seitenstraßen, kamen an einem großen Park vorbei und schoben uns mit dem Feierabendverkehr durch die große Meile. Doch auch da schien Kuroko etwas interessanter zu finden, als den Weg nach Hause.

Gerade als er drohte, von einer riesigen Menschenmasse ergriffen und mitgeschleift zu werden, packte ich ihn am Arm und zerrte ihn aus seinem Unglück raus. „Danke, Kagami-kun“, sagte er nur noch im Flüsterton, ehe er unauffällig aber hörbar gähnte.

„Irgendwas stimmt mir dir nicht“, wiederholte ich zum gedachten fünfzigsten Mal und begleitete ihn nach Hause. Kuroko schien noch nicht einmal mehr zu wissen, wo er wohnte, was die Sache nur noch komplizierte machte.

„Bist du heute wirklich so durcheinander, oder tust du nur so?“, wollte ich schon etwas verwirrt wissen, als mein Teamkollege sich zum dritten Mal in der Hausnummer geirrt hatte und wir wie die Blöden von einem Haus zum nächsten gingen.

„Nein, so verwirrt bin ich noch nicht“, versuchte der andere zu läutern, aber daraus wurde nichts. Er hatte heute schon mehr als einmal bewiesen, dass er ganz wo anders war, nur nicht hier.

Nach einer Weile hatten wir seine Wohnung doch gefunden. Es hatte zwar eine Zeit lang gedauert. Ich begleitete den sichtlich verwirrten Kuroko noch in sein Zimmer.

„Danke, dass du mich hergebracht hast“, meinte er und wollte sie gerade verbeugen, als er aus heiterem Himmel das Gleichgewicht verlor und ich ihn nur mit Mühe noch zu fassen bekam. Kuroko hing schlaff in meinen Armen, als ich ihn wieder auf die Füße zog.

„Was ist denn heute los mit dir?“, fragte ich schon leicht angenervt. „Mir ist schwindlig“, klagte der Blauhaarige leise. Ohne ein weiteres Wort setzte ich ihn auf seinem Bett ab. Doch auch als er endlich saß, schwankte er noch beachtlich.

Ein Blick in sein Gesicht verriet mir, dass er wirklich keine Ahnung hatte, was mit ihm los war. Doch als ich etwas genauer hinsah, erkannte ich die glasigen Augen, mit denen er wahrscheinlich schon den ganzen Tag herumlief.  

Augenblicklich hatte ich meine Hand an seiner Stirn. „Kuroko, du hast Fieber. Warum hast du nichts gesagt?!“ Doch auch durch mein Gebrüll sah mich mein Gegenüber komisch an. „Warst du etwa noch nie krank?“, hakte ich nach. „Kann sein“, kam die knappe Antwort.

Wie man es auch drehte und wendete, Kuroko ging es ganz und gar nicht gut. Mit ihm war gar nichts in Ordnung, zumindest sah ich das so. Seiner Temperatur nach zu urteilen, war das Fieber bereits hoch. Ich stieß ihn nach hinten, sodass er vollkommen auf dem Bett lag, zog die Decke unter ihm weg.

„Mach, dass du aus deinen verschwitzten Klamotten kommst, oder es wird noch schlimmer“, sagte ich und suchte in seiner Küche nach etwas Verwertbarem. Ich ahnte es schon, aber ich hatte nie gedacht, dass ich mir das mal eingestehen würde. Jetzt müsste ich um Kuroko kümmern. Und das solange, bis er wieder auf die Beine kam …
 
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