Cats - etwas anders

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12
Demeter Jemima Mr. Mistoffelees Munkustrap Rum Tum Tugger Victoria
16.10.2014
28.12.2014
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Hey,
wie ich schon in der Kurzbeschreibung geschrieben habe, gibt es den jellicle Ball und Grizabella nicht. Dafür geht es eher um die Beziehungen zwischen den Katzen.

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Munkustrap:

Es war eine Vollmondnacht und wir saßen alle zusammen und die älteren Katzen und mein Vater gaben einige Geschichten zum Besten, doch letzterer machte einen alten Eindruck. Er würde wohl bald einen meinen älteren Bruder, Rum Tum Tugger, als zweiten Anführer wählen. Tugger wollte nicht, das wusste ich. Egal, ich hörte konzentriert weiter zu.  Die Geschichte von meinem Vater war sehr spannend, doch plötzlich wurde er durch einen lauten Schrei unterbrochen. Ich schaute mich um und mein Blick fiel auf meine Gefährtin Demeter. Sie schrie erneut auf. Ich rannte zu ihr und drückte mich an sie. Jennyanydots bahnte sich einen Weg durch die Katzenmenge,  die sich um uns scharrte. „Sie bekommt ihre Jungen“, erklärte sie, mit einem prüfenden Blick auf Demeter. „Was?“, fragte ich entsetzt, „jetzt?“ „Ja, jetzt“, erwiderte sie barsch.  Nun war der Moment gekommen, vor dem ich mich schon lange fürchtete. Macavity, mein älterer Bruder, war schon früh von zu Hause weggelaufen und wir hatten nichts mehr von ihm gehört,… bis eines Tages Demeter verschwand. Ich fand sie nach einigen Wochen verletzt. Wir päppelten sie auf, doch sie hatte ein Trauma erlitten. Sie redete wochenlang mit keinem von uns und ihre Angst verstand keiner, doch in einem Wundfiebertraum murmelte sie immer nur das Wort „Macavity“. Eines Tages griff dann Macavity mit einer Gruppe von Katzen an. Zwei Katzen von unserer Seite und eine der anderen Gruppe wurden getötet. Deuteronomy wurde schwer verletzt und ab dem Tag verstanden wir Demeters Angst. Macavity war nicht mehr mein Bruder. Er war ein Monster. Kurz darauf merkte man Demeter ihre Schwangerschaft an und keiner wusste, ob die Jungen von mir oder von Macavity waren. Ich schweifte aus meinen Gedanken ab, als Jennyanydots verkündete: „Das Erste!“ Sie reichte mir die junge Katze. Ich nahm ihren kalten Körper an mich. Wieso war sie so kalt? Ich hatte wenig Erinnerung von meiner Zeit als Kitten, aber Tugger und Macavity hatten sich immer warm angefühlt. Ich leckte der Katze über die Brust. Ich spürte keinen Herzschlag. Konnte es sein? Bitte, bitte nicht! „Munkustrap? Alles in Ordnung?“, hörte ich Tugger hinter mir besorgt fragen. Seine Worte drangen nicht zu mir durch. Ich leckte dem Kitten erneut über die Brust. Nein! Ich spürte die anderen Katzen um mich herum unruhig werden. „Munkustrap?“, fragte Tugger erneut, „Munkustrap?“ Der Kater nahm mir die Katze aus den Armen und versteifte sich neben mir. Er merkte es auch. Deuteronomy trat ebenfalls zu uns. Sanft nahm er das Junge aus Tuggers Armen. „Was ist los?“, fragte Jennyanydots. „Sie ist tot!“, erklärte Deuteronomy gebrochen. Ich hatte ihn seit dem Tod meiner Mutter noch nie so traurig erlebt. Es herrschte Stille auf dem gesamten Schrottplatz. Dann begannen die anderen Jellicles zu tuscheln. Tugger drückte sich an mich, während mein Vater das tote Kitten wegtrug. Tot! Ich konnte es nicht fassen.  Jennyanydots sagte leise, mit belegter Stimme: „Munkustrap, es tut mir so leid“ „Es ist nicht deine Schuld“, sagte ich. Demeter stöhnte neben uns auf. Die Arme war mehr oder weniger bewusstlos. „Noch eins“, sagte Jennyanydots. Das Kitten fiel auf den Boden. Die Zeit schien für einen Moment stillzustehen. Jennyanydots hob es hoch und legte es behutsam in meine Arme. Das Kitten fühlte sich vertraut warm an. Ich leckte es sanft ab, dann betrachtete ich es genauer. Das Kitten war wunderschön, doch es gab mir einen Stich im Herzen. Die rote Fellzeichnung, zwischen den schwarzen Tönen deutete auf Macavity hin.  Die junge Katze kuschelte sich eng an mich und ab dem Moment beschloss ich sie wie meine eigene Tochter zu behandeln.

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Reviews sind keine Hunde, also können die Katzenliebhaber ruhig was schreiben.
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