Ich zeige Dir die Angst in einer Handvoll Staub - Remake "The Stand" von Stephen King

GeschichteAbenteuer / P16
15.10.2014
25.08.2015
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20. Januar 2007
Peter war am achtzehnten Januar entlassen worden, genau planmäßig eine Woche nach dem Gespräch mit den Ärzten.
Frannie hatte am Zwanzigsten eine kleine Feier für ihn gegeben und Oscar und Lukas hatten sich gebührend beeindruckt von dem kleinen Menschen gezeigt, während Logan Leahs Gesicht beobachtet hatte - er spürte irgendwie genau, dass sie sich auch noch ein Kind wünschte, ohne dass sie jemals darüber gesprochen hatten.
Jetzt lag er schon im Bett und las in einem Buch, ein dickes Kissen unter dem Gipsbein, und Leah bürstete sich noch die Haare am Frisiertisch, ehe sie auf ihre Seite des Bettes schlüpfte und sich an seine Seite kuschelte.
„Frannie sah unendlich glücklich aus.“ Sie seufzte leise und begann, seinen Bauch zu streicheln - sie gingen sehr zärtlich miteinander um, auch wenn beide es zu vermeiden versuchten, allzu viel Leidenschaft zuzulassen.
„Ja, dazu hat sie auch allen Grund, oder?“ Logan grinste weich und legte sein Buch zur Seite. „Ich meine, sie hat das erste, gesunde Kind der neuen Welt geboren und nach Hause bekommen!“
Er versenkte die Nase in ihre Haare und sog ihren Geruch ein, was ihn leise seufzen ließ, während ihn Leah weiter sachte streichelte.
Aber als sie ihre Hand tiefer schob und ihm in die Unterhose fassen wollte, hielt er sie wieder zurück, was ihre Augen funkeln ließ.
„Warum darf ich dich nicht anfassen und dich nicht nackt sehen?“, beklagte sie sich unwillig. „Was machst du aus deinem Unterleib ein derartiges Geheimnis, Logan? Ich will doch nur wissen, wie du gebaut bist!“
„Das wirst du noch früh genug erfahren, Lady!“, knurrte er und auch seine Augen funkelten - sie waren sich in ihrem aufbrausenden Temperament nur zu ähnlich.
„Oh, du kotzt mich manchmal an!“, fauchte sie und setzte sich beleidigt auf. „Immer weichst du mir aus! Und damit meine ich nicht nur das!“ Sie wies mit einem Kopfnicken auf seinen Unterleib. „Das kann ich ja irgendwo noch verstehen, aber ... Du hast mir bis heute nichts aus dem Westen erzählt! Ich kenne nur die nackten Fakten, mehr aber auch nicht!“
„Was willst du denn hören, hm?“ Logans Stimme wurde lauter. „Willst du Horrorgeschichten hören?“
„Hat er sein Versprechen an dich gehalten?“ Diese Frage traf ihn vollkommen unerwartet und Logan schluckte sichtlich, ehe er sich aufrechter hinsetzte und die Schultern hob.
„Welches meinst du?“, wollte er Zeit gewinnen, aber Leah drehte sich zu ihm und legte ihm eine Hand an die Wange, plötzlich wieder ganz zärtlich.
„Hat er dir Deborra wiedergegeben?“, wurde sie deutlicher. „Willst du deswegen nichts erzählen? Steht sie jetzt zwischen uns?“
„Nein, zum Teufel!“ Logan schüttelte entschieden den Kopf. „Debbie steht nicht zwischen uns, Süße! Aber ...“ Er schluckte hart und legte eine Hand über die Augen. „Ja, er hat das Versprechen gehalten, obwohl ich das gar nicht wollte ... Auf die Art, wie ein böser Dämon Versprechen hält.“
„Wie?“ Leah war blass geworden und ihre Hand krallte sich unbewusst in seinen Arm, sodass er sie abermals ansah.
„Ich habe etwas bekommen, das aussah wie Debbie, verstehst du?“ Dabei stand der Schmerz in seinen Augen, den er immer noch empfand. „Aber ... wir hatten recht: Niemand kann die Toten zurückbringen, als wäre nichts geschehen. Sie war ... ein Zombie.“
„Großer Gott!“ Leah sah ihn ehrlich entsetzt an, denn sie wusste, wie sehr er seine Frau geliebt haben musste. „Was ...?“
„Ich habe die ganze Zeit mit ihr zusammengelebt“, erklärte er leise und seufzte tief. „Anfangs hat sie gar nichts alleine gemacht, man musste ihr sagen, dass sie sich aus- und anziehen soll, dass sie etwas essen oder sich setzen soll ... aber es wurde mit der Zeit besser.“ Er rieb sich die Fingerknöchel und Leah legte eine Hand über seine. „Aber sie war nie ... anwesend, verstehst du? Nachts lag sie still neben mir und ich ... ich hätte alles mit ihr machen können, aber ...“
„Pssst!“ Leah wollte nicht, dass er Dinge aussprach, die nicht ausgesprochen werden mussten, und sie gab ihm einen Kuss. „Es tut mir sehr leid!“, flüsterte sie und Logan nickte langsam, die Stirn gegen ihre gelehnt.
„Ich hab sie immer noch geliebt“, flüsterte ebenso leise zurück und sie konnte spüren, dass er mit den Tränen kämpfte. „Sie tat mir so leid, Leah! Man spürte, dass sie sich in unserer Welt nicht mehr zurechtfand ...“
„Was ist aus ihr geworden?“ Das wollte Leah wirklich wissen, denn sie spürte ebenfalls Mitleid für dieses Wesen, obwohl sie die Frau von Logan nie gemocht hatte, ohne sie jemals kennengelernt zu haben.
„Ich hab ihr ...“ Er räusperte sich. „Als mich Lloyd und Whitey versorgt hatten, wusste sie, dass ich nach Hause gehen würde, und sie ... sie wollte zurück zu Ava, verstehst du? Sie war zu dem Zeitpunkt unglaublich klar ...“ Jetzt liefen ihm Tränen aus den Augen und Leah ließ ihn einfach weinen. „Ich hab ihr Schlaftabletten gegeben und bin bei ihr geblieben, bis sie ... bis sie ... zu Hause war.“
Leah musste ihr Mitgefühl nicht ausdrücken, sie küsste ihn nur sehr sachte und Logan seufzte tief - es tat immer noch weh.
„Was ist passiert, dass du fliehen musstest?“, wollte sie aber weiter wissen und Logan berichtete ihr von Flaggs Wutanfall, der ihm beinahe das Leben gekostet hatte, und von den beiden Männern, die ihm geholfen hatten, Vegas lebend zu verlassen.
„Whitey war im früheren Leben Schlachter“ Er grinste in Erinnerung an den Mann. „Bei uns war er Koch und manchmal offenbar auch Arzt, und ... Scharfrichter.“
„Du hast eine Kreuzigung miterlebt, oder?“ Das wusste Leah seit dem Gespräch mit Stu und Logan nickte verbissen.
„Ein Bekannter aus dem engen Kreis um Lloyd hatte sich mit Drogen erwischen lassen“, erklärte er. „Ich war nicht mal drei Wochen in Vegas, als wir alle zum MGM Grand gerufen wurden ... Gott, ich dachte, es wäre alles aus! Dabei wurde ‚nur’ Hector gekreuzigt.“ Er lachte freudlos auf. „Flagg hat mich als Zeichen meiner Loyalität mitmachen lassen, ich musste den armen Kerl festhalten, während Whitey die Nägel eingeschlagen hat.“
„Großer Gott!“ Leah kannte so etwas nur aus Filmen und Büchern, sie hatte es nie gesehen - und wollte es auch nicht. „Wie kommst du damit klar, Honey?“
„Ganz gut, glaube ich.“ Er hob die breiten Schultern. „Ich habe meine Albträume davon irgendwo an der I-70 gelassen ...“ Seine Augen glitten über ihr Gesicht. „Man ist da im Westen härter geworden, verstehst du? Als sie Susan erwischt haben, war ich froh, dass es nicht mein Kopf war!“
„Ja, das kann ich nur zu gut verstehen.“ Leah war unendlich dankbar, dass es ihr und nicht sein Kopf gewesen war, auch wenn sie sich in Gedanken sofort bei Susan dafür entschuldigte. „Magst du mir auch das erzählen? Oder ist das eines der Dinge, die du für dich behalten wirst?“
„Willst du es denn wirklich hören?“ Logan sah sie zweifelnd an, aber Leah nickte nur entschieden.
„Ich hab damals alles über deine Arbeit mit den Leichen wissen wollen“, erklärte sie ihm. „Weil ich nicht wollte, dass du daran erstickst! Ich hatte schon auf der Reise hierher immer wieder das Gefühl, dass alles über deine Kräfte geht und dass dein Heldentum den weichen Hugh in dir töten würde.“
„Ich liebe dich, Lady.“ Logan gab ihr einen sehr zärtlichen Kuss. „Nein, ich habe die Sache abgehakt, Susans Tod bereitet mir keine Albträume mehr. Du musst dir wirklich nicht anhören, wie sie gestorben ist ... Was mir viel eher noch zu schaffen macht, ist die Tatsache, dass ich ihr Gewalt angetan hätte, wenn er es von mir verlangt hätte.“
„Das ist der Selbstschutz, den wir alle in uns haben, Honey“, nahm Leah ihn aber in Schutz, auch wenn Logan die breiten Schultern zuckte.
„Nicht nur“, knurrte er leise und legte den Kopf in den Nacken, um die Decke anzustarren. „Er ... hat etwas mit mir gemacht, verstehst du? Ich hatte mich da drüben verändert, ich war ... härter, fieser!“
„Wie meinst du das?“ Leah fröstelte, versuchte aber, das zu unterdrücken, und Logan seufzte tief.
„Lady, Norman sagte mir, du hättest auf mich gewartet“, murmelte er leise, ohne sie anzusehen. „Du wärest mir treu gewesen ... Ich kann das von mir nicht behaupten. Und ich hab der kleinen Nutte mit Absicht wehgetan, verstehst du? Ich hatte da drüben Fantasien, die ...“
Leah machte sich abrupt von ihm frei und setzte sich auf die Bettkante, den Rücken zu ihm gedreht, das Gesicht in den Händen verborgen, und Logan schwieg einen langen Augenblick.
„Es tut mir leid“, versuchte er dann eine Entschuldigung. „Aber ... ich war solo, oder? Du hattest mich nicht gewollt, es gab keine Frau, der ich treu sein musste! Und es war doch nur ...“
„Nein, darum geht es nicht“, würgte ihn Leah ab und schnaubte unwillig. „Ich habe kein Recht, dir deswegen böse zu sein, oder so was ... aber ... Verdammt! Ich bin auf diese kleine Nutte eifersüchtig! Sie hat etwas von dir erlebt, das du mich nicht einmal sehen lässt!“
Dazu sagte Logan gar nichts mehr, denn sie hatte Recht. Sie konnte vielmehr spüren, wie er sich zu ihr bewegte, sie von hinten in den Arm nahm, soweit das Gipsbein das zuließ, und sie an seine Brust zog.
Seine Lippen liebkosten ihren Hals, nachdem er die Haare zur Seite gestrichen hatte, und als sie sich etwas zu ihm drehte, griff er ihre Hand. Er schob sie wortlos in seinen Schritt und Leah hob eine Augenbraue, ehe sie sich vollends zu ihm umdrehte.
„Ich wusste nicht, dass dir so viel daran liegt“, bat er sie um Entschuldigung. „Aber ... es ist mir unangenehm, Lady! Für einen Mann gibt es nichts Demütigenderes, als einen Schwanz, der seinen Dienst verweigert!“
Das ließ Leah gegen ihren Willen grinsen und sie drängte ihn zurück in seine Kissen, ehe sie ihre Hand in seine Unterhose schob und seinen Penis umfasste.
Dabei berührte sie ihn auf eine Art, die durchaus stimulierend war, und Logan schloss mit einem leisen Stöhnen die Augen, während ihm Blut in den Unterleib schoss.
Leah konnte spüren, wie er unter ihrer Hand wuchs, und das ließ sie eine Augenbraue heben - sie hatte nicht gewusst, dass sich da noch etwas regte.
Schließlich hob Logan das Becken an, um die Unterhose ein wenig nach unten zu ziehen, sodass sie sehen konnte, was er ihr zu bieten hatte, und seine dunklen Wolfsaugen sahen sie herausfordernd an.
„Das ist es“, knurrte er und klang wirklich wütend. „Zufrieden? Er wird normalerweise noch steif und etwas dicker, aber ... Im Großen und Ganzen sehen Sie hier, was Ihr Preis gewesen wäre.“
„Oh Gott, Logan!“ Leah lachte auf und ließ ihn los, ehe sie rittlings auf seinen Schoß rutschte - sie hätte auch mit diesem unvollständigen Spielzeug etwas anzufangen gewusst, aber sie wollte ihn ja nicht quälen. „Es tut mir Leid, okay? Ich war doch einfach nur neugierig und wollte wissen, was da auf mich wartet.“
„Und?“ Er sah sie immer noch wütend an. „Zufrieden, Ma`am? Oder gibt es jetzt schon irgendwelche Beschwerden?“
„Er passt zu dir.“ Sie grinste und küsste seinen verkniffenen Mund. „Dann müssen wir nur noch herausfinden, ob er auch zu mir passt ...“ Sie schnurrte richtig und schob seine Hände unter ihr Nachthemd, damit er ihre Brüste anfasste, was ihn dunkel knurren ließ.
Aber er ließ sich auf ihre Spielchen nicht ein, die für ihn doch nur unbefriedigend verlaufen würden, sondern schob sie mehr oder weniger sanft von sich herunter, um sich zuzudecken.
„Wenn du`s jetzt willst, musst du dir einen anderen suchen“, schnarrte er, dann löschte er seine Nachttischlampe und Leah starrte ihn verdattert an, ehe sie sich wortlos umdrehte und ebenfalls das Licht löschte - sie war beleidigt.

*.*.*

29. Januar 2007
Logan ging pünktlich zu seinem Kontrolltermin zwei Wochen nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus und Dan ließ eine Röntgenaufnahme anfertigen, die er sich sehr lange zusammen mit George ansah, ehe er zu Logan kam.
„Du scheinst dich brav an unsere Anweisungen gehalten zu haben“, sagte er. „Die Schiene sitzt immer noch perfekt, und der Heilungsprozess hat bereits angefangen. Allerdings darfst du das Bein immer noch nicht belasten, okay? Wir sehen uns das in zwei Wochen erneut an.“
„Okay, alles klar.“ Logan hatte kein Problem damit, er hatte sich daran gewöhnt, das Bein vollkommen durch die Krücken zu ersetzen, und so verschwand Dan zu seinen anderen Patienten, während George noch blieb.
„Was macht die andere Angelegenheit?“, wollte er freundlich wissen, aber Logan zuckte nur die breiten Schultern.
„Alles beim Alten“, knurrte er unwillig und rieb sich die Nase. „Der Herr befindet sich noch im Urlaub.“
„Und wie geht`s dir sonst?“ George sah ihn forschend an. „Wie weit hast du dich wirklich entspannen können? In wie vielen Nächten träumst du von Las Vegas und dem Nachhauseweg, hm?“
„Es ist noch ziemlich heftig“, gab Logan ehrlich zu und schloss die Augen. „Ich liege schon einige Nächte wach und grüble ... Aber es wird besser, denke ich.“
„Und Leah?“ Der Arzt klopfte alles ab. „Wie kommt sie damit zurecht? Setzt sie dich unter Druck? Und sei bitte ehrlich zu mir!“
„Sie ... gibt sich Mühe.“ Logan grinste schief. „Nein, im Großen und Ganzen lässt sie mich nicht spüren, wie gerne sie mit mir schlafen würde. Wirklich, ich liebe sie dafür! Sie ist liebevoll und zärtlich und ...“ Er hob die Schultern.
„Gut, mehr können wir leider nicht machen.“ George sah ihn bedauernd an. „Das spielt sich wieder ein, Logan! Aber ich weiß, dass sich das so leicht sagt.“ Er zwinkerte ihm aufmunternd zu, ehe Logan entlassen war und wieder nach Hause gehen konnte.

*.*.*

02. Februar 2007
Sie hatten nie wieder über diesen Abend gesprochen, Leah hatte seine Gefühle respektiert und ihn nicht mehr auf diese Art angefasst, die für ihn so demütigend war. Sie konnte ihn gut verstehen - er hätte sie glücklich machen können, aber für ihn hätte es nur Frust gegeben.
So übte sie sich einfach weiter in Geduld, beobachtete liebevoll seine Fortschritte mit dem Bein und kümmerte sich um seine Seele, wenn sie den Eindruck hatte, er brauche es.
An diesem Freitag Anfang Februar waren sie bei den Pferden gewesen und Leah war gerade im Schlafzimmer, um sich umzuziehen, als Logan ins Zimmer trat.
Es gab Dinge, die änderten sich nicht, und es gab Dinge, die sich einfach wiederholten.
Sie kehrte ihm den Rücken zu, wie damals im Sommer, und erneut trug sie nur einen winzigen Slip, die Haare zum Zopf geflochten, sodass er das Tattoo sehen konnte.
Genau wie vormals reagierte sein Körper auf diesen Anblick, er konnte spüren, wie ihm das Blut in den Unterleib schoss und zu seiner eigenen Verwunderung schien ihm auf einmal die Jeans zu eng zu werden.
Zuerst schreckte er vor seiner eigenen Lust zurück, konnte sein Glück nicht fassen, aber dann trat er lautlos hinter sie, um ihr die großen Hände auf die Rippen zu legen, während er gleichzeitig den Ansatz ihres Nackens küsste.
Leah zuckte unter dieser Berührung genau wie damals zusammen, hatte sie ihn doch nicht gehört. Aber ihr Keuchen klang zustimmend, und Logan liebkoste ihre samtene Haut mit den Lippen, wobei sein Bart eine Gänsehaut hinterließ, ehe er langsam die Hände zu ihren Brüsten gleiten ließ und sie vorsichtig umfasste - er genoss immer noch das Gefühl der prallen Brüste, hatte er sie doch nicht oft nackt angefasst.
„Du bist so wunderschön, kleine Lady!“, ließ er sie leise mit rauer Stimme wissen und nahm ganz sachte ihre Brustwarzen zwischen die Finger, die sich unter der Berührung seiner Hände aufgerichtet hatten - sie genoss die Berührungen, dessen war er sich diesmal wirklich sicher. „Jesus, wie kann eine Frau alleine nur so schön sein!“
Dann legte er ihr eine Hand auf den Bauch und drückte seinen Unterleib gegen ihren Hintern, was sie verblüfft die Augen aufreißen ließ - es war eine harte, feste Berührung.
Leah machte sich aus seinen Armen frei, damit sie sich umdrehen konnte, und ihre Augen waren ein einziges Fragezeichen.
Aber Logan küsste sie einfach nur, leidenschaftlich und atemlos machend, seine Hände glitten über ihre nackte Haut, streichelten, massierten und erregten sie dabei so sehr, dass ihr Atem nur noch stoßweise ging.
Er selbst konzentrierte sich auf die Erektion in seiner Hose, die aber nicht nachließ, sondern vielmehr unangenehm zu pochen und zu drängeln begann. Als Leah seine Jeans aufknöpfte, keuchte er.
„Gott, Leah! Ich fühle mich wie ein Teenie!“, lachte er, die Augenbrauen erhoben. „Jesus, hoffentlich vermassele ich das nicht!“
„Das kannst du gar nicht.“ Sie schnurrte wie eine zufriedene Katze, sodass Logan ihr half, ihn aus seinen Sachen zu befreien. Sie landeten auf dem Bett, immer noch heftig knutschend und schmusend.
Als Leah ihm vorsichtig in den Schritt griff, hob sie eine Augenbraue an, zog die Hand dann aber wieder zurück, denn sie hatte nicht gerade den Eindruck, dass er noch mehr Stimulans brauchte! Vielmehr legte sie sich zurück und spreizte die Beine für ihn, damit er er sich über sie schob und sich für sein Gipsbein eine bequeme Position suchte.
„Verdammt, wo hast du meine Gummis gelassen?“, wollte er wissen, aber Leah lachte nur leise.
„Die brauchen wir nicht“, versicherte sie ihm ernsthaft, dann zog sie ihn am Nacken zu sich herunter, damit er sie küsste und endlich in sie eindrang - sie konnte es nicht mehr erwarten!
Als er das dann endlich tat, legte sie den Kopf mit einem genüsslichen Stöhnen in den Nacken und kam ihm fest mit den Becken entgegen. Logan keuchte verblüfft, die Augen dabei weit aufgerissen.
„Halt still, Lady!“, forderte er sie mit rauer Stimme auf und sie sah ihn verdattert an, als er einfach bewegungslos über ihr verharrte.
„Was ist?“, wollte sie leise wissen, aber Logan grinste nur wie ein Lausbube.
„Du willst doch länger was davon haben, oder?“, wollte er wissen, die Augenbrauen erhoben. „Dann solltest du dich einen Augenblick gedulden!“
Leah streichelte ihm zärtlich den Nacken, während er darauf wartete, dass dieses Übermaß an Erregung abklang.
Schließlich begann er, sie zu lieben, und Leah ließ ihn nur zu genau hören, wie gut es ihr gefiel, sodass beide nicht hörten, wie unten die Haustür geöffnet wurde.
Henry betrat das Haus, zog sich im Flur den Mantel und die Schuhe aus und ging dann in die Küche, um Kaffee aufzusetzen. Die Kinder waren nicht zu Hause, das wusste er, sodass er bei den sehr eindeutigen Geräuschen von oben zufrieden grinste. Hier in der Küche hörte man die beiden nicht ganz so deutlich, aber seinen feinen Ohren blieb es auch nicht gänzlich verborgen.
Als es an der Tür klopfte, runzelte er die Stirn, ging aber hin, um nachzusehen. Als er öffnete, legte er den Kopf schief. „Was kann ich für dich tun, Stu?“
„Du überraschst mich immer wieder.“ Der lächelte ihn an, ehe er die Schultern hob. „Ist Logan da?“
„Ja, komm rein“, sagte Henry und trat zur Seite. „Allerdings wirst du dich ein wenig gedulden müssen, schätze ich. Er ist gerade ... nun, beschäftigt.“
Damit führte er Stu in die Küche und auf dessen Gesicht breitete sich ein Grinsen aus, als er Leah oben hören konnte, begleitet vom rhythmischen Quietschen des Bettes.
„Feiern die beiden immer noch Wiedersehen?“, wollte er erstaunt wissen, aber Henry hob nur die Schultern und bot ihm einen Kaffee an.
„Sie haben die Tür zum Schlafzimmer offen gelassen“, erklärte er den Geräuschpegel. „Und sie dachten ja, sie wären alleine zu Hause ... Bis eben waren sie es auch, ich bin erst ein paar Minuten hier. Weißt du, wenn die Kinder zu Hause sind ...“
„Ja, schon klar.“ Stu winkte nur ab und starrte in den verschneiten Garten. „Wie geht es Logan?“, wollte er dann wissen. „Ich meine, du bist sein bester Freund. Hat er sich schon von den Strapazen erholt?“
„Er ist noch etwas dünn, aber ansonsten wieder voll auf der Höhe, schätze ich“, meinte Henry, der natürlich wusste, dass Stu nicht ohne Grund hergekommen war. „Keine Albträume und nichts dergleichen ... Ich glaube, die Familie hat ihm sehr geholfen, das abzuschütteln.“
Im Stockwerk über ihnen presste sich Logan gerade jetzt mit einem dumpfen Stöhnen noch enger an Leah und die umschlang ihn mit ihren Beinen, wobei sie ihn zärtlich küsste und ihre Finger in die festen Muskeln seiner Schultern grub.
„Gott, war das schön!“, schnurrte sie, als sie die klebrige Feuchtigkeit ins Bett laufen spüren konnte. „Und so unerwartet ...“
„Ging mir auch nicht anders.“ Logan grinste weich, als er sich ein wenig von ihr löste, tiefer rutschte und dann den Kopf auf ihren Bauch bettete. „Der kleine Jackman hat ganz ohne Vorwarnung wieder seinen Dienst angetreten.“
Darauf antwortete Leah nicht weiter, sondern streichelte ihm sachte den Nacken unter den immer noch langen Haaren - er hatte es noch nicht geschafft, sie schneiden zu lassen.
„Ist Henry zu Hause?“ Leah drehte lauschend den Kopf und sah erst jetzt, dass die Tür zum Flur offen stand. „Logan? Ist er schon da?“
„Ich rieche Kaffee.“ Er grinste an ihrer Haut, ehe er sich langsam aufrichtete und die Nase an ihren Schamhaaren rieb, bevor er sich vom Bett schob. „Ich befürchte, der Herr hat Dinge mitbekommen, die nicht für seine Ohren bestimmt waren!“
„Was soll`s.“ Leah hob die Schultern und rekelte sich noch einen Augenblick im Bett. „Wir sind erwachsene Menschen, oder? Und solange die Jungs das nicht mitbekommen ...“
„Jaaa, das wäre nicht so toll!“ Logan zog sich bereits langsam wieder an, was mit dem Gipsbein gar nicht so einfach war. „Ich geh runter, ja?“
„Ich komme gleich nach“, murmelte sie und drehte sich auf den Bauch, sodass er ihren Drachen küssen konnte, ehe er nach seinen Krücken griff und zur Treppe humpelte.
„Hey, du hast schon Kaffee gekocht?“ Logan versuchte, ein unbeteiligtes Gesicht zu machen, als er in die Küche kam, aber als er Stu am Tisch sitzen sah, verging ihm das - vor dem war es ihm dann doch gehörig unangenehm.
„Hi, Logan“, begrüßte der ihn und gab ihm die Hand. „Sorry, dass ich hier so unangemeldet auftauche, aber ... ich wollte mal in Ruhe mit dir reden.“
„Klar, kein Thema.“ Logan nahm sich eine Tasse aus dem Schrank und goss sich dann Kaffee ein, ehe er sich setzte. „Was kann ich für dich tun?“
„Wir haben im Komitee und eigentlich in der gesamten Verwaltung der Freien Zone eine Menge zu tun“, begann Stu direkt, während Leah zu ihnen kam und sich ebenfalls einen Kaffee nahm. „Und das Komitee ist immer noch unterbesetzt ...“
„Nein, Stu.“ Logan schüttelte sofort entschieden den Kopf, ehe der auch nur genau sagen konnte, was er wollte. „Ich will einfach nur noch Privatmensch sein! ... Und diesmal werde ich meine Meinung nicht mehr ändern, okay?“
„Es ist deine freie Entscheidung, Logan.“ Stu ließ sich deutlich anmerken, dass er enttäuscht war, was Logan grimmig nicken ließ.
„Ich werde mir natürlich einen Job suchen, sobald ich das Bein wieder halbwegs gebrauchen kann“, erklärte er sich weiter. „Aber ich will nie wieder solche Verantwortung übernehmen! Das kannst du doch hoffentlich verstehen, oder nicht? Ich meine, ich hab monatelang Sorgen gehabt! Wirklich, das reicht für die nächsten hundert Jahre! Und ich denke, Leah würde mir zu viel Stress übel nehmen ...“
Die wurde unter seinen lüsternen Blicken rot, sagte aber nichts dazu, und Stu hob auch nur die Schultern.
„Ich kann dich verstehen“, nickte er dann. „Aber es ist dennoch schade! Du wärest der richtige Mann für den Job gewesen.“
„Ja, mag sein“, gab Logan ihm Recht. „Aber es wird doch bei den inzwischen fast zehntausend Einwohnern noch mehr Kandidaten geben, oder? Ihr solltet meinen Heldenstatus mal ganz schnell wieder vergessen!“
„Wir werden`s versuchen.“ Stu grinste ihn an, dann erhob er sich. „Gut ... mehr wollte ich auch gar nicht von dir!“
„Danke für das Vertrauen, Stu.“ Logan wollte ebenfalls aufstehen, aber Stu legte ihm einfach eine Hand auf die Schulter und verabschiedete sich von Leah und Henry, sodass sie Augenblicke später alleine waren.
„Danke, dass du abgelehnt hast.“ Leah seufzte leise und rieb sich über die Augen. „Du hast wirklich genug für die Gemeinschaft getan!“
Das sah Henry ein bisschen anders, aber das würde er später in Ruhe mit Logan besprechen.

*.*.*

In dieser Nacht kroch Logan zum ersten Mal vollkommen nackt ins Bett und zog Leah eng an sich, damit er sie küssen konnte, lange und sehr, sehr genüsslich.
„Bevor ich mich noch mal über dich hermache ...“, grinste er, als er spüren konnte, dass sie darauf eingehen würde. „Weswegen brauchen wir keine Gummis, Süße?“
„Nun, da gibt es zwei Möglichkeiten ...“ Leah richtete sich auf einen Ellenbogen auf, damit sie ihm ins Gesicht sehen konnte. „Entweder verhüte ich, oder ich könnte mir vorstellen, von dir schwanger zu werden, richtig?“
„Ich persönlich halte es nicht für so wahnsinnig klug, im Augenblick bewusst Kinder zu zeugen“, hob er die Schultern und sah sie fest an. „Ich meine, die medizinische Versorgung ist nicht die Beste, und wenn da was schief geht ...“
„Tatsächlich.“ Leah verzog das Gesicht und Logan begriff, dass er recht gehabt hatte: Sie wollte ein Kind von ihm.
„Ich schließe also daraus, dass du nicht verhütest, ja?“, fragte er dennoch nach und Leah hob die nackten Schultern, ehe sie sich in ihre Kissen zurücklehnte.
„Ich hab mir vor ein paar Monaten die Spirale ziehen lassen“, erklärte sie ihm leise. „Ich wollte diesen Fremdkörper nicht mehr in mir haben, auch wegen des Infektionsrisikos ... Nein, ich verhüte nicht mehr.“
„Dann sollten wir vielleicht doch ...“, setzte Logan an, aber Leah schüttelte entschieden den Kopf.
„Ich will es nicht mit diesen verdammten Dingern tun!“, unterbrach sie ihn mit einem Fauchen. „Ich bin deine Frau, verdammt! Nicht irgendein Flittchen, das du mit nach Hause genommen hast!“
„Okay, schon verstanden.“ Logan verzog maulend das Gesicht. „Und ich will dich nicht schwängern!“
„Dann haben wir ja alles geklärt.“ Leah zog sich beleidigt ihr Nachthemd über und drehte sich auf die Seite, aber Logan konnte sehen, dass ihr Tränen aus den Augen liefen, was ihn leise seufzen ließ.
„Lady, es tut mir leid“, entschuldigte er sich und rutschte hinter sie, bis er sie in den Arm nehmen konnte, obwohl sie sich steif machte. „Ich ... ich ... ich hab einfach Angst, dass ich es nicht kann.“
„Was?“ Sie drehte den Kopf zu ihm, um ihn anzusehen. „Was solltest du nicht können?“
„Dir ein Kind machen.“ Er hob die Schultern. „Was denkst du, weswegen Debbie und ich Adoptivkinder hatten?“
„Weil sie keine Eigenen wollte?“, riet Leah, aber Logan seufzte nur tief.
„Wir haben es versucht“, erklärte er. „Aber ... als es nicht klappte, sagte ein Arzt, dass mein Sperma nichts taugt. Es wäre ein Wunder, wenn ich damit einen Treffer landen würde.“
„Und warum - zum Teufel! - willst du dann auf Gummis bestehen?“ Das begriff Leah so gar nicht.
Logan legte nur den Kopf in den Nacken. „Ich wollte dir ersparen, jeden Monat darauf zu warten und zu hoffen, ob es vielleicht geklappt hat“, war er ehrlich. „Es tut mir Leid, Süße! Ich ... ich wollte es dir einfach nicht auf die Nase binden, dass du ... nun, dir eine hohle Nuss ausgesucht hast.“
„Darf ich dir einen Vorschlag machen?“ Leah drehte sich wieder um und drängte ihn so in seine Kissen, ehe sie geschmeidig auf seinen Schoß glitt und ihren heißen Unterleib an seinem rieb. „Lass uns zu George gehen, der kann sich dein Sperma ansehen! Ich weiß, dass er sich damit auskennt ... Ich meine, es ist etliche Jahre her, richtig? Vielleicht hat sich der Arzt damals auch geirrt. Und falls nicht: Ich kann durchaus damit leben, zwei wunderbare Kinder mit dir zu haben!“
„Warum sind wir Männer nur so stolz und verbohrt, wenn es um dieses ... Würstchen geht?“ Logan grinste schief, denn sein Penis richtete sich schon begierig auf, als Leah sich so an ihm rieb. „Da streite ich mich mit dir ...“
„Thema durch“, bat sie aber schlicht und zog ihr Nachthemd wieder aus. „Darf ich heute mit ihm spielen?“
„Ich bitte darum!“, grinste Logan breit, die Stimme ein wenig rau und Leah bewegte sich so lange genüsslich über ihm, bis er von alleine in sie hineinglitt und sie ihm zeigen konnte, was ihr gefiel.

*.*.*

03. Februar 2007
„Hört man uns, wenn wir uns nachts lieben?“ Normalerweise hätte Logan so eine Frage gar nicht gestellt, aber er musste es wegen der Kinder wissen, und da Henry sein Schlafzimmer noch hinter dem der Jungs hatte, war es eine berechtigte Frage.
„Ich hab nichts gehört.“ Henry schüttelte den Kopf. „Wann soll das gewesen sein?“
„Nun, ich schätze, du warst noch wach.“ Logan grinste verschämt. „Ich hab nicht auf die Uhr gesehen! Etwa eine halbe Stunde, nachdem wir ins Bett sind ...“
„Nein, ich hab gar nichts gehört“, bekräftigte Henry noch einmal. „Die Jungs werden dann in ihrem festen Schlaf erst recht nichts mitbekommen haben, sollte das deine Sorge sein.“
„Ich denke, immerhin Oscar würde Fragen stellen.“ Logan hob die Schultern, aber Henry legte ihm eine Hand auf den Arm und bat ihn, mit ins Wohnzimmer zu kommen.
„Ich hab nachgedacht, nachdem du nach Hause gekommen warst“, begann er und sah Logan so forschend an, als könne er sehen. „Du brauchst eine Aufgabe, und ... nun, ich denke, du hast der Gemeinschaft immer noch etwas zu geben.“
„Du sprichst mir in Rätseln, alter Freund!“ Logan runzelte die Stirn, hatte er doch gerade erst gestern einen neuerlichen Job für die Gemeinschaft abgelehnt, aber Henry grinste nur breit.
„Der Winter ist lang, es gibt nicht so viel zu tun, wie in den warmen Monaten“, setzte er dann an. „Die Leute langweilen sich ... ich würde ihnen gerne etwas zu tun und ein bisschen Unterhaltung geben.“
„Gott, Henry!“ Logan verdrehte die Augen, während Leah zu ihnen kam, eine Wanne mit Wäsche in der Hand. „Sag mir doch ganz klar, was in diesem verwirrten Hirn vor sich geht!“
„Ich wollte dich bitten, mit mir zusammen ein Musical auf die Beine zu stellen.“ Das war eine ganz klare Aussage und Logan starrte ihn einen langen Augenblick sprachlos an, während Leah begann, Wäsche zusammenzulegen.
„Ein Musical“, wiederholte er irgendwann leise und schüttelte den Kopf. „Wie hattest du dir das gedacht, du irrer Kerl?“
„Nun, ursprünglich hatte ich dich für die Hauptrolle haben wollen, aber mit dem Gips ...“ Henry legte den Kopf schief. „Jetzt denke ich mir, dass du die Rolle des Regisseurs und des Gesangstrainers übernehmen könntest?“
„Bist du vollkommen verrückt geworden?“ Logan lachte ehrlich erheitert auf. „Ich hab seit wahren Ewigkeiten nicht mehr richtig gesungen, ich habe keine Ahnung, wie man so etwas auf die Beine stellt, und ...“
„Wovor hast du Angst, Logan?“, kam Leahs Stimme aus dem Hintergrund und er sah erstaunt auf, hatte er sie doch gar nicht bewusst wahrgenommen. „Du bist ein gefeierter Musicaldarsteller, hast sogar einen ‚Tony’ im Regal stehen ... Was spricht dagegen?“
„Ich bin seit fast acht Monaten der knallharte Logan Howlett, schon vergessen?“, brauste Logan auf. „Ich hab mir als Cowboy einen Namen gemacht, als ...“
„Vielleicht wird es einfach mal wieder Zeit, Hugh Jackman rauszulassen?“ Leah gefiel der Gedanke ausnehmend gut, obwohl sie wusste, dass Logan, wie er im Augenblick war, seine wahre, wahrscheinlich endgültige Persönlichkeit war. „Du darfst ruhig mal deine weiche, kreative Seite zeigen!“
„Oh, ich möchte die Gesichter der Leute sehen, wenn wir eine Ankündigung rausgeben, dass Logan Howlett zum Vorsingen für ein Musical einlädt!“ Logan schüttelte lachend den Kopf. „Das geht doch so gar nicht!“
„Warum denn nicht?“ Henry sah ihn forschend an. „Du willst doch kein Held mehr sein, oder? Warum sollen sie dann nicht die weiche Seite an dir kennenlernen?“
„Okay, ihr habt mich ganz dusselig gequatscht.“ Logan stand auf und griff nach seinen Krücken. „Ich gehe raus, `ne Zigarre rauchen, und denke darüber nach, falls es den Herrschaften passt!“ Damit hinkte er zur Hintertür und setzte sich in seinen Schaukelstuhl auf der hinteren Veranda, während sich Henry zu Leah drehte.
„Danke, dass du mich unterstützt“, bedankte er sich, aber Leah lachte nur leise.
„Ich wollte ihn immer mal in einem Musical sehen“, gestand sie Henry. „Das hat ja nun nie geklappt, aber ... wenn er erstmal wieder dabei ist, wenn er Blut geleckt hat, klappt es vielleicht doch noch mal? Und du hast Recht, er braucht eine sinnvolle Beschäftigung, die ihm Spaß macht und ihn ausfüllt! Der Gips bleibt noch wahre Ewigkeiten dran, und er wird durchdrehen, wenn er bis dahin im Haus sitzen soll!“
„Wie läuft es zwischen euch?“ Henry wusste, dass er ihr diese Frage stellen durfte, und Leah hob die Schultern, während sie weiter die Wäsche zusammenlegte.
„Es läuft im Augenblick so, wie es nach unserer Ankunft in Boulder hätte laufen sollen“, erklärte sie dann ausgreifend. „Wir sind ziemlich heftig frisch verliebt, schätze ich.“ Sie lächelte leicht. „Und ... weißt du, ich glaube, er ist der absolute Volltreffer! Er wird mich auf Händen tragen! Wenn ich überlege, was er schon im Sommer alles für mich und die Kinder getan hat, als wir nur Freunde waren ...“
„Ich kann das Glück in euren Augen hören“, lächelte Henry und stand dann umständlich auf. „Aber jetzt gehe ich noch Holz holen, ja?“
Damit ließ er sie alleine und verschwand vorne raus neben das Haus, um einen Korb Holz ins Wohnzimmer zu bringen.