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DevilsDeer

GeschichteSci-Fi, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
11.10.2014
17.10.2014
4
4.413
1
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11.10.2014 738
 
Kapitel 2: Verstärkung



Als Megan ihre grünen Augen wieder aufschlug sah sie in das schönste Gesicht, das sie je gesehen hatte und für einen Moment glaubte sie sich im Himmel, einem Engel gegenüber. Doch dann wurde sie sich ihrer Schmerzen bewusst und erkannte, dass sie noch am Leben war. Die Elfe, die sich über sie beugte hatte große, braune Augen, weiche Gesichtszüge und geschwungene, orange-rote Lippen.

„Schön, du bist aufgewacht.“ lächelte die Fremde und sah erleichtert aus „Ich dachte schon, ich würden dich verlieren.“

„Wer bist du?“ hauchte Megan immer noch gebannt von dem Anblick und wusste, dass sie sich eigentlich auf ihre Mission konzentrieren sollte, doch sie musste es einfach wissen.

Das Lächeln auf dem schönen Gesicht wurde noch eine Spur breiter.

„DevilsDeer, Shadowruner und wie heißt du, Lohnmagier?“

Es war Irrsinn, dieses Gespräch, denn die Liegende hörte immer noch Schüsse, doch sie konnte nicht anders als ebenfalls zu lächeln. Auch über den seltsamen Straßennamen machte sie sich im Moment keine Gedanken, für sie zählte nur dieses Lächeln der andren und deren Augen. Dieses schöne Geschöpf interessierte sich für sie und dies verursachte ein seltsam kribbelndes Gefühl in ihrem Bauch.

„Megan Prince.“ antwortete sie und spürte wie ihr Herz schneller zu schlagen begann, als ihr Blickkontakt intensiver wurde. Doch plötzlich lenkte etwas DevlisDeer ab. Sie löste den Blick von der anderen, sprang auf und war aus Megans Blickfeld verschwunden.

Irritiert versuchte sich die Lohnmagierin aufzusetzen, es gelang ihr, beim zweiten Versuch und als sie saß bemerkte sie, dass die Schussgeräusche verstummt waren. Sie sah sich um, doch sie konnte nicht viel von der Eingangshalle sehen, die Sessellehne versperrte ihr die Sicht. Nur der Mann, der sie angeschossen hatte lag still und verkockelt nicht weit von ihr entfernt.

Unter Schmerzen rappelte sie sich auf die Füße um zu sehen wie viele ihrer Leute überlebt hatten. Es standen noch zwei, Finly und Miller, die anderen beiden waren am Boden und rührten sich nicht mehr. Zu ihrer milden Erleichterung erhob sich in diesem Moment auch die Wissenschaftlerin nicht weit von ihr, sie schien erstaunlicherweise unverletzt zu sein. Die Angreifer waren allem Anschein nach alle ausgeschaltet worden und das hatten sie wohl den vier Neuankömmlingen zu verdanken. Sehr wahrscheinlich das Shadowrunner-Team, zu dem DevilsDeer gehörte. Die schöne, braunhaarige Elfe kniete grade neben einem ihrer Teammitglieder, das anscheinend angeschossen worden und seiner Ausrüstung nach der menschliche Decker der Truppe war. Ein brutal wirkender Ork mit einem ebensolchen Schwert und ein sehr ansehnlicher, männlicher Elf mit zwei Pistolen komplettierten das Team.

DevilsDeers braune Locken fielen ihr halb den Rücken hinunter, sie waren nur in einem lockeren Pferdeschwanz aus dem Gesicht gebunden und die grazile Gestalt der Elfe war nahe zu so vollkommen wie ihr Gesicht.

Bevor Megan sich ganz im Anblick der anderen verlieren konnte holte sie ihr Vorgesetzter in die Realität zurück und verlangte ihre Aufmerksamkeit. Die Routine begann von neuem: Beim Konzern Meldung machen, auf Anweisungen warten, weiterhin die Wissenschaftlerin beschützen.

Doch immer wieder ertappt sich Megan, wie sie zu DevilsDeer hinüber sah, die mit ihrem Team noch geblieben war um ebenfalls auf Anweisungen zu warten. Nicht selten fanden sich ihre Blicke dabei.

Als der Befehl dann kam verdüsterte sich Megans Mine, denn ihr Team würden zwar mit dem Shadowrunner-Team in ein neues Hotel fahren und dort auf die Wissenschaftlerin aufpassen, doch sie selbst war für untauglich befunden und zurück beordert worden.

„Mach dir nichts draus.“ hauchte eine Stimme neben ihr und als sie sich umdrehte war es der Elf, der dort stand und aufmunternd lächelte. „Ihr können ja mal was trinken gehen, hier.“

Irritiert sah sie in das hübsche, aber fahle Gesicht und errötete leicht, als sie erkannte, dass er anscheinend bemerkt hatte was da zwischen den beiden Frauen passiert war. Bevor sie jedoch darauf reagieren konnte, bekam die Lohnmagierin einen Dateneingang, mit den Kontaktdaten der schönen Elfe. Immer noch nicht wissend was sie dazu sagen sollte, spürte sie ein Gefühl vorsichtigen Glücks in sich aufsteigen und sie nahm die Datei an.

„Danke.“ lächelte sie mit einer kleinen Verspätung und sah zu ihrer Überraschung, wie sich sein Gesichtsausdruck veränderte nun war er alles andere als freundlich, eher drohend.

„Wenn du meiner kleinen Schwester weh tust, bring ich dich um.“ warnte er sie und schien es völlig ernst zu meinen.

Auch wenn sie sich nicht leicht einschüchtern ließ nickte sie nun ein wenig verunsichert und sah dann zu DevilsDeer hinüber, die ihren Blick etwas besorgt erwiderte.
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