OS-Sammlung| Das Katzenproblem löst sich... oder? - Reader X Verschiedene Länder

GeschichteHumor, Romanze / P16
Amerika Japan
07.10.2014
05.10.2017
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„Keine Sorge, ich habe gelesen, wie das Funktioniert. Ich schaffe das!“

Du, aus für dich noch immer nicht erklärten Gründen eine Katze, sitzt Japan gegenüber. Dieser war genauso überrascht von deiner Verwandlung wie du, hatte aber sofort angeboten dir zu helfen.
Allerdings warst du nicht überzeugt, dass Kiku wusste, was er tat.
Natürlich, du kanntest ihn lange genug um zu wissen, dass seine alten Bücher mit Glücksbringern und Schutzamuletten echt waren, aber du zweifeltest eher daran, dass dein bester Freund die alte Schrift ordentlich entziffern konnte.

Daran war schon so mancher seiner Zauber gescheitert.
Oder ein Zauber, damit Norditalien Deutschland nicht mehr so viel Stress bereitete, war einfach von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

„Okay, so müsste es gehen! Bestimmt…“

‚Bestimmt?’ du hättest Japan gerne von seinem Vorhaben abgeraten, doch dazu war es jetzt zu spät.
Der seltsame, leuchtende Kreis in welchem du dich befindest, glüht nach ein paar Worten von Kiku auf.

Von dem Licht geblendet kneifst du die Augen zusammen, um zu verhindern, dass du blind wirst. Da dies alleine aber nicht viel bringt, hältst du dir zusätzlich mit den Händen die Augen zu, doch da ist es auch schon wieder vorbei.

Du hingegen starrst jetzt mit weit aufgerissenen Augen auf deine Hände.
Deine menschlichen und dir vertrauten Hände. Du registrierst freudestrahlend, dass auch dein Körper wieder normal ist.

Ja, selbst die Sachen, die du vor deiner Verwandlung in eine Katze getragen hattest, hatten wieder ihren Platz an deinem Körper gefunden.
Gerade hebst du deinen Blick und willst Japan umarmen –dir ist egal, dass er nicht der Typ ist, der einfach so jemanden umarmt- als dir etwas komisch vorkommt.
Warum hörst du noch immer so gut, wie als Katze gehört hattest?

Ein innerliches Stoßgebet an alle dir bekannten und unbekannten Götter sendend, fasst du dir auf den Kopf.
Das durfte nicht wahr sein!

Kiku hingegen betrachtete mit Entsetzen, wie dir langsam Tränen in die Augen stiegen.
Du hattest, ebenso wie er festgestellt, dass du noch immer Katzenohren hattest. Er selbst fand es nicht all zu schlimm –selbst in einem Leinensack hätte er dich noch bezaubernd gefunden-, doch er machte sich Vorwürfe, dass das Mädchen, das er liebte, jetzt wegen ihm weinte.

„Ich kann nie wieder nach draußen! Oder auf eine Konferenz! Die werden mich alle auslachen!“

Du hattest dir mittlerweile deine Kapuze über den Kopf gezogen, aber Kiku wies dich lieber nicht darauf hin, dass dies nicht besonders viel nützte.
„Werden sie bestimmt nicht. Sie haben keinen Grund dazu, schließlich waren schon viel schlimmere Dinge bei Konferenzen. Du weißt doch, was Preußen, Spanien und Frankreich schon alles durchgemacht haben.“
Noch immer nicht überzeugt, aber mittlerweile nicht mehr weinend siehst du den Japaner an, der sich an einem vorsichtigen Lächeln versucht.
„Außerdem sehen die Ohren nicht schlecht aus, sie sind sogar sehr hübsch.“

„M-meinst du das wirklich?“

Du merkst am Stoff deiner Kapuze, der sich etwas straffer spannt, dass du gerade die Ohren aufgestellt hast und neugierig zu Kiku siehst. Dieser wird leicht rosa um die Nase, ehe er dir –um sich abzulenken- die Kapuze abstreift und dabei nickt.
„Ich würde dich nicht anlügen.“

Du wischt dir, du kannst eh nichts an der Situation ändern, die Tränen weg, als dir etwas einfällt.
„Weswegen wolltest du eigentlich, dass ich heute noch zu dir komme?“

„Ich vergaß zu erwähnen, dass du bitte im Yukata kommen sollst. Ich wollte dir eines der Tempelfeste zeigen, die du im letzten Anime so schön fandest.“

„Yukata? Aber ich habe doch gar keinen! Und so kann ich nicht raus gehen…“
Wimmernd fasst du dir an die Katzenohren, die sich deiner Stimmung entsprechend traurig senken.

Dein Gegenüber lächelt allerdings nur milde, ehe er aufsteht und etwas in den Tiefen seiner Schränke, die sich allesamt hinter Schiebetüren verbargen, sucht. Keine fünf Minuten später hält dir der schüchterne Japaner eine dunkelblaue Schachtel hin.
„Dies war eigentlich erst für deinen Geburtstag bestimmt, aber bis dahin finde ich noch etwas anderes. Er müsste dir passen, Taiwan hat mir beim Aussuchen geholfen.“

Während du das Paket öffnest, steht Kiku auf und verlässt den Raum. Wohl, damit du genug Privatsphäre hast, um dich umzuziehen. Denn der Yukata, der sich in der Box befindet, ist einfach nur traumhaft.

Zu deiner großen Freude –du vermutest das Taiwan dabei geholfen hat- ist eine Abbildung am Boden der Schachtel. Diese zeigt dir, wie der Yukata ordentlich zu sitzen hat, weshalb du ihn dir sogar alleine richtig anziehen kannst.
Du drehst dich einmal paar Mal um dich selbst, ehe du dir sicher bist, das alles am entsprechenden Platz ist.

Danach gehst du zu der Schiebetür, hinter der Kiku vor einiger Zeit verschwunden ist und klopfst da an. Als dich die Stimme des Japaners etwas zögerlich hereinbittet, öffnest du die Tür vorsichtig. Hinter der Tür erwartet dich selbstverständlich der Herr des Hauses, allerdings trägt er jetzt einen festlicheren Kimono.
Gerade war er wohl dabei seinem Hund was zu Essen zu geben, doch er stockt in der Bewegung, als er dich entdeckt. Du, bis jetzt hattest du Kiku noch nie so hergerichtet gesehen, starrst ihn erst mit roten Wangen an, ehe du deinen Blick zu Boden lenkst.

Es vergehen noch einige Minuten, ehe sich einer von euch beiden durchringt etwas zu sagen, doch letztendlich habt ihr Zwei es doch noch geschafft, euch gemeinsam auf den Weg zum Fest zu machen.



Auf dem Weg dahin hatte Kiku dir auch versprochen, das deine Ohren nicht zu sehr auffallen würden.
Du hattest ihm dieses Mal nicht wirklich geglaubt, doch jetzt, als du die ersten Stände erkennst und auch immer mehr Menschen um euch herum einen Kimono oder Yukata tragen, fällt dir etwas auf.

Fast alle Frauen oder Mädchen, selbst ein paar der Jungs und Männer, tragen Katzenohren.
Gut, die Meisten sind sofort als Plastikohren erkennbar, aber andere sehen ähnlich wie die deinen und damit wie echte Ohren aus.

Dich jetzt viel wohler fühlend, siehst du dich mit neuem Elan um.
Die Stände sind entlang einer größeren Straße angeordnet, welche parallel zu einer Klippe verläuft. Die Andere Seite der Straße grenzt einen Wald ab, der aber laut Kiku eher ein Park ist. Am Ende der hell beleuchteten Allee steht ein Tempel, der ebenfalls mit Lichtern und Girlanden behängt ist.

Die einzelnen Stände kannst du allerdings nicht wirklich sehen, da wohl einige Menschen die Idee hatten das Fest zu besuchen.
Du merkst wie sich auf deinem Gesicht ein breites Grinsen ausbreitet, ehe du schon zu den ersten Ständen läufst.
Geschickt wuselst du dich durch die Menge, um dann vor einem riesigen Lampionstand stehen zu bleiben. Überall blinkt und leuchtet etwas, so dass deine Augen sich gar nicht satt sehen können.

Erst als du spürst, dass jemand deine Hand in seine nimmt, erwachst du aus deiner staunenden Trance und siehst nach rechts, wo Kiku steht. Dieser ist rot um die Nase, hält aber weiterhin deine Hand fest.

„Damit du nicht wieder verloren gehst.“, ist deine Erklärung, weshalb sich deine Wangen leuchtend rot färben.
Du nickst nur langsam, ehe du vollkommen sprachlos hinter Kiku herläufst, der sich jetzt in Richtung Tempel bewegt und ebenfalls schweigt.

Euer Weg führt euch zu einer abgelegenen Aussichtsplattform, von der man einen sehr guten Blick über die Stadt hat. Während Kiku noch immer deine Hand hält und den Blick starr auf die Aussicht gerichtet hat, nimmst du dank deiner Katzenohren eine ältere Dame war, die sich auf den Weg zu dir macht.
„Hier. Für die junge Liebe. Möget ihr euch an das Erinnern, was euch zusammenhält.“

Du blinzelst perplex bei ihren Worten, hältst ihr aber deine Hand entgegen, als sie erwartungsvoll ein kleines Samtsäckchen in deine Richtung streckt.
Du bedankst dich artig, ehe du dich neugierig daran machst, das Säckchen zu öffnen, während Japan sich verwirrt umsieht, mit wem du gesprochen hast.
„Von wem hast du das gerade bekommen?“

„Eh? Na von der freundlichen Dame, die-“, du brichst ab, als du dich umsiehst.
Du bist mit Kiku alleine auf der Aussichtsplattform. Niemand sonst ist weit und breit zu sehen, doch das Säckchen in deiner Hand bezeugt, dass jemand noch bis vor kurzem hier gewesen sein musste.

Jetzt deutlich misstrauisch öffnest du dein Geschenk, doch du strahlst glücklich, als du den Inhalt Japan zeigst.
„Sieh nur! Eine Blumenhaarspange! Würdest du sie mir ins Haar machen, Kiku?“

Er nickt dir mit einem Lächeln zu, ehe er die Spange annimmt und sie mit einer Hand in deiner Frisur befestigt.
Doch gerade als du denkst, dass er sich mit einem entschuldigenden Lächeln wieder abwendet, trifft sein Blick auf deinen, was dir einen angenehmen Schauer über den Rücken jagt.
Der Blick des Japaners war nicht wie immer distanziert und höflich, sondern liebevoll und sanft.
Und in dem Moment, als ein rotes Feuerwerk den Himmel über euch erhellt, legen sich die Lippen des Japaners auf die deinen.
Du bist erst noch geschockt, aber keine drei Sekunden später erwiderst du den Kuss mit der gleichen Liebe, die du auch bei Kiku spürst.


Ihr werdet euch für immer daran erinnern, dass euch die wahre Liebe verbindet.



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Hallo ihr Lieben~
Es geht weiter! Hiermit geht das Katzenproblem offiziell in die zweite und finale Runde! Herzlich willkommen an alle, die sich hier her verirrt haben!
Und ganz ehrlich, wer hätte gedacht, das es ausgerechnet bei Kiku so abgehen würde, hmm? Genau, ich auch nicht.

Wer kommt als nächstes? Mmh... Mal sehn ;D
Wann kommt das nächste Kapitel? Ich weiß noch nicht, aber hier geht es unregelmäßig weiter, ich arbeite zur Zeit an echt vielen Dingen gleichzeitig ^^'

Aber wie gewohnt dürft ihr euch selbstverständlich wünschen, wer dran kommt, doch ich bin mir nicht sicher, wie schnell ich diese Wünsche umsetzen kann. Aber ich gebe natürlich mein Bestes!
Für euch gibt es aber erstmal Sahnetorte, so zur Feier des Tages~ *stellt für jeden ein Stück hin*

Bis zum nächsten Kapitel,
eure Kasumi ♥
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