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Von fremden Duschen, Tropenduschgel und vielen Fragezeichen (ALS Ice Bucket Challenge)

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / MaleSlash
06.10.2014
06.10.2014
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06.10.2014 3.085
 
#ForzaJules #prayforJules #keepfightingJules



Thema: Tja, jetzt hat’s auch mich getroffen – großes Danke an BansheeWood fürs Nominieren :D

Nachdem ich meine Challenge natürlich brav „abgesessen“ habe, möchte ich jetzt folgende User weiternominieren:


♦ Silvana mit Sergio „Checo“ Perez
♦ TheOne mit Sebastian Vettel
♦ Oviedo mit Lewis Hamilton
♦ StrawberryBubbleGum mit Daniil Kyvat (sieh es als kennenlernen :PP)
♦ Madrilena mit Max Verstappen xD



Hoffe ihr habt damit ähnlich viel Spaß wie ich mit meinem Dänen :PP



Das Ganze ist ja eigentlich auch wirklich passiert: Kevin Magnussens Ice Bucket Challenge  - aber ich denke der Rest ist dann von mir erfunden worden.

Pair: Kevin Magnussen x Charles Pic

Handlungstag: 06.09.2014 – Samstag vorm Italien-GP

Disclaimer: Jeder, der hier genannten Personen, gehört sich selbst und ich kenne auch niemanden von ihnen persönlich. Auch die Handlung (bis auf die ALS Ice Bucket Challenge) ist frei erfunden und beruht nur auf meiner Fantasy. Handlungsgleichheit oder ähnliches ist unbeabsichtigt und natürlich verdiente ich hiermit kein Geld.

Anmerkung der Autorin: Wie und warum es gerade Charles ist, weiß ich nicht, aber was solls – ich mag ihn ;D und ihr hoffentlich auch :D

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! Kevins Point of View !

Ich verzog das Gesicht als ich den Eiswassereimer sah.
Natürlich war das alles Spaß und nicht der Rede wert aber Eiswasser war nun mal nicht gerade angenehm.
Die anderen hatten nur gegrinst als ich ihnen davon erzählt hatte und einige meinten auch: „Ach warum das denn? Du bist doch Däne – mit Kälte müsstest du doch ganz gut auskommen…“
Dieser Spruch brachte mich immer wieder aufs Neue zum Augenrollen, ich hätte vom Nordpol kommen können und würde mit trotzdem niemals freiwillig  Eiswasser über den Kopf leeren.
Aber es nützte ja alles nichts und so fand ich mich Samstagabend, zusammen mit meinem Trainer, meinem Vater und Steve, vor meinem Hotel ein um besagte >>Ice Bucket Challenge<<, für die mich Éric Boullier netterweise nominiert hatte, anzutreten.

Quälend langsam kippte Antti das kalte Wasser über mich und der Drang, aufzuspringen und wegzulaufen, würde immer größer – war ja auch verdammt kalt!
Das Einzig positive an der Sache war dass ich meinen Trainer ebenfalls nominiert hatte und dieser seine Challenge jetzt ebenfalls antrete würden und dieses Mal durfte ICH Dusche spielen!

Eigentlich war es ja nicht besonders kalt, besonders hier im Hotel war es angenehm warm, aber die Klamotten klebten trotzdem wie ne zweite Haut an mir.
Angewidert verzog ich das Gesicht und zupfte an meinem Hemd herum.
Doch in diesem Moment öffneten sich die Lifttüren, ich konnte aussteigen und schlug gleich den Weg in den linken Flügel ein um zu meinem Zimmer zu gelangen.
Gerade als ich nach meiner Schlüsselcard suchen wollte, hörte ich Schritte hinter mir, als ich mir umdrehte erkannte ich Charles Pic, der schräg gegenüber vor seiner Hoteltür stehen blieb: „Hallo…“
Auch ich grüßte zurück und suchte unterdessen schon eifrig nach meiner Karte. Als ich wieder aufsah bemerkte ich dass der Franzose neugierig mustere.
„Ist was?“, ich hob grinsend eine Augenbraue.
„Naja, ich frage mich nur gerade warum du ziemlich durchnässt bist, es draußen aber nicht regnet und du sicher nicht in voller Montur einen Abstecher in den Hotelpool gemacht hast“, der Ersatzfahrer  legte den Kopf schief und ließ seinen Blick nochmal über mich gleiten.
„Hab gerade meine Ice Bucket Challenge bestritten…“, ich zuckte, immer noch grinsend, mit den Schultern.
„Jetzt gerade?“, skeptisch zog Charles seine Augenbrauen zusammen.
„Wieso nicht?“, gab ich zurück und begann nun wieder nach meinem Schlüssel zu suchen.
„Stimmt, warum sollte man sich nicht um halb neun Uhr abends vor das Hotel stellen, sich einen Eiswassereimer über den Kopf kippen lassen und drei andere ebenfalls dazu verdonnern, ne?“, spöttisch schüttelte der Ältere den Kopf, zückte nun seine Karte und entsperrte seine Zimmertür.
„Eben – was spricht dagegen?“, jetzt lachten wir beide.

„Sag mal, suchst du irgendwas?“, nachdem ich wieder hoffnungslos in meinen Hosen- und Jackentaschen nach meiner Zimmerkarte gesucht und Charles mich die ganze Zeit grinsend dabei beobachtet hatte, durchbrach er die Stille.
„Ich befürchte ich hab meine Zimmerkarte irgendwo verloren…“, ich fluchte leise, „ich und meine Angewohnheit meine Reißverschlusstaschen nicht zu zumachen.“
„Und was hast du jetzt vor?“, der Franzose lehnte in seinem Türrahmen und schien äußerst interessiert.
„Werd jetzt wohl zur Rezeption gehen und nach der Zweitcard verlangen müssen“, resigniert seufzte ich auf und wollte mich schon wieder auf den Weg in Richtung Lift machen, doch Charles schüttelte den Kopf: „Da triffst du jetzt niemanden mehr – also niemanden der dir nen Schlüssel geben kann…“
„Was?“, verwundert sah ich ihn an.
„Ja…die haben schon Feierabend gemacht“ „In welchem Hotel sind wir hier bitte?! Sollte da nicht Rundumservice sein?!“, ich verdrehte die Augen.
„Sollte“, Charles lachte leise, „die Realität sieht nun mal anders aus…“
Abermals seufzte ich, nun war guter Rat teuer - Was sollte ich jetzt machen?
Ich hatte keine Zimmerkarte und auch keine Chance die Ersatzkarte zu bekommen, ich war durchnässt, mir wurde nun doch langsam kalt und, und das war ja irgendwie das größte Problem, ich kam nicht in mein Hotelzimmer!
„Shit“, entfuhr es mir leise während ich schon überlegte einfach mal bei Antti anzurufen und den um Rat zu fragen. Diesen Plan verwarf ich aber schnell wieder da Antti ja leider nicht im selben Hotel wie ich war.
„Problem?“, erst jetzt realisierte ich dass Charles noch im Flur stand.
„Naja, ich hab keine Ahnung was ich jetzt machen soll…ich komm nicht in mein Zimmer…“, frustriert fuhr ich mir durch die, noch sehr feuchten, Haare, „dabei würde ich jetzt so gerne heiß duschen – mir ist kalt!“, das Ende murmelte ich nur noch leise vor mich hin. Ich war in meinem Gedanken schon wieder bei der Suche nach einer Lösung beschäftigt und so war ich mehr als verwirrt als Charles ein „Du kannst gerne bei mir reinkommen…“ von sich gab.
„Was?“, ich blinzelte irritiert.
„Du kannst gerne einstweilen in mein Zimmer kommen…denn am Flur kannst du schlecht stehen bleiben, außerdem bekommst du schon blaue Lippen – also los! Und ob dus glaubst oder nicht: Ich hab auch ne Dusche!“, gegen Ende lachte er wieder und zwinkerte kurz. Als ich mich kein Stück bewegte, sondern ihn einfach nur anstarrte, kam er schließlich näher, griff nach meiner Hand und zog mich einfach hinter sich her in sein Hotelzimmer.

„So…also Handtücher sind im Bad, soweit ich weiß“, kaum hatte er hinter mir die Tür geschlossen, verschwand er auch schon durch die weiße zu unserer Linken.
Als er wieder herauskam nickte er: „Jepp, zwei sogar…joa, Shirt und Hose kann ich dir derweilen borgen, ansonsten…?“, er sah mich erwartungsvoll an.
Doch ich hatte keine Ahnung was er meinte und zuckte nur mit den Schultern.
Der Franzose seufzte und grinste schief: „Boxershorts: ja oder nein? Wenn ja, kann ich dich beruhigen: Ich hab mir erst mittwochs neue gekauft – könntest also eine >>geschäftsoriginale<< haben“
„Oh, achso“, ich wurde ein Bisschen rot, „also, ähm…“ Charles unterbrach mich einfach: „Ich leg dir eine rein…aber sag mal: Warum so nervös? Du bist doch sonst nicht so und es ist ja auch nicht so als würden wir uns nicht kennen…“
Um ihm eine ehrliche Antwort zu geben, zuckte ich mit den Schultern: „Keine Ahnung…entschuldige…“
Darauf folgte ein Kopfschütteln seitens des Franzosen bevor er in den rechten Raum verschwand, dabei aber munter weiterredete: „Herr Gott, jetzt entschuldigst du dich noch?! Lass das und entspannt dich – ich werd dich schon nicht fressen…“
„Das vielleicht nicht“, murmelte ich leise, verstummte aber als er wieder aus dem Schlafzimmer kam und mir eine dunkelblaue Jogginghose, eine dunkelrote Boxer und ein schwarz-hellgrünes T-Shirt in die Hand drückte: „Haarshampoo und Duschgel kannst du, wenn du willst, auch benutzen – müsste beides in der Dusche stehen.“, er runzelte kurz die Stirn, „ich werd inzwischen doch mal an der Rezeption anrufen, vielleicht hebt ja jemand ab…“, damit drehte er sich auch schon um und war weg, mir blieb das „Und wenn nicht?“ im Hals stecken, doch nachdem ich ihm kurz hinterher gesehen hatte, raffte ich mich zusammen und betrat das Badezimmer.

Als ich mich im Spiegel sah verzog ich das Gesicht: Meine Haare klebten mir in der Stirn und das Hemd erfüllte seinen Zeck völlig: Es war weiß und somit fast schon durchsichtig geworden.
Seufzend schälte ich mich aus dem Hemd, riss ein Bisschen an meiner Gürtelschnalle herum da diese sich mal wieder sträubte, schlüpfte schließlich auch aus der Hose und aus meiner Boxershorts – die Schuhe hatte ich schon im Flur neben der Tür stehen gelassen.
Als ich schließlich unter der Dusche stand und das warme Wasser auf mich niederprasselte, fiel mir Charles‘ Duschgel ins Auge.
Fast schon automatisch griff ich nach der Flasche, öffnete sie und kam nicht ohne hin ein Bisschen daran zu riechen: es roch tropisch – irgendwie.
Ich konnte nicht genau sagen was es genau war, aber es roch auf jeden Fall hundert Prozent nach Charles.
Zögernd  nahm ich ein Bisschen etwas heraus und seifte mich damit ein, das Gleiche machte ich schließlich auch mit dem Haarshampoo – warum genau wusste ich nicht, aber der Geruch hatte etwas…

„Also vor morgen, sieben Uhr, ist da niemand“, erschrocken zuckte ich zusammen als ich Charles‘ Stimme hörte.
Mein erster Gedanke war dass er ins Bad gekommen war, doch dem war – Gott sei Dank – nicht so.
Der Franzose stand nur vor der Badezimmertür, sprach dabei aber äußerst laut. Ratlos runzelte ich die Stirn, was sollte ich denn jetzt bitte antworten?
Doch diese Frage erübrigte sich schnell wieder als Charles wieder das Wort ergriff: „Naja, also von mir aus kannst du gerne dich Nacht dableiben…gut, ne andere Möglichkeit hast du ja eigentlich auch nicht“, er lachte kurz, „na egal, dusch einfach mal in Ruhe fertig…“, dann entfernte er sich.
Langsam atmete ich aus. Ich sollte die Nacht hier verbringen? Nicht unbedingt die beste Idee – ich biss mir nachdenklich auf die Unterlippe.
Zu viel Zeit mit Charles tat mir irgendwie nicht gut.
Ich wusste nicht genau warum, aber ich fühlte mich nicht wohl in seiner Gegenwart.
Speziell wenn ich mit ihm alleine war wurde ich immer etwas nervös und konnte einfach nicht stillhalten – dass er mich oftmals darauf ansprach machte die Sache nicht besser.

Das T-Shirt war mir etwas zu groß und ich würde wetten Charles ebenfalls, dasselbe bei der Jogginghose – aber wen störte das schon?
Ein letztes Mal zupfte ich an meinen Haaren herum um sie wenigstens etwas in Form zu bringen. Als ich schließlich einigermaßen zufrieden war, verließ ich das Bad und machte mich auf die Suche nach meinem Gastgeber.
Ich fand Charles schließlich ausgestreckt auf dem Bett liegend und aus dem Fensterstarren.
„Was tust du da?“, fragte ich und runzelte die Stirn.
„Nachdenken“, der Lotus-Ersatzpilot grinste, „wir, oder viel mehr du, hast jetzt drei Möglichkeiten: Entweder du verbringst die Nacht auf dem Sofa – das allerdings steinhart ist, du beziehst dein Nachtlager auf dem Boden mit ner zweiten Bettdecke, Kissen und Unterlage, was auch nicht wirklich das höchste der Gefühle sein soll, was man so erzählt…oder“, ruckartig setzte er sich auf, „du arrangierst dich damit dass wir uns das riesen Bett hier teilen…“
Mir fehlten die Worte. Mir fehlten wirklich die Worte!
Ich starrte ihn einfach nur fassungslos an und sah dabei wohl ziemlich dämlich aus, denn plötzlich lachte er los: „Du kannst natürlich auch in der Badewanne schlafen, aber die soll, angeblich nichts sehr bequem sein…“
Ich war immer noch sprachlos, brachte es aber immerhin zustande den Mund zuzumachen.
„Mensch, was ist denn los mit dir?“, Charles‘ Stirn legte sich in Falten, „sonst bist du doch auch nicht so schüchtern…normalerweise bist du doch die Lässigkeit in Person…was ist denn?“
„Gar nichts“, meine Stimme klang erschreckend leise, „es ist nichts.“
Der Franzose sah mich vorwurfsvoll an, seufzte leise: „Na schön, wenn du nicht mit mir reden willst…“, er stand auf und kam langsam auf mich zu, „irgendwann kommt alles raus“, damit sah er mir tief in die Augen, wandte sich dann abrupt ab, bedeutete mir ihm zu folgen und zusammen machten wir uns auf den Weg ins Wohnzimmer.

„Das Sofa ist ja wirklich steinhart“, murrte ich, ließ mich aber dennoch gegen die Lehne sinken, „warum stellt man sowas in ein Hotelzimmer das zur Entspannung dienen soll…“
„Vielleicht haben die sich gedacht: Im Bett können die Gäste später genug entspannend – zuerst müssen sie es mit ner Steinplatte aufnehmen“, lachend ließ Charles sich neben mich fallen und verzog augenblicklich das Gesicht: „Nein, Steinplatten sind bequemer“, ich schmunzelte.
Der Film der im TV lief war mehr als nur durchschnittlich schlecht, aber weil es nichts anderes gab mussten wir wohl damit vorlieb nehmen.
„Sag mal…hast du schon mal etwas getan, wobei du dir sicher warst dass es nur schief gehen kann?“, Charles hatte die Augen geschlossen und sich gegen die Polster gelehnt.
Ich dachte kurz nach, bevor ich den Kopf schüttelte: „Nein…“ „Würdest du so etwas tun?“, er öffnete die Augen und sah mich an.
„Wenn es sich lohnen würde“, ich grinste, „warum nicht? Wenn es nicht klappt, geht es schief…kann man nichts machen.“
„Also würdest du etwas riskieren um es zu erreichen? Auch wenn du es dadurch verlieren könntest?“, langsam setzte er sich auf.
Ich zögerte: „Ich weiß nicht…warum fragst du?“
„Weil ich genau das gerade mache…“, damit lehnte er sich nach vorne und legte seine Lippen auf meine.
Meine Gedanken überschlugen sich, bevor sich mein Kopf komplett ausschaltete, ich meine Hand in seinen Nacken schob und ihn näher an mich zog.
Wir saßen gefühlte Ewigkeiten einfach auf dem Sofa und küssten uns – bis wir uns langsam voneinander lösten.
„Hab ich zu viel riskiert und verloren oder hab ich alles richtig gemacht?“, Charles sah mir tief in die Augen, seine Hände lagen in meinen.
„Ich weiß nicht…kommt drauf an was du willst“, ich hielt seinen Blick. „Ich weiß es nicht“, er flüsterte nur, „ich weiß es nicht. Aber ich…oder viel mehr du, wärst niemand für nur eine Nacht…“
„Dann hast du alles richtig gemacht“, ich lächelte leicht.
Auch Charles schmunzelte: „Gut…es hat mir schließlich einiges abverlangt. Ich bin normalerweise nicht unbedingt so aufgedreht und, naja, bestimmend wie vorhin…“
„Und ich nicht schüchtern, zurückhaltend oder schnell sprachlos…“, ich grinste, „vertauschte Rollen, mh?“
„Was Verliebtheit nicht alles anrichten kann“, der Franzose brach den Blickkontakt und sah auf unsere Hände, „ich hab mich wirklich in dich verliebt Kevin…schon länger…und-“, ich unterbrach ihn: „Ich mich auch…irgendwie…oder zumindest bist du der einzige der mich bis jetzt sprachlos gemacht hat!“, ich küsste ihn kurz.

„Du riechst nach mir“, Charles‘ Gesicht lag in meiner Halsbeuge und seine Hände strichen durch meine Haare, „das mag ich nicht…“
Ich grinste, erwiderte jedoch nichts darauf. Inzwischen hatten wir uns ins Bett verzogen – das Sofa war wirklich zu unbequem geworden -  oder besser: Es ließ sich nicht gut kuscheln.
„Ich mag den Geruch schon“, meinte ich schließlich, „aber auch nur an dir…“
„Dann sind wir uns ja einig: Du benutzt nie wieder mein Duschgel!“, Charles lachte leise.
„Damit kann ich leben“, ich zog ihn etwas höher und küsste ihn kurz, „und zum ersten Mal finde ich es nicht schlecht dass ich etwas, oder besser meine Schlüsselcard, verloren habe…“
„Verloren“, Charles räusperte sich, „was das angeht: Du hast nichts verloren.“, meine Augenbrauen hoben sich automatisch, „ich hab deine Karte sozusagen aus deiner Jacke stibitzt und nebenbei: Die Rezeption ist auch noch besetzt…“
„Das heißt du hast das alles eigentlich geplant gehabt?“, irgendwie war ich nun schon etwas sauer.
„Naja…was hätte ich denn sonst machen sollen? Direkt nach nem Date fragen hab ich mich nicht getraut…“, er wurde etwas rot.
„Aber das Ganze zu inszenieren, das geht?!“, meine Wut wandelte sich in Belustigung.
„Jaaa…schauspielern konnte ich schon immer“, er grinste.
„Unglaublich…ich hab das alles gar nicht bemerkt…“, ich lachte, „aber gut, dieses eine Mal ist es okay – aber ansonsten bin ich auf keine Schauspielerei, in die ich nicht eingeweiht bin, mehr scharf…“
Anstatt zu antworten grinste Charles nur und küsste mich wieder.

„Hallo“, Jenson trat neben mich und begrüßte mich mit einem kurzen Handschlag.
„Hey“, ich grinste zurück.
„Hier riecht es echt komisch…“, meinte Jenson plötzlich und sah sich um.
„Was?“, irritiert sah ich ihn an, immerhin hatten wir gerade ein Gespräch über die Reifenwahl geführt und Jenson brachte mich gerade vollkommen aus dem Konzept.
„Es riecht irgendwie…tropisch…“, Jenson holte tief Luft, „warum riechst du wie Charles?!“
Sprachlos starrte ich ihn an: „Woher weißt du wie Charles riecht?!“
Noch ehe der Brite zu einer Antwort ansetzen konnte, lenkte ein „Hola!“ unsere Aufmerksamkeit auf den Force India-Piloten der, mit einer Trinkflasche bewaffnet, zu uns stieß.
„Hallo…“, erwiderten wir weniger enthusiastisch – sowohl Jenson und ich waren noch mit unserem Gespräch von vorhin beschäftigt.
„Was ist denn mit euch los?“, grinsend hielt er jeden von uns die Hand zum Handschlag hin.
Bei mir stoppte er plötzlich und zog Luft ein, trat einen Schritt näher und schnupperte nochmals – ich war vor Verwunderung und Verwirrtheit wie erstarrt.
„Warum zum Teufel, riechst du nach Charles‘ Duschgel?!“, der Mexikaner runzelte die Stirn und sah mich neugierig an.
„Woher weißt du welches Duschgel Charles benutzt?!“, kam es jetzt prompt von meinem Teamkollegen und Checo senkte den Blick: „Joa…also…ähm…“
„Hey!“, plötzlich tauchte auch Lewis neben mir auf und grinste in die Runde: „Warum so fassungslose, beziehungsweise, betretene Gesichter?“, er lehnte sich zu mir herüber: „Was ist denn schockierendes passiert?“
Gerade als ich zu einer Antwort ansetzten wollte, begann nun auch Lewis – wie zuvor Checo – einige Male tief Luft zu holen, da platze mir der Kragen: „Willst du jetzt auch wissen warum ich nach Charles rieche?“
„Oder warum du sein Duschgel benutzt?!“, Jenson zog die Augenbrauen zusammen.
„Hab ich nicht“ – das war gelogen, aber was solls.
„Doch. Das Duschgel ist echt selten…gibt’s nicht oft, schon gar nicht im Fahrerlager!“, Checo verschränkte die Arme.
„Woher weißt du dass es selten ist?!“, Jenson fixierte seinen ehemaligen Teamkollegen.
„Und dass es die anderen nicht benutzen?!“, auch ich ließ den Mexikaner nicht aus den Augen. Lewis neben mir, holte abermals tief Luft.
„Lass die Schnüffelei!“, fauchte ich, „und wage es nicht mich nach Charles‘ Duschgel zu fragen!“
Ein letzter Luftschnapper des Mercedes-Fahrer bevor er heftig nieste: „Entschuldigt…“, murmelte er, bevor uns alle der Reihe nach ansah: „Wieso sollte ich bitte wissen wie Pic riecht, welches Duschgel er benutzt oder warum Kevin angeblich danach riechen soll?!“, er schnaubte genervt, „Ihr habt doch nen Knall…“, damit verabschiedete er sich, drehte sich um und verschwand in Richtung Fernando Alonso.

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Ich hoffe der OS hat euch gefallen und ihr hinterlasst mir viele Kommis mit eurem Feedback ;)


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