Cat Content

von Schafi95
KurzgeschichteRomanze / P16 Slash
05.10.2014
05.10.2014
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Cat Content




Disclaimer: Ich besitze keinerlei Rechte an Star Trek und veröffentliche diesen Text ohne die Absicht, damit einen Gewinn zu erwirtschaften. Lediglich die Handlung und die nicht in Star Trek auftretenden Charaktere sind mein Eigentum.


Trigger Warnings: Wie der Titel schon sagt: Cat Content. Katzenhaarallergiker sollten also besser draußen bleiben ;-)




Nach „Sovereign Teil IV“.
Ungeduldig trat M'nor von einem Fuß auf den anderen, während sie vor T'Liss' Quartier wartete. Es handelte sich hier schließlich um einen akuten Notfall, den sie am liebsten von ihrer Lieblingsromulanerin beheben lassen wollte.
Endlich, nach ewig langen Sekunden, öffnete sich die Tür des Quartiers und M'nor konnte sich kaum noch halten, weshalb sie mit einem für caitianische Verhältnisse gar nicht mal so großen Satz in den Raum sprang – nur dass sie dabei bedauerlicherweise zu spät feststellte, dass sie kurzerhand ihre Gastgeberin umgesprungen hatte.
Aber gut, eine solche Situation, in der sie ihre langjährige Freundin am Boden festgepinnt hatte, ließ sich wenigstens sehr effektiv nutzen, um zu erklären, was Sache war: „Ficken! Jetzt!“
„Sehr gerne doch.“ T'Liss leckte sich lasziv über die Lippen. „Ich muss aber zugeben, dass mir ein Bett lieber wäre als der Boden meines Quartiers. Außerdem würde ich anraten, den Sensorbereich der Tür zu verlassen. Nicht, dass Raskowski meint, zum Zugucken rüberkommen zu müssen“, fügte T'Liss dann noch hinzu, während ihre Hände bereits begierig am Körper der Caitianerin entlang glitten.
„Ähm...“ M'nor holte tief Luft. „Selbstverständlich. Mich hat es im ersten Moment nur überkommen und...“
„Ist ja gut“, beruhigte T'Liss ihre Freundin. „Aber um ein Bett aufzusuchen, wäre es sinnvoll, du würdest meine Schultern loslassen.“
„Wenn du im Gegenzug deine Hände von meinen Hüften nimmst – sonst besteht die Gefahr, dass ich doch noch kurzfristig beschließe, dich an Ort und stelle zu vernaschen.“ M'nor grinste breit.
„Ist ja nicht weiter schlimm“, beschwichtigte T'Liss, während sie sich aufrichtete. „Den Weg ins Schlafzimmer kennst du ja schon.“
„Natürlich“, meinte die Caitianerin fröhlich, während sie sich auf dem Weg in den separierten Raum bereits ihrer Uniformstiefel entledigte. Doch dann hielt sie still lauschend inne. „Sag mal, ist das da ein Schnurren, das aus deinem Schlafzimmer kommt?“
Betreten blickte T'Liss gen Boden.
„Also wenn ich dich und … deinen Gast bei etwas speziellem gestört habe, musst du mir das nur sagen.“ Betrübt ließ M'nor ihren Schwanz hängen. „Oder du planst doch nicht ernsthaft einen Dreier, oder?“ Die Caitianerin setzte ein wölfisches Grinsen auf.
T'Liss rollte gespielt entnervt mit den Augen. „Als ob ich mich mit nur zwei Bettgenossen zufrieden geben würde. Und jetzt mitkommen, schließlich sollst du erfahren, was es mit dem ominösen Schnurren auf sich hat.“

Kurz darauf hielt M'nor ein erst wenige Wochen altes Katzenbaby auf dem Arm. „Meine Güte, ist das süß“, schnurrte sie, während sie dem Tier durch das Fell strich. Ihre eigene Rolligkeit hatte sie für den Moment beinahe vergessen.
„Ja, ich war hier manchmal etwas einsam, weshalb ich es für notwendig hielt, mir einen Mitbewohner zuzulegen“, erklärte T'Liss. „Eigentlich wollte ich ja einen bolianischen Rennkuckuck haben, die brauchen aber leider sehr viel Auslauf, den sie auf einem Raumschiff natürlich nicht bekommen können.“
„Gegen deine Einsamkeit hätte ich dir aber genauso gut helfen können. Mich kann man schließlich mindestens ebenso gut streicheln, wie deinen neuen Freund hier.“ M'nors Schnurren wurde deutlich lauter. „Aber wo wir schon dabei sind, uns mit Nichtigkeiten von den wirklich wichtigen Dingen des Lebens abzuhalten: Wer sind eigentlich die beiden strammen Burschen da auf dem Holobild auf deinem Nachttisch?“ M'nor deutete auf die Fotografie zweier Caitianer, die einen prominenten Platz neben T'Liss' Bett inne hatte.
Die Romulanerin ergrünte leicht. „Die beiden waren so freundlich, sich auf meinem letzten Posten etwas … um mich zu zu kümmern.“
„Das ist aber auch wirklich schlimm mit dir und deiner Vorliebe für Caitianer“, schimpfte M'nor scherzhaft, während sie das rot getigerte Kätzchen vorsichtig auf den Boden setzte. „Aber jetzt zur Sache, Lieschen, lange habe ich mich nämlich nicht mehr unter Kontrolle.“
„Lieschen? Du weißt doch, dass ich diesen Spitznamen schon zu Akademiezeiten nicht ausstehen konnte“, wandte T'Liss vergeblich ein.
„Das ist mir gerade ziemlich egal, Lieschen“, wies M'nor T'Liss' Einwand ab – und schubste sie ins Bett.

„Sag mal, Lieschen, hat dein neuer Mitbewohner eigentlich schon einen Namen?“, schnurrte M'or, während leise die Klänge der Nirvana-Interpretation des Songs „Where did you sleep last night?“ erklangen
„Wie wäre es mit H'ral?“ T'Liss schmiegte sich noch ein wenig enger an den bepelzten Körper der Caitianerin.
„War das nicht dein erster Freund?“, fragte M'nor nicht ohne Neugierde.
„Ja. Der, der schon nach wenigen Wochen von den Borg erschossen wurde. Aber dafür habe ich ja jetzt dich.“ T'Liss schloss die Augen, während ihre Hände durch das Fell M'nors glitten. Ein Blick über die Bettkante hinaus zeigte ihr, dass sie von ihrer Katze mit großen Augen beobachtet wurde.
„Ja, das ist wahr. Ich habe da aber auch von gewissen Gerüchten gehört.“ Ein leicht abfälliger Tonfall schwang in M'nors Stimme mit.
T'Liss hielt mit den Streichelbewegungen inne. „Was für Gerüchte?“
„Über dich. Und unseren Captain“, antwortete M'nor knapp. „Du kannst übrigens gerne mit deinen Streicheleinheiten fortfahren. Die sind nämlich höchst angenehm.“
Langsam nahm T'Liss ihre Tätigkeit wieder auf. „Ja, ich habe wirklich mit ihm geschlafen“, gab sie nach einigen Minuten zu. „Ich bin wochenlang von höchst … erregenden Träumen Lore betreffend verfolgt worden und irgendwann habe ich es einfach nicht mehr ausgehalten.“
„Aber das war doch nicht mehr als Sex zwischen euch, oder?“ M'nors schnurren war verstummt.
„Wenn ich ehrlich bin, ich weiß es nicht.“ T'Liss stockte. „Einerseits hielt ich es für die einzige Möglichkeit, etwas an meinem Zustand zu ändern – schließlich konnte mir noch nicht mal Jellico, dieser alte Sack, helfen. Andererseits … ich weiß einfach nicht. Vielleicht ist es nur der Nervenkitzel, mit ihm etwas tun zu können, das gegen die Regeln der Flotte verstößt, möglicherweise ist es aber auch wirklich Kribbeln im Bauch.“
Mehrere Minuten lang lag M'nor still da, während ihr T'Liss noch immer das Fell kraulte. „Im Grunde ist es ja auch egal. Ich werde auf jeden Fall immer für dich da sein, wenn du mich brauchst.“ Die Caitianerin zog die Romulanerin enger an sich.
„Das weiß ich auch durchaus zu schätzen. Und glaubmir: Du bist mir auf jeden Fall mindestens genauso wichtig wie mein Captain.“
„Das will ich auch hoffen. Außerdem ist mein Schwanz deutlich größer als der deines depperten Androiden.“
T'Liss kicherte. „Ja, das sagen sie alle...“
„Ich kann dir das auch gerne beweisen.“ Wieder schlich sich ein wölfisches Grinsen in M'nors Gesicht.
„Wie...“, setzte T'Liss an, doch dann entwich ihrer Kehle nur noch ein kurzes Stöhnen.
„Ich wusste doch, das dir das gefallen wird“, schmunzelte M'nor, während sich T'Liss in ihr Fell krallte.
Nur H'ral saß noch immer neben dem Bett und beobachtete seine Besitzerin weiterhin aus großen, staunenden Augen.





AN: Zuerst einmal widme ich diesen Text Oriane, die sich ja kürzlich zu #teamflauschig bekannte.
Wer diesen Text mehr oder weniger aufmerksam liest, wird mit großer Wahrscheinlichkeit herauslesen können, welches Pairing ich denn nun letztendlich im vierten Sovereign-Teil umsetzen werde ;-)
Gut, dann kann ich ja eigentlich auch schon den nächsten One Shot (mit einem Pairing, das Telai deutlich besser gefallen dürfte als das, das ich in diesem One Shot verwendet habe) ankündigen, da ich ja diesen Monat mein zweijähriges Jubiläum hier auf FF.de feiern darf.
Und bis dahin gibt es Kekse für alle :-)