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Space Pirate Captain Harlock

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Sci-Fi / P12 / Gen
05.10.2014
12.10.2014
9
8.221
1
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05.10.2014 1.313
 
Kapitel 1

Der drei Kilometer große Raumkreuzer, mit dem goldenen Schädel und den gekreuzten Knochen am Bug, lag immer noch regungslos und dem zerbrechen nahe, auf der durch schwarze Materie verseuchten Erde.

Über einhundert Jahre, in der der blaue Planet schon in Nebel, Dunkelheit und Tod gehüllt war, dachten die Obersten der Gaia Sanction, das ihr Heiligtum für immer verloren war und verwehrten jeden Rückkehrer jedes betreten.

Nun hatte sich aber das Gegenteil herausgestellt. Die Weltregierung hatte wissend durch diesen Aspekt die Bevölkerung auf allen Planeten, die mittlerweile das Leben der Erde beherbergten, mit einem Hologramm durch die intakte Erde getäuscht.
Durch dieses Verhalten hatten sie ihrer Macht und Glaubwürdigkeit verloren, diesbezüglich hieß es jetzt zu Handeln sonst würde es ihnen nicht mehr möglich sein die Menschen zu kontrollieren.

Der Kanzler hatte nach der letzten Schlacht gegen den legendären Piratenkapitän und seiner Mannschaft, die noch verbliebenen Schlachtschiffe auf die Erde geschickt um Erstens den Terroristen und Piraten der die Welt seit einhundert Jahren beutelte, zu vernichten und Zweitens den Verräter in die Gaia Sanction zurückzubringen. Eigentlich wäre es ihnen ein leichtes noch einmal mit ihrer Waffe anzugreifen aber sie entschieden sich dagegen, zu groß wäre der Verlust an eigenen Leuten und Land.

Gerade diese beiden, der Terrorist und der Verräter, hatte sich in dem gigantischen Piratenkreuzer der Arcadia nach dem harten Aufprall erholt. Kapitän Harlock hatte sich nach den Anstrengungen und der Einschusslöcher die seinen Körper zierten auf seinem roten mit einem goldenen Schädel gespickten Thron, der auf der Brücke stand, niedergelassen.
Er streckte die Hand nach Yama aus, und übergab ihm etwas. Dieser nahm eine Augenklappe entgegen und band sie sich um das verwundet Auge, was sein Bruder ihm genommen hatte.

Bis vor einer Stunde hätte er niemals gedacht, dass es so weit kommen würde. Er hatte sein Land und auch seinen Bruder, der seinen Tod durch Harlock fand, verraten und das nur für seine Ideale und nun nahm er ausgestattet mit schwarzer Materie den Platz des Kapitäns, am alten antiken Steuerrad, ein.

Die schwarze Materie durchströmte nun auch seinen Körper und das Schiff begann sich durch die neue Kraft eines jüngeren Kapitäns zu Regenerieren. Auch die beiden weiteren Wesen die an die Materie gebunden waren, tauchten nun wieder auf.

Der treue Gefährte, des vorigen Kapitän, nahm seinen gewohnten Platz auf der Schulter des neuen Kapitäns ein. Mr Bird war ein Kranich ähnlicher Vogel mit langem Schnabel, der genauso wie Mime, Harlock und jetzt auch Yama ein Teil des Schiffes und mit dunkler Materie belebt war. Er erhob sich und flatterte einige Meter bis er sich auf die schmale Schulter des Jungen setzen konnte.

Aber nicht nur der Vogel war zur Brücke zurückgekehrt, auch die einzige Überlebende des Nibelungenclans, die grünhaarige Mime die einen Faible für grüne eng anliegende Kleidung hatte, tauchte hinter ihm fasst schon schwebend auf.

Diese hellhäutige Frau mit den spitzen Ohren schor ihm genauso wie schon Harlock zuvor ihre Treue. Neben ihr tauchten schließlich auch Yattaran, der Computerfreak des Schiffes und die ehemalige Vize Kapitänin, die in rotes Leder gehüllt war, auf und nahmen ihrer ursprünglichen Plätze ein. Yama drehten sich zu Harlock um und wartet. Ein Nicken bestätigte ihm das er Mime dem Befehl geben konnte die Materie freizusetzten.

Der Kreuzer erhob sich und verließ die Umlaufbahn der geknechteten Erde. All das passierte keinen Moment zu früh, da nun auch die Kreuzer der Gaia Sanction langsam hinter ihnen auftauchten.

Harlock der sein Amt zwar an seinen Nachfolger abgegeben hatte, stand Yama trotzdem helfend zur Seite: „Ich bin nicht nachtragend auch wenn sie die Hälfte meiner Crew getötet und mich hinrichten wollten, überlassen wir ihnen den ersten Schlag.“

Yama nickte und gab den Befehl an seine Crew, die nun an ihre Posten zurückgekehrt waren, weiter. Die Arcadia schlich im Weltall vor sich hin, während sich die Materie die als Antrieb für das Schiff diente zeitgleich die Schäden reparierte.

Die Crew agierte während sich die Brücke auf einen erneuten Einschlag vorbereitet, dieser folgte auch nach wenigen Sekunden. Yama befahl die Gefechtsstation zu besetzen, geschossen sollte aber nicht werden.

Der junge Kapitän riss das Steuerrad herum und rammte das gegnerische Schiff, was sie zuvor beschossen hatte, mit dem goldenen Schädel der den Bug zierte. Diese Taktik hatte er sich, in den wenigen Tagen die er an Bord war, von Harlock abgeschaut.
Die beiden Männer teilten noch mehr als ihr verlorenes linkes Auge, sie versuchten nur im äußersten Notfall töten. Durch diese ungewöhnlich Probe ihrer Macht, das Schiff als Rammbock zu benutzen, wollten sie den Gegner etwas einzuschüchtern und zum umdrehen zu bewegen.

Die Arcadia schrammte am Raumschiff entlang und zog wieder zur Seite weg. Der Kapitän des gegnerischen Kreuzers, das wohl großen Schäden genommen hatte, zog ab. Doch zeitgleich erschienen zwei weitere auf der Bildfläche.

Der Junge der unter der Herrschaft der Gaia Sanktion aufgewachsen war, wusste das sich diese beiden, die zu den obersten Flaggschiffen der Flotte gehörten, nicht so einfach vertreiben lassen würden.

Die Kreuzer eröffneten das Feuer doch auch die Arcadia machte sich nun feuerbereit. Yama gab einen Befehl: „Zielt auf ihre Waffensysteme und den Antrieb. Macht sie Kampfunfähig.“
Der Junge wusste nicht, was Harlock zu diesem Befehl sagen würde aber er konnte ein düsteres raunen und Zweifeln seiner neuen Mannschaft vernehmen.

Tief in ihm machte sich Enttäuschung breit aber er verstand sie, die Regierung hatte sie schließlich zu Tode verurteilt und die Hälfte ihrer Freunde getötet. Er selbst wollte ja auch einerseits den Tod der Feinde aber andererseits dachte er auch an die unschuldigen Familien der Gegner.
Er wunderte sich ohnehin, dass sie seine Befehle befolgten, auch wenn er jetzt der Kapitän war, hatte er sie doch an die Gaia Sanction ausgeliefert.

Nach einigen gezielten Schüssen waren die zwei Angreifer bewegungsunfähig. Genau diese Momente hatte das Schiff genutzte um sich zu regenerieren. Yama gab einen neuen Befehl: „Lasst uns verschwinden.“ Das Schiff setzte sich in Bewegung und hatte binnen weniger Augenblick das altbekannte Sonnensystem verlassen. Es waren endlich in Sicherheit vor den Schiffen der Gaia Sanction.

Yama verließ das Steuer und trat vor Harlock: “Was sollen wir jetzt machen, der Erde können wir jetzt nicht helfen, sie kann sich nur allein regenerieren. Ins Gebiet der Gaia Sanction können wir auch nicht zurück, schließlich sind wir nun Staatsfeinde.“

Harlock der sich etwas von seinen schweren Wunden erholt hatte antwortet: „Unser neuer Auftrag ist es nun die korrupten Minister dieser Organisation, die man nicht als Weltregierung bezeichnen kann, zu Fall zu bringen. Aber bis wir das können, müssen wir die Welt wachrütteln. Wir werden ein neues Piratenzeitalter einläuten, in dem jeder wieder frei den Weltraum in Abenteuerlust durchqueren kann.“

Yama lächelte. „Das klinkt gut aber ich weiß nicht ob ich das allein kann.“ Harlock erwiderte das lächeln: „Ich bleibe weiterhin als Berater an deiner Seite und bilde dich, zu einem guten Kapitän der meinen Platz einnehmen kann, aus.“

Diese Beiden waren sich zwar einig aber der Rest der Mannschaft war nicht glücklich über die Entscheidung mit dem neuen Kapitän und rumorte: „Erst verrät er uns und will er unser neuer Kapitän werden...“

Bevor die Lästerung weitergehen konnte, mischte sich die blonde Yuuki Kei ein: „Na und dann hat er uns eben verraten aber er hat es doch wieder gut gemacht. Er hat uns befreit ohne ihnen wären wir nun alle Tod. Zum Tode verurteilt von unseren Feinden.“
Sie atmete einmal tief durch und setzte ihre Ansprache fort: „Jeder von uns hat schon einmal Fehler gemacht, also ich verurteile ihn deswegen nicht. Außerdem war es eine Entscheidung vom Kapitän der wir Folgeleisten müssen.“

Yama war erstaunt, wie sanft Kei das rüberbrachte. Anscheinend war sie ihm immer noch dankbar, weil er sie auf dem Planten mit diesen eigenartigen Wesen gerettet hatte ohne auch nur eine Sekunde an sein eigenes Leben zu denken. Vielleicht lag es aber auch an etwas anderen, dass ihm noch verborgen blieb aber für den Anfang wollte er nur, dass wenigstens einer von ihnen, ihn akzeptierte.
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