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Der Mut in deinem Herzen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya Takao Kazunari
03.10.2014
19.05.2016
23
23.368
7
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20.02.2015 913
 
Mit einem lauten Knall wurde die Tür aufgebrochen und Kuroko zuckte zusammen. Erschrocken sah er in diese Richtung und blickte dabei in die Augen seines Stiefvaters, der nun mit einer Zigarette im Mund in seinem Zimmer stand.
»Warum hast du schon wieder diese verdammte Tür zugesperrt? «, fragte er energisch. Kuroko brauchte eine Minute um seine Stimme zu finden.
»Es tut mir leid. Ich wollte nur ein wenig alleine sein. «, antwortete er und versuchte dabei ein wenig selbstsicher zu klingen. Doch dieses Vorhaben scheiterte kläglich.
»Alleine sein? «, wiederholte der Stiefvater fragend, dann fing er an zu lachen.
»Du bist doch immer alleine. Interessiert doch niemanden wie es dir geht. Dich kommt sowieso niemals jemand besuchen. «, fuhr er belustigt fort. Diese Worte waren wie ein Schlag ins Gesicht. In seinem Inneren dachte der Kleine das auch, genau das machte diese Worte doch so schmerzhaft.
»Hats dir die Sprache verschlagen? Wundert mich nicht, du hast hier sowieso nichts zu sagen. «
Mit diesen Worten setzte sich der Stiefvater neben ihn auf Bett.
»Jetzt frage ich dich mal was. Wie konntest du es wagen so lange nicht nach Hause zu kommen? Wer soll denn kochen und putzen wenn du nicht da bist? «, fragte er sichtlich verärgert.
»Akashi-kun hat es dir im Krankenhaus doch schon gesagt. Mir ging es nicht gut. Er hat sich um mich gekümmert. «, erklärte Kuroko eingeschüchtert.
»Das ist doch eine Lüge! «, schrie er ihn an.
»Wer würde sich denn um einen drecken Nichtsnutz wie dich kümmern wollen?! Hör auf zu lügen und sag mir die Wahrheit! Du wolltest dich nur vor deinen Pflichten drücken, hab ich recht?! «
Kuroko wich auf den lauten Ton hin zurück.
»Nein, das stimmt nicht! Bitte glaub mir! «, sagte er panisch. Der Stiefvater packte Kuroko am Arm und zog ihn ein wenig näher zu sich.
»Alles Lügen! «, sagte er und packte noch ein wenig fester zu. Der Blauhaarige biss sich auf die Lippen. Der Griff war so fest dass es ihm das Blut absperrte, doch er wagte es nicht sich dagegen zu wehren und hielt deshalb einfach still.
»Tut mir leid. «, sagte er mit zitternder Stimme.
»So einfach lasse ich dich nicht davon kommen! «, entgegnetet der Stiefvater wütend.
»Bitte lass mich in ruhe, ich kann wirklich nichts dafür! «
Kuroko versuchte vorsichtig seinen Arm frei zu bekommen. Doch er schaffte es nicht, der Griff war zu fest. Plötzlich wurde er näher zu seinem Stiefvater gezogen, sodass ihre Gesichter keinen Zentimeter voneinander entfernt waren. Kuroko konnte einen Atem im Gesicht spüren, welcher nach Alkohol und Zigaretten roch.
»Du wagst es mir zu widersprechen? «, fragte sein Gegenüber in einem ruhigen und dennoch drohenden Tonfall.
»N-nein. Das w-würde ich nie tun. «, sagte er stotternd.
Der Stiefvater musterte ihn noch kurz skeptisch, während er mit dem Gesicht sehr nahe dran blieb.
»Streck deine Hand aus Tetsuya! «, befahl er streng. Doch Kuroko bewegte sich nicht.
»Mach schon! «, schrie er ihn schließlich an. Der Blauhaarige hob langsam seine Hand und streckte sie seinem Stiefvater entgegen. Diesem schien das nicht schnell genug zu gehen, also packte er die Hand und riss sie zu sich. Ohne dass Kuroko darauf vorbereitet war drückte sein Stiefvater die brennende Zigarette auf seiner Hand aus. Ein Schrei entfuhr dem Kleinen und er versuchte sofort sich loszureißen, doch egal wie sehr er sich wehrte, er konnte sich nicht befreien.
»Sei nicht so eine Memme und halt still! Ich will keinen Ton mehr von dir hören! «, schrie der Stiefvater Kuroko erneut an und der Kleine war sofort leise. Doch einzelne Tränen rannen ihm die Wange hinunter, die einfach eiskalt ignoriert wurden.
Der stechende Schmerz wurde immer schlimmer, umso länger die brennende Zigarette auf Kurokos Haut gedrückt wurde. Seine ganze Hand lief rot an und wurde heiß. Ein leises Wimmern entfuhr ihm.
Nach einer Minute stand der Siefvater auf und sah ihn grinsend an.
»Du bist ein solches Weichei. Ich bin so froh dass wir nicht wirklich verwandt sind. «, sagte er ruhig. Dann gab er ihm noch eine Ohrfeige, dass es ihn aufs Bett zurück schmiss. Kuroko hielt sich erschrocken die Wange und sah liegend zu seinem Stiefvater auf, der nun das Zimmer verließ und die Tür hinter sich schloss.
Einen kurzen Moment konnte sich Kuroko nicht bewegen. Er war nicht einmal fähig auch nur einen Ton über die Lippen zu bringen. Für mindestens zehn Minuten lag er einfach nur so da, mit dem Gedanken dass ein weiterer Schlag folgen könnte. Endlich registrierte er dass sein Stiefvater das Zimmer verlassen hatte und er mehr oder weniger in Sicherheit war.
Dann konnte er es nicht mehr zurückhalten. Er packte sein Kissen und umarmte es so fest er konnte, während er sich unter die Decke verkroch und weinte.
Warum wurde er immer wie Dreck behandelt? Warum wurde ihm immer weh getan? Er hatte immer die Hoffnung gehabt dass es besser werden würde, doch jedes Mal wurde er schmerzlichst enttäuscht. Würde sich denn jemals etwas ändern?
»Mama...warum hast du mich mit diesem Kerl alleine gelassen? «, brachte er wimmernd hervor und umarmte sein Kissen noch ein wenig fester, während er noch einige Zeit weiter weinte.









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Ich glaube jetzt könnt ihr euch vorstellen was für ein Arschloch der Stiefvater ist. Ohne witz ich hab beim schreiben fast geheult. Da sieht man was passiert wenn ein aggresiver Alkoholiker ein Bier zu viel trinkt. So ein Arschloch -.-
Ich werde jetzt mal Maßnahmen ergreifen um es ihm anständig heimzuzahlen!!! *Akashi anruf* XD
Ich hofft es hat euch halbwegs gefallen, auch wenns ein wenig...autsch...war  :(
LG  Melli <3
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