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Der Mut in deinem Herzen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya Takao Kazunari
03.10.2014
19.05.2016
23
23.368
6
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11.02.2015 986
 
Die Tage vergingen und Kurokos Zustand verbesserte sich langsam. Akashi besuchte den Kleinen jeden Tag um nach ihm zu sehen. Es dauerte nicht sehr lange und es hieß er dürfte nach Hause.
»Die Wunde der Operation ist sehr gut verheilt. Ihre Lungenentzündung ist ebenfalls sehr zurück gegangen. Ich denke wir können sie heute entlassen. «, erklärte der Arzt mit einem freundlichen Lächeln.
»Vielen Dank. «, sagte Kuroko höflich, doch schien er sich nicht gerade zu freuen.
»Nichts zu danken, das ist mein Job. «, erwiderte der Arzt, dann verließ er das Zimmer. Mit einem Seufzen ließ sich Kuroko rückwärts in sein Kissen fallen. Bald kam wieder der Alltag, der ihn zu tiefst quälte. Die Einsamkeit, die Trauer und der Schmerz. Hörte das denn nie auf? Der Aufenthalt im Krankenhaus kam ihm schon fast vor wie ein angenehmer Urlaub, den er von seinem eigenen Leben genommen hatte.
Lange konnte er allerdings nicht darüber nachdenken, da die Tür sich erneut öffnete.
»Hallo Tetsuya, ich bins. «, begrüße ihn Akashi während er den Raum betrat. Der Rothaarige kam zu ihm und setzte sich auf einen Stuhl neben dem Bett.
»Hallo Akashi-kun. «, sagt Kuroko knapp.
»Ich hab mitbekommen das du heute entlassen wirst. «, meinte Akashi mit einem leichten Lächeln.
»Ja das stimmt. «, erwiderte der Kleine halbherzig. Sein Blick richtete er nun wieder, wie schon zu oft, direkt auf den Boden.
»Stimmt etwas nicht? Du scheinst dich nicht gerade darüber zu freuen. «, stellte der Rothaarige fest.
»Doch schon, aber...«, fing Kuroko zögerlich an, doch er brach ab.
»Aber? «, drängte Akashi ihn ein wenig. Sein Geduldsfaden war mehr als angespannt. Wie lange versuchte er nun schon erfolglos ein offenes Gespräch mit Kuroko zu führen? Und es schien noch immer keinen Sinn zu haben es zu versuchen.
»Ist nicht so wichtig. «, sagte der Kleine nuschelnd.
So, jetzt reichte es endgültig. Akashi hatte es satt gegen eine Wand zu laufen und nicht zu Kuroko durchdringen zu können.
»Jetzt hör mir mal zu Tetsuya, ich sehe schon seit einige Zeit dass etwas nicht stimmt. Und das hab ich dir schon wirklich sehr oft gesagt. Was muss ich denn noch tun damit du normal mit mir redest? Schon seit einer Woche komm ich dich hier täglich besuchen und jeden Tag versuche ich es erneut. «, sagte Akashi in einem ruhigen, doch dennoch strengen Tonfall. In seiner Stimme konnte man deutlich die Ungeduld heraus hören.
Das brachte Kuroko schon ein wenig zum nachdenken. Seit Akashi ihn zu sich nach Hause gebracht hatte, kümmerte sich der Größere um ihn und war immer für ihn da. Kuroko hatte einen kleinen Klos im Hals und schluckte schwer. Er war doch echt das letzte, Akashi war so nett zu ihm und hatte schon so viel Geduld und Mühe aufgebracht, doch er war immer noch stur am Schweigen.
Kuroko hob zögerlich seinen Kopf ein wenig und sah Akashi an, welcher ihn genau beobachtet hatte.
»Es tut mir leid Akashi-kun. «, sagte er nur. Dann schwiegen die Beiden einige Minuten. Akashi überlegte schon zu gehen, da es wieder mal nichts brachte mit dem Kleinen zu reden, wie schon viele Tage zuvor. Als er gerade aufstehen wollte griff Kuroko schnell nach seiner Hand.
»Bitte geh nicht Akashi-kun. Es tut mir leid dass ich so abweisend zu dir war. Und das nach allem was du für mich getan hast. Bitte sei nicht sauer. «, sagte Kuroko, er klang schon fast ein wenig panisch und durch die kleine Hand konnte Akashi spüren wie sehr der Blauhaarige zitterte.
»Ist schon okay, du hast bestimmt deine Gründe dafür. Ich bin nicht böse auf dich. «, erwiderte Akashi ein wenig überrascht. Sanft streichelte er über Kurokos zitternde Hand.
»Ich will einfach nicht nach Hause Akashi-kun. Das ist alles. Ich will das nicht. «, kam es leise hervor, es war mehr ein Wimmern welches Kurokos Lippen entfloh. Der Kleine musste sich mit großer Mühe die Tränen zurückhalten, welche er schon so lange versteckte. Es lag ein sehr großer Druck in seiner Brust und sein Herz schlug ungewöhnlich schnell.
Akashi sah ihn sowohl mitleidig, als auch verständnissvoll an. Es war das erste mal dass Kuroko ein Paar Wort über seine Gefühle verlor.
»Keine Sorge, es wird schon alles gut werden. «, meinte der Größere. Ihm fiel auf Kurokos Verhalten im Moment einfach nichts besseres ein. Gerade als Akashi noch etwas sagen wollte, öffnete sich erneut die Tür und der Arzt kam herein.
»Ich habe versucht bei ihnen zu Hause anzurufen, damit sie jemand abholt. Aber ich konnte niemanden erreichen. «, verkündete er.
»Das ist kein Problem. Er wohnt nicht weit vom Krankenhaus entfernt. Ich werde ihn nach Hause begleiten. «, sagte Akashi. Sein Tonfall erlaubte keine Wiederrede, weshalb Kuroko auch zustimmend nickte.
»Na gut, dann dürfen sie jetzt gehen. Wir haben alles für ihre Entlassung vorbereitet. «
Akashi half Kuroko auf die Beine und stützte ihn, da er noch ein wenig wacklig auf den Beinen war. Nachdem sich Kuroko mit hilfe von Akashi seine Klamotten angezogen hatte, machten sie sich langsam auf den Weg und verließen das Krankenhaus. Kurokos Haus lag tatsächlich nur 10 Minuten entfernt und sie kamen sehr schnell am Ziel an.
»Ich hab dir ja meine Handynummer gegeben. Ruf jederzeit an wenn etwas ist, okay? Es ist egal wann, auch wenn es nach Mitternacht ist.«, bot Akashi ihm freundlich an, es klang schon fast so als würde er es vom ihm erwarten.
Kuroko nickte leicht und wandte sich dann zur Eingangstür, während sich Akashi mit einer kleinen Abschiedsgeste auf den Weg nach Hause machte.
Kuroko brauchte einige Zeit um sich zu sammeln, während er weiter auf die geschlossene Tür schaute. Er schluckte schwer, er konnte es nicht ewig herauszögern. Mit einem unwohlen Gefühl betätigte er die Türklingel.








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Das wars wieder mit dem neuen Kapitel. Was erwartet Kuroko wohl zu Hause, weil er doch so Angst hat. Tja, das erfahrt ihr im nächsten Kapitel :D
Blöd seit ihr glaub ich nicht. Ein bisschen kann man sich das ja zusammenreimen. :)
Bis zum nächsten Mal :D
LG  Melli <3
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