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Der Mut in deinem Herzen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 Slash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya Takao Kazunari
03.10.2014
19.05.2016
23
23.368
6
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19.05.2016 843
 
Kuroko lief so schnell er konnte vorwärts. Viele Tränen liefen ihm über die Wange. Wo sollte er hinlaufen? Er war ganz alleine, Akashi war nicht hier um ihn zu beschützen. Wie ging es seinem Freund? War er verletzt?
Kuroko war so verwirrt und hatte unglaubliche Angst. Hinter sich hörte er die schnell laufenden Schritte seiner Verfolger. Er durfte unter keinen Umständen gefasst werden. Und Akashi musste er auch noch helfen. Es war im Moment einfach alles zu viel für ihn.
Er lief immer tiefer in den Wald hinein. Bäume, Sträucher und Büsche waren sehr dicht beieinander, er sah nur zwei Meter vorwärts.
»WHUAA! «, entfuhr es ihm als er stolperte und mit einem unsanften Aufprall auf dem Boden landete. Benommen setzte er sich auf und spürte sofort ein starkes brennen an seinen Händen und Knien, außerdem einen stechenden Schmerz in seinem linken Knöchel. Er wollte gar nicht nachsehen, zwang sich aber trotzdem dazu. Er hatte tiefe Abschürfungen, seine Hose war an den Knien ganz aufgerissen und offenbarte eine blutende Wunde. Sowohl an dieser Wunde, als auch an den Abschürfungen an den Händen befand sich Dreck und kleine Steine.
Mit einem leisen Wimmern versuchte er die Steine aus den Wunden zu bekommen, aber während er dies versuchte wurde er gestört.
»Wo ist er? Ich hab ihn aus den Augen verloren! «
»Verdammt! Dann müssen wir gründlich suchen, ohne ihn dürfen wir nicht zurück gehen! «
Kurokos Augen weiteten sich vor Schreck als er die Stimmen hörte und er krabbelte und schliff sich zur Seite in eines der Gebüsche. Dort kauerte er sich so klein zusammen wie es ging. Seine Hände und Knie taten so furchtbar weh dass er sich fest auf die Lippen beißen musste um nicht aufzuschreien. Viele Tränen rannten seine Wange hinunter, zum einen vor Schmerz zum anderen aber auch aus Angst.
»Er kann noch nicht so weit gekommen sein! «
Schritte näherten sich gefährlich schnell. Unmittelbar vor Kuroko blieben sie schließlich stehen. Der Kleine duckte sich so tief es ging und schloss ängstlich die Augen. Eine Hand presste er sich selbst vor den Mund um zu verhindern einen Laut von sich zu geben.
»Verdammte scheiße ich sehe ihn nirgendwo. «
Kuroko blieb stumm und zitternd liegen, bis er etwas spürte. Eine Art kitzeln an seinem Bein. Langsam öffnete er die Augen und sah an sich runter. Der schreck saß tief und er riss seine Augen weit auf. Eine große dicke Waldspinne krabbelte sein Bein entlang hoch. Sie war pechschwarz und haarig. Ihre acht Beine bewegten sich widerlich langsam.
Ich darf keinen Laut von mir geben! Ich muss leise sein! Ich darf mich jetzt nicht bewegen!
Diese Sätze schrie Kuroko immer wieder im Gedanken. Doch als die Spinne an seinem Bauch ankam und versuchte in sein T-Shirt zu kriechen, konnte er nicht anders. Es war mehr ein Reflex dass er sie schnell von sich schlug und ein erschrockenes Geräusch dabei von sich gab.
»Hast du das gehört?! «, fragte einer seiner Verfolger sofort.
»Ja, es kam von dort. «, sagte ein zweiter und zeigte genau auf das Gebüsch in dem sich Kuroko versteckte. Der Kleine wusste dass er jetzt nicht mehr liegen bleiben durfte. Die beiden Männer bewegten sich schnell auf ihn zu.
»Was würde Akashi-kun jetzt tun? «, fragte er sich unhörbar leise. Er überlegte kurz, dann fiel ihm ein Gespräch wieder ein, welches er vor einiger Zeit mit Akashi geführt hatte.


»Ich wünschte ich wäre so mutig wie du Akashi-kun.. «

»Du bist mutig genug Tetsuya, du brauchst nur noch etwas Selbstvertrauen. «

»Aber du hast vor gar nichts Angst, ich will wie du sein Akashi-kun. «

»Du übertreibst. Ich habe nämlich auch oft Angst. «

»Wirklich? «

»Ja, jeder Mensch hat Angst. Das ist ganz normal. Man muss nur lernen mutig zu sein und seine Angst zu bezwingen. Dann kann einen nichts mehr aufhalten. «

»Ich werde niemals so mutig sein. «

»Der Mut den du suchst befindet sich genau hier. In deinem Herzen. «


Kuroko kniff vor Angst die Augen zusammen.
»Ich kann auch mutig sein...i-ich muss nur daran glauben. «, flüsterte er sich leise zu. Es dauerte eine Sekunde bis er die Starre in seinem Körper überwunden hatte, dann rollte er sich zur Seite, aus dem Gebüsch heraus und stand auf.
»Da ist er! «, schrie einer seiner Verfolger und beide liefen wie der Teufel auf ihn zu. Kuroko rannte ebenfalls los, so schnell es ging. Der Schmerz in seinem Bein wurde immer größer. Er humpelte etwas, da er nicht richtig auftreten konnte, aber er blieb nicht stehen. Er biss sich auf die Lippen und schluchzte leise als er sein Tempo beschleunigte. Egal was passieren würde, er wollte nicht aufgeben. Akashi würde das bestimmt auch nicht. Aber die Frage war nur: Wie lange konnte er mit diesen Verletzungen noch weiter laufen? Würde er es schaffen zu entkommen? Und was passierte mit ihm wenn er es nicht schaffte?



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Ein bisschen hecktisch das Kapitel :D
Ja, Kuroko muss erstmal um sein Leben rennen. Er hat sich Akashi zum Vorbild Gemacht und versucht auch mal mutig zu sein. Ob das mit diesen Wunden gut geht?
Seit gespannt :D
LG  Melli <3
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