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Der Mut in deinem Herzen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya Takao Kazunari
03.10.2014
19.05.2016
23
23.368
6
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Dieses Kapitel
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10.04.2016 1.047
 
Am nächsten Morgen wachte Kuroko erst sehr spät auf, es war schon beinahe Mittag. Er streckte sich ausgiebig und setzte sich anschließend auf. Mit einem Blick aus dem Fenster bemerkte er das unangenehme Wetter, welches draußen herrschte. Die Sonne war hinter einer dicken Wolkendecke versteckt.
Kurokos Aufmerksamkeit blieb nicht sehr lange beim Fenster, denn etwas anderes schien viel interessanter zu sein. Mit einem Lächeln stellte er fest dass Akashi noch neben ihm im Bett lag. Er schlief anscheinend noch und lag still da. Dieser Anblick zog Kuroko in den Bann. Er beobachtete wie sich Akashis Brust durch seine regelmäßigen Atemzüge immer wieder hob und schließlich wieder sank. Das Gesicht des Rothaarigen war so friedlich als könnte er kein Wässerchen trüben.
War das wirklich Kurokos Freund? Sein...Geliebter? Diese Gedanken waren für den Kleinen schon fast zu schön um wahr zu sein.
Der Blick des Blauhaarigen blieb bei Akashis Lippen stehen, sie sahen so weich und wunderschön aus, sodass er sich sofort vorstellen musste wie es sich anfühlte wenn sie auf seinen eigenen lagen. Wie schön es ist diese Lippen zu küssen. Der Gedanke allein ließ Kuroko augenblicklich erröten. Gott sei Dank wusste niemand was er gerade gedacht hatte, sonst würde er wohl vor Scham sterben.
Langsam und zurückhaltend beugte er sich zu Akashis Gesicht, bis es nur noch wenige Millimeter von seinem eigenen entfernt war. Kuroko war im Augenblick so froh das Akashi schlief, sonst würde er sich das bestimmt nicht trauen. Nach einem kurzen Zögern legte der Kleine seine Lippen auf die seines schlafenden Freundes. Er wollte ihm eigentlich nur einen kurzen Kuss geben, aber es fühlte sich viel zu gut an, er wollte sich noch nicht sofort von ihm lösen.
Kuroko kuschelte sich an den warmen Körper des schlafend Rothaarigen, während ihre Lippen noch immer vereint waren. Er wünschte sich dieser Moment würde niemals Enden. Doch leider musste man als Mensch doch irgendwann atmen, weshalb er von diesen wundervollen weichen Lippen ablassen musste. Nebenbei wäre es ihm auch noch sehr peinlich wenn Akashi währenddessen aufwachen würde.
Kuroko betrachtete noch kurz das Gesicht seines Freundes, dann kuschelte er sich an dessen Brust und schloss die Augen.
»Wow...So wunderschön bin ich noch nie geweckt worden. «, ertönte Akashis Stimme, noch etwas müde.
Kuroko riss die Augen auf, am liebsten wäre er aufgesprungen und weggelaufen. Dazu hatte er jedoch keine Zeit, da Akashi seinen Kopf zu sich drehte und ihm einen sanften Kuss auf die Lippen hauchte.
»Guten Morgen kleiner. «, sagte der Rothaarige und lächelte liebevoll. Kuroko brachte kein Wort heraus und sah seinen Freund mit halb geöffneten Mund und knallroten Wangen an.
»Alles okay? «, fragte Akashi, sichtlich verwirrt von Kurokos Schweigen.
Der Blauhaarige konnte sich dann doch zu ein paar Worten durchringen.
»Ich dachte du schläfst. «, nuschelte er peinlich berührt.
»Ich wurde von einem kleinen Engel wach geküsst. «, erwiderte der Größere glücklich und streichelte Kuroko über den Kopf.
»Daran könnte ich mich gewöhnen. «, fügte er noch hinzu.
Kuroko sah wie sehr sich Akashi darüber gefreut hatte, deshalb schwand der Scham und verwandelte sich in ein unbeschreibliches Glücksgefühl.
Er hatte gerade dafür gesorgt dass Akashi glücklich war! Er hatte ihn geküsst und Akashi hatte es gefallen! Innerlich jubelte Kuroko laut. Es war eine ganz neue Erfahrung.
Akashi stand langsam auf und streckte sich kurz.
»Komm, lass uns frühstücken. Ich koch etwas Gutes für dich. «, sagte er und nahm Kurokos Hand.


Nachdem die beiden etwas gegessen hatten, überlegten sie was sie heute machen wollten. Sie hatten Schulfrei, deshalb konnten sie den Tag so gestalten wie es ihnen gefiel. Sie beschlossen nach draußen zu gehen. Auch wenn das Wetter nicht gerade schön war, wollten die beiden nicht den ganzen Tag zu Hause sitzen.
Nachdem sie sich die Schuhe und eine Jacke angezogen hatten, gingen sie Hand in Hand zusammen los. Die kalte Luft wehte ihnen sofort entgegen als sie durch die Tür ins Freie traten. Der Wind fegte durch die Landschaft, sodass sich die Bäume stark hin und her bogen.
»Sag mir wenn dir zu kalt ist, dann gehen wir zurück. «, sagte Akashi, während sie sich immer weiter von zu Hause entfernten. Kuroko nickte nur als Antwort.
Es war kein Mensch auf der Straße zu sehen, bis auf das Zischen des starken Windes war nichts zu hören. Für die beiden war es perfekt, es war schön für sich zu sein.
Während des Spaziergangs redeten sie über die verschiedensten Dinge. Die Zeit schien wie im Flug zu vergehen wenn sie zusammen waren. Egal über welches Thema sie sprachen, es wurde nicht langweilig. Am liebsten wären sie noch viel länger durch die Straßen gewandert, aber nach ungefähr einer Stunde begann Kuroko vor kälte zu zittern. Das Wetter sah immer mehr nach Regen aus und auch Akashi musste zugeben dass es verdammt kalt war. Der Wind wurde ebenfalls stärker und so waren sie gezwungen nach Hause zu gehen.


Dort angekommen kramte Akashi seinen Schlüssel heraus und wollte gerade aufsperren, als ihm etwas auffiel.
»Was ist los Akashi-kun? «, fragte Kuroko als er den verwirrten Ausdruck im Gesicht des Rothaarigen sah.
»Ich hätte schwören können ich habe die Tür abgeschlossen. Aber sie ist offen. «, erklärte Akashi skeptisch. Er überlegte kurz.
»Ich muss wohl vergessen haben abzuschließen. Kann jedem mal passieren. «, fügte er schließlich hinzu. Er war sich doch so sicher die Tür beim gehen abgeschlossen zu haben. Spielte ihm sein Verstand einen Streich?
Noch immer irritiert betrat der Rothaarige zusammen mit Kuroko die Wohnung. Als sie ihre Jacken abgelegt und die Schuhe ausgezogen hatten, gingen sie ins Wohnzimmer. Dort wäre ihnen vor Schreck das Herz beinahe stehen geblieben.
Fremde Männer standen mitten im Wohnzimmer, doch das war gar nicht das aller schlimmste. Denn als diese Männer zur Seite traten, kam jemand zum Vorschein den Kuroko am liebsten für immer vergessen hätte.
»Dachtest du, du könntest dich ewig vor mir verstecken? «, erklang die Stimme seines Stiefvaters. Er trat näher an Kuroko und Akashi heran und grinste teuflisch.


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Hi :D
Hoffentlich hat euch das kleine aber feine Kapitel gefallen. Ich wollte mal wieder was meeeega süßes schreiben *-*
Ich liebe es sowas zu schreiben. Aber nach dem süßen friedlichen musste ja mal wieder was böses kommen. Immer wenns am schönsten ist muss ein böser Stiefvater kommen und dich umhauen -.- XD
Hinterlasst gerne ein kleines Review, ich würde mich auf jeden Fall darüber freuen *-*
LG  Melli <3
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