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Der Mut in deinem Herzen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya Takao Kazunari
03.10.2014
19.05.2016
23
23.368
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03.10.2014 1.006
 
Kuroko wachte langsam auf. Er fühlte sich ein wenig schwach und sah benommen um sich.
»Wo bin ich? «, fragte er leise mit gebrochener Stimme.
Er lag auf einem Bett, in einem ihm unbekannten Zimmer.
»Endlich bist du aufgewacht. Ich dachte schon du würdest ewig schlafen. «, erklang eine Stimme neben ihm. Kuroko wandte den Kopf in diese Richtung und sah in das besorgte Gesicht von Akashi.
»Alles in Ordnung? «
Der Kleine nickte leicht und wollte sich sogleich aufsetzen, was sofort von Akashi verhindert wurde.
»Bleib liegen! Du hast noch hohes Fieber, also solltest du dich ausruhen. «,  sagte er streng. Der Blauhaarige sah ihn unsicher an, gab aber den Versuch aufzustehen sofort auf und lehnte sich wieder zurück in das Kissen. Etwas schüchtern sah er nun zu Akashi auf, der ihn ebenfalls beobachtete. Nach wenigen Sekunden verließ der Größere kurzzeitig das Zimmer. Als er wieder kam hielt er ein Glas Wasser in den Händen.
»Trink das. Wenn man krank ist muss man viel trinken. «, meinte er  und hielt Kuroko das Glas hin. Doch der Kleine rührte sich nicht, denn die Situation war ihm einfach zu unangenehm und ein wenig unsicher fühlte er sich auch.
»Jetzt trink schon, es ist schließlich nicht vergiftet. «, wiederholte Akashi seine Aufforderung ungeduldig als er Kurokos skeptischen Blick sah. Er hielt ihm das Glas direkt vor die Lippen und nach kurzer Zeit hob der Blauhaarige seine Hand und ergriff es zögerlich. Akashi beobachtete ihn zufrieden dabei wie er gierig seinen Durst stillte und nahm ihm das Glas schließlich ab als er fertig war und stellte es auf den Nachttisch neben dem Bett.
»Danke…«, nuschelte Kuroko unverständlich leise und sah schüchtern zur Seite. Akashi setzte sich nun neben ihn aufs Bett und betrachtete ihn kurz, bevor er anfing zu sprechen.
»Tetsuya, ich muss dich etwas fragen und bitte sag mir die Wahrheit. «
Kuroko sah ihn schweigend an und nickte fast unmerkbar, dann fuhr Akashi fort.
»Warum hast du so viele blaue Flecken? Und woher hast du die Wunden im Gesicht? «, wollte er wissen, doch Kuroko sah sofort zur Seite und starrte bedrückt zu Boden.
»Ich bin hingefallen. «, antwortete der Kleine nuschelnd.
»Wirklich? «, bohrte Akashi prüfend nach.
»J-ja…«, kam es stotternd als Antwort.
»Das glaub ich dir nicht. Ich hab dir doch vorhin gesagt du sollst mir die Wahrheit sagen! «
Kuroko zuckte leicht zusammen da die Worte seines Gegenübers ein wenig härter und lauter kamen als geplant. Akashi seufzte leise und redete in einem freundlicheren Ton weiter.
»Ich bin doch kein Idiot Tetsuya. Ich sehe dich jeden Tag in der Schule, wir gehen schließlich in dieselbe Klasse. Fast tagtäglich hast du neue blaue Flecken und Kratzer. Du bist ganz bestimmt nicht jedes Mal nur hingefallen. «, erklärte Akashi, doch der Kleine gab keinen Mucks von sich. Kuroko wunderte sich jedoch ein wenig darüber dass es Akashi aufgefallen war. Immerhin versuchte er es so gut wie möglich zu verstecken.
»Akashi-kun…«, begann er mit bedrückter Stimme und sah ihn kurz traurig an, dann wandte er seinen Kopf wieder zu Boden.
»Ist nicht so wichtig. «, beendete er den Satz nach kurzem schweigen.
»Wie kannst du sowas nur sagen? Immerhin geht es um deine Gesundheit! «, schimpfte Akashi mit einem Hauch von Wut in der Stimme, doch wie zuvor schwieg der Kleine mal wieder. Er wollte einfach nicht sagen was los war. Zum einen war es ihm sehr unangenehm darüber zu sprechen, zum anderen wollte er niemanden mit seinen Problemen auf die Nerven gehen. Außerdem hatte er das Gefühl Schwäche zu zeigen wenn er nicht dicht hielt.
»Warum sollte mir etwas an meiner Gesundheit liegen Akashi-kun? Es interessiert niemanden wenn es mir schlecht geht. Und wenn ich nicht mehr da wäre würde mich auch kein Mensch vermissen. «, sagte Kuroko nur und wurde bei jedem Wort leiser. Akashi sah ihn erschrocken an. Hatte der Kleine wirklich eine so schlechte Meinung von sich selbst?
»Sowas kannst du doch nicht wirklich glauben! Wer hat dir denn so einen Mist erzählt? «, fuhr er ihn an.
Kuroko war ein wenig verwundert über diese Reaktion. Das war nun mal seine Denkweise und er war davon überzeugt dass sie auch stimmte.
»Ich weiß nicht wie du darauf kommst, aber sowas darfst du auf keinen Fall glauben glauben Tetsuya. «
Eigentlich wollte Akashi noch etwas sagen, doch er kam nicht dazu. Plötzlich fing Kuroko an stark zu husten und bekam dadurch fast keine Luft mehr. Akashi wusste nicht recht wie er reagieren sollte, also tat er das erste was ihm einfiel. Schnell nahm er das Glas Wasser vom Nachttisch und hielt es Kuroko entgegen.
»Trink etwas! Vielleicht hilft dir das! «, sagte er schnell. Er wusste nicht ob das stimmte, doch eine andere Idee hatte er in diesem Moment nicht. Der Kleine versuchte mit seiner Hilfe einen Schluck zu trinken, doch er schaffte es wegen dem ständigen Husten nicht das Wasser zu schlucken und es landete auf der Bettdecke.
»Beruhig dich! Versuch tief ein und aus zu atmen! «, sagte Akashi, dabei streichelte er Kuroko über den Rücken. Der Größere bekam langsam Angst, da er nicht wusste was er tun sollte.
Nach ein paar Minuten hörte Kuroko endlich auf zu husten und schloss erschöpft die Augen. Sein Atem ging unregelmäßig und viel zu schnell. Akashi legte ihm sanft eine Hand auf die Stirn.
»Verdammt…«, sagte er leise, da er deutlich fühlen konnte dass das Fieber gestiegen war.
Als Akashi aufstand und das Zimmer verließ bekam der Kleine es gar nicht richtig mit. Sein ganzer Körper fühlte sich an als würde er brennen. Jeder Muskel seines Körpers war erschöpft und schwach. Er hielt seine Augen geschlossen, da er ohnehin nur verschwommene Bilder wahrnehmen konnte. Wegen dem Stechen in seiner Brust versuchte er sich nicht zu bewegen.
Nach einiger Zeit in der er regungslos da lag, konnte Kuroko Stimmen hören. Er konnte nicht verstehen was sie sagten, da sich für ihn jedes Geräusch sehr gedämmt anhörte. Aber er erkannte dass es zwei verschiedene Stimmen waren und eine davon zu Akashi gehörte, die andere kannte er nicht.
Bevor Kuroko richtig verstand was um ihn herum passierte, schlief er tief und fest ein.
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