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Der Mut in deinem Herzen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya Takao Kazunari
03.10.2014
19.05.2016
23
23.368
6
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16.11.2015 1.595
 
Akashi und Kuroko gingen zusammen in das Schulgebäude hinein. Hand in Hand gingen die beiden voran und wurden dabei von allen Schülern angestarrt. Der Blauhaarige spürte förmlich die eiskalten Blicke auf der Haut und versuchte sie so gut es ging zu ignorieren. Manche Schüler tuschelten untereinander und murmelten sich gegenseitig etwas zu, es war nicht schwer zu erraten worüber sie sprachen. Kuroko wurde dadurch unwohl und sein Blick wanderte Richtung Boden. Die Beiden blieben schließlich vor dem Klassenzimmer stehen.
»Es ist alles gut Tetsuya. «, sagte Akashi lächelnd und streichelte seinem Freund über die Wange. Ihm schienen diese neugierigen Schüler nichts auszumachen.
»Sie werden mich jetzt bestimmt auslachen. «, meinte der Kleinere bedrückt. Der Rothaarige hob sein Kinn an, damit sie sich ansahen und platzierte einen sanften Kuss auf Kurokos Wange.
»Worüber sollten sie denn lachen? Etwa darüber dass du jemanden gefunden hast, der dich von ganzen Herzen liebt? «, fragte er und umarmte den Kleineren vorsichtig. Dieser legte seinen Kopf auf die Brust des Größeren und schloss genüsslich seine Augen. Akashi hatte wohl wirklich nicht vor ihre Gefühle zu verstecken. Warum auch? Sollten doch alle sehen das sie sich liebten. Was sollte daran denn bitte falsch sein? War es denn nicht etwas worauf man stolz sein konnte?
Kuroko lächelte glücklich, sein Freund hatte recht. Bis jetzt war er immer alleine gewesen, was auch der Grund war dass jeder auf ihm herum hackte. Nun konnten alle sehen dass er jemanden an seiner Seite hatte. Und dieser jemand war kein geringerer als Akashi, einer der beliebtesten Schüler der Schule. Auf eine gewisse weiße erfüllte ihn das mit Stolz.
»Oh wie niedlich, da haben sich ja zwei gefunden. «, sagte eine bekannte Stimme sarkastisch. Die beiden sahen in die Richtung aus der sie kam und erblickten Takao. Ihr schwarzhaariger Klassen Kamerad sah wütend zu ihnen, er schien die beiden nicht gerade zu mögen. Jedoch sagte er nicht mehr viel und betrat das Klassenzimmer.
Wenige Minuten später folgten Kuroko und Akashi ihm, da sich die Schulglocke meldete und der Unterricht begann.

Die Zeit im Unterricht verging nur schleppend, man meinte der Vormittag wollte nicht enden. Akashi fühlte sich die gesamte Zeit über beobachtet, Takao hatte sowohl ihn als auch Kuroko im Blick. Irgend etwas schien gar nicht in Ordnung zu sein. Nach einer gefühlten Ewigkeit begann endlich die Mittagspause und alle stürmten aus dem Klassenzimmer.
Kuroko und Akashi verließen den Raum als letztes und gingen Seite an Seite durch den Korridor. Es war niemand zu sehen, da sich jeder einen Platz in der Kantine gesichert hatte, oder die Pause im Schulhof genoss.
»Hast du Hunger Tetsuya? «, fragte Akashi, woraufhin sein Freund schüchtern nickte. Der Rothaarige nahm lächelnd die Hand des Kleineren und zog ihn mit in Richtung Kantine. Als sie um die Ecke des Korridors gingen, stießen sie beinahe mit jemanden zusammen.
»Oh... entschuldigung. «, sagte Kuroko und verbeugte sich höflich.
Schneller als jemand hätte reagieren können, wurden Akashi und Kuroko voneinander getrennt und gegen die Wand gedrückt.
»Was zum Teufel soll das?! «, fragte Akashi gereizt und versuchte sich loszureißen, doch er schaffte es nicht. Er wurde von drei relativ großen Jungen festgehalten.
»Jetzt bist du nicht mehr so stark hab ich recht? «, meldete sich Takao, der sich genau vor den Rothaarigen stellte und fies grinste.
Akashi sagte nichts darauf, sondern sah Takao nur mit einem tödlichen Blick an.
»Schau nicht so böse, ich habe dich doch das letzte mal gewarnt. Warum bist du nicht so schlau wie unser kleines Kuro Baby? Er hätte es nie gewagt sich mit mir anzulegen. «, sagte der Schwarzhaarige grinsend und ging zu Kuroko, der von zwei weiteren von Takaos Freunden festgehalten wurde. Übertrieben sanft legte er eine Hand auf die Wange des Blauhaarigen, der seinen Kopf ängstlich zur Seite drehte.
»Du bist doch ein braver Junge, oder kleiner? «, hauchte Takao dem Kleineren ins Ohr.
»Fass ihn nicht an! «, sagte Akashi stinksauer und kämpfte weiter gegen die Arme an, welche ihn fest umklammert hielten. Er schaffte es jedoch nicht gegen drei Leute gleichzeitig anzukommen.
»Warum denn nicht? Kuroko und ich sind enge Freunde. «, meinte Takao grinsend und streichelte durch Kurokos Haare. Dabei griff er sich eine dicke Strähne und zog daran. Dem Kleineren entfuhr ein Wimmern und er versuchte sich zu befreien, doch da er von Takaos Freunden festgehalten wurde, hatte er keine Chance.
»Bitte lass das Takao-kun. «, bat Kuroko mit zitternder Stimme.
»Entschuldigung, ich weiß nicht was du meinst. Meinst du etwa das? «, fragte der Schwarzhaarige schadenfroh und riss einmal kräftig an der Haarsträhne, wodurch er dem Kleineren einen Schrei entlockte.
Akashi schaffte es inzwischen sich irgendwie zu befreien und vergrub seine Faust in Takaos Gesicht. Dieser fiel rückwärts zurück und landete am Boden.
»Ich sagte doch du sollst ihn in Ruhe lassen. «, sagte der Rothaarige kalt und wollte sich schon an Kuroko wenden. Er wurde jedoch wieder von den drei Jungen gepackt die ihn vorhin schon festgehalten hatten.
Takao richtete sich auf und spuckte etwas Blut zur Seite, durch Akashis Schlag war seine Unterlippe leicht aufgeplatzt. Wütend trat er näher an Akashi heran.
»Du magst hier sehr beliebt sein, aber ich stehe in der Rangordnung immer noch über dir. Also zeig gefälligst mehr Respekt! «, sagte er drohend und musterte Akashi voller Abscheu. Der Rothaarige grinste belustigt.
»Respekt? Vor einem Feigling wie dir? «, fragte er und verkniff sich dabei nur schwer das Lachen.
»Was hast du da gerade gesagt? «, fragte Takao zornig.
»Du hast mich schon verstanden. Du bist ein ängstlicher Feigling. Du vergreifst dich meistens an Schwächeren und wenn dir jemand gefährlich wird versteckst du dich hinter deinen Freunden, weil du zu feige bist deine Probleme alleine zu lösen. Menschen wie dich nehme ich aus Prinzip nicht ernst. «, erklärte Akashi abwertend. Irgendwie hatte er damit ja auch recht, Takao wusste selbst dass er allein gegen Akashi keine Chance hatte.
»Halt doch deine Klappe Akashi! Du hast keine Ahnung! «, fuhr Takao ihn an und packte ihn am Kragen. Akashi konnte nicht viel tun, da er von Takaos Freunden festgehalten wurde. Er zuckte aber nicht einmal mit der Wimper und schien keine Angst zu haben.
»Na mach schon Takao. Schlag zu. Ich kann mich gerade nicht wehren. «, forderte der Rothaarige und machte keine Anzeichen sich irgendwie befreien zu wollen.
Takao zögerte kurz, schlug ihm dann aber seitlich ins Gesicht. Außer dass es seinen Kopf etwas zur Seite riss, zeigte Akashi nicht viel Reaktion darauf.
»Fühlst du dich jetzt besser? «, fragte er unbeeindruckt. Er hatte absichtlich keinen Laut von sich gegeben, denn wenn er zeigte dass er Schmerzen hatte, würde es den Schwarzhaarigen nur bestärken.
Takao biss wütend die Zähne zusammen. Er war es nicht gewohnt dass jemand einen so starken Willen hatte und wusste deshalb nicht so recht damit umzugehen. Meistens fingen die Leute, die er terrorisierte, immer gleich an zu heulen oder hatten schon nach einer simplen Drohung Angst. Akashi war aber anders, er war nicht der Typ der sich ergeben unterordnete.
»Was ist hier los? «, kam es plötzlich aufgebracht neben ihnen. Anscheinend hatte jemand den Streit bemerkt und einen Lehrer verständigt.
»Das ist noch nicht vorbei! «, nuschelte Takao wütend zu Akashi, wandte sich aber schell ab und lief weg. Seine Freunde taten es ihm nach und zusammen suchten sie das Weite.
»Es ist alles gut Sensei. Es war nur eine kleine Meinungsverschiedenheit. «, sagte Akashi knapp, dann ging er zu Kuroko und nahm dessen Hand. Schnell zog er den Kleineren mit sich.


»Ich wünschte ich wäre so mutig wie du Akashi-kun.. «, murmelte Kuroko bedrückt. Die beiden saßen zusammen in der Kantine und nahmen ihr Mittagessen zu sich.
»Du bist mutig genug Tetsuya, du brauchst nur noch etwas Selbstvertrauen. «, erwiderte Akashi freundlich.
»Aber du hast vor gar nichts Angst, ich will wie du sein Akashi-kun. «, sagte der Kleinere entschlossen, worauf sein Freund ein Lächeln sehen ließ.
»Du übertreibst. Ich habe nämlich auch oft Angst. «, entgegnete der Größere freundlich. Kuroko sah ihn mit großen Augen an.
»Wirklich? «, fragte er ungläubig und Akashi nickte lächelnd.
»Ja, jeder Mensch hat Angst. Das ist ganz normal. Man muss nur lernen mutig zu sein und seine Angst zu bezwingen. Dann kann einen nichts mehr aufhalten. «, erklärte der Rothaarige, worauf Kuroko bedrückt zu Boden sah.
»Ich werde niemals so mutig sein. «, sagte er niedergeschlagen.
»Der Mut den du suchst befindet sich genau hier. «, meinte Akashi und legte Kuroko eine Hand auf die Brust. Er spürte deutlich wie das Herz des Kleineren regelmäßig und stark schlug.
Kuroko Wangen nahmen einen rötlichen Schimmer an und er wusste anfangs nicht was er sagen sollte.
»Komm schon Tetsuya, iss dein Mittagessen auf. Der Unterricht fängt bald wieder an. «, sagte der Rothaarige freundlich und fing selbst an weiter zu essen. Kuroko tat es ihm nach, war dabei aber sehr im Gedanken versunken. Hatte Akashi recht? Versteckte sich in Kurokos Herzen tatsächlich genug Mut um all seine Ängste zu bezwingen? Und wie sollte er es schaffen diesen Mut ans Tageslicht zu bringen?


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Tut mir leid das es so lange gedauert hat. 4 Geschichten am laufen zu halten ist schwerer als man denkt. Aber ich werde mich in Zukunft mehr anstrengen.
Keine Sorge, Takao gibt sich jetzt noch nicht geschlagen, es wird noch sehr spannend. Und wenn wir gerade bei Spannung sind, jetzt kommt bald jemand vor, den KEINER von euch da draußen sonderlich mag. Ich wette sogar darauf das einige sich freuen würden wenn dieser jemand vom Zug überrollt wird. Na? Wisst ihr wen ich meine? Bin ja mal gespannt. Das könnt ihr auch sein XD
Bitte lasst mir doch ein Review da um zu zeigen wie euch das Kapitel gefällt. Ich brauche gerade sehr viel Motivation >.<
Bis zum nächsten Kapitel
LG  Melli <3
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