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Der Mut in deinem Herzen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya Takao Kazunari
03.10.2014
19.05.2016
23
23.368
7
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16.10.2015 1.633
 
Akashi hatte recht gehabt. Die kühle winterliche Luft tat Kuroko sehr gut, er fühlte sich gleich um einiges lebendiger. Die vielen Sorgen, die im Kopf des Kleinen ununterbrochen herum spukten, drängten sich in diesem Moment in den Hintergrund.
Während sie durch die leeren Gassen und Straßen spatzierten, sagten sie nichts. Der Blauhaarige stapfte wortlos hinter Akashi her, der genau zu wissen schien wohin er gehen wollte.
Nach einiger Zeit kamen sie am Rande des Stadtparks an. Es war so still hier, bis auf das Rauschen des Windes und das leise Rascheln von den Blätter der Bäume, war nichts zu hören.
Als sie den Park betraten wurde Kuroko etwas unwohl. Es war so dunkel, nur vereinzelnde Laternen spendeten ihnen schwaches Licht. Der Blauhaarige drückte aus Angst die Hand des Größeren ein wenig fester und ging dichter neben ihm. Akashi sagte nichts dazu, sondern streichelte ihm lächelnd über den Kopf.
Sie gingen an einer Parkbank vorbei, die Kurokos Aufmerksamkeit erregte. Genau hier her war er gelaufen, als er von zu Hause abgehauen war. Ohne Akashi hätte er nicht gewusst wohin er gehen sollte. Seine Gedanken wanderten zu den zwei aufdringlichen Männern, die hier auf ihn gelauert hatten und auch dazu wie Akashi ihn in letzter Sekunde vor ihnen gerettet hatte. Nun breitete sich auch auf Kurokos Lippen ein Lächeln aus. Er hatte das Gefühl sich immer auf ihn verlassen zu können.
Der Rothaarige blieb nach einiger Zeit, in der sie stumm durch den Park gewandert waren, stehen. Er sah zum Himmel hinauf und schwieg dabei. Kuroko sah ihn fragend an, sagte aber nichts.
Akashi ging einen Schritt zur Seite und ließ sich dann auf den Boden nieder und legte sich in das stuppige Gras. Er verschränkte die Arme hinter seinen Nacken und sah geradewegs nach oben. Zunächst etwas verwirrt setzte sich Kuroko neben ihn.
»Was machst du denn Akashi-kun? «, fragte Kuroko neugierig. Der Angesprochene sah ihn freundlich an.
»Ist dir schon einmal aufgefallen wie wunderschön die Nacht ist? «, fragte Akashi, dann drehte er seinen Kopf wieder gerade und sah weiter nach oben, fast so als könnte er sich von dem Anblick, der sich ihm erbot nicht mehr abwenden. Kuroko konnte ein Funkeln in seinen Augen erkennen, das von Begeisterung und Faszination zeugte.
»Was ist denn da Akashi-kun? «
In Kurokos Stimme war immer noch große Neugier. Er folgte den Blick des Rothaarigen.
»Siehst du das Tetsuya? «, fragte Akashi, doch Kuroko schüttelte den Kopf und konnte sich nicht vorstellen was sein Begleiter so toll fand.
»Ich sehe den Himmel, mehr nicht. «, erwiderte Kuroko unbeeindruckt. Akashi setzte sich daraufhin auf und sah ihn fragend an.
»Ist das dein Ernst? «, fragte er unsicher, woraufhin der Kleinere zögerlich nickte. Dann lächelte der Größere liebevoll und zog Kuroko auf seinen Schoß. Er legte beide Arme um ihn und legte sich mit ihm zurück, diente ihm als Unterlage, damit der Kleine nicht auf dem kalten Boden liegen musste.
Der Blauhaarige schmiegte sich an den unter ihm liegenden Körper, genoss die Wärme die von diesem ausging und kuschelte sich in die Arme, die eng um ihn geschlungen waren.
»Du musst genauer hinsehen, dann erkennst du erst die wahre Schönheit von solchen Dingen . «, meinte Akashi und drehte Kurokos Kopf so, dass dieser direkt zum nächtlichen Himmel hinauf sah.
Im ersten Moment wusste Kuroko nicht wovon der Rothaarige sprach, tat aber das was er von ihm verlangte. Er sah genauer hin, musterte den Anblick der sich ihm erbot und nach wenigen Sekunden wusste er was Akashi meinte.
Es war wunderschön, die Sterne erstreckten sich in einer beachtlichen Anzahl über den gesamten Himmel. Jeder einzelne für sich läuchtete und funkelte, versuchte der hellste und schönste Stern zu sein. Diese wunderschöne Pracht war die ganze Zeit über Kuroko gewesen, ohne das dieser es überhaupt bemerkt hatte. Er hatte sich bis jetzt immer verschlossen und nicht auf das geachtet was um ihm herum passierte. Aber dieser Anblick zeigte ihm welch schöne Dinge er verpasste, wenn er sich in sich selbst zurück zog.
»Wenn man genauer hinsieht, findet man in allem ein schönes Kunstwerk. «, hörte Kuroko Akashis Stimme leise flüstern. Dann betrachteten sie stumm zusammen diesen Anblick, welcher sich ihnen in dieser wolkenlosen Nacht offenbarte. Egal wie lange sie hinauf sahen, sie konnten nicht genug davon bekommen.
»Weißt du Tetsuya, auch wenn es oft nicht einfach ist und auch wenn man manchmal nicht weiter weiß, gibt es immer wundervolle Dinge im Leben. Man muss nur genauer hinsehen um sie zu finden. «, sagte Akashi nach einer gefühlten Ewigkeit des Schweigens. Doch der Kleine konnte nichts sagen, da der Rothaarige sogleich weiter sprach.
»Ich habe genauer hingesehen und etwas unbeschreiblich schönes dabei entdeckt. «, meinte der Größere mit einem liebevollen Lächeln und drehte Kurokos Kopf zu sich. Sanft legte er ihm eine Hand auf die Wange.
Der Blauhaarige sah ihn mit großen Augen an, ein dunkler Rotschimmer bildete sich auf seinen Wangen und er drehte den Kopf verlegen zur Seite. Er wusste nicht recht was er jetzt darauf sagen sollte. Was meinte Akashi damit? Sprachen sie wirklich noch vom Himmel? Das fühlte sich für Kuroko jedenfalls nicht so an.
Der Rothaarige hob sein Kinn an und nahm sein Gesicht in beide Hände, dass Kuroko gar nicht anders konnte als ihn anzusehen.
Der Kleine versuchte etwas zu sagen, brachte aber kein Wort heraus. Akashis Augen zogen ihn zu sehr in den Bann. Als er anfangen wollte irgent etwas zu stottern, legte ihm der Andere einen Finger über die Lippen und unterbrach ihn somit.
»Du bist ein wundervoller Mensch Tetsuya. Ich mag dich, sehr sogar. «
Akashi machte eine kurze Pause und schien mit sich zu ringen, bevor er weiter sprach.
»Du kannst dir gar nicht vorstellen wie sehr. «, fügte er zögerlich hinzu. Kuroko legte den Kopf leicht schräg und sah ihn fragend an. Was war das? Diesen Ausdruck hatte er bei Akashi noch nie gesehen, er schien nervös zu sein und benahm sich beinahe schüchtern. Aber so schnell wie er diese Regung gezeigt hatte, verbarg er sie wieder und lächelte Kuroko liebevoll an.
»Ich... ich habe mich in dich verliebt. «, gestand der Rothaarige und egal wie rot Kuroko zuvor schon im Gesicht gewesen war, jetzt erhitzten sich seine Wangen noch mehr. Er hatte sich schon vor einiger Zeit in Akashi verknallt, doch schüchtern wie der Kleinere nun mal war, hatte er sich nie getraut etwas zu sagen. Er dachte auch immer, das jemand wie er bei einem Jungen wie Akashi niemals eine Chance hatte. Diese Worte nun von ihm, unter dem schönsten Sternen Himmel zu hören, war wie ein Traum von dem man dachte er würde nie wahr werden.
»Akashi-kun.. «, sagte Kuroko leise, etwas anderes kam ihm nicht über die Lippen so überrascht wie er war.
Akashi jedoch wusste was er nun tun wollte und zog ihn näher zu sich heran, langsam und vorsichtig. Kuroko gab diesem Zug nach und ließ sich näher an das Gesicht des Größeren heran führen.
Der Kleine hätte schwören können dass sich der funkelnde Sternenhimmel über ihnen in Akashis Augen reflektierte und sich einzelne leuchtende Funken in seine Pupillen spiegelten. Dieses Gefühl in seinem Bauch und das Pochen in seiner Brust, als würde sein Herz gleich heraus springen. So etwas hatte Kuroko noch nie gefühlt.
Als sich ihre Gesichter beinahe berührten, überwandt Akashi die letzten Millimeter und legte seine Lippen auf die von Kuroko. Dieser hatte seinen Verstand schon abgeschaltet und schloss genüsslich die Augen. Alles was er jetzt noch wahr nahm, war die Wärme des Körpers an den er sich drückte und die weichen Lippen auf seinen. Akashi schlang seine Arme enger um den zierlichen Körper der auf ihm lag und vertiefte den Kuss zärtlich. Für die beiden war nichts anders auf dieser Welt mehr von Bedeutung. Für sie existierte nur noch dieser schon so lange ersehnte Moment.
Der Kuss kam ihnen vor wie eine Ewigkeit, doch gleichzeitig wollten sie nicht das er endet und kosteten jede einzelne Sekunde davon aus. Sie wollten für immer daran festhalten. Doch leider waren sie nach einiger Zeit gezwungen sich von einander zu lösen.
Mit einem Lächeln sah Akashi ihn an und legte seinem Freund eine Hand auf die Wange.
»Ich liebe dich. «, sagte er, der liebevolle Ausdruck in seinen Augen unterstrich diese Worte.
»Ich... i-ich dich a-auch «, stotterte Kuroko beinahe unhörbar, er griff sich selbst auf die Brust, genau über den Herzen. Er wusste selbst nicht wie er beschreiben sollte was in ihm vor ging, aber es fühlte sich gut an. So gut und unbekannt, das ihm eine einzelne Träne über die Wange rann. Akashi strich sie behutsam weg und nahm den Kleineren fest in den Arm. Kuroko würde von nun an nur ihm gehören und wenn es jemand wagte Hand an ihn zu legen, dann würde derjenige dafür bezahlen. Da war es vollkommen egal wer es war. Und Kurokos Stiefvater würde er auch noch zur Rechenschaft ziehen, der sollte sich ruhig trauen noch einmal an den Blauhaarigen heran zu gehen.
Egal welche schlimmen Dinge passieren, egal was noch auf sie zu kam, es gab immer etwas wunderschönes im Leben. Auch wenn man es übersah, wie den Sternenhimmel unter dem sie lagen. Man bemerkt ihn nicht immer, aber dennoch war er immer da.


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Da war es endlich :D
Das Liebesgeständnis auf das ihr alles so lange gewartet habt. Ich habe das schon recht lange geplant. Und gebt zu, es hat sich doch gelohnt dass es erst jetzt ausgesprochen wurde. Viele von euch haben sich im letzten Kapitel aufgeregt das Akashi da nicht zu ende Gesprochen hatte. Jetzt wisst ihr warum ich mir das aufsparen wollte ;)
Was lernen wir aus diesem Kapitel? Ich wollte euch damit irgentwie eine Art Botschaft übermitteln, ich hoffe ein paar von euch haben verstanden was ich damit ausdrücken wollte *-*
Jetzt bin ich gespannt auch eure Meinung. Wie hat euch das Kapitel gefallen?
Bis zum nächsten Kapitel meine Freunde
LG  Melli <3
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