Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Der Mut in deinem Herzen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya Takao Kazunari
03.10.2014
19.05.2016
23
23.368
7
Alle Kapitel
81 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
27.02.2015 1.519
 
»Hier. «, sagte Akashi und reichte Kuroko eine Tasse heißen Kakao. Der Kleine nahm sie stumm entgegen. Er hatte seit dem Vorfall im Park nichts mehr gesagt.
»Der Kakao wärmt dich auf. Wenn ich früher traurig war, habe ich mich dadurch immer ein bisschen besser gefühlt. «, meinte Akashi lächelnd und setzte sich neben Kuroko aufs Bett. Der Blauhaarige hob die Hand in der er die Tasse hielt und nahm einen Schluck. Es fühlte sich tatsächlich gut an und in seinem Magen und seiner Brust wurde es angenehm warm.
»Danke Akashi-kun, es ist sehr lecker. «, erwiderte Kuroko höflich und nahm einen weiteren Schluck. Akashi beobachtete ihn besorgt dabei. Der Kleine sah gar nicht gut aus. Er hatte dunkle Augenringe und wirkte übermüdet. Seine Augen waren glasig und man sah in ihnen deutlich wie traurig er war. Man könnte meinen er würde jeden Moment wieder anfangen zu weinen. Er sah im großen und ganzen aus als wäre er mit den Nerven am Ende. Als er ihn so betrachtete fiel ihm eine starke Rötung auf, die sich über seine linke Wange ausbreitete. Das war zuvor noch nicht da gewesen.
»Was ist da passiert? Und bitte sag nicht wieder du bist hingefallen. «, sagte Akashi. Mit dem Handrücken strich er über die Schwellung im Gesicht. Kuroko rang sehr mit sich, eigentlich sträubte er sich dagegen etwas zu sagen. Er hatte sich angewohnt alles für sich zu behalten. Aber er schaffte es nicht mehr, in diesem Moment der Schwäche entschied er dass schweigen ihm nichts mehr brachte.
»Mein Stiefvater hat zu viel getrunken und ist ausgerastet. «, nuschelte der Blauhaarige in Richtung Boden.
»Dein Stiefvater hat dich geschlagen? «, fragte Akashi geschockt, auch wenn er sich sowas in der Art schon gedacht hatte. Er wusste auch nicht warum, aber er hatte das schon zuvor im Gefühl gehabt. Kuroko ließ ein leichtes Nicken sehen.
»Ja. Er war betrunken. Als er dann noch bemerkte das ich abhauen wollte ist er noch mehr ausgerastet. «, erklärte er dann traurig.
»Was hat er dir denn noch getan? «, fragte Akashi mit einer Mischung aus Mitgefühl und Wut.
Kuroko stellte die Tasse Kakao auf den Nachttisch und zog seinen Ärmel ein wenig mehr nach oben, sodass man seine Hand besser sehen konnte. Akashi stockte der Atmen. Die ganze Hand des Kleinen war knallrot und entzündet. Inmitten der Entzündung sah man eine Brandwunde.
»Was hat er da mit dir angestellt? «, fragte der Größere erschrocken. Sanft nahm er Kurokos Hand und betrachtete sie näher. Die Hand fühlte sich sehr heiß an.
»Mein Stiefvater ist Raucher. «, sagte der Blauhaarige knapp, als würde das alles erklären. Akashi konnte sich auch genau vorstellen was damit gemeint war.
»Warum hast du nicht früher was gesagt? Das tut sicher sehr weh! «, fragte er schließlich.
»Tut mir leid. «, erwiderte der Kleine bedrückt.
»Entschuldige dich nicht. Du kannst nichts dafür. «
Sofort sprang der Rothaarige auf und verließ das Zimmer. Für nicht ganz eine Minute war er weg, dann kam er mit einem feuchten Tuch, einer Salbe und einem Verband wieder.
»Ich kümmere mich darum, sonst entzündet es sich noch mehr. «, sagte er, dann setzte er sich wieder neben Kuroko.
Akashi nahm wieder Kurokos Hand und legte das feuchte Tuch darüber. Die kalte Nässe fühlte sich gut auf der Haut an und kühlte die Hand angenehm ab.
»Das könnte jetzt vielleicht ein wenig weh tun. «, warnte Akashi den Kleinen nach kurzer Zeit vor. Langsam fing er an mit dem Tuch die Wunde zu säubern und den Rest der Asche daraus zu entfernen. Kuroko entfuhr ein Wimmern und er drehte den Kopf zur Seite um nicht zusehen zu müssen.
"Ich bringe diesen verdammten Stiefvater um!", dachte sich Akashi dabei sichtlich wütend.
Es dauerte nicht sehr lange dann war das Schlimmste überstanden.
»Keine Sorge wir haben es fast geschafft. «, sagte der Rothaarige beruhigend, dann verteilte er eine dünne Schicht der Salbe auf der Wunde. Das war nicht mehr schmerzhaft, es fühlte sich sogar sehr angenehm an und kühlte die Wunde. Zu letzt wickelte Akashi einen kurzen Verband drum herum. Nicht zu fest, aber auch nicht zu locker. Es war fast so als würde sich Akashi mit solchen Dingen auskennen.
Als der Größere fertig war hob er Kurokos verbundene Hand und gab einen sanften Kuss darauf.
»Jetzt ist es fertig. «, sagte er dann lächelnd, worauf Kurokos Wangen ein dunkles Rot annahmen.
»Das nächste Mal wenn etwas ist sagst du es aber sofort. «, meinte Akashi und wuschelte ihm sanft über den Kopf. Kuroko sagte nichts darauf und nickte nur.
»Hast du sonst noch irgendwelche Wunden? «, fragte der Größere.
»Nur ein paar blaue Flecken, aber die heilen von selbst. «, antwortete Kuroko. Das mit den blauen Flecken wusste Akashi schon. Die hatte er schon gesehen als Kuroko krank bei ihm zu Hause lag und der Arzt ihn untersucht hatte. Kuroko hatte davon natürlich keine Ahnung, immerhin war er zu dieser Zeit im Fieberwahn gewesen. Aber es tat gut das der Kleine ihm das von selbst erzählte. Akashi hatte das Gefühl das Eis zwischen ihnen endlich gebrochen zu haben.
»Keine Sorge Tetsuya, ich lass das nicht mehr zu. Ich werde mich mal mit deinem Stiefvater unterhalten. Er wird dir nie wieder weh tun. «, sagte Akashi mit einem drohenden Unterton.
»Nein! Mach das nicht, bitte! «, platzte es sofort aus Kuroko heraus und er klammerte sich an den Arm des Größeren.
»Warum denn nicht? Ich will dass sich was verändert, so kann das nicht weitergehen. «, erwiderte der Rothaarige verwirrt.
»Das macht alles noch viel schlimmer. Er hat gesagt wenn ich jemanden davon erzähle würde er mich umbringen! Also bitte rede nicht mit ihm! «, erklärte Kuroko panisch. Akashi überlegte kurz. Was sollte er jetzt machen?
»Na gut, fürs erste werden wir nichts tun. Aber du gehst auf keinen Fall nach Hause. Ich lasse dich mit diesem Verrückten nicht mehr alleine. Du bleibst hier bei mir, bis uns eine Lösung einfällt. «, sagte er.
Akashi hätte diesem Mistkerl so gerne in die Fresse geschlagen, doch darauf musste er wohl eine Weile verzichten. Aber das er sich irgendwann an ihm rächen würde, dass nahm er sich jetzt schon groß vor.
»Danke Akashi-kun, ich wüsste nicht was ich ohne dich machen soll. Ich habe noch nie jemanden davon erzählt. «, sagte Kuroko bedrückt.
»Sag mal Tetsuya, wie lange geht das jetzt schon so zwischen dir und deinem Stiefvater? «
Kuroko sah mit starren und traurigen Blick nach vorn.
»Seit meine Mutter vor vier Jahren gestorben ist. Anfangs hat er mich nur angeschrien, bis er irgendwann anfing zu trinken und dann....«
Der Kleine brach in seiner Erklärung ab, den Rest konnte sich jeder mit einem halbwegs guten Menschenverstand selbst denken. Damit hatte Akashi nun wirklich nicht gerechnet. Kein Wunder dass Kuroko jedes Selbstvertrauen fehlte, wenn er seit vier Jahren wie Dreck behandelt wurde.
Als Akashi bemerkte dass dem Kleinen ein Paar Tränen über die Wange rannen, nahm er ihn beschützend in den Arm.
»Ganz ruhig. Denk nicht mehr daran, jetzt bist du hier bei mir und dir wird niemand etwas tun. Das ist alles was zählt. «
Er wünschte sich ihn nie wieder loslassen zu müssen und ihn immer in seiner Nähe zu haben, damit er ihn beschützen konnte. Der Blauhaarige lehnte sich mit seinem ganzen Gewicht an Akashis Brust und schloss die Augen. So saßen sie lange Zeit still da, bis Kuroko ein leises Gähnen entfuhr.
»Möchtest du schlafen? «, fragte Akashi lächelnd. Kuroko nickte und sah den Rothaarigen müde an.
»Gut, du kannst gerne im Bett schlafen, dann schlafe ich im Wohnzimmer auf der Couch. «, sagte er. Er drückte den Kleinen aufs Bett zurück und deckte ihn zu, dann stand er auf. Kuroko hielt aber seine Hand fest.
»Nein! «, sagte der Kleine schnell.
»Es macht mir wirklich nichts aus auf der Couch zu schlafen. Du kannst das Bett gerne haben. «, erklärte er freundlich und wollte sich schon wieder abwenden. Aber Kuroko schüttelte leicht den Kopf und vergrub sich mehr in der Bettdecke.
»Bitte geh nicht weg. Ich will nicht alleine sein. «, nuschelte er leise hervor.
»Sollen wir beide hier schlafen? «, fragte Akashi lächelnd. Wieder einmal sagte Kuroko nichts, sondern nickte.
»Na gut, dann rück ein Stück. «, sagte der Größere dann freundlich, worauf Kuroko ihm ein wenig mehr Platz machte. Dann legte er sich neben ihn.
»Und jetzt ruhst du dich aus, okay? «, fragte Akashi. Daraufhin kuschelte sich Kuroko sofort an ihn und schloss die Augen, seinen Kopf hatte er zwischen Schulter und Brust des Rothaarigen gelegt. Der Kleine entspannte sich überraschend schnell und nach ein Paar Minuten war nur noch ein ruhiges Atmen zu hören. Wenig später war er auch schon in Akashis Armen eingeschlafen.
»Gute Nacht Tetsuya. «, flüsterte Akashi, obwohl der Kleine ihn gar nicht mehr hörte. Nachdem er ihn einige Zeit beobachtet hatte, schloss er selbst die Augen und versuchte zu schlafen.










__________________________________________________________

Liebe, liebe, liebe *---* <3 XD
Ja, ich bin in letzter Zeit sehr emotional beim Schreiben XD
Keine Angst, zu lange lasse ich euch nicht warten, der Stiefvater kriegt sehr bald in die Fresse, versprochen. Ich dachte mir nur ein oder zwei Kapitelchen ohne Gewalt und so tun unserem lieben Tetsu auch mal gut XD
Ich würde mich sehr über ein kleines Kommi freuen *---*
Bis zum nächsten Mal :D
LG  Melli <3
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast