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Der Mut in deinem Herzen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya Takao Kazunari
03.10.2014
19.05.2016
23
23.368
6
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22.02.2015 1.493
 
Kuroko lag zusammen gekauert auf einer Parkbank und umarmte seine eigenen Knie. Sein Gesicht war knall rot und noch ein wenig feucht von seinen Tränen. War es denn richtig was er getan hatte? Einfach wegzulaufen schien ihm die perfekte Lösung zu sein. Aber wenn er so darüber nach dachte, war gerade diese Lösung sein größtes Verhängnis. Irgentwann musste er doch wieder nach Hause und egal wann das war, es würde sein Ende sein. Sein Stiefvater würde ihn sicher zu Tode prügeln. Und auch wenn er nicht nach Hause kommen würde, würde er ihn mit Sicherheit irgentwann finden. Bei diesem Gedanken zitterte der Kleine am ganzen Körper. Große Angst breitete sich in ihm aus und seine Gedanken wurden von Zweifel überschüttet.
Umso länger Kuroko in der nächtlichen Dunkelheit lag, umso schlechter fühlte er sich. Nur eine Straßenlampe neben der Parkbank spendete ihm ein wenig Licht. Sein Blickfeld betrug nicht ganz fünf Meter, nach dieser Entfernung wurde alles schwarz. Nur unscharfe Umrisse konnte man auf dieser Distanz erkennen.
Plötzlich konnte man Schritte hören, die immer näher kamen. Kuroko sah in diese Richtung, doch konnte er vom Fernen nicht erkennen wer da auf ihn zu kam.
»Akashi-kun? «, fragte er mit zitternder Stimme. Der Kleine setzte sich auf und sah weiter in diese Richtung. Doch die Hoffnung dass es Akashi war schwand von Sekunde zu Sekunde mehr. Bald erkannte Kuroko den Umriss von zwei verschiedenen Personen.
»Wen haben wir denn da? «, fragte eine belustigte Stimme.
»Sieht aus wie ein Junge der sich hier im Park verirrt hat. «, antwortete eine zweite Stimme.
Kuroko lief es eiskalt den Rücken runter. Sein Gefühl sagte ihm er sollte schnell weglaufen, doch sein Körper bewegte sich kurz nicht.
Zwei Männer kamen nun zu ihm und setzten sich neben ihn auf die Parkbank.
»Was ist denn los Kleiner? Du siehst so traurig aus. «, sagte der eine und legte ihm gleich einen Arm um die Schulter.
»Erzähl uns doch was dir auf der Seele liegt. «, mischte sich der andere ein.
Kuroko schluckte schwer und schob den Arm vorsichtig von sich runter.
»Nichts, mir gehts gut. «, erwiderte der Blauhaarige und stand auf um so schnell wie möglich zu verschwinden.
»Ach komm schon. Wir wollen nur nett sein, rede mit uns. «, meldete sich wieder einer der beiden, während der andere Kurokos Hand nahm und ihn wieder rückwerts auf die Bank zog, sodass er wieder zwischen den Beiden saß.
»Bitte, ich will alleine sein. «, sagte der Kleine unsicher.
»Alleine zu sein ist doch so schrecklich einsam. Ein so hübscher Junge wie du sollte beachtet werden. «
Der düstere Unterton in dieser Stimme ließ Kuroko am ganzen Körper erschaudern. Der Mann links von ihm zog den kleinen ein wenig näher an sich heran und verwickelte ihn in eine enge Umarmung.
»Komm mit uns, dann bist du nie wieder einsam. «, flüsterte er Kuroko in Ohr, der sich sofort losriss.
»Nein danke, ich komm schon klar. «, sagte der Blauhaarige und versuchte selbstbewusst zu klingen, doch das Zittern seines Körpers war deutlich zu erkennen.
»Aber du musst doch keine Angst vor uns haben, wir wollen uns nur mit dir anfreunden. «, sagte der Mann rechts von Kuroko und auch er umarmte ihn. Sanft legte er ihm eine Hand auf den Oberschenkel und begann ihn dort zu streicheln. Dem Kleinen wurde unwohl. Er wollte die Hand packen und sie von sich schieben, aber dazu kam er nicht mehr. Der andere Mann, der zu seiner Linken saß, packte seine beiden Hände und hielt sie fest. Durch die Brandwunde die Kuroko dort hatte, musste er einen Schrei unterdrücken.
»Was wollt ihr von mir? «, fragte er, die Angst stand ihm ins Gesicht geschrieben.
»Sagten wir doch schon. Wir wollen uns mit dir anfreunden. «
Die beiden standen plötzlich auf und zogen Kuroko mit sich hoch. Sie packten ihn jeweils an der linken und an der rechten Hand, dann gingen sie los und zogen ihn hinter sich her.
»Lasst mich los! «
Kuroko wehrte sich so gut er konnte, doch er schaffte es nicht gegen den starken Griff der Beiden anzukommen.
»Bitte, ich will nicht mitkommen! «, sagte er, während er immer wieder versuchte sich loszureißen.
Die beiden ignorierten Kuroko einfach und zogen ihn weiter vorwärts. Langsam breitete sich Panik in ihm aus, denn er konnte sich weder wehren noch weglaufen.
»Hey! «, schrie eine Stimme zu ihnen herüber. Die Beiden Männer blieben sofort stehen und sahen sich um.
»Wer ist da? «, fragten sie wie aus einem Mund. Auch Kuroko blickte um sich. Die Miene des Kleinen hellte sofort auf, als er Akashi einige Meter entfernt sah.
»Was genau hattet ihr mit ihm vor? «, fragte Akashi wütend, während er mit schnellen Schritten auf sie zu ging. Seinen Blick konnte man nicht genau deuten, doch eines war sicher. Er war den beiden Männern nicht freundlich gesinnt.
»Nichts besonderes. Wir wollten nur Freundschaft mit ihm schließen. «, antwortete einer der Beiden lächelnd. Akashi blieb direkt vor ihnen stehen.
»Ach wirklich? Für mich sah das aber nicht danach aus! «, sagte er drohend. Dann packte er die Hand eines der Männer und drückte sie so fest zu wie er nur konnte. Der Rothaarige hatte einiges an Kraft in den Händen und Kuroko hätte schwören können ein lautes Knacken zu hören, als ob das Handgelenk des Mannes brechen würde. Akashi fing an die gegriffene Hand zu verdrehen. Dem Mann entfuhr ein Schmerzensschrei und er versuchte augenblicklich sich von Akashis Griff zu befreien. Doch er schaffte es nicht, der Rothaarige ließ ihn nicht davon kommen.
»Ich sag euch mal was. Ihr werdet jetzt sofort verschwinden! Und betet darum dass ihr mir nie wieder begegnet, sonst ist deine gebrochene Hand noch das netteste was ihr von mir bekommt. «, drohte er ihnen in einem ruhigen und zugleich bösen Tonfall. Dann ließ er die Hand los und der Mann wich zurück. Er sah zuerst auf seine verletzte Hand und dann auf Akashi. Sein Freund ging näher zu ihm und stellte sich neben ihn.
»Wir wollten keinen Ärger machen. Wir haben nur Spaß gemacht, wir wollten ihm nichts tun. «, meinte er mit einem hörbar gespielten Lachen.
»Haut endlich ab! «, fuhr der Rothaarige sie an. Die beiden schienen dadurch ein wenig eingeschüchtert und liefen davon. Kurz sah Akashi ihnen hinterher, dann wandet er sich ab.
»Solche Typen kann ich nicht ausstehen. Wenn sie jemanden sehen den sie für schwächer halten, meinen sie mit ihm machen zu können was sie wollen. «, sagte er mit Abscheu in der Stimme. Kuroko sah ihn starr an. So hatte er Akashi ja noch nie erlebt.
Als der Größere sich an Kuroko wandte, wurden seine Gesichtszüge wieder sanft und nett.
»Ist alles okay? Haben sie dir weh getan? «, fragte er, doch der Blauhaarige schüttelte den Kopf und sah dann traurig zu Boden. Akashi kam näher zu ihm und legte ihm eine Hand auf die Schulter, was den Kleinen wieder aufschauen ließ.
»Ich bin froh dass dir nichts passiert ist Kleiner. «, sagte Akashi und lächelte ihn freundlich an. Sein Blick war so warm und aufrichtig. Kuroko kannte das einfach nicht, er wollte aber immer so angesehen werden. Mit Zuneigung und Freundlichkeit und nicht so abwertend und voller Hass wie sonst. Dem Kleinen kamen Tränen in die Augen, weshalb wusste er jedoch nicht so genau. War es vor Trauer, weil er diesen Blick all die Jahre nicht einmal bekam und nur Verachtung kannte? Oder war es vor Freude, da er nun jemanden gefunden hatte dem er bedingungslos vertrauen konnte?
Diese Fragen blieben ungelöst, aber die Antwort interessierte Kuroko auch nicht wirklich. Ohne dass er genau darüber nachdachte was er da tat fiel er Akashi um den Hals und drückte sich so fest es ging an ihn. Sein Gesicht vergrub er in der Brust seines Gegenübers und fing plötzlich an zu weinen.
Akashi war im ersten Moment ein wenig überrumpelt, doch es dauerte keine zwei Sekunden, dann bildete sich ein Lächeln auf seinen Lippen und er legte seine Arme schützend um Kuroko.
»Jetzt ist alles gut, ich bin ja bei dir. «, beruhigte er den Kleinen, während er ihm sanft am Rücken streichelte.
Kuroko wurde augenblicklich warm ums Herz, es fühlte sich gut an jemanden zu haben bei dem er seine Gefühle zeigen konnte. Jemanden der ihn in den Arm nahm und tröstete.
Eine Weile standen sie einfach nur so da. Sie umarmten sich, bis sich die Kälte der Nacht immer mehr in ihnen ausbreitete und sich ein Zittern bei beiden bemerkbar machte.
»Du kommst jetzt mit zu mir nach Hause. Dann erzählst du mir warum du weggelaufen bist, okay? «, fragte er und streichelte ihm über den Kopf. Der Kleine nickte fast unmerkbar, dann gingen sie Hand in Hand zusammen los.






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Jetzt mal ne kleine Frage...war das zu viel Schnulze? Ich bin beim schreiben ein wenig emotional geworden XD
Ich hoffe das es nicht zu viel von **SWEEEEET** geworden ist XD
Aber mal ehrlich, so war das Kapitel nicht geplant, bin ein wenig abgeschweift :D
Egal, wie auch immer XD
Bis zum nächsten Mal Freunde und schreibt brav ein Review sonst kommen zwei böse Männer zu euch XD
LG  Melli <3
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