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Der Mut in deinem Herzen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 Slash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya Takao Kazunari
03.10.2014
19.05.2016
23
23.368
6
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03.10.2014 1.118
 
Kuroko wusste nicht wie lange er schon dort am Boden lag. Es fühlte sich an wie eine nie endende Ewigkeit, doch gleichzeitig auch wie ein kurzer Augenblick. Warum war er so schwach? Womit hatte er das nur verdient?
Es war nicht das erste Mal dass ihm so etwas passierte und es wird auch bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein.
Ihm tat alles weh, doch trotzdem setzte er sich auf und sah ein wenig benommen um sich. Es wurde schon langsam dunkel. Hatte er wirklich so lange auf dem kalten Boden gelegen? Seine Klamotten waren schmutzig und er strich sich darüber um den Dreck von seinen Körper zu entfernen. Dabei bemerkte er dass er nicht nur dreckig, sondern auch nass war. Hatte es etwa angefangen zu regnen? Nein. Das war nicht ganz richtig, es regnete immer noch. Langsam versuchte er aufzustehen, zuckte jedoch zusammen und hielt sich seinen schmerzenden Bauch. Es dauerte eine weile, dann stand er wacklig auf den Beinen und machte sich langsam auf den Weg nach Hause.
Der Regen wurde immer stärker, doch egal wie sehr sich Kuroko beeilen wollte, er kam nicht schneller voran. Als ihm dann wieder ein stechender Schmerz durch den Bauch bis in die Brust fuhr blieb er schlagartig stehen und biss die Zähne zusammen. Er schloss die Augen und versuchte sich zu beruhigen während er bewusst ein und aus atmete.
„Ganz ruhig…es wird sicher bald nicht mehr weh tun…“, sagte er sich selbst im Gedanken.
Inzwischen war der Kleine schon vollkommen durchnässt, doch es war ihm mehr oder weniger egal. Seine Gesundheit lag niemanden am Herzen, warum sollte er sich dann selbst darüber Gedanken machen.
Nach einer Weile des Gehens hörte er plötzlich eine Stimme hinter sich.
»Tetsuya? Was machst du denn bei diesem Regen hier draußen? «
Kuroko drehte sich um und erblickte jemanden mit dem er am aller wenigsten gerechnet hatte. Es dauerte kurz bis er realisierte wer da vor ihm stand. Es war Akashi, der ihn sowohl skeptisch als auch fragend musterte.
»Ähm…also…Ich…«, begann Kuroko unsicher.
Akashi trat näher an ihn heran. Er hielt einen Schirm in der rechten Hand, der ihn vor dem dichten Regen schützte. Nicht ganz einen Meter von Kuroko entfernt blieb er schließlich stehen und die beiden sahen sich kurz stumm an. Aber diese Stille dauerte keine Minute lang an.
»Was ist denn da passiert? «, fragte Akashi. Er hob seine Hand und legte sie auf Kurokos linke Wange, die sehr angeschwollen war. Sein Auge hatte ebenfalls eine dunkelblaue fast schon violette Umrandung.
»Ach nichts. «, erwiderte der Blauhaarige knapp. Schnell drehte er seinen Kopf zur Seite und Akashi ließ seine Hand wieder sinken. Mit dieser Antwort war er sichtlich unzufrieden.
»Das sieht mir aber nicht nach „Nichts“ aus. «, meinte Akashi dann hartnäckig.
»Wer war das? «, fragte er dann, da Kuroko kein Wort mehr sagte. Aber diese Frage wurde nur mit weiterem Schweigen beantwortet, deshalb gab er auf und nahm sich vor zu warten bis der Kleine es ihm von selbst erzählen würde.
»Ich sollte jetzt nach Hause gehen Akashi-kun. Auf Wiedersehen. «, verabschiedete sich Kuroko plötzlich mit einer kleinen Verbeugung und wollte schon davongehen.
»Warte Mal Tetsuya. «, sagte Akashi schnell, worauf der Blauhaarige sofort stehen blieb und sich wieder zu ihm umdrehte. Kuroko sah ihn fragend an.
»Du bist ja vollkommen durchnässt. «, stellte sein Gegenüber fest. Dann ging er noch näher an Kuroko heran, sodass sie nun beiden durch den Schirm vor dem Regen geschützt waren.
»Wenn du willst können wir ein Stück gemeinsam gehen. «, schlug Akashi vor, worauf Kuroko zögerlich und fast unmerkbar nickte.
»Dann komm. «, fügte der Größere noch schnell hinzu.
Ohne weitere Zeit zu verlieren setzten sich die Beiden in Bewegung. Sie gingen eng aneinander gedrängt, da Akashis Schirm nicht sonderlich groß war.
Warum war Akashi nur so freundlich zu ihm? Sie hatten doch keinen Kontakt miteinander, wenn man die Schule jetzt mal wegließ. Und auch dort herrschte ein großer Unterschied zwischen den Beiden. Akashi war einer der beliebtesten Schüler der gesamten Schule. Er war selbstbewusst, stark und einfach ein perfekter Anführer. Jeder respektiere ihn und keiner wagte es sich mit ihm anzulegen. Kuroko war das komplette Gegenteil. Er war schüchtern, schwach und jeder ließ seine Launen an ihm aus. Aber er wehrte sich nicht, dazu hatte er einfach nicht den Mut. Verglichen zu Akashi war Kuroko doch ein Niemand. Diese Meinung hatte der Kleine jedenfalls von sich selbst.
Der Blauhaarige war so in seine Überlegungen vertieft, er hatte gar nicht bemerkt dass er seinen Wegbegleiter unentwegt anstarrte.
»Was ist denn? Warum siehst du mich so an? «, fragte Akashi verwirrt.
Aus den Gedanken gerissen erschrak Kuroko und sah blitzschnell zur Seite. Dann gingen sie eine Weile still nebeneinander her.
Die stechende Kälte die in der Luft lag drückte sich zehrend an Kurokos durchnässten Körper und er zitterte stark. Es dauerte keine fünf Minuten und er fror als würde er nackt im kalten Schnee liegen. Der Wind wurde immer stärker und bald wurden Kurokos Hände, genauso wie seine Füße und sein Gesicht taub vor Kälte.
»Alles in Ordnung Tetsuya? «, fragte Akashi. Er hatte das starke Zittern des Kleinen bemerkt, da sie eng nebeneinander unter dem Schirm gingen.
»Ja…«, entgegnete Kuroko leise.
Mit jedem Schritt den der Blauhaarige ging wurde er müder und erschöpfter. Bald breitete sich ein starkes Schwindelgefühl in ihm aus und er schwankte bedenklich. So schaffte er es nur schwer mit Akashi Schritt zu halten, denn selbst das Atmen fiel ihm schwer. Es fühlte sich an als hätte er eine stechende Blockade in der Brust. Der Kleine ging immer wackliger, bis er nach kurzer Zeit zur Seite kippte, da seine Beine sein eigenes Gewicht nicht mehr trugen.
Akashi, der ihn unbemerkt beobachtet hatte, erschrak und schaffte es noch rechtzeitig ihn aufzufangen.
»Tetsuya? Hörst du mich?! Was hast du denn?! «, fragte Akashi erschrocken, doch diese Fragen blieben unbeantwortet. Er hielt den Kleinen im Arm und rüttelte ihn, doch auch darauf gab es keine Reaktion.
Akashi betrachtete besorgte den bewusstlosen Kuroko, der hörbar schwer atmete. Außerdem fiel ihm auf das die Wangen des Kleinen stark gerötet waren, deshalb legte er ihm sanft eine Hand auf die Stirn. Kuroko glühte förmlich, er schien hohes Fieber zu haben.
Akashi hob ihn vorsichtig hoch und eilte davon um ihn ins Warme zu bringen. Hier draußen würde sich der Kleine in diesem Zustand nur den Tod holen.






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Hi
Ich hab mir gedacht ich schreib eine zweite Kuroko no Basket Geschichte ^^
Die andere werde ich natürlich nicht vernachlässigen, ich hatte nur mal Lust auf Abwechslung :D


Und zum Schluss noch eine kleine Widmung:        

Für meine Skype-Freundin Honey-chan ^^
Danke, ohne dich wäre ich nie drauf gekommen eine AkaKuro Geschichte zu schreiben XD


Bis zum nächsten Kapitel Leute XD
LG  Melli <3
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