Ewig

DrabbleAllgemein / P12
03.10.2014
11.10.2015
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Hallöchen! Hier mein Beitrag zum Classical Drabble für Wasserfraeulein! Ich wünsche viel Spaß!  (Zweimal zweihundert Worte)


Am Anfang war das Chaos.
Ohne Ordnung oder Ziel war es in sich selbst, schwebend im Nichts. Sterne entstanden und verschwanden wieder. Ganze Galaxien, dem Zufall ausgeliefert.
Bis das Chaos zwei Kinder aus sich selbst hervorbrachte: das Leben – und den Tod. Diese bekamen wieder Kinder und diese wieder und wieder und wieder…
Je größer die Zahl der Nachkommen des Chaos aber in ihm wurde, desto mehr veränderte es sich. Es verwandelte sich in die Ordnung. Monde suchten sich Planeten, Planeten Sterne, Sterne Galaxien, Galaxien formten Throne für die Obersten der Ordnung Kinder. Alles hatte seinen festen Platz und von überall her konnte man die unzähligen Lichter sehen, die in der Ferne funkelten. Die Ordnung wurde zu einem Kosmos der Harmonie.
Nun war es so, dass jeder Nachkomme seinen ganz eigenen Charakter besaß, je nachdem ob er aus einem oder der Verbindung von zwei Anderen heraus entstanden war, doch einer hob sich von allen nochmal besonders ab, da er der Sohn von Leben und von Tod war: Mars
Mars war der festen Überzeugung, dass in der Harmonie der Dinge schlussendlich alles zu absolutem Stillstand kommen, und damit sämtlicher Wert seiner Eltern verlöschen würde. Es gab nur einen Weg, dies zu verhindern…


Áine schwebte über ihrem Hort, hunderte, vielleicht tausende andere Nachkommen der Ordnung hinter sich. Leben für die sie nun verantwortlich war, denn sie hatten sie dazu auserwählt, sie in dieser dunkelsten Stunde der Kinder zu leiten und zu führen. Mars, von allen nur noch „der Kriegsbringer“ genannt, hatte weit ab, in den hintersten Winkeln des Kosmos eine Armee aufgebaut, die geradewegs auf Áines Hort zumarschierte und dabei alles in ihrem Weg zerstörte. Planeten verglühten in ihren Sternen, selbige wurden aus ihren Umlaufbahnen gerissen und trudelten erkaltend durch das All. Chaos hielt wieder Einzug. Ihre Zahl überstieg die Áines Getreuer um ein Vielfaches.
So sollte sich die wahre Bedeutung von Mars‘ Eltern erfüllen. Leben und Tod, die miteinander rangen im jeweiligen Glauben und Bestreben, dadurch die Welt zu erhalten.
Doch trotz ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit vermochten sie sich nicht gegen die Kinder der Ordnung zu behaupten. Einzig Mars selbst besiegte jeden, der sich ihm in den Weg stellte. Als letztendlich Áine vor ihm stand, entbrannte ein Kampf, der bis heute seinesgleichen sucht. Mars‘ Siegeswille war so stark, dass er selbst im Sterben noch Áine und viele andere mit sich in den Tod riss. Und eines seiner Kinder sollte ihn überleben: Der Krieg.
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