Der kleine Prinz: Der Planet der Schlange

OneshotAbenteuer, Freundschaft / P12
02.10.2014
02.10.2014
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Das Wichtigste zuerst:
Der kleine Prinz gehört nicht mir! Alle Rechte gehören Antoine de Saint-Exupéry und den Produzenten der TV Serie!!!


Ich weiß selbst nicht, was mit mir los ist.
Da mache ich einmal seit Monaten wieder den TV an und verliebe mich in eine Kleinkinderserie.
Oh. Mein. Gott.

Ich warne euch allerdings vor, denn das hier ist keine Geschichte für kleine Kinder, denn ich habe mir die Freiheit genommen, es etwas erwachsener zu schreiben ;).

War nur eine sehr spontane Idee und sorry falls Fehler drin sind, denn ich habe bisher noch nicht viele Folgen dieser Serie gesehen (ich schaue die ehrlich gesagt nur, wenn ich dran denke).
Naja vielleicht gefällt es dem ein oder anderen ja :). Feedback wäre jedenfalls toll.

Vielen dank und viel Spaß beim Lesen :D.

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Der kleine Prinz:
Der Planet der Schlange


Es war so weit.

Nach so vielen Reisen und so vielen Abenteuern hatten es der kleine Prinz und sein treuer Freund Fuchs es endlich geschafft, auf ihren Heimatplaneten zurückzukehren.
Doch schockiert stellten sie fest, dass die Schlange schneller war, als sie es hätten sein können. Von seiner geliebten Rose war weit und breit nichts zu sehen gewesen und er hatte beinahe seine Hoffnung aufgegeben, wäre da nicht Fuchs gewesen. Er war es, der ihn wieder hat hoffen lassen und durch ihn waren die beiden Freunde nun auf dem Weg zum Planeten der Schlange.

Es war eine lange und beschwerliche Reise quer durch die Galaxie.
Sie hatten jeden Bewohner befragt, den sie auf ihrer Reise gefunden hatten, doch kaum einer hatte ihnen eine vernünftige Auskunft zum Planeten, auf welchem die Schlange lebte, geben können.

Immer tiefer und tiefer waren sie in die Galaxie vorgedrungen und immer mehr hatte der kleine Prinz seine Hoffnung verloren. Nicht einmal mehr Fuchs war in der Lage, seinen Freund aufzuheitern.

Am Ende ihrer Reise hatten sie den Planeten der Schlange zwar gefunden, doch alle Hoffnung war bereits aus seinem Körper verschwunden. Seine Seele spiegelte die Dunkelheit des Planeten wieder, auf welchem sich die beiden Freunde nun befanden. Trugbilder täuschten ihre Augen, versuchten sie auf die falsche Fährte zu lenken und beinahe hätte es auch funktioniert. Doch so schnell würden sie nicht aufgeben!

Ihr Weg führte sie durch unendliche Dunkelheit und Fuchs sträubte es das Fell, als er sich die finstere Umgebung dieses unheimlichen Planeten genauer betrachtete.

„Kleiner Prinz. Ich sage es ja nur ungerne aber…ich habe Angst.“

Der kleine Prinz richtete seine Augen auf seinen Freund und schenkte ihm ein sanftes Lächeln.

„Das musst du nicht Fuchs, ich bin doch bei dir.“

Fuchs wollte etwas darauf erwidern, als ihn ein Knurren davon abhielt.
Sein Nackenfell sträubte sich und er presste sich gegen das Bein seines Freundes.
Voller Angst suchten seine Augen die Umgebung ab und der kleine Prinz tat es ihm gleich und ein Schauder ging auch durch seinen Körper, als er das Paar glutroter Augen sah, welches sich auf ihn richtete. Dann noch eines und noch eines, bis es so viele wurden, dass er sie nicht mehr zählen konnte. Ein tiefes, bedrohliches Knurren zerriss die Stille um sie herum und die Kreaturen der Dunkelheit kreisten sie langsam ein, kamen näher und näher.

„Oh kleiner Prinz, bitte…mach doch etwas!“

Immer enger zogen die dunklen Kreaturen ihre Kreise und jetzt erst konnte der kleine Prinz sie auch erkennen. Es waren Wölfe. Riesige Wölfe mit einem Fell, schwarz wie die tiefste Nacht. Ihre Klauen gruben sich in die tote Erde unter ihren riesigen Pranken. Heißer Geifer rann von ihren Reißzähnen und das Nackenfell sträubte sich in der Vorfreude auf das bevorstehende Mahl.

„Ich kann nichts machen Fuchs. Ich habe meine Kräfte verloren.“

Die Augen des kleinen Fuchses weiteten sich vor Furcht und er wich immer weiter zurück, als einer der riesigen Wölfe seine Augen auf ihn richtete und ihn anknurrte.

„Ohne deine Kräfte sind wir verloren! Was sollen wir jetzt machen?“

„Ich weiß es nicht Fuchs. Ich weiß es nicht…“

Gerade als Fuchs erneut etwas erwidern wollte, zuckte er zusammen, als ein schadenfrohes, tiefes Lachen die Finsternis durchbrach und eine Gestalt baute sich vor ihnen auf.
Eine Gestalt, die der kleine Prinz schon viel zu oft gesehen hatte…

„Schlange!“

Die riesige Kobra erhob sich aus der Dunkelheit.
Ihre Augen glühten regelrecht und ihre Reißzähne funkelten bedrohlich, als sich ihre Lippen zu einem hämischen Grinsen verzogen.

„Hallo mein Junge. Wie ich sehe hast du es doch noch auf meinen Planeten geschafft. Amüsierst du dich auch gut?“

Die Worte trieften nur so vor Spott und Hohn.

„Wo ist sie?!“ fauchte der kleine Prinz, die höhnische Frage der Schlange ignorierend.

„Wo ist wer? Ohhh ach so. Ich vergaß. Du suchst nach deiner geliebten, kleinen Rose, nicht wahr? Es tut mir Leid, aber du wirst sie nie wieder sehen. Sie wird für immer auf diesem Planeten bleiben und mein sein und du wirst nichts dagegen unternehmen können, da auch du schon bald von der Dunkelheit geholt wirst. Noch nie hat jemand meinen Planeten verlassen und du wirst keine Ausnahme sein, kleiner Prinz.“

„Nein! Das werde ich niemals zulassen! Ich werde sie finden und dann bringe ich sie wieder zurück auf unseren Planeten und dich, Schlange, werde ich für all deine schrecklichen Taten büßen lassen!“

Wieder durchschnitt dieses dunkle Lachen die Finsternis um sie herum.

„Ach ja? Wirst du das? Das will ich mit meinen eigenen Augen sehen. Schaffst du es durch die Finsternis zu wandern und die schrecklichen Prüfungen zu bestehen, die ich dir in den Weg gelegt habe? Glaubst du, du hast die Kraft dazu dich mir in den Weg zu stellen? Kommst du der Rose zu nahe, dann verschlinge ich dich und deinen pelzigen Freund mit Haut und Haar.“

Die Schlange kroch auf ihn zu und beugte ihren gewaltigen Kopf herunter um ihm in die Augen sehen zu können.

„Ich sehe die Furcht in deinen Augen, keiner Prinz. Ich kann sie sehen und riechen. Du wirst es niemals bis zu deiner Rose schaffen.“

Und mit einem erneuten Lachen löste sich die Schlange in einer schwarzen Rauchwolke auf und zurück blieb nur noch das Knurren der hungrigen Wölfe, die ihre Kreise wieder enger zogen.

Der kleine Prinz fiel auf die Knie und vergrub die Hände in seinen kurzen, blonden Haaren.
Fuchs presste seine Schnauze in seine Seite, versuchte seine Aufmerksamkeit zu erregen.

„Bitte kleiner Prinz, steh auf! Sie sind gleich hier! Ignoriere die Worte der Schlange, du weißt, dass es Lügen sind!“

Doch der kleine Prinz regte sich nicht.

Er hatte all seine Hoffnung verloren.

„Komms schon, wir haben schon so viele Abenteuer bestanden und so vielen Schurken das Handwerk gelegt. Wir sind so kurz vor dem Ziel. Du willst doch jetzt nicht aufgeben!“

Immer noch keine Antwort und Fuchs fletschte nun seinerseits die Zähne, als sich einer der Wölfe aus dem Kreis absonderte und langsam auf ihn zutrat.

„Kleiner Prinz, dieser Planet versucht uns mit seinen Trugbildern zu verwirren. Bitte, reiß dich zusammen! Diese Monster sind nicht real! Gib deine Hoffnung nicht auf! Du musst sie zurückbekommen!“

Um seinen Worten mehr Kraft zu verleihen, schnappte Fuchs kurzerhand mit seinen Zähnen nach der Hand des kleinen Prinzen und es zeigte sogar Wirkung, denn der Junge erhob seinen Kopf und war wieder ansprechbar.

„Aua! Fuchs! Hör auf damit! Was soll das?!“

„Jetzt ist keine Zeit für Diskussionen kleiner Prinz. Hol uns hier raus. Schnell!“

Die Wölfe traten näher und näher. So nahe, dass sie bereits ihren fauligen Atem riechen konnten.

„Du hast Recht Fuchs. Sie sind nicht real…“ flüsterte der kleine Prinz und er schloss seine Augen, versuchte sich zu konzentrieren und an etwas anderes zu denken.

Vor seinem inneren Auge sah er seine Rose, wie sie ihn freudig anlachte und dies gab ihm die Kraft, die er benötigte, um sich aus dieser Finsternis zu retten. Seine stahlblauen Augen öffneten sich wieder und er erhob sich auf die Beine. Seine Augen fixierten einen der schwarzen Wölfe, der ihn bedrohlich anknurrte und sich zum Sprung bereit machte.

„Du bist nicht real!“

Der Wolf öffnete seinen Rachen und brüllte, doch der kleine Prinz trat mutig einen Schritt auf ihn zu.

„Du bist NICHT real! Verschwinde und lass uns unseres Weges ziehen! Du bist nur eine Ausgeburt meiner Fantasie, ein weiteres Trugbild auf das ich nicht hereinfallen werde! Verschwinde!“

Und seine Worte zeigten Wirkung, denn der Wolf löste sich langsam in schwarzem Rauch auf und nach und nach verschwanden auch die anderen Wölfe, bis nur noch der kleine Prinz und sein Freund Fuchs übrig blieben.

„Das war super kleiner Prinz, du hast es geschafft!“

Mit einem Lächeln kniete sich der junge hin und streichelte dem Fuchs über den Kopf.

„Ohne dich hätte ich das nie geschafft. Ich danke dir Fuchs.“

„Ach, das war doch nicht der Rede wert. Und jetzt komm. Lass uns gehen, deine Rose wartet bereits auf dich.“

„Du hast Recht, je schneller wir weiterziehen, desto schneller werde ich auch meine Rose wiederfinden.

Und so machten sich die beiden Freunde wieder auf ihren Weg durch die unendlich wirkende Finsternis. Doch dieses Mal entflammte neue Hoffnung im Körper des kleinen Prinzen. Zusammen mit seinem Freund Fuchs würde er die Finsternis bezwingen und seine Rose wiederfinden.

Und die Schlange konnte sich jetzt schon warm anziehen, denn er würde sie finden und sie bezwingen.

Und dann würde er mit seiner Rose und Fuchs zurückkehren.

Zurück auf seinen Heimatplaneten.

Und die Galaxie würde wieder ein friedlicher Ort werden…

Ende
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