Flying Doctors- A Thousand Miles Back

GeschichteDrama / P16
02.10.2014
29.12.2014
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Hey, ihr!

Hallöchen! Hier folgt also nun das zweite Kapi und ich hoffe ihr verzeiht mir, das es wieder etwas schnell lebiger ist, es wird jetzt bald was langsamer, ruhiger jedoch... nö!

LG Dani


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A Thousand Miles back



2. Together- Mit dir an meiner Seite


Langsam schritt sie neben ihm her, er schaute zu ihr auf und drückte ihre Hand, als die Schwestern mit seinem Bett stehen blieben. „Danke.“
Sie nickte und lächelte auf ihn hinab. „Du schaffst das. Ich glaub auf dich und warte hier.“
Er nickte und schloss die Augen. Sie wusste er hatte Angst, auch wenn er es nicht zeigte. Er fürchtete all das zu verlieren, was er sich bis hier her mühsam erarbeitet hatte. Sie blieb stehen, bis die Türen sich schlossen und setzte sich angespannt in den Wartebereich. Stumm betete sie darum, dass es keine Komplikationen gab, darum, dass er vielleicht doch wieder laufen lernen konnte.
Sie wusste, selbst wenn, dann lag noch ein langer Weg vor ihm. Immerhin würde er eine Prothese brauchen. Sie legte die Hand vor ihren Mund und begann lautlos zu weinen. Sie hatte Angst ihn zu verlieren, wenn es schief ging und er sich aufgab. Auch wenn er versprochen hatte, das es nicht geschah. Dennoch fürchtete sie sich. Damals, vor bald einem Jahr, da hatte sie ihn nur davor bewahren wollen, ihre Fehler zu begehen und nun... Nun liebe ich ihn und will ihn nicht verlieren.

x

Als er aufwachte war sie das erste was er sah. Ihr Kopf lag neben seiner Hand auf dem Bett. Ihr kühler Atem streifte seine Hand mit jedem Atemzug. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Er schaute kurz zum Fenster, es begann dunkel zu werden, entweder hatte es Komplikationen gegeben, oder er einfach nur lange geschlafen. Im Augenblick war es ihm egal. Er lächelte in ihre Richtung und hob langsam die Hand, strich ihr über das Haar.
Er wusste genau, dass er ihr mehr verdankte, als er je zurückgeben würde können und er liebte sie. Aber er wünschte sich sehnlichst, ihr auch etwas von ihrer Vergangenheit nehmen zu können. Er hatte nie mehr erfahren, als das sie wusste, das weglaufen falsch war und doch, war auch er trotz ihrer Hilfe ein wenig davon gelaufen. Er hatte sich noch immer bei niemandem in Cooper's Crossing gemeldet. Sie hob den Kopf, lächelte, umfasste seine Hand mit ihren und Küsste sie. Er lächelte noch breiter. „Du weißt, dass ich dich liebe?“
Sie nickte, ihre Augen wurden feucht. „Wie... wie fühlst du dich?“, fragte sie mit leicht zitternder Stimme und strich ihm über die Stirn und sein Haar. Er nahm ihre Hand, noch immer auf seiner und drückte sie. „Ich fühle mich... müde, aber gut. Ist etwas... passiert?“
Sie schüttelte den Kopf. „Dr. Plum, wollte nur, das du etwas länger schläfst, er hat dir noch was gegeben.“

David nickte und zog sie näher ans Bett. „Geh nach Hause.“, bat er sie leise und strich ihr über die Wange. „Du bist müde. Leg dich ins Bett.“
Sie schüttelte den Kopf. „Dany.“
Sie seufzte und atmete hörbar ein, ehe sie nickte. „Okay. Schlaf gut.“
Er nickte und als sie gehen wollte hielt er sie noch einmal zurück. „Im... im Sommer, gleich ob ich laufe oder nicht, wirst du... wirst du mich begleiten?“
„Wohin?“, fragte sie überrascht und verwundert.
Er wappnete sich, schloss die Augen und hoffte, er würde es nicht später bereuen. „Cooper's Crossing.“
Sie musterte ihn besorgt, er aber nickte. „Okay, wenn du soweit bist, fahren wir.“

xxXxx


Sie kamen zusammen aus dem Kino und es war schon reichlich spät, als sie vor der Haustür innehielten und sie beide aufhorchten. „Hast du....“
Er nickte und deutete nach rechts, in die Gasse mit den Mülleimern. „Warte, sei vorsichtig.“
Sie nickte, zog ihr Pfefferspray aus der Tasche und trat in die Gasse, das Licht flackerte auf und sie sahen eine Jugendliche am Boden, die übel zugerichtet war, neben ihr ein Kind im Krabbelalter, as sich weinend an ihr hochzog. „Mein Gott!“, entfuhr es ihm.
„David! Notarzt! Ich... ich hole den Verbandskasten!“ Sie griff das Baby, reichte es ihm und rannte ins Haus.

Minuten später hockte sie neben der Jugendlichen und versorgte ihre Wunden so rasch und sachgerecht, das er daran zweifelte das sie nur Schwester auf der Rehabilitations- Station war. Doch er schwieg, versuchte stattdessen das aufgewühlte Kind zu beruhigen, bis es ihm von einem Rettungssanitäter abgenommen wurde. Die zweite Sanitäterin lief mit dem Notarzt auf die Jugendliche zu.

„Multiple Brüche an Arm und vermutlich die Rippen, Platzwunde am Kopf, stumpfes Trauma, innere Blutungen und starker Blutverlust, durch die Schnittwunde am Arm, ich konnte die Blutung stoppen. Sie ist sehr kalt. Nicht erweckbar, Puls ist 66. Atmung flach.“
„Oh, eine Kollegin?“
Dareah nickte zu seiner Überraschung, wobei sie ihm einen besorgten Blick zu warf. Er musterte sie irritiert. Nachdem der Krankenwagen fort war, lehnte sie sich an die Hauswand und sah ihn bittend an. „Bitte... lass mich erklären.“
„Lass uns erst reingehen und du ziehst dich um.“ Sie nickte und schweigend fuhren sie mit dem Fahrstuhl hinauf, betraten die Wohnung. Sie ging ins Bad und er fuhr in die Küche, kochte Wasser. Als sie ihm wenig später folgte wirkte sie bedrückt und besorgt. Stumm setzte sie sich an den Tisch, legte die Hände ineinander und fixierte sie mit ihrem Blick. David beobachtete sie einen Moment, nahm dann ihre Teetasse und fuhr zum Tisch. Er stellte die Tasse ab und umgriff ihre Finger. „Dany.“
Sie atmete durch, er spürte wie sie zitterte und beschloss den Anfang zu machen. „Also... nicht bloß Schwester?“, fragte er sanft. Sie nickte, schüttelte den Kopf. „Ja... und... nein. Ich....“
„Wir müssen nicht jetzt reden, wenn du nicht willst.“

Sie hob den Blick und sah ihn an. „Doch, ich... hätte es schon längst tuen sollen, mit dir reden. Ich... bin Ärztin, nur... ich... praktiziere nicht.“
„Wieso? Was ist... passiert?“
„Damals, als.... es war die Tochter meiner Freundin, sie ist... vom Vordach gestürzt und ganz unglücklich aufgekommen, dahinter... war eine Klippe sie... ich... ich habe alles versucht, aber … ich konnte ihr nicht helfen, ich... ich hatte auf sie aufpassen sollen und ich hatte versagt, doppelt. Sie... war mir entwischt und... gestorben. Ich konnte einfach nicht mehr und so...“
„Wie lange ist das her?“
„Lange, drei Jahre.“
„Wann hast du weitergemacht?“
„Nach meinem Autounfall, als ich mein Gedächtnis verloren hatte und mich nicht mehr erinnerte.“
Er packte ihren Stuhl und zog daran, nahm ihre Hände in seine. „Das ist vergangen. Heute... heute warst du wunderbar.“ Sie nickte, schien nicht überzeugt.
Er seufzte zog sein Handy aus der Tasche und rief im Memorial an, es war das nächste Krankenhaus. „Dr. Ratcliffe hier, wir haben vorhin eine Jugendliche mit Kind vor unserem Haus gefunden, die offensichtlich geschlagen worden ist, kam die zu Ihnen?...Ah,....ja, ich warte.... Hallo, ich bin... okay,...ja, ja ich verstehe.... ich danke Ihnen.“ Sie sah ihn verblüfft an, er grinste und legte sein Handy weg. „Sie ist im OP, aber die Schwester meinte sie wird durch kommen, dank uns. Sie heißt Nathalie Avans, der kleine Junge ist ihrer.“
„Wer... tut so was?“
Er schüttelte den Kopf. „Ich weiß es nicht, viel wichtiger ist, das du da warst und geholfen hast.“
Sie beugte sich vor und lehnte sich stumm bei ihm an, David legte die Arme um sie.

xxXxx


Die nächsten Wochen vergingen im Flug und das Leben ging weiter. Sie blieben tatsächlich in Kontakt mit der siebzehnjährigen Mutter, die mit ihrem Kind in eine Mutter- Kind- Einrichtung zog. Und während David erneut eine Rehabilitation startete, dachte sie darüber nach doch wieder als Ärztin zu beginnen. Alles in allem schien alles wunderbar zu laufen, sie drehte sich noch einmal im Bett herum, als....
„Bin fertig! Bad ist frei!“
Sie reagierte nicht, zog müde zog sie die Decke über sich.
„Dany! Das Bad! Es wird Zeit, du musst aufstehen!“
Wie immer war er der erste gewesen und rief nun nach ihr, sie seufzte. Nur widerwillig reagierte sie, in dem sie aufstand. Schlaftrunken schritt sie zur Tür und griff im nächste Augenblick halt suchend nach dem Rahmen, sank daran zu Boden. Keuchend holte sie Luft und unterdrückte den Drang zu würgen. David erschien mit dem Rolli im Türrahmen. „DANY!“
Gequält blinzelte sie zu ihm rauf, als seine Hand über ihre Wange strich. „Geht's wieder? Was ist los?“
„Ich... ich weiß nicht, mir ist... so komisch.“
Besorgt musterte er sie. „Du bist blass, aber recht warm.“, antwortete er ihr und schon hatte er ihr Handgelenk. „Dein Puls rast. Los, leg dich wieder hin.“
„Ich soll... ja aber.... Dave das geht nicht, ich muss....“
„Ins Bett.“, unterbrach er sie streng und nickte mit Nachdruck. „Du zitterst. Los, leg dich hin! Jetzt gleich“

Minuten später stellte er etwas auf die Kommode, doch sie erkannte es erst, als er sich vom Rollstuhl auf das gemeinsame Bett hievte und es öffnete. Verwundert schaute sie ihn an. „Was hast du....“
„Na, wonach sieht es aus? Dich untersuchen?“
„David, mir geht es gut, sicher nur die Grippe, oder....“
„He! Wir untersuchen uns nicht selbst, wir sind Ärzte.“
Sie seufzte und warf ihm einen resignierten Blick zu. Er hörte sie ab, nahm den Blutdruck und die Temperatur, dann wies er sie an liegen zu bleiben und holte ihr das Telefon. „Ich hole was zum Fiebersenken.“
Sie nickte, als er jedoch zurück kam lag sie schlafend im Bett.

Einige Stunden später, als er vom einkaufen kam, fand er sie auf dem Boden im Flur kauern. Sie weinte, hielt sich den Bauch und ihr Gesicht war schmerzverzerrt. „Oh, Gott!“, entfuhr es ihm, „DANY! Dany!“
Sie nahm ihn kaum war, presste den Unterarm auf den Bauch. „Es... es tut so weh, der Unterleib... es... uuuhh, mmmh....“, sie rang nach Atem, „David? Hilf mir.“ Er nickte, setzte den Notruf ab und rutschte aus seinem Stuhl, zog die Tasche zu sich, er hatte sie im Wohnungsflur abgestellt gehabt. „Wo genau tut es weh?“
„Hier, es zieht in die Seiten und.... David, ich... halte das nicht aus.“
„Doch, das schaffst du, du....“
„Es... meine Hose, sie ist nass, ich....“
Mit sanfter Gewalt entledigte er sie ihrer Schlafanzugshose und entdeckte zu seinem Schrecken Blut, sie bekam es nicht einmal mit so sehr lenkte sie ein plötzlicher Schmerz ab. Er schluckte, in der Ferne erklangen die Sirenen, er legte seine Hand an ihre Wange. „Dany? Wann... wann hattest du deine letzte Periode?“
„Das....“, sie stockte, die restliche Farbe wich aus ihrem Blick und sie wollte sich aufsetzen, die Jacke, heben, die er über sie gelegt hatte. „das ist.... Wochen her, ein....einmal seit dem.... Gott, David! Ich... das kann aber doch nicht sein, ich....“
„Ich weiß es nicht, ruhig, lass uns abwarten. Hey, ruhig.“

In der Klinik wartete er besorgt wie ungeduldig auf Nachrichten aus dem Untersuchungsraum. Schon im Fahrzeug hatte der Notarzt sie schließlich sediert. Dareah hatte sich nicht beruhigen können, sein Verdacht, hatte ihre Sorge und Verständnislosigkeit in Angst und Unruhe gewandelt. Er fuhr sich über das Gesicht und dachte gerade daran sich etwas zu trinken zu besorgen, als die Türen zu ihrem Raum aufgingen. Wachsam schaute er dem Arzt entgegen. Dr. Warner aber hatte ihm definitiv nichts gutes zu sagen, er setzte sich und sah ihm betroffen entgegen. „Ihr Verdacht war richtig.“, begann er und David hielt erschrocken die Luft an, rieb sich über die Stirn, fuhr sich durch das Haar und schüttelte den Kopf. Er hatte war gesagt und sein Gesicht sprach Bände, er hatte also mit allem Recht gehabt. „Wie... wie weit war sie?“
„Nur ein paar Wochen, womöglich fünf vielleicht auch sechste, oder siebte.“
David nickte. „Und Dany?“
„Sie braucht Ruhe. Zeit. Sie wird jetzt hochgebracht, sie können mit.“

Dem Erwachen folgte das Erkennen und damit die Erinnerung an Schmerzen und seine Frage. Sie sah ihn an und griff nach seiner Hand. Sie spürte wie sie zitterte. Sie wollte ihn fragen, doch sie spürte sie würde keinen Ton heraus bringen. Er bemerkte das sie wach war, nahm ihre Hand zwischen seine. „Hey, schön, da bist du ja. Wie.... fühlst du dich?“
„Sag... sag du es mir.“, hauchte sie und schloss die Augen. „David? Wie... wie weit war ich?“
„Ich....“
Ihre Blicke trafen sich, er nickte seufzend und sah sie traurig an. „In der... fünften oder sechsten Woche.“
Sie nickte und schnappte nach Luft, blinzelte gegen die Tränen, doch es gelang ihr nicht sie zurückzuhalten und so weinte sie leise, drehte ihm den Rücken zu. Schluchtzer packten sie. David schwieg, doch seine Hand blieb auf ihrer Schulter, die zweite begann ihren Rücken zu streicheln und irgendwann schlief sie ein.
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