Flying Doctors- A Thousand Miles Back

GeschichteDrama / P16
02.10.2014
29.12.2014
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02.10.2014 2.187
 

Es gibt Tage die vergehen nie, wie der Schmerz, der tief in die Seele eingebrannt. Du kannst es überwinden, oder daran zerbrechen. Es gibt Momente, Sekunden, die können die Welt verändern, alles auf Schlag zerstören und nichts ist und wird mehr wie es einmal wahr. Du kannst aufstehen, kämpfen und versuchen dein Leben zurückzugewinnen, oder du gibst auf, verkriechst dich. Doch sei gewiss, es kommt dieser eine Tag, irgendwann, in der Zukunft und das eine Ereignis. Alte Wunden reißen auf und dieses mal, dieses mal gibt es kein entkommen.

xxxX-.-Xxxx


Es war ein verhängnisvoller Tag, für alle. David, der Kletterer unter den Ärzten stürzt während einer Rettungsaktion von der Felswand und stürzt..... tödlich.
Hat euch das auch so sehr missfallen wie mir? Für mich war David Ratcliffe immer der sympathischste der Ärzte und dann so aus der Serie auszutreten. *kopfschüttel*
Nun, in der Serie konnten wir es nicht ändern, ich hier und jetzt aber schon, und daher.... beginnen wir von vorn:

Es war ein verhängnisvoller Tag, für alle. David, der Kletterer, unter den Ärzten stürzt während einer Rettungsaktion von der Felswand und fällt.... in die Tiefe. Kate bekam das Bild wie er fiel nicht aus ihrem Kopf, auch jetzt noch nicht nach all der Zeit. Sie hatten einen fähigen Arzt und guten Menschen eingebüßt. --- Sechs Monate war es her, seit seinem Unfall, mühsam kämpft der junge, einst so lebensfrohe Mann darum zurück ins Leben zu finden. Doch wie soll versehrt wie er nun mal ist, je wieder in seinem Beruf arbeiten? Ins Outback zurück? Niemals! --- Einst kehrte sie dem Outback den Rücken, einst gab sie alles auf, um Schmerz und Angst zu vergessen, doch jetzt wird sie durch einen gefallenen Arzt schmerzlich daran erinnert. Erst will sie wegsehen, doch sie kann nicht und entschließt sich alles zu unternehmen, damit er nicht ihre Fehler wiederholt.



A Thousand Miles back


1. Stay (with us)

Sie fand sich erneut auf dem hinteren Teil ihrer Station wieder und wieder ertappte sie sich dabei wie sie nach ihm Ausschau hielt. Er war da, wie jeden Tag, in den letzten drei Monaten und wie immer war er alleine und wie immer machte er nicht wirklich mit. Für den unwissenden Beobachter, vielleicht auch für seinen Therapeuten mochte es so wirken, als mache er mit und sei am Ende der Stunde einfach frustriert, enttäuscht. Doch Dareah wusste es besser, sie kannte diese stumpfen Augen, die Selbstaufgabe, die sich dahinter verbarg. Sie erinnerte sich noch genau, nein wieder. Einst war sie davon gelaufen, so wie er.
Einst hatte sie ihr Leben verloren geglaubt, wie er. Damals war ihr alles gleichgültig gewesen und doch hatte sie getan, als kämpfe sie, als wolle sie weitermachen, wie er es tat. Und sie hatte gewusst, irgendwann würde es zu Ende sein. Alle würden sie in Ruhe lassen, weil es doch nicht weiterging. Dann aber war da der Unfall gewesen, sie hatte ihr Gedächtnis verloren und darum gekämpft ein neues Leben zu bekommen, fast zwei Jahre später aber waren die Erinnerungen zurückgekehrt. Und mit ihnen all der Schmerz, der Kummer und der Schrecken über das, was sie damals getan hatte, nichts, aufgeben. Es hatte gedauert, bis sie bereit gewesen war zu reden, es hinter sich zu lassen. Bis sie bereit gewesen war zu akzeptieren und entschieden hatte weiterzumachen. Aber es war ein schwerer Weg gewesen und sie hatte es fast nicht geschafft. Sie beobachtete ihn weiter und wandte sich dann entschlossen ab.
Wenn sie ihm wirklich helfen wollte, verhindern, das er ihre Fehler machte sich selbst aufgab und das Leben, dann musste sie ein paar Dinge herausfinden.

xxxXxxx


2 Monate später

Er hatte es nicht gewollt, er wusste eigentlich nicht einmal wie es dazu gekommen war und eigentlich wollte er nichts lieber als es beenden. Doch immer wenn er sie fortschicken wollte kam sie einige Tage nicht. Immer wenn er sie ignorieren wollte, zahlte sie es ihm mit Gleichem zurück und stets, wann immer auch er ihr klar zu machen versuchte, das er es nicht wert sei, ein Krüppel, lachte sie hell und erklärte: „Ich weiß, ich auch. Emotional und Sozial.“ Dann verabschiedete sie sich und kam an besagtem Tag nicht wieder, und das, das passte ihm wiederum auch nicht. Er verstand es selbst nicht.
Seufzend ließ er sich aus dem Taxi holen und gab den Rädern seines Stuhls einen Moment später einen Stoß.

„Hey, da bist du ja!“
Er schaffte es nicht einmal sich herumzudrehen, da lagen ihre Arme schon locker um seine Schultern. Sie lachte leise. „Ich hab dich schon wieder überrascht.“, erklärte sie fröhlich und küsste seine Wange, gleich neben dem Mundwinkel. Er brummte missmutig, griff nach ihren Händen und wollte sie von sich lösen,als sie verschwanden. Er blinzelte.
Schon war sie vor ihm, stützte die Hände auf seine Armlehnen auf und beugte sich zu ihm, ihre Augen leuchteten, sie grinste munter. „Das hab ich gesehen, du hast deinen Arm bewegt, besser, beide!“
Er starrte sie an, schüttelte den Kopf, zeigte ihr einen Vogel. Sie aber grinste nur noch breiter, beugte sich vor und neckte mit einem Kuss sein Ohrläppchen. „Oh, ja. Doch du hast. Leugne nur, ich weiß ja doch ich habe Recht.“ Sie trat hinter ihn und fuhr ihn beschwingt zu seiner Physiotherapeutin. „Er kann jetzt beide Arme nutzen Kassy, ich hab es gesehen. Viel Spaß ihr zwei!“ Sie winkte und ging.

Eine Stunde später erwartete sie ihn bereits vor der Tür und erklärte munter, das sie ihr Versprechen einlösen und heute für ihn kochen würde. Er starrte sie entgeistert an und schüttelte den Kopf. „Kein Problem, wir nehmen einfach meine Wohnung, die ist gleich um die Ecke, wir brauchen also kein Fahrzeug und aufgeräumt ist die ohnehin. Später rufen wir dir dann ein Taxi.
Er wusste er sollte jetzt besser protestieren und ihr endgültig sagen, das sie sich nicht um ihn bemühen sollte. Doch er nickte nur, ehe er es noch recht begriff.
Einen Monat später und viele Physiotherapiestunden später stand er frei und nur das Laufen machte ihm noch Probleme und so hatte er alles in die Wege geleitet für einen Umzug. Er wollte keine Szenen, er wollte keine Gespräche, bei denen ihre Augen ihn wieder besiegen würden. Er wollte einen Schlussstrich. Entschlossen setzte er sich zurück in seinen Rollstuhl, fuhr zu seiner Tür und wollte sich auf den Weg zu ihr machen, als er an der Haustür mit ihr zusammen stieß. Überrascht schaute er auf, dann besorgt, ihre Auge waren gerötet, die Tränen versuchte sie zu verstecken. Er griff nach ihrer Hand. „Dareah, was ist? Was hast du?“
„Ich... ich... meine Wohnung ist... abgebrannt, ich... ich weiß, das.... das du mich loswerden willst, die ganze Zeit, aber ich... wo soll ich hin? Ich... kenne hin? Karen hat ihr Baby, Kassedys Wohnung ist zu klein und... und....“
„Hey, ist... ist ja gut, beruhige dich. Wie schlimm... ist es?“
„Ich... ich habe gar nichts mehr.“
„Na, komm. Komm mit hoch.“


Einen Monat später

Sie stand bereits oben an der Treppe, als er bepackt mit einem Karton aus dem Fahrstuhl rollte. Sie sah ihn nachdenklich an und zögerte damit ihm zu folgen. Er drehte seinen Rollstuhl schwungvoll herum und büßte um ein Haar den Karton ein, aufmerksam und fragend schaute er in ihre Richtung. „Dany? Dany was ist?“
„Ich...ähm... ach nichts, nur... bist du... bist du dir auch ganz sicher?“
Er lächelte, stellte den Karton auf einen der bereits vor seiner Tür stand, streckte ihr eine Hand entgegen und nickte. „Ja ich bin sicher.“, sagte er leise und zog sie näher und auf seine Knie, samt dem kleinen Karton den sie trug. „Zum einen... weil das Wohnheimzimmer für uns beide unpraktisch ist und zum anderen... weil ich dich bei mir haben will. Und ja, ich bin wirklich sicher. So sicher, wie ich mir bin, das ich die Op will.“
„Du.... aber... David, seit wann?“
„Keine Ahnung, eine Woche, oder so?“
„Eine....“ sie starrte ihn an und er nickte, strich ihr über die Wange. „Ja, Kell.“, antwortete er ihr und sie lehnte sich gegen ihn, ihr Kopf sank an seine Schulter und gegen seinen. „Was genau hat dich dazu bewogen?“
„Die Tatsache, das der Kleine nie aufgibt, auch jetzt, wo... wo die OP nicht geglückt ist.“
„Und... und wenn sie bei dir auch nicht... ich meine, was wenn es sogar alles wieder....“
„.... verschlechtert?“, fragte er und sah sie fest an, schloss die Arme um sie, „hoffe ich einfach, das du mich an jedem schlechten Tag wieder aus dem Loch ziehst, so wie im letzten Jahr.“ Sanft küsste er ihre Stirn. „Ich liebe dich Dany.“
„Ich dich auch und natürlich bin ich bei dir. Immer.“

Zwei Stunden später hatte sie seiner kleinen Wohnung definitiv ihren Stempel aufgedrückt. Überall bildeten kleine weiße Engel und Blumendekorationen kleine Akzente und erhöhten eindeutig die Behaglichkeit, vor allem die Kerzen und kleinen Lichter die nun überall standen und hingen. Er saß auf dem Sofa und streckte die Hand nach ihr aus, kaum das sie in der Tür auftauchte. „Na, alles ausgeräumt?“
Sie nickte: „Ja.“ Sie setzte sich zu ihm und lehnte sich in seine Arme, er legte seine um sie. Momente später runzelte er die Stirn, als ihr Grinsen breiter wurde und sich ihre Wangen rosa verfärbten. „Was ist?“
Sie setzte sich halb auf, stützte sich dabei mit einer Hand auf seinem Schenkel ab, um ihn anzusehen. „Ich... ich musste daran denken, wie wir das letzte mal so auf meinem Bettsofa saßen und... daran... naja, wie ich....“

Er schmunzelte.
Ja, ach er erinnerte sich noch recht lebhaft an ihren Übergriff. Damals hatte er gewollt das sie ihm ein Taxi rief, das sie ging, endgültig, weil er er ihr nichts bieten konnte. Sie hatte widersprochen und auch später in seiner Wohnung noch einmal erklärt, das er sich irre und sehr wohl noch ein Mann sei und sie werde es ihm beweisen. Zu dem Zeitpunkt hatte er keine Ahnung gehabt wie sie in seine Wohnung gekommen war, er hatte im Bett gelegen und sie war einfach gekommen, auf ihn gestiegen und seine Boxershort hinunter gezogen. Erst ihre Fingerspitzen, dann ihre Zunge und Lippen waren sanft und neckend über seine Lenden und sein besten Stück gefahren. Ganz gegen seinen Willen, hatte sich dort sofort etwas geregt. Sie hatte ihm freudig entgegen gelächelt und sich auf ihn gesetzt, so dass sich sein Glied tief in ihr versenkte und im Anschluss hatte sie ihn mit schnellen, kräftigen Stößen ihres Beckens sehr rasch zum Höhepunkt gebracht.
Er grinste, beugte sich vor und küsste sie verlangend, in seiner Hose regte sich auch jetzt was. „Das... werde ich nie vergessen....“
Sie lächelte und ihre Hand glitt höher. Er atmete tief ein und küsste sie erneut, dieses mal nur flüchtig. „Wie... wäre es... mit einer... Fortsetzung?“
Sie grinste und setzte sich über ihn, griff nach seinem Hemd und zog es über seinen Kopf. „Worauf wartest du?“
Er grinste und entledigte sie des Oberteils, dann folgte der BH und....

xxxxXxxxx

„Kate? Kate, wo.... Kate? Alles klar?“
Seine Frau drehte sich zu ihm herum,er sah sofort das sie geweint hatte. Mit ein paar schnellen Schritten war er bei ihr und schloss sie fest in die Arme. „Was ist passiert?“
„Es... es ist... jetzt genau... ein Jahr her.“, flüsterte sie und verkroch sich in seinen Armen. Er seufzte und nickte kaum merklich. „Ja. Ja ich weiß.“
„Wo er jetzt wohl ist? Was er wohl macht?“
„Ich... ich habe keine Ahnung.“
Sie nickte und schloss die Arme um ihn. „Halt mich einfach, ja?“
„Mach ich.“

Tom kam zufällig am Verbandszimmer vorbei, entdeckte das traute Paar und wandte sich rasch ab, ging in sein Büro und trat ans Fenster. Tief durchatmend sah er hinaus, die Lippen fest aufeinander und dachte an seinen alten Kollegen. „Ähm... Tom, also... wenn sie heute zusammen mit den anderen Feierabend machen wollen, ich ähm... schaff das schon.“
„Was!?“ Er fuhr erschrocken herum. Vor ihm stand Adam Morrison, der Nachfolger von David. „Die Patienten. Ich schaff das schon, Kelly und ich. Nehmen sie ihre Kollegen und... machen sie frei.“
„Ich kann Sie hier unmöglich schon an ihrem vierten Tag alleine lassen und....“
„Schon okay, außerdem war ich vor vier Monaten schon einmal eine Weile hier, ich weiß wo alles ist, wo ich sie oder Dr. Standish erreiche und... ich weiß was für ein Tag heute ist. Ich... weiß, dass sie alle heute nicht sehr konzentriert waren, also....gehen Sie nur.“
„Sicher?“
„Ja, natürlich.“

Adam blickte dem älteren Kollegen nach, wie er in Richtung des Verbandzimmers verschwand. Minuten später standen die beiden Standishs und er wieder vor ihm, sie verabschiedeten sich, versprachen jederzeit bereit zu sein und ließen ihn alleine. Seufzend setzte er sich an seinen Tisch und schaute hinüber zu den Fotos an der Wand. Auf einem war auch sein Vorgänger.
Er schüttelte den Kopf. Es war nicht zu leugnen, der blonde Arzt mit den leuchtenden Augen und dem gewinnenden Lächeln fehlte hier noch immer, auch nach einem Jahr noch. Er fehlte als Freund, als Vertrauter, als Arzt, den die Leute kannten. Stumm fragte er sich, ob es wohl anders wäre, hätten die Kollegen ihn nicht retten können und wäre er gestorben, statt gleich nach seinem Koma sämtlichen Kontakt abzubrechen und zu verschwinden. Er wusste es nicht.
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