Der verschollene Bruder

von Drakolyr
GeschichteSchmerz/Trost / P12 Slash
01.10.2014
01.10.2014
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Es war ein warmer Sommertag, keine Wolke stand am Himmel. Die Katze Tidha, war schanger und suchte sich ein bequemes Plätzchen, wo sie nicht gestört werden konnte. Sie fand es in der Nähe einer alten Hütte am Waldrand. Sie legte etwas Stroh hin und fand ein Tuch, dass sie als Bett benutzte. Sie legte sich hin und wartete bis es passierte...

Ein Köpfchen, dann ein zweites. Plötzlich waren 5 wuschelige Fellknäule vor ihr. Mit voller Liebe in ihrem Herzen und voller führsorge umsorgte sie die kleine Rasselbande. Es waren zwei weisse, ein schwarzes und zwei Zwillinge, orangener Farbe. Als es langsam dunkel wurde, schliefen alle aneinander gekuschelt bei ihrer Mutter.

Es verging ein langer Winter, die kleinen Katzen oder besser gesagt, die zwei Kater und die 3 Katzen waren ein verspielter Haufen, wobei die zwei Zwillinge meistens zusammenspielten und die Mädchen miteinander spielten. Die zwei Kater entfernten sich immer mehr und die Wolken verdichteten sich bedrohlich am Himmel. Es braute sich was zusammen, doch die zwei Abenteuerlustigen Kater ignorierten das beharlich und gingen immer weiter. Sie bemerkten nicht die schattenhafte Gestalt die ihnen hinterherlief, sie waren so in ihr spielen vertieft, dass sie es garnicht bemerkten. Plötzlich, ein riesiges Netz. Mit jaulen und kratzen versuchten sie zu entkommen, doch es war zwecklos. Ihre Mutter und die Geschwister waren leider viel zu weit weg.
"Nun hab ich Euch... Ihr kommt nun mit mir mit. Ihr werdet sicher ein gutes Sümmchen bringen. Ansonsten kann man Euch immernoch in den Suppentopf schmeissen..."
Mit vollem entsetzen versuchten die Kater nun noch mehr zu entkommen, doch dann wurden sie in schwarze Dunkelheit gehüllt und sie merkten, dass es zecklos ist.
"Wir hätten nicht so weit weg gehen sollen... Ich will zu Mama..." heulte der kleinere Kater.
"Reiss dich zusammen, wir schaffen das, wir sind stark genug zu Zweit, wir sind schliesslich Abenteuerkatzen!" versuchte der andere ihn aufzumuntern.
"Ruhe da drinnen!" und schon ernteten sie einen Tritt. Sie merkten schnell, dass sie lieber Schweigen sollten.
Weil es so lange dauerte, schliefen beide aneinander gekuschelt ein. Doch plötzlich rumpelte es und sie purzelten in einen Käfig, es stank nach vorherigen Bewohnern und es sah nicht gerade einladend aus.
Als der schwarze Mann wieder zum Käfig kam, hatte er etwas dabei.
"Hier, du ziehst diese schwarzen Stiefelchen an und du die Schleife. Wenn ihr nicht als Suppenkost enden wollt, dann seid gefälligst niedlich!"
"Vielleicht sollte ich dich den gestiefelten Kater nennen!" kicherte der eine.
"Sagte der mit der Schleife, Drakolyr!" lachte der andere.
In dieser Situation half wirklich nur, dass was der Mann gesagt hatte. Als dann ein fragwürdiges Ehepaar kam, versuchten sie trotz allem sehr niedlich zu wirken.
Bis natürlich die Frage kam "Dürfen wir sie mal halten?". Der Mann zögerte, doch gab langsam einen nach dem anderen raus.
"Der gestiefelte Kater hier ist besonders süss und der mit der Schleife sehr anhänglich" brabbelte er wärend er die Katzen gab.
Plötzlich fauchte es und Drakolyr biss und kratzte er die Frau, er rannte davon.
In den letzten Momenten sagte er noch "Los Drakolyr, du auch!", doch es war bereits zu spät. Sie hatten Drakolyr wieder in den Käfig gesperrt. Total entsetzt schaute Drakolyr aus dem Gitter und fing bitterlich an zu weinen.
"Pah, wir wollten zwei Katzen, sie wissen das doch! Ausserdem ist der andere ne Kratzbürste. Der Deal ist geplatzt!"
Voller Wut trat der Mann gegen den Käfig, wo Drakolyr auf die Nase fiel.

Der gestiefelte Kater rannte und rannte... bis er nicht mehr konnte, er fand in einer kalten Höhle etwas unterschlupf. Plötzlich blitzte es in seinem Kopf und er sieht nur noch seinen Bruder mit den Pfoten ausgestreckt schreien "Lauf nicht weg...".
Er wusste das es warscheinlich ein Fehler gewesen war, doch es war längstens zu spät. Es war zu kalt und die Nacht brach herein. Er berschloss am morgen wieder zurück zu gehen und schlief vor Erschöpfung ein.
Am morgen rannte er so schnell er konnte und sah den Platz vor sich, doch kein Drakolyr da, alle weg. Er ging auf die Feuerstelle zu und sah einen Suppentopf über ihm hängen, er befürchtete schon schlimmstes und dann fand er auch noch Knochen etwas weiter weg.
Es blitzte nochmal in seinem Kopf und eine Stimme flüsterte "Deinetwegen ist er gestorben, er wurde gekocht!". Er fiel auf den Boden und fing an zu weinen. Als er langsam kalt bekam, schoss ein Gedanke in seinem Kopf vor und der schrie "VERGELTUNG!". Er schaute auf seine Füsse und er hatte ein Ziel vor Augen. Er wollte seinen Bruder rechen.
Leider wusste er nicht wo er war und wo seine Familie ist, doch er folgte den Spuren im Schnee, der Mann muss wohl in irgend eine Stadt oder ein Dorf gegangen sein.

Es vergingen Stunden bis er ankam, eine Zugbrücke die heruntergelassen war, war fast der einzige Punkt der Stadt. Er wusste er brauchte Unterschlupf, Essen und ein Plätzchen bis er bereit war. Er streifte durch die Stadt, doch er fand nichts aussergewöhnliches. Vor einem Haus war eine Frau gerade am Arbeiten und stellte einen Korb neben die Tür.  Plötzlich sah Drakolyr ein Waisenhaus. Doch er wusste, so würde er nicht da rein kommen. Er überlegte und schmiedete einen konkreten Plan, wie das wohl am besten gehen würde. Dann fiel ihm ein, dass seine Mutter immer davon erzählt hat, dass sie in einem Korb gefunden wurde und so aufgenommen wurde.
Er schlich zum Haus der Frau zurück und sah das sie warscheinlich gerade reingegangen ist. Er griff den Korb und rannte, rannte so er nicht konnte.
Als er in den Korb sah, hatte er Glück. Eine Decke und ein Kissen waren drinn und obwohl er total erschöpft war, ging er zum Waisenhaus legte alles bereit, klopfe an die Tür und ging in den Korb.
In Gedanken hoffte er nur "Hoffentlich klappt das.... Hoffentlich klappt das..."
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