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Aine

von rainy-day
GeschichteAbenteuer, Romanze / P12
30.09.2014
19.06.2017
7
7.003
 
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30.09.2014 619
 
<<leichte Änderungen wurden in diesem und im nächsten Kapitel durchgeführt>>

Mit dem Kopf durch die Wand
Schon wieder befanden wir uns in einem Kampf, versuchten unser Leben durch die Schwerter in unseren Händen zu schützen und unsere Gegner niederzustrecken. Die Geräusche von aufeinanderprallenden Schwertern und Degen erfüllte die Nachtluft, genauso wie heftige Atemzüge, ab und an laute Schreie, die entweder zum Jubel dienten oder von tiefen Schmerzen zeugten. Ich atmete einmal tief durch, bevor ich auf einen der Gegner zu rannte, um ihn mit einem gezielten Schlag in den ungeschützten Nacken von den Füßen zu hauen. Ich hatte schnell gelernt, große, schwere Männer mit einem Schlag zu töten, denn für mich, als zierliches Mädchen, war es schwierig, ein großes, schweres Schwert lange in der Luft zu halten, oder gegnerischen Schlägen standzuhalten.
Mit einem Blick um mich herum, suchte ich mir ein neues Opfer aus und stürmte, meinen Dolch fester umfassend, auf den großen Mann zu, der sein  Schwert gegen Robert, einer meiner Mitkämpfer, erhoben hatte. Ich lief schnell, achtete nicht auf meinen Weg, nicht auf die Kämpfe, die noch rechts und links neben mir liefen, wollte nur zu Robert, um ihm zu helfen.
Ein Schrei voller Wut neben meinem rechten Ohr, ließ mich zusammenzucken und mich um meine eigene Achse wirbeln. Vor mir stand ein Riese. Ein großer Mann mit braunen, langen Haaren lächelte mich böse an und stieg über einem am Boden liegenden Körper, um auf mich zu zukommen. Ich schluckte, hob meinen Dolch hoch und ging einen Schritt zurück. Mit einem Zweikampf hatte ich nicht bewusst gerechnet, war auch nicht darauf vorbereitet, denn ich war in unserer Gruppe der schleichende Tod, schlich mich von hinten an einen sich im Kampf befindlichen Gegner und stach ihn kaltblütig ab. Ich hatte schnell gelernt, dass ich mir meine Opfer nicht zu Herzen nehmen sollte.
Das hier war etwas anderes. Aus den Augenwinkeln heraus, sah ich andere Kämpfer und meine Mitstreiter, doch es schien so, als ob mir in nächster Zeit keiner helfen konnte. Ich ging weiterhin rückwärts über das kahle Feld, auf dem die Schlacht stattfand, wurde von dem Riesen mit großen Schritten verfolgt.
„Eine Flucht ist kaum möglich!“, sagte er mit rauer Stimme und ich zuckte erneut zusammen.
„Wer sagt, dass ich flüchten möchte?“, fragte ich ihn und blieb stehen, um ihm meine Waffe unter die Nase zu halten.
„Oh, die kleine Prinzessin will spielen?“, fragte er zurück und legte seine behandschuhte Pranke an meinen Dolch, um es mir mit einem schnellen, kräftigen Ruck zu entreißen. Erschrocken schrie ich leise auf, beobachtete, wie der Mann meine Waffe in seiner Hand wendete und es dabei fachmännisch musterte. „Für eine Prinzessin ist dieser Dolch viel zu stumpf. Du hättest dich für etwas Schärferes entscheiden sollen, Schätzchen!“ damit warf er den Dolch hinter sich und kam noch einen Schritt auf mich zu. Ich wimmerte erschrocken auf, ging noch einen Schritt zurück, stolperte über etwas am Boden liegendes und fiel prompt auf dem Hintern, was meinem Gegenüber ein böses Lachen entkommen ließ.
„Bist du etwa zu Boden gegangen, Kleines?“, meinte er und beugte sich zu mir nach unten. „Ich lass dich am Leben“, meinte er und seine Augen flogen schnell und zielsicher über meinen Körper, was mich hart schlucken ließ. „Wenn du mir etwas Spaß bringst, versteht sich!“ Wieder lächelte er böse und ich unterdrückte ein Würgen.
„Dann sterbe ich lieber!“, spuckte ich ihm entgegen, was er erneut mit einem Lachen quittierte. Ich fand das nun nicht mehr lustig.
„Kein Problem, ich kann dich danach auch gerne umbringen, wenn du das denn unbedingt möchtest!“, meinte er dann. Erschrocken riss ich die Augen auf und rutschte auf dem Boden noch ein Stück zurück.
„Niemals.“, flüsterte ich leise.
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