CatDog - Liebe zu viert

GeschichteRomanze / P18 Slash
30.09.2014
30.09.2014
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„Hey, Cat, wann treffen wir die beiden nochmal?“. Dog war aufgeregt und hüpfte auf und ab wie ein kleines Kind. „Um 4“, antwortete Cat und ging in die Küche, um alles für das Picknick vorzubereiten. Dog rannte ihm pfeifend hinterher. „Dog, könntest du gefälligst dieses Herumgehample lassen?“. Cat mochte Dog wirklich gern, aber manchmal konnte er ihm wirklich den letzten Nerv rauben. „Entschuldige, Cat, ich freue mich einfach so“. „Ist ja schön und gut, trotzdem musst du nicht herumhüpfen wie ein Känguru“, gab Cat zurück, der gerade damit beschäftigt war, den Picknickkorb zu packen. „So, mal sehen, was haben wir“, sagte Cat mehr zu sich selbst als zu Dog. „Steak, Hummer, Lachsfilet, Kaviar, Weißbrot, Vollkornbrot, Orangensaft, Limonade, Mineralwasser und Apfelsaft. Habe ich was vergessen, Dog?“. „Schokolade! Schokolade!“, brüllte Dog und rannte zu einem großen Regal, in dem die Schokolade aufbewahrt wurde. „Vollmilch, Haselnuss und Edelbitter – was willst du, Cat?“, fragte Dog und nahm einige Päckchen aus dem Regal. „Hm, ich weiß nicht, was Mervis und Dunglap gerne mögen – nimm am besten alle mit“, antwortete Cat und legte noch vier Äpfel in den Korb. Dog tat, wie ihm aufgetragen und verstaute die verschiedenen Schokoladen im Picknickkorb. „Das wird bestimmt klasse“, freute sich Dog und schlug Cat sanft auf die Schulter. „Autsch, muss das denn sein?“, sagte Cat ärgerlich. Er hasste es, wenn Dog das machte. „Entschuldige, Cat“, antwortete Dog und strich Cat langsam über den Arm. „Hör auf, Dog, lass das“, sagte Cat und fing an zu lachen. „Du weißt doch, dass ich furchtbar kitzlig bin“. Dog lachte nun ebenfalls los und schubste Cat sanft auf den Boden. Dann legte er sich auf ihn und fing an, ihn überall zu kitzeln. „Lass das Dog, nicht, hör auf“, lachte Cat und versuchte, sich zu wehren. „Nicht, bevor du es gesagt hast“, antwortete Dog. „Ach komm, Dog, nicht schon wieder“, sagte Cat lachend. „Bitte, bitte, bitte!“, bettelte Dog. „Na gut. Ich hab dich lieb, Bruderherz“, stieß Cat lachend hervor. „War das jetzt so schwer?“, kicherte Dog und ließ Cat los. „Ich dich auch“, fügte er hinzu und umarmte Cat, der sich inzwischen wieder aufgerappelt hatte. „Nicht so fest, Dog“, sagte Cat und löste sich aus Dogs Umarmung. „Entschuldige, Cat“, sagte Dog und nahm Cats Hand. Cat verdrehte leicht die Augen. Dass Dog sich bei ihm entschuldigte, war ungefähr 15 Mal am Tag der Fall.
„So, genug herumgealbert“, sagte Cat und stieß Dog sanft beiseite. „Wir müssen uns fertigmachen, sie werden jede Minute hier sein“. „Ay, Ay, Captain Cat“, sagte Dog, salutierte und trabte in Richtung Schlafzimmer davon. Cat musste lächeln. Auch wenn es ihn manchmal auf 180 brachte, wenn Dog sich so kindisch benahm, so musste er doch zugeben, dass es genau diese Kindereien waren, die er so an seinem Bruder mochte und schätzte.
Ungefähr 10 Minuten später kam Dog wieder in die Küche. Er hatte sich sehr schick gemacht. Er trug ein cremefarbenes Hemd, eine cremefarbene Jacke und eine cremefarbene Hose. „Bist du heute als Nachspeise unterwegs?“, scherzte Cat. „Wieso?“, fragte Dog und stemmte die Hände in die Hüften. „Na, weil du aussiehst wie eine Dessert-Creme!“, stieß Cat hervor und lachte los. „Ha, ha, sehr komisch“, entgegnete Dog und verdrehte die Augen. „Weißt du, wenn du braun tragen würdest, könnte man dich glatt mit einem Schokoladenmousse verwechseln!“, sagte Cat und kugelte sich vor Lachen. „Wenigstens sehe ich nicht aus wie eine verschimmelte Zitrone!“, erwiderte Dog und grinste. Cat trug ein gelbes Sweatshirt und eine gelbe Hose. Er wollte gerade etwas erwidern, als es an der Tür klingelte. „Das dürften Mervis und Dunglap sein“, sagte Dog. „Ich lasse sie rein“, fügte er hinzu und ging Richtung Tür. „Ach, da seid ihr ja“, begrüßte Dog die beiden und schloss sie in die Arme. „Hi Dog, seid ihr bereit fürs Picknick?“, wollte Dunglap wissen. „Ich bin bereit“, antwortete Dog. „Wie sieht's bei dir aus, Zitronen-Cat?“, rief Dog in die Küche und kicherte. „Zitronen-Cat?“, wunderte sich Dunglap. „Ach, wir machen nur unsere Späße, wie immer“, entgegnete Dog. „Aha“, sagte Dunglap kurz. „Ich komme schon“, ertönte Cats Stimme aus der Küche. Einige Sekunden später trat er ins Wohnzimmer hinaus, ging auf Mervis und Dunglap zu und umarmte sie. „Hallo, Cat“, sagte Dunglap und löste sich aus der Umarmung. „Alles bereit?“. „Klar doch“, erwiderte Cat. „Ich bin fertig, wenn ihr es seid“. „Sind wir“, meinte Mervis und ging voran zum Wagen. Die anderen folgten ihm.

„Hier, das wäre doch der ideale Platz für ein Picknick, meint ihr nicht?“, sagte Dog und zeigte auf ein kleines, abgelegenes Fleckchen am Lake Nearburg. „Perfekt“, stimmte Dunglap zu und setzte sich ins Gras. „Ich sitze neben Dunglap“, kreischte Dog und setzte sich neben seinen besten Freund. „Dann setzen wir uns hierhin, Mervis“, sagte Cat und setzte sich gegenüber Dog und Dunglap. Mervis tat es ihm gleich. „Futtern! Futtern! Futtern!“, sagte Dog und griff in den Picknickkorb. „Immer mit der Ruhe, Dog“, entgegnete Cat. „Futtern! Futtern! Futtern!“, wiederholte Dog im Sprechgesang. Dunglap stimmte mit ein. „Futtern! Futtern! Futtern!“. „Okay, okay“, gab Cat schließlich nach. „Was möchtet ihr denn gerne?“. „Schokolade!“, grölte Dog. „Ja, Schokolade“, stimmte Dunglap zu. „Wollt ihr nicht erstmal was vernünftiges essen?“, fragte Cat und rollte mit den Augen. „Schokolade!“, wiederholten Dunglap und Dog. „Okay, hier – sucht euch eine aus“, sagte Cat und reichte den beiden die drei Sorten, die sie eingepackt hatten. „Danke“, sagte Dog und schaute zu Dunglap. „Was möchtest du?“, fragte er. „Edelbitter“, antwortete Dunglap. „Meine Lieblingssorte“. „Meine auch!“, strahlte Dog und sah zu Cat. „He, Cat, Dunglap und ich haben die gleiche Lieblingsschokolade“, rief er begeistert. „Faszinierend, Dog“, entgegnete Cat. „Unterhaltet euch doch ein wenig, vielleicht stellt ihr ja noch mehr Gemeinsamkeiten fest“, schlug Cat vor. „Mervis und ich reden gerade über die letzte Buchclub-Versammlung, das dürfte euch kaum interessieren“. „Obwohl es eigentlich spannend ist“, meinte Mervis. „Das stimmt, mein Lieber“, stimmte Cat zu. „Es ist durchaus spannend. Letztens haben wir über das Buch ''Zwischen Schatten und Licht'' diskutiert, eine faszinierende, packende Tragödie, in der es um den Kampf zwischen zwei Völkern geht, und darüber, ob nun die Erstfassung oder die Neufassung besser ist“, berichtete Cat, doch Dunglap und Dog hörten gar nicht mehr zu. Sie waren zu sehr damit beschäftigt, Schokoladenstückchen durch die Gegend zu werfen. „Typisch – keinen Sinn für Kultur“, meinte Cat und Mervis stimmte zu.

„Was für ein Tag“, meinte Cat und ließ sich müde ins Bett fallen. „Das kann man wohl sagen, Cat“, stimmte Dog zu und legte sich ebenfalls ins Bett. „Schlaf gut, Bruderherz“, sagte Dog und schaltete das Licht aus. „Du auch“, erwiderte Cat und zog sich die Bettdecke über den Körper. „Hast du nicht was vergessen?“, fragte Dog grinsend. „Ich habe dich lieb, Bruderherz“, sagte Cat und gähnte. Dog kicherte. „Ich dich auch, Bruderherz“.

Die Nacht war von tausend Sternen erleuchtet und Dog lag noch wach. Obwohl der Wecker schon fast 4:30 Uhr zeigte, konnte er nicht einschlafen. Er wälzte sich ruhelos von einer Seite zur anderen und dachte über den Tag nach. Dachte an Dunglap und wie toll es war, mit ihm herumzualbern. Plötzlich spürte er, wie sein Herz schneller schlug und er ein Kribbeln im Bauch bekam. „Nanu?“, wunderte er sich. „Was ist denn jetzt los?“. Je länger Dog an Dunglap dachte, desto heftiger wurde das Kribbeln und desto schneller sein Herzschlag. Dog wurde seltsam zumute und er stand leise auf. Auf Zehenspitzen schlich er sich auf den Balkon hinaus und schaute in den Nachthimmel hinauf. „Was ist denn mit mir los?“, fragte er sich im Stillen. Warum klopfte sein Herz so laut, wenn er an Dunglap dachte? War da vielleicht doch mehr als die Freundschaft? Empfand er mehr für ihn? War es vielleicht sogar Liebe? Nein, das konnte nicht sein! Er hatte sich nicht in Dunglap verliebt. Oder etwa doch?
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