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2 - Flying Doctors - Kampf um ein junges Leben

von mops1980
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P12 / Gen
Dr. Chris Randall Dr. Tom Callaghan Kate Wellings/Standish OC (Own Character)
28.09.2014
06.10.2014
10
11.217
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28.09.2014 1.153
 
„Wie sieht’s aus, Sam? Habt ihr den Fehler gefunden?“, fragte Tom, als sie den Hangar betraten, wo die Nomad stand.
„Gefunden ja, aber leider benötigen wir ein Ersatzteil und das ist in ganz Sydney nicht zu bekommen. Wir mussten es in Perth bestellen und wird vor morgen früh nicht geliefert.“, erklärte Sam. „Tut mir leid, habt ihr die Möglichkeit, hier irgendwo zu übernachten?“
„Ja, kein Problem.“, antwortete Tom. „Was ist mit dir Kelly?“
Die Antwort war ein Kopf schütteln. Kelly hatte zwar ihre ehemaligen Kollegen in Sydney, aber sie war nie so gut mit ihnen befreundet gewesen, dass sie jetzt bei ihnen übernachten würde.
„Gut, dann kommst du mit mir.“, erklärte Tom.
„Und wo übernachtest du?“, wurde er von Kelly gefragt.
„Bei meiner Mutter.“, antwortete der Arzt.
„Aber Tom, das geht doch nicht. Ich werde mir ein Hotelzimmer nehmen.“, sträubte Kelly sich.
„Und wie das geht. Meine Mutter freut sich bestimmt, dich kennen zu lernen. Ich hab ihr von dir erzählt. Und außerdem hat sie Platz genug. Es kommt überhaupt nicht in Frage, dass du dir ein Hotelzimmer nimmst.“
„Aber Tom,…“, wollte Kelly widersprechen.
„Kein aber, du kommst mit.“, erklärte Tom bestimmt.
„Okay, wenn du darauf bestehst.“, gab Kelly sich geschlagen und ging Richtung Nomad.
‚Definitiv besser, als in irgendeiner Absteige zu schlafen. ‘, dachte sie.
„Was hast du vor?“, fragte Tom und blickte verwirrt hinter Kelly her, die in Flugzeug stieg.
„Ich hole meine Tasche.“, antwortete Kelly.
„Tasche? Welche Tasche?“ Jetzt war Tom noch verwirrter.
„Ich habe für alle Fälle eine Tasche mit Ersatzkleidung dabei, falls wir mal unverhofft irgendwo übernachten müssen. Den Tipp hat mir Kate gegeben.“, erklärte Kelly.
„Das sollte ich mir vielleicht auch mal angewöhnen.“, meinte Tom leise und wandte sich dann an Sam. „Wann sollen wir morgen wieder hier sein?“
„Um neun Uhr morgen früh, würde ich sagen. Bis dahin müsste eigentlich alles repariert sein. Soll ich DJ anrufen oder machst du das?“, antwortete dieser.
„Das mach ich. Wir müssen ja die Kliniktour für morgen absagen. Und die Notfälle müssen weiterhin von der Basis in Windoona übernommen werden.“, erklärte Tom.
„Okay, dann bis morgen früh.“
Als Kelly zurückkam, stiegen sie wieder in ein Taxi und fuhren Richtung North Parramatta.

„Und deine Mutter hat wirklich nichts dagegen, wenn ich bei ihr übernachte?“ Kelly fühlte sich nicht ganz wohl dabei und wollte sich auf keinen Fall aufdrängen.
„Aber natürlich nicht. Im Gegenteil, sie wird sich freuen, dich kennen zu lernen. Mach dir darüber bitte keine Gedanken.“
Das Taxi hielt vor dem Reihenhaus.
„Dann lass mich wenigstens das Taxi bezahlen.“, beharrte Kelly.
„Na gut, wenn du darauf bestehst.“, antwortete Tom, der gerade seine  Geldbörse zücken wollte.
Kelly bezahlte das Taxi und zusammen gingen sie zur Tür. Tom klopfte eine zweites Mal an diesem Tag an die braune Holztür mit der bunten Fensterscheibe. Wieder sah er sich einer überraschten Sarah Callaghan gegenüber.
„Thomas, zweimal an einem Tag? Du verwöhnst mich ja.“, sagte sie überrascht.
„Hallo Mum. Wir haben ein Problem mit unserem Flugzeug und bräuchten einen Schlafplatz. Können Kelly und ich hier übernachten?“
„Aber natürlich. Kommt rein. Willst du uns denn gar nicht vorstellen, Thomas? Wo sind denn deine Manieren?“, fragte Sarah, als sie zusammen im Flur standen. Tom wurde rot. Wie er es doch hasste, wenn seine Mutter ihn in Gegenwart anderer Leute zurechtwies. Das konnte sie manchmal wirklich gut.
„Entschuldige Mum. Kelly, das ist meine Mutter, Sarah Callaghan. Mum, das ist Kelly Marshall, die Krankenschwester von der ich dir erzählt habe.“, stellte Tom jetzt die beiden einander vor.
„Guten Tag, Mrs. Callaghan.“ Kelly gab Sarah die Hand. ‚Er hat ihr von mir erzählt? Erstaunlich.‘ dachte Kelly, als sie Sarahs Hand schüttelte.
„Oh bitte, nennen sie mich Sarah. Dieses Mrs. Callaghan macht mich so alt. Ich bin doch erst sechzig.“, verlangte Sarah.
„Okay, Sarah.“ Sofort fühlte Kelly sich wohl. Sarah Callaghan war ihr sehr sympathisch.
„Also, was haltet ihr von Abendbrot? Ich bin gerade dabei eine Lasagne zu machen, die bestimmt für drei Personen reicht. Mit einem gemischten Salat dabei reicht es bestimmt.“
„Sehr gerne. Könnte ich mich vorher vielleicht noch etwas frisch machen? Ich würde mir auch gerne etwas anderes anziehen.“, kam von Kelly die prompte Antwort. Sie hatte gar nicht gemerkt, wie hungrig sie war. Außerdem wollte sie nicht gerne in ihrer Schwesterntracht essen.
„Natürlich, ich zeige ihnen das Gästezimmer. Thomas, du kannst ja schon mal mit der Lasagne weiter machen.“, erklärte Sarah.
„Okay, mache ich, aber vorher muss ich noch telefonieren.“, meinte Tom und verschwand Richtung Wohnzimmer, wo das Telefon stand.

Tom wählte die Nummer der Zentrale in Coopers Crossing, wo DJ sich meldete.
„Hallo DJ, hier ist Tom.“
„Hey Tom! Seid ihr noch gar nicht auf dem Rückweg?“, fragte der Funker.
„Leider nein. Der Schaden an der Nomad ist doch größer als gedacht. Wir werden heute nicht mehr zurück kommen. Windoona muss weiterhin die Notfälle für uns übernehmen.“, erklärte Tom.
„Okay, dann weiß ich erst mal Bescheid. Hast du eine Ahnung, wann ihr wieder in Crossing seid?“, fragte DJ.
„Ich gehe davon aus, dass wir morgen gegen Mittag wieder da sind.“, antwortete Tom.
„Gut, dann sehen wir uns morgen in alter Frische, Doc.“
„Ja, bis morgen.“

Sarah Callaghan führte Kelly in das Gästezimmer. Ein kleines Badezimmer war direkt daneben.
„So, dort ist das Badezimmer. Handtücher finden sie im Schrank unter dem Waschbecken.“, erklärte Sarah.
„Vielen Dank.“ Kelly lächelte Sarah dankbar an.
Als Sarah das Zimmer verlassen hatte, hing Kelly ihre Schwesterntracht auf einen Bügel, damit sie nicht verknitterte. Sie entschied sich für eine schnelle Dusche.

„Sie ist ein nettes Mädchen, Thomas.“, bemerkte Sarah, als sie die Tomaten für den Salat schnitt.
„Ja, das ist sie und sie ist eine gute Kollegin.“, antwortete Tom, wobei er das Wort Kollegin besonders betonte. Er konnte sich schon denken, worauf dieses Gespräch wieder hinauslaufen sollte. Jedes Mal war es dasselbe, wenn er ihr jemanden vorstellte. Egal, ob Kollegin oder nicht.

Nach der Dusche fühlte Kelly sich sehr erfrischt. Als sie ihre Haare geföhnt hatte, schlüpfte sie in eine Blue Jeans und zog sich die zartrosa Bluse an, die sie eingepackt hatte. Der Duft der Lasagne schlug ihr entgegen, als sie die Küche betrat.
„Hm, das duftet ja herrlich. Kann ich noch bei irgendwas helfen?“, bot Kelly an.
„Nein, sie setzen sich an den Tisch und alles Weitere machen wir. Das Essen ist fast fertig.“, sagte Sarah.
„Was haltet ihr von einer Flasche Rotwein aus dem Barossa Valley?“, fragte Tom in die Runde.
„Ja gerne!“, antworteten Sarah und Kelly gleichzeitig.
Während Tom in den Keller ging, um eine Flasche zu holen, stellte Sarah die Lasagne auf den Tisch und verteilte sie auf den Tellern.
Nach dem Essen setzten sie sich mit dem Wein ins Wohnzimmer und unterhielten sich noch eine ganze Weile über alles Mögliche. Kelly erzählte von ihrer Familie und auch über Stanley wurde gesprochen. Irgendwann verabschiedete sich Kelly, weil sie sehr müde war. Und auch Tom wollte ins Bett. Schließlich mussten sie am nächsten Morgen früh raus.
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