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Der Neuzugang

von xXSallyXx
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteAllgemein / P12 / Gen
Dr. Helen Magnus
26.09.2014
26.09.2014
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26.09.2014 1.726
 
Ein kleiner OS der mir seit heute Morgen einfach nicht aus dem Kopf gehen wollte. ^^
Hoffe er gefällt euch.
Würde mich natürlich über Reviews freuen.

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Ein Neuzugang wurde angemeldet. Luchya Call war ihr Name. Helen hatte sie bereits einmal dazu überreden wollen in das Sanctuary zu kommen. Sie war jung, höchstens 17, ihre Kräfte waren unkontrolliert und nicht trainiert. Die kleine hatte eine Menge zu lernen.
Sie musste lernen mit ihren Kräften umzugehen und sie zu beherrschen und nun konnte das junge Mädchen dies auch lernen denn vor nur wenigen Minuten bekam sie einen Anruf, dass eine Gewisse Luchya Call in ihr Sanctuary aufgenommen werden möchte, so ein Kontaktmann der sich um ein bestimmtes Viertel von New York kümmerte und Helen auf dem laufenden hielt.
Sofort machte sich die Sanctuary-Leiterin auf den Weg. Ihr wurde ein Treffpunkt genannt und genau zu diesen wollte sie sich jetzt auch begeben. Eine gewisse Freude überkam sie, denn seit Jahren traf sie immer wieder auf das junge Mädchen und konnte Stück für Stück mit ansehen wie sie erwachsen wurde und sich ihr Aussehen veränderte. Vielleicht freute sie sich auch nur so sehr darüber, weil sie dann wieder ein junges Mädchen bei sich hätte das nur einige Jahre jünger als Ashley war.
Luchya wartete bereits auf die Brünette als diese beim genannten Treffpunkt ankam.
Helen stieg aus ihrem geparkten Wagen und ging auf das junge Mädchen zu. "Luchya, freut mich. Wie ich hörte nehmen sie nun mein Angebot doch an? Weshalb der plötzliche Meinungswechsel?"
Luchya musterte Helen erst einmal. Sie hatte sie zuletzt vor mehr als einem Jahr gesehen. Helen hingegen hatte sie jeden Monat einmal aufsuchen lassen um sicher zu gehen, dass sie unversehrt ist und das auch bleiben wird. Junge Mädchen in diesem Viertel alleine herumlaufen zu lassen war nicht gerade klug und das Mädchen weckte immer mehr ihren bereits eingeschlafenen Mutterinstinkt.
"Doktor Magnus! Danke, dass sie so schnell Zeit hatten und kommen konnten." Sie reichte ihr die Hand. Magnus nahm diese auch sofort entgegen. "Ich hörte immer mehr positiveres über sie und das Sanctuary. Ich dachte mir, dies wäre wohl der günstigste Zeitpunkt zu ihnen zu kommen. Nachdem sie das Sanctuary in die Hohlerde verlegt haben."
Die Information, dass das Sanctuary das in die Luft geflogen war nur ein Ablenkungsmanöver war um die Unterkunft in der Hohlerde zu verlegen und vor der Regierung zu verbergen war wohl nur der Regierung entgangen. Für Abnorme aller Art war das in diesem Monat das Gesprächsthema Nummer eins. Immer mehr Kreaturen kamen jetzt zu ihr. Sie fühlten sich jetzt sicherer, nachdem die Regierung jetzt so gut es ging aus dem Spiel war.
Ihre Hände lösten sich wieder und die beiden sahen sich für eine kurze Zeit in die Augen ehe Helen wieder das Wort ergriff.
"Und dahinter steckt kein anderer Grund?" Helen setzte ihren typischen Blick auf denn ihr kam das nicht ganz geheuer vor, vor allem da sie so plötzlich in die Unterkunft wollte.
Aber sie würde jetzt auch nicht mehr aus ihr heraus bekommen. Vielleicht wenn sie Vertrauen zu ihr aufgebaut hat. Immerhin hatte es Jahre gedauert bis sie die 17-jährige dazu bekommen hat aus welchem Grund auch immer in ihr Sanctuary zu kommen. Jetzt könnte sie ihre Kräfte unter Kontrolle bringen.
"Nein.. Ich habe es satt alleine zu sein und.. Doktor Magnus.. ich habe da ein Problem." Luchya krempelte ihren Jackenärmel hinauf. "Könnten sie dagegen vielleicht etwas machen? Ich habe es mir bei einer Meinungsverschiedenheit zugezogen. Es schmerzt."
Von ihren ungebändigten Kräften wollte sie noch nichts erzählen. Magnus hingegen wusste bereits alles, jedoch das mit ihrem Arm überraschte sie.
"Wann haben sie das geschafft? Es sieht nicht gerade gut aus." Helen trat beiseite. "Das sollte sofort behandelt werden. Sonst ziehen sie sich im schlimmsten Fall noch eine Blutvergiftung zu." Sie machte eine Handgeste die Luchya signalisierte, dass sie sich in den Wagen begeben sollte.
Ihr Arm war von dutzenden Narben geprägt und eine große Fleischwunde zierte diesen noch dazu. Um die Fleischwunde herum war getrocknetes Blut. Die Wunde verschmutzt. Dies sollte sie so schnell wie möglich behandeln.
Als Luchya sich in den Wagen gesetzt hatte tat es ihr Magnus gleich und fuhr mit ihr in das neue Sanctuary. Sie fuhr einige Umwege. Dadurch wollte sie verhindern, dass ihr Leute folgten die ihr nicht folgen sollten.

Im Sanctuary angekommen ließ Helen den Gast sofort auf die Krankenstation bringen. Sie wollte so schnell es ging verhindern, dass sich die Infektion weiter ausbreiten konnte.

Nach einer halben Stunde Behandlungszeit war die Wunde wieder gereinigt und laut Magnus' Diagnose wird keine Blutvergiftung oder ähnliches folgen.
Auf ihre Bitte brachte der Große den Neuzugang auf ihr Zimmer. Essen brachte er ihr auch sofort.
Nachdem sie aufgegessen hatte betrat Magnus ihr Zimmer. “Da sind sie gerade einmal noch mit einem blauem Auge davon gekommen.“ Ein Lächeln zierte ihr Markelloses Gesicht. “Ich hoffe ihnen gefällt das Zimmer. Es wird ihres für die nächsten Tage oder für einen längeren Zeitraums ein. Kommt darauf an wie lange sie uns mit ihrer Anwesenheit beehren möchten.“
“Das Zimmer ist vollkommen in Ordnung.“ Gab das blonde Mädchen zur Antwort. “Ich werde ihnen nicht lange Umstände machen.“ “Umstände? Nicht doch. Ich freue mich über jeden Gast der zu einem Bewohner wird.“ Sie hielt inne und sah sich im Raum um. “Sie können ihn sich einrichten wie sie möchten. Nur aufräumen sollten sie selbstständig.“
Luchya nickte. “Danke, das werde ich machen. Jedoch bezweifele ich das sich hier viel Müll in so kurzer Zeit die ich hier sein werde ansammeln wird.“ Auch Helen nickte, verständlich das ein Mädchen, das nichts anderes gewohnt war lange an einem Ort bleiben wird. Sie drehte sich um und sah mit einem Seitenblick zu ihrem Gast. “Wenn sie nichts dagegen hätten würde ich ihnen gerne das Haus zeigen. Sie könnten sich verlaufen und das möchte ich verhindern.“
Luchya nahm das Angebot an und stand auf. Sie hatte es sich gerade gemütlich gemacht, jedoch wollte sie der weit aus älteren Frau vor ihr nicht wiedersprechen. “Ich komme. Ich würde gerne das so bekannte Sanctuary von innen sehen.“
Magnus öffnete die Türe, ließ Luchya an ihr vorbei treten und schloss die Tür wieder hinter sich.
“Was möchten sie als erstes sehen? Wir haben mehrere Stockwerke die sie sicherlich interessieren würden.“ “Doktor, würden sie mir die Kreaturen zeigen die sie hier beherbergen?“ Helen blieb stehen. “Nicht doch, nennen sie mich einfach Helen.“ Sie blickte sie an und nickte. “Welche denn zuerst? Momentan befinden wir uns auf einem Stockwerk in dem die ungefährlichen Kreaturen wohnen. Sicherlich werden sie hier schnell Bekanntschaften schließen. Sie sind alle sehr zutraulich und viele von ihnen sich wie sie. Menschlich aber dennoch in einer wundervollen Art anormal. Ein Stockwerk unter uns leben die gefährlicheren Kreaturen. Sie sind zu ihrem Schutz in Gehegen hinter Glas aber dennoch ist jedes Gehege auf die speziellen Bedürfnisse des Abnormen ausgerichtet.“
Luchya überlegte nicht lange. “Gerne einen Stockwerk tiefer. Hier kann ich immer noch selbst alle kennen lernen. Ich würde gerne die gefährlicheren sehen.“
Helen folgte ihrem Wunsch und ging mit ihr zum Fahrstuhl. Sie fuhren ein Stockwerk tiefer und gelangten sofort in das Hauptlabor. In diesem mehrstöckigen runden Raum mit Blick auf den Himmel wohnten mehrere Hundert Abnorme und jeder einzelne von ihnen war anders und hatte seinen eigenen auf ihn abgestimmten Raum.
Das junge Mädchen staunte und sah sich mehrmals im Raum um. So viele Kreaturen auf einem Haufen hatte sie noch nie gesehen. “Und die sind alle besetzt? Also die Räume natürlich.“ “Nein, nicht alle. Wir bekommen täglich Neuzugänge aber täglich gehen auch Abnorme wieder. Entweder wir haben ein neues zu Hause für sie gefunden abgelegen von Gefahren oder sie wollen aus freien Stücken gehen. Die meisten kommen freiwillig zu uns und können auch wieder gehen wann immer sie möchten. Aber manche Abnorme werden ein Leben lang bei uns sein.“ Wieder staunte das Mädchen. Sie hatte schon viel über das Sanctuary gehört aber dass es hier so sein würde hätte sie nicht gedacht. Helen Magnus war viel netter als ihr erzählt wurde. “Wie lange machen sie das denn schon?“ Ihr kam es Spanisch vor das eine Frau das alles aufgebaut hatte und Erzählungen nach schon verdammt lange machte. Zudem sah sie viel zu jung aus um das schon fünfzig Jahre oder mehr zu machen. “Viele Jahre. Runden wir es auf mehr als einhundert Jahre ab. Ich gehe ungerne auf solche Frage ein.“ Magnus fuhr mit der Führung fort nun fuhr sie mit Luchya zwei Stockwerke hinauf. Das auf dem sie gerade noch gewesen waren übersprang sie und stoppte bei Henrys Reich. “Hier kommen all unsere technischen Geräte her und wird auch alles gesteuert. Ich denke hier wird sie nicht viel interessieren. Sollen wir eins weiter oben fortfahren?“
Die Blondine nickte. “Gerne. Ich interessiere mich nicht viel für Technik.“
Die beiden gingen wieder in Richtung Aufzug und fuhren eins weiter hoch. “Hier können sie sich um jede Uhrzeit aufhalten.“ Meinte Helen. “Die Bibliothek, Küche und viele weitere Räume in denen sie sich wohl fühlen können befinden sich hier.“ Sie traten auf dem Fahrstuhl und Helen drehte sich zu Luchya um. “Hier können sie gerne bleiben und erst einmal richtig ankommen. Ich habe sie ja sofort überrumpelt.“ Sie lachte leise und sah das junge Mädchen an. “Ich denke, ich werde mich hier noch ein bisschen umsehen. Ich würde mir gerne noch einige Dinge genauer ansehen.“ “Dann erde ich sie nicht weiter aufhalten. Wenn noch etwas sein sollte. Ich befinde mich gleich den Gang hinunter, rechts in meinem Büro. Falls sie es nicht finden sollten, meine Angestellten können ihnen sofort sagen wo sie hin müssen.“ Dann drehte sich Magnus um und ging den Gang hinunter.
Luchya zögerte einen Moment ehe sie nach der Teratologin rief. “Doktor Mag.. ähm Helen! Warten sie kurz!“ Helen blieb stehen und wartete bis der Neuzugang auf sie zugekommen war. “Ja Luchya?“ “Sie sagten doch jeder in ihrem Haus kann kommen und gehen wann immer er, sie oder es möchte.“
Helen nickte nur während Luchya mit ihr sprach. “Ich würde sehr gerne noch eine Weile bleiben. Aber nur wenn es ihnen nichts aus machen würde.“
Ein Lächeln kam wieder auf Helens Lippen zum Vorschein. “Nein, im Gegenteil. Es würde mich freuen sie noch eine Weile bei uns haben zu haben.“ Danach erschien auch auf Luchyas Lippen ein Lächeln.
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